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Nachdenken bei Musik- und Geräuscheverwendung

Generell gilt (wir sind in Deutschland): alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.

Sicherste Lösung: Musik selbst komponieren, selbst einspielen. Geräusche selbst aufnehmen.

Geht leider nicht immer.

Einfach seinen Lieblingssong in den Podcast stecken geht gar nicht, so man nicht irgendwann abgemahnt werden will. Dafür braucht man eine Lizenz der GEMA ( Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte).

Wenn man die Lizenzbedingungen für Podcasts liest, vergeht einem schnell die Lust (in jeden Song hineinmoderieren oder ausblenden, max. 50% des Titels spielen etc. pp.).

Gott sei Dank sind Komponisten freigiebige Menschen, die manchmal Sachen verschenken. Aber auch da steckt der Teufel im Detail. Wenn die Musik z. B. unter CC-Lizenz steht mit dem Zusatz SA (Share alike), muss das eigene Werk (also der Podcast oder was auch immer) anschließend unter die gleiche Lizenz gestellt werden. Macht Euch das bitte bewusst!

Wenn ich z. B. eine urheberrechtlich geschützte Geschichte (natürlich mit Genehmigung) im Podcast lese, funktioniert das nicht.

Auch CC-Lizenzen mit NC (non-commercial) können problematisch werden, sobald auch nur ein Werbebanner auf der Webseite steht.

Logo Relativ sicher (vor Gericht und auf hoher See ...) ist eigentlich nur die Nutzung von Zeug, das als Public Domain oder mit CC0 versehen ist. Am liebsten ist mir ja die selten zu sehende WTFPL .

Oder eben das Selbstspielen von selbstkomponiertem Kram, s. o.

Disclaimer: Dies ist keine Rechtsberatung. (Wie bekloppt ist die Welt mittlerweile, dass man sich genötigt fühlt, sowas anzumerken?)

Kekse

Ich hab die Keks-Warnung-Nerv-Meldung wieder deaktiviert, weil ich folgenden Absatz dazu gefunden habe.

Quelle:
https://hosting.1und1.de/digitalguide/websites/online-recht/die-eu-cookie-richtlinie-teil-1-was-gilt-in-deutschland/

»[...] Cookies dürfen laut der Richtlinie nur dann ungefragt gesetzt werden, wenn sie technisch notwendig sind – also beispielsweise um einen durch den Nutzer erwünschten Dienst umzusetzen. Hierzu zählen etwa Session-Cookies zur Speicherung der Spracheinstellung, der Log-in-Daten und des Warenkorbs oder Flash-Cookies zur Wiedergabe von Medieninhalten. [...]«

Soweit ich das verstanden habe, wird von s9y hier im Blog ein Cookie gesetzt, das für den Login benötigt wird. Ohne das könnte ich mich nicht einloggen, hat man mir gesagt.

Beim Kommentieren werden vermutlich zusätzliche Kekse gesetzt, deshalb habe ich dort im Text den Hinweis auf Cookies mit untergebracht.

In der Datenschutzerklärung habe ich nach einer Bemerkung von Mark folgende Einleitung hinzugefügt:

Anmerkungen des Blogbesitzers zum Geleit

Wichtiger als eine Datenschutzerklärung sind ein Minimum an technischem Verständnis, entsprechende Browsereinstellungen und der gesunde Menschenverstand.

Informieren Sie sich per Suchmaschine über sichere Browsereinstellungen, schützende Add-Ons etc.

Schauen Sie doch mal bei der Electronic Frontier Foundation (EFF), bei Digitalcourage oder Netzpolitik.org vorbei.

DSGSTVZO oder immer Ärger mit dem Datenschutz

Als Blogger fühlt man sich vom Gesetzgeber gegängelt und gequält. Ständig tun sich neue Abgründe auf, in die man fallen kann bzw. Abmahnungen drohen.

Das fing vor Jahren mit dem Zirkus um das sog. Double-Opt-In-Verfahren beim Abonnieren von Kommentaren an.

