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Faule Fahrraddiebe

Fahrrad Als der Fahrradständer (das Ding am Rad) zum ersten Mal abgebrochen war, glaubte ich noch an einen Materialfehler. Oder dass er einen Schlag bekommen habe und irgendwo unbemerkt liegen geblieben sei.

Beim zweiten Mal hat mich mein Fahrradreparateur aufgeklärt: Fahrraddiebe brechen die Ständer ab, um damit Kabelschlösser zu knacken. Einfach drehen und Hau-Ruck. Kopfschüttelnd über Diebe, die auch noch zu faul sind, ein Brecheisen mitzubringen habe ich mir den nächsten Ständer montieren lassen.

Keine zwei Wochen später haben die Deppen mir auch den wieder abgebrochen. Immerhin war das Rad noch da und sonst unbeschädigt. Anscheinend ist ein mit einem Bügelschloss angeschlossenes älteres Rad kein lohnendes Objekt. Nur ein Brechstangenlieferant.

Weil ich keine Lust habe, immer neue Ständer zu kaufen, nehme ich jetzt mein Zweitrad, um zum Bahnhof zu fahren. Das ist nichts beson­de­res, mit 3-Gang-Nabenschaltung (gibts das noch?), gebraucht gekauft. Ohne Ständer. Und weil es nur ein Rahmenschloss hatte, habe ich mir jetzt das dickste Panzerkabelschloss gekauft, das zu kriegen war. Mal sehen, wie es damit klappt.

Mein aktuelles »Schlosssetup«:

  • Alltagsrad (siehe Bild oben)
    Rahmenschloss am Hinterrad, Bügelschloss (um Fahrrad­ständer oder Geländer und Rahmen)
    • Vorteil beim Bügelschloss: Halterung am Fahrrad­rahmen angeschraubt, leicht
    • Nachteil: oft zu kurz, um das Rad anzuschließen. Laternenpfosten etc. geht nicht
  • »Bahnhofsrad«
    Rahmenschloss am Hinterrad, schweres Panzerkettenschloss (um Fahrradständer, Laterne whatever und Vorderrad und Rahmen)
    • Vorteil Panzerkettenschloss: lang genug, um das Rad fast überall anzuschließen
    • Nachteil: keine Halterung, wird irgendwie um die Sattelstütze gewurschtelt, sehr schwer.

Gute Informationen rund ums Thema Fahrraddiebstahl bietet der ADFC.

Spezi

Foto Neulich in der S-Bahn Richtung Germersheim saß jemand mit einem merkwürdigen Fahrrad. Unlackiert, ungewöhnlicher Rahmen,wie gestern zusammengelötet. Statt des üblichen Sattels eine Art Flechtwerk, das von Gurten gehalten wurde. Irgendwann ist mir aufgegangen, dass gerade die »Spezi« stattfindet (und dass das ein Pedersen-Rad war). Nachmittags bei 30 Grad im Schatten (im April!?!) 'rübergeradelt.

Foto Foto Habe noch nie so viele ungewöhnliche Fahrräder gesehen: Liegerräder, Dreiräder, vollverkleidete Räder, ein Konferenzrad, Tandems in allen Variationen – auch eins, bei dem die Fahrer Rücken an Rücken sitzen. Vermutlich eine Spezialanfertigung für Rössler und Merkel. Probefahren konnte man auch, wenn man beim Aussteller seinen Personalausweis hinterlegt hat. Das wurde von vielen mit Begeisterung genutzt.

Foto Foto Hat Spaß gemacht. Auch wenn das Rad, in das ich mich auf den ersten Blick verliebt habe viel zu teuer ist, um es am Bahnhof stehen zu lassen ... Ersatzweise habe ich das Buch »Traumrad: Auf der Suche nach dem besten Rad der Welt« von Robert Penn bestellt. Gefunden bei ... ach, nichts.

Foto Foto Alle Fotos Nikon F80, Nikkor 1.8/50mm, Kodak Ektar Film 100 ASA

Radfahren bei Glätte

Aus aktuellem Anlass hat die Rad-Spannerei 8 Tipps für das Radfahren bei Glätte veröffentlicht.

Bei Schmuddelwetter sind Beleuchtung, Reflektoren und gut sichtbare Klamotten noch wichtiger als sonst (neulich bei Regen hat mich wer mit einem SCHWARZEN Regenumhang überholt ...).

Weitere Tipps gibt der ADFC.

Nachtrag: Licht hatte der Mann im schwarzen Cape auch nicht an. Und es war dunkel. Vielleicht war's Zorro im Einsatz?