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Buchtipp: Es war einmal in Deutschland

Cover

Inhalt

In den letzten Wochen des 2. Weltkriegs erhält der langgediente Soldat Heinrich die Mitteilung, dass seine Frau und seine älteste Tochter bei einem Bombenangriff gestorben sind. Nur seine kleine Tochter ist übrig geblieben. Heinrich desertiert und macht sich auf den Heimweg zu seiner Tochter.

Unterwegs fällt er einem Trupp SS in die Hände, der in ganz spezieller Mission unterwegs zu einem kleinen Städtchen ist. Eigentlich wird mit Deserteuren kurzer Prozess gemacht ...

Meinung

»Es war einmal in Deutschland« war ursprünglich ein Drehbuch. Und genauso liest es sich: als sähe man einen Genrefilm im Kopf. Schnörkellos, spannend, realistisch. Naja, weitgehend – manchmal haben die Guten unverschämtes Glück.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Pendler sollten allerdings aufpassen: ich habe während des Lesens beinahe meine Haltestelle verpasst. Gute, spannende Unterhaltung!

Fun Fact: für die Rolle des SS-Anführers war Christoph Waltz im Gespräch. Bis die Nachricht kam, dass der für Tarantinos »Inglourious Basterds« unterschrieben hatte ...

5 von 5 Sternen

»Es war einmal in Deutschland«
von Stefan Barth
ISBN 978-1981520848
Taschenbuch (297 Seiten): 9,99 Euro
Kindle-Version: 2,99 Euro (über »Kindle unlimited« kostenlos bzw. enthalten)

Buchtipp: Und dein Leben, dein Leben

Cover

Inhalt

Carmen hat sich in ein einsames Bootshaus im Wald zurückgezogen, um ungestört an ihrem Roman zu schreiben. Spaziergänge im unheimlichen Wald inspirieren sie ebenso wie ein Leichenfund. Die seltenen Besuche im Dorf sind ihr eigentlich schon zu viel Kontakt mit Menschen. Da erhält sie sehr überraschend Besuch ...

Meinung

»Und dein Leben, dein Leben ...« von Magret Kindermann ist ein unheimliches, verstörendes Kabinettstück, das ich nach einer kurzen Einlesezeit nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ich bin gespannt auf die kommenden Werke von Frau Kindermann.

Fünf von fünf Sternen :-)

»Und dein Leben, dein Leben«
von Magret Kindermann
Twentysix
ISBN-13: 978-3740745554
Taschenbuch (112 Seiten): 9,99 Euro
Ebook: 6,99 Euro

Hey there

Bild Habe in der Bibliothek ein Exemplar des Necronomicons entdeckt! Merkwürdigerweise unter »L« einsortiert statt unter »A« wie Adul Alhazred. Vermutlich um es zu verstecken.

Der Einband fühlt sich wie das übliche Leihbüchereilaminat an. Aber wer weiß, was sich tatsächlich darunter verbirgt ...

Was man mit dem Necronomicon so anrichten kann, hört man in der Jubiläumsfolge Nr. 11 der Ghostbusters »Es kam aus der Tiefe«. Mit einem Überraschungsgast am Ende und kurz vorher mit ein paar Sätzen von mir als Geistlicher.

Und wie ist das jetzt so mit dem Kindle?

Im Artikel eBook-Reader hatte ich angekündigt, dass ich mir einen Kindle Paperwhite zulegen würde. Mittlerweile habe ich das Ding seit 2 Wochen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Das Schriftbild ist gestochen scharf, tatsächlich bei strahlenden Sonnenschein gut lesbar und Dank der regelbaren Beleuchtung auch ohne Leselampe im Dunkeln gut zu gebrauchen. Das matte Display sieht bisher nicht »vertatscht« aus wie das spiegelnde Handy-Display.

Ich habe ein Gerät mit schwarzem Rand bestellt, weil man das Teil ja am Rand festhält und Schwarz sicher schmutzunempflindlicher als Weiß ist. Allerdings war ich anfags davon irritiert, weil der Text fast bis zum Rand geht. Das sieht ungewohnt aus. Bücher haben ja einen hellen Rand; vermutlich wäre ich als Hobbyschriftsetzer mit dem weißen Exemplar zufriedener. Der nächste wird weiß! Aber man gewöhnt sich ja an alles.