Jetzt steht die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor der Tür. Zugegeben, sie steht da schon monatelang; gültig wird sie jetzt am 25. Mai 2018. Wenn man sich in Foren und sozialen Medien nach diesem Thema umschaut, scheint das Ende des Internets nah.

Frei nach dem Motto »In der Ruhe liegt die Kraft« habe ich das mit einem Auge verfolgt, ohne in Aktionismus auszubrechen. Jetzt endlich ist mir ein leicht verständlicher Artikel in den Feedreader gekommen: Datenschutz, geringfügige Veränderungen – obacht! von Matthias, Serendipity-Benutzern wohlbekannt als unermüdlicher Helfer im Forum und wegen seiner großartigen Templates.

Für mich völlig überraschend gibt es für Serendipity bereits ein Plugin namens »DSGVO / GDPR: Datenschutz-Grundverordnung«, das einem unter die Arme greift. Das ersetzt natürlich nicht das Selberdenken, keine Rechtsberatung und ist auch nicht rechtlich »kugelsicher«. Kann es nicht sein, es liefert verschiedene Funktionen, nicht den Inhalt der Datenschutzerklärung. Außerdem ist die Verordnung in manchen Punkten etwas, sagen wir wage formuliert. Es bleibt abzuwarten, was erste Gerichtsurteile dazu sagen werden.

Das Plugin sorgt u. a. dafür, dass

  • am unteren Blogrand ein Link »Datenschutzerklärung / Impressum« eingefügt wird,
  • bei Kommentaren eine Checkbox »Einwilligung in Datenspeicherung« (mit Hinweis auf die Datenschutzerklärung) eingefügt wird,
  • dieser Zimt mit »Diese Seite verwendet Cookies - Zustimmen« automagisch eingeblendet wird,
  • Teile der IP-Adressen anonymisiert werden.

Außerdem werden Felder für die benötigten Texte mit Platzhaltern bzw. Mustern mitgeliefert.

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, vor allem an Garvin für die Plugin-Entwicklung. Danke an Matthias für seinen Artikel.

Ebenfalls über das Blog von Matthias bin ich auf die Webseite von Dr. Schwenke gestoßen, der auch einen für Privatleute und Kleinunternehmen kostenlosen Generator für Datenschutzerklärungen anbietet. Auch der ist work in progress und ändert sich immer mal wieder.

Also gibt es hier im Blog neuerdings eine Datenschutzerklärung (seufz), eine notwendige Einwilligung in Datenspeicherung bei Kommentaren, den Hinweise "Diese Seite verwendet Cookies" (großes seufz - gibt es überhautp Webseiten ohne?), anonymisierte IP-Adressen und Double-Opt-In-Verfahren beim Abonnieren von Kommentaren.

Fehlt noch was? Ach ja, https sollte noch kommen, damit die Daten bei Kommentareingaben nach Stand der Technik geschützt sind (noch größerer Seufzer).

PS: das genutzte s9y-Theme in diesem Blog unterstützt Google-Fonts. Das habe ich schon vor Wochen deaktiviert. Statt dessen wird die Schriftart Georgia verwendet, sofern lokal beim Leser vorhanden. Wenn nicht, eine lokale Serifenschrift. Außerdem hatte ich hier noch nie Facebook-Buttons oder sonst irgendwelches Social-Media-Gedöns. Das vereinfacht die Sache natürlich.

Bloggeburtstag

Wie die Zeit vergeht. Der erste Eintrag in diesem Blog war am 9. April 2005. 13 Jahre! Erstaunlich.

Logo Damals lief das noch unter WordPress. Bis ich irgendwann die Schnauze voll hatte von nervenden Updates und der wachsenden Komplexität und - Dank Mark - zu Serendipity übergelaufen bin.

Ich hatte vorher (seit April 2004) ein bescheidenes Blog bei blogspot.com.

