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Dann doch Auto

Dies ist das, was man früher mit *RANT* (Gemaule, Gezeter) kennzeichnete.

Ich habe die Schauze voll. Gestrichen. Seit über 38 Jahren fahre ich täglich mit der Bahn. Und es wird immer bescheidener.

Lu MItte

Mittlerweile ist es so schlimm, dass meine Arbeitskollegen bei einem Streik wie heute (Fernverkehr eingestellt, kein Zugverkehr im Rhein-Neckar-Raum von 5 bis 9 Uhr) den Unterschied zum »normalen« Bahnverkehr gar nicht mehr erkennen (»Streik? Haben die nicht jeden 2. Tag so viel Verspätung?«)

Früher wurde diskutiert, ob der Zug abfährt, wenn der Sekundenzeiger der Bahnhofsuhr auf die planmäßige Abfahrtszeit springt oder erst eine Minute danach.

Heute bin ich froh, wenn ich den Zug zur Abfahrtszeit am Horizont sehe. Beim Zug abends ist es mittlerweile ein Wunder, wenn er nur 5 Minuten verspätet ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass er in den letzten 2 Jahren jemals pünktlich daheim ankam.

Fernreisen mit der Bahn machen wir gar nicht mehr. Es reicht mittlerweile nicht mehr, wenn man bei ICE-Verbindungen mit 60 (!) Minuten Umsteigezeit kalkuliert. Lieber fahren wir in den Stau. Dauert genauso lang, aber man sitzt bequem im Warmen und kann Radio hören.

Mittlerweile passiert es mit häßlicher Regelmäßigkeit einmal im Monat, dass ich irgendwo strande und mit dem Taxi weiterfahre. Oder wie neulich nachts eine Stunde zu Fuß heimlatsche, weil der Zug verspätungsbedingt die letzten beiden Haltestellen nicht mehr anfuhr und kein Taxi zu kriegen war.

Ich habs wirklich versucht. Und ich WILL NICHT AUTOFAHREN. Aber mit dieser Bahn geht es einfach nicht. Heute 2 Stunden verloren, die ich nacharbeiten muss. Gestern eine wichtige Probe versäumt wegen Streckensperrung. Ersatzverkehr ist eine Lachplatte. Abends nutze ich die Bahn gar nicht mehr, weil man ja nie weiß, ob man auch wieder heimkommt. Und nach 22 Uhr fährt sowieso nix mehr hierher.

Bei diesen GDL-Streiks hatte ich noch Verständnis. Das ist aufgebraucht. Wenn schon im »normalen« Betrieb kein Verlass ist, ständig Weichen-, Signal-, Fahrzeugstörung oder Lokführermangel wegen überraschender Krankmeldung herrscht, dann fahre ich lieber einen rußenden, stinkenden Diesel. Gerne auch ein SUV oder einen ausrangierten Panzer.

PS: es ist immer die Rede davon, dass man Verständnis für die Streikenden haben müsse. Warum eigentlich? Wer hätte denn Verständnis, wenn wir bei Tarifverhandlungen den Strom abstellen?!?

Die Synchronsprecher der Stars

Tolle Sache: die Ausstellung Faces behind the voices bietet Portraits und Hörproben von 30 bekannten Synchronsprechern. Also die Stars sind bekannt, die Stimmen auch. Aber Namen und Gesichter? Fotografiert von Marco Justus Schöler.

Kostproben auf der Webseite Faces behind the voices, alle 30 Portraits sind on Tour auf großen Bahnhöfen zu erleben:

  • 04.05. - 12.05.2016 München Hauptbahnhof
  • 14.05. - 23.05.2016 Berlin Ostbahnhof
  • 01.06. - 13.06.2016 Lübeck Hauptbahnhof
  • 20.06. - 30.06.2016 Mannheim Hauptbahnhof
  • 05.07. - 13.07.2016 Frankfurt a.M. Hauptbahnhof
  • 18.07. - 28.07.2016 Kiel Hauptbahnhof
  • 30.07. - 08.08.2016 Bremen Hauptbahnhof
  • 11.08. - 21.08.2016 Braunschweig Hauptbahnhof

2017 soll es weitere Termine geben.

via Audible Hörbücher-Blog

Heinrich, mir graut vor dir

Neues aus der Rubrik Google Fotos, der unheimliche Service. Wie beschrieben synchronisiert sich mein Mobiltelefon mit Google Fotos, sobald es eine WLAN-Verbindung hat. Und ab und zu passieren automagische Dinge, wie etwa die wundersame Bildbearbeitung meines Wasserturmfotos.

Jetzt bastelt das Ding auch noch Panoramafotos. Wenn nicht der leichte Versatz beim Laternenpfosten in der Mitte zu sehen wäre, würde ich ja glauben, dass irgendwo bei Google Heerscharen von Mitarbeitern sitzen und das manuell zusammenfrickeln.

Foto 1

Foto 2

Panoramafoto

Irgendwie sinnlos, oder?

Seufz. Der neunte Bahnstreik steht vor der Tür und ruiniert mir meinen Pfingsturlaub. So langsam geht mir die Geduld aus. Weil die Streikerei anscheinend nichts bringt. Die Heeresleitung der Bahn scheint es einen feuchten Schmutz zu interessieren, ob Züge fahren oder nicht. Und wenn man der Berichterstattung glauben darf, gibt es trotz 9 Streiks ÜBERHAUPT KEIN ERGBENIS.

Monatelange Verhandlungen. Streiks wie noch nie (wie auch, das waren früher Beamte). Nicht das geringste Fitzelchen erreicht. Nada. Niente. Nix. Mittlerweile wird schon darum gestritten, ob Besprechungen der Parteien Tarifverhandlungen oder einfach Gespräche seien.

Ich schau mich mal nach Inlandsflügen für Pfingsten um. Und nach einer gebrauchten Karre für den Nahverkehr. Bah.

Die Bahn streikt

Foto

Wieder einmal im Internet suchen, welcher Zug wann fährt, Verspätungen, verpasste Anschlüsse – Bahnstreik. Mal abgesehen davon, dass auf dem Bahnsteig die Durchsage »Informieren Sie sich bitte über das Internet« für alle Nicht-SmartPhoniker wenig hilfreich ist, ärgert man sich über den erneuten Streik. Und vergisst dabei, dass es sich beim Streikrecht um ein hart erkämpftes Recht handelt.

Die Medien weisen immer gern darauf hin, dass die Gewerkschaft EVG größer als die Lokführergewerkschaft GDL sei. Was nie erwähnt wird: anscheinend sind vom fahrenden Bahnarbeitervolk mehr in der GDL als in der EVG. Und darum geht es: die Bahnleitung will mit der GDL nur über die Lokführer verhandeln, nicht über die ebenfalls in der GDL organisierte Mehrheit der Zugbegleiter, Bordgastronomen etc.

Ausführliche Informationen bei den Nachdenkseiten: »Gianis Weselsky? Ja geht´s noch?« und im älteren Artikel »Ich bin ein GDL-Versteher«.