Weil ich Werbung hasse, habe ich ein Gerät ohne die euphemistisch Spezialangebote genannte Preisermäßigung bestellt. Wenn es sich dabei jedoch tatsächlich nur um Werbung für den Bildschirmschoner handelt, könnte ich damit leben. Dank Hülle sieht man die sowieso kaum. Und mein Gerät hängt nur bei Bedarf im WLAN.

Auf eine permanente Vernetzung mit 3G-Option habe ich verzichtet; wenn ich wirklich unbedingt gleich unterwegs ein Buch kaufen will, kann ich mit dem Handy schnell mal ein WLAN aufbauen. Buchdateien sind relativ klein.

Wie anfangs jedes neue Spielzeug wird auch der Kindle fleißig benutzt. Ich pendle täglich 2 Stunden mit dem Zug; etwa die Hälfte der Zeit nutze ich mit Lesen. Dazu kommt noch abends im Bett vielleicht eine Viertelstunde.Die erste Akkuladung habe ich damit innerhalb von 2 Wochen zu zwei Dritteln verbraucht. Wobei ich die Beleuchtung nur im Schlafzimmer nutze und auch da nur auf kleiner Stufe. Das WLAN ist fast immer ausgeschaltet.

Bei der Lieferung hatte ich »kindle unlimited« auf Probe bestellt. Damit kann man sich ein unüberschaubares Angebot an Büchern ausleihen. Allerdings – außer Harry Potter – kaum Bestseller; eher unbekannte Sachen. Ich hab da mal schnell 2 Actionreißer von Preston W. Child (sic!) durchgelesen, ein paar andere Werke angelesen und wieder abgegeben. Hat mich auch zum Zappen verleitet; ähnlich wie beim Kabelfernsehen bin ich von Buch zu Buch gesprungen, ohne tatsächlich viel von einem Werk zu lesen. Nicht gut. Ich glaube, das lohnt sich für mich eher weniger.

Zumal es Klassiker zu unvorstellbaren Minipreisen gibt. Zum Beispiel das fast komplette Werk von Karl May in der Urfassung (und der damaligen Rechtschreibung) für weniger als einem Euro. Erstaunlich, was der Karl-May-Verlag später so an Änderungen gemacht hat. Im Original von »Zobeljäger und Kosak« heißt der Held gar nicht Sam Hawkins. Das Buch heißt auch anders. Aber ich schweife ab.

Einziger Mangel: das Gerät taugt (wahrscheinlich) nicht für die Badewanne. Die Bedienungsanleitung rät davon eindringlich ab. Zum Glück habe ich wohlgefüllte Bücherregale für diese Notfälle.

Die mitbestellte Hülle aus schwarzem Kunstleder (?) und Magnetverschluss erfüllt den Zweck und scheint auch recht robust. Auf ein Ladegerät habe ich verzichtet; ein USB-Kabel liegt bei.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden.

eBook-Reader

Natürlich lese ich nur Geschichten, die auf Papier gedruckt sind. Bücher, Zeitschriften und zur Not auch Heftchenromane. Aber doch nicht elektronisch mit so einem häßlichen Plastikdingens.

Wirklich?

Es hat schleichend angefangen: zuerst EDV-Bücher, die ich inklusive eBook kaufte, weil es praktisch ist, schnell am Bildschirm zu suchen. Dann schließlich auch anderes:

Rahel Meisters eBuch »Nach Hause«. Rahel schreibt bei Clue Writing, für die ich ab und zu Kurzgeschichten einspreche und macht bei den Clue Casts den guten Ton inklusive Musik und Geräuschen.

Nike Leonhards Kurzgeschichte »Der Fluch des Spielmanns« aus ihrer Reihe »Codex Aureus«. Weil es mir gefallen hat, habe ich die Leseprobe des »Spielmanns« eingesprochen.

Weil ich das Blog Fettlogik überwinden im Feed habe, kaufte ich irgendwann auch das gleichnamige eBuch.