Eigener Herd ist Goldes wert

Man soll ja nicht immer negativ sein, schlechte Laune verbreiten und herumschimpfen. Deswegen versuche ich es positiv zu verpacken.

Wenn Du Beiträge im Internet veröffentlichen möchtest, mache Dir bitte die Mühe vorher zu überlegen, wo Du das tust. Es gibt verlockend einfache Angebote diverser Plattformen, die auf den ersten Blick kostenlos sind. Allerdings gibst Du damit die Hoheit über Deine Texte und Fotos auf. Wenn dem Plattformbetreiber – oder wem auch immer – Deine Beiträge nicht gefallen, weil sie gegen irgendeine Richtlinie verstoßen, können Deine Beiträge gelöscht werden. Oder gleich Dein ganzer Kram, den Du vielleicht über Jahre zusammengetragen hast. Protestieren oder jammern hilft nicht.

Der einzige Schutz dagegen ist selbstbezahlter Webspace. PUNKT.

Mittlerweile gibt es für jeden den passenden Provider. Für Bastler würde ich uberspace.de empfehlen, für den Rest ;-) all-inkl.com. Manitu.de soll auch gut sein, habe ich allerdings keine Erfahrung mit.

Beim Datenschutz ist es genauso. Wenn Du Deine Daten in der Cloud speicherst, weißt Du in den seltensten Fällen, wo die Server stehen, wie sorgfältig dort gearbeitet wird (Backup, ausfallsichere Stromversorgung) und wie es mit dem Datenschutz aussieht.

Also vor dem Speichern überlegen, wie wichtig die Daten sind und was dafür angemessen ist (es gibt diesen alten Scherz, dass Daten nur dann absolut sicher seien, wenn man sie auf einem Rechner mit BSD-Betriebssystem speichert, der in einen Betonblock eingegossen wird und anschließend im Mariannengraben versenkt wird).

Ich versuche einigermaßen regelmäßig Kopien aller Daten (vor allem der Fotos und Audiofiles) auf externe Festplatten zu machen. Mit USB3 geht das einigermaßen fix. Die lagern in verschiedenen Stockwerken, ein paar sogar außer Haus. Ab und zu kommt eine neue Festplatte dazu, dafür werden ältere selten benutzt. Zusätzlich brenne ich z. B. von Urlaubsbildern CDs.

Und manche Daten wie zum Beispiel die Steuererklärung gibts nur in Papierform. Warum soll ich mich mit Elster, Datenschutz etc. pp. plagen, wenn ich auch einfach ein paar Blätter von Hand ausfüllen, kopieren und abheften kann?

Neue Version von Serendipity

Logo s9y Von der besten Blogsoftware der Welt gibt es jetzt die neue Version 2.1, genau genommen 2.1.1, weil sich ein kleiner Fehler eingeschlichen hatte, der im Handumdrehen gefixt wurde.

Es wurden viele Dinge verbessert, die der Normalbenutzer nicht direkt bemerkt. Dem dürften am ehesten die neu integrierten und prominent vorgestellten Themes Bartleby, Clean Blog, Next, photo, Skeleton und Timeline auffallen.

Die Umstellung lief wie gewohnt fast problemlos. Lediglich der bei mir für Themes und Plugins als Quelle eingestellte Server netmirror.org musste auf Github umgestellt werden (das ist im Spartacus-Plugin eingestellt).

Vielen Dank an alle Entwickler für diese schöne Software :-)

Blogtipp: About S9y

Logo s9y Zufällig gefunden: About S9y – An inofficial blog about the Serendipity blog engine

»This is a blog about the blog engine Serendipity (aka S9Y). We want to provide news about updates, plugins and themes. We want to spread information and tips how to use this software for your own blog. Also we want to present blogs around the world running Serendipity.«

Sieht vielversprechend aus. Durch einen Artikel habe ich tatsächlich ein mir bisher unbekanntes Plugin (event_entrypaging) kennengelernt, das ich testweise einbauen werde. Danke! Würde mich freuen, wenn das Blog gut und lange läuft.