Gelesen habe ich das mit der Kindle-App auf dem Smartphone. Was suboptimal ist, wenn man kein Surfbrett von Telefon herumschleppt. Weil meine Bücherregale restlos überfüllt sind (Zweierreihen!) habe ich mich jetzt doch dazu durchgerungen, einen eBook-Reader anzuschaffen. Nicht zuletzt, um endlich die Geschichten all der Selfpublisher zu lesen, denen ich auf Twitter folge ;-)

Anscheinend hat man hauptsächlich die Wahl zwischen Knechtschaft bei Thalia & Co mit dem »Tolino« oder dem »Kindle« von Amazon. Die meisten meiner Freunde verwenden einen Kindle. Ich hab zwei Autoren per E-Mail gefragt: Nike Leonhard (Selfpublisherin) tendiert eher zum Tolino; Andreas Eschbach (Autor mit EDV-Hintergrund) findet beide gleich gut, nutzt aber einen Kindle, weil das im Ausland etwas praktischer sei.

Hmm.

Für den »Tolino« spricht wohl, dass sein System nicht so komplett abgeschottet ist wie der »Kindle«. Wählt man den, ist man Amazon abhängig. Andererseits habe ich bei Hörbüchern gelernt, dass Unabhänigkeit zwar schön ist, aber Audible extrem praktisch und einfach zu bedienen ist. Mit einem Abo auch noch preiswert: statt 20 Euro für ein Hörbuch zahle ich da 9,99 Euro im Monat (nicht dass ein Hörbuch pro Monat ausreichend wäre).

Ich hätte gern alle verfügbaren Reader in die Hand genommen, um die Unterschiede zu begreifen und zu sehen. Im hiesigen Planetenmarkt gibts aber nur noch Tablets. Hmpf. Schließlich habe ich mich für einen Kindle Paperwhite entschieden. Und für die 30-Tage-Probe von »kindle unlimited«.

Schaun'wer mal.

Lesetipp: Die Jagd

Irgendwann erwähnte meine Sprechtrainerin, dass sie auch einen Krimiautor als Schüler hat. Weil der Verlag der Meinung war, dass das nützlich sei, ehe der Autor mit dem neuen Buch auf Lesereise geht.

Natürlich war ich dann bei der Lesung von Claus Probst in Mannheim und habe mir die beiden Bücher »Nummer zwei« und »Spiegelmord« als Hörbuch (gelesen von Oliver Siebeck) angeschafft. Jetzt ist »Die Jagd« neu erschienen – leider ohne Hörbuchfassung, so dass ich zum gedruckten Werk greifen musste.

Inhalt

Cover Ein Anwalt wird im Wald Zeuge eines Mordes. Natürlich geht er zur Polizei – und erfährt, dass der Täter ein berüchtigter Mafiaboss ist, der ihm für den Fall einer Aussage vor Gericht blutige Rache schwört.

Einziger Ausweg: Das Zeugenschutzprogramm. Alle Kontakte abbrechen, allein in eine fremde Stadt unter fremden Namen, immer in Furcht vor Entdeckung und Ermordung ...

Meinung

Während man die ersten beiden Bücher »Nummer zwei« und »Spiegelmord« durch ihre Handlung in Mannheim und Umgebung auch als Regionalkrimi hätte vermarkten können – was der Verlag bewusst vermieden hat – ist davon bei der »Jagd« kaum etwas zu finden.

Und während ich »Spiegelmord «und »Nummer zwei« als solide, wenn auch ungewöhnliche Krimis bezeichnen würde, ist Claus Probst mit »Die Jagd« ein wirklich atemberaubender Thriller gelungen, den man kaum aus der Hand legen kann. Selten habe ich einen Roman erzählt in der ersten Person gelesen, bei dem man trotzdem lange Zeit im Dunkeln tappt.

Die Geschichte beginnt kurz vor dem Finale und wird in Rückblenden erzählt; nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge. Trotzdem verliert man nie den roten Faden, und trotz eigentlich abscheulicher Taten bleibt der Protagonist dem Leser immer (meistens) symphatisch. Es gibt keine Schwarz-Weiß-Malerei; nicht alles ist so, wie es scheint. Puh, schwierig hierzu etwas zu schreiben, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten.

Fazit

Guter, spannender, brutaler und verstörender Thriller. Absolut empfehlenswert. 5 von 5 Sternen (ein Jammer, dass es kein Hörbuch gibt)

»Die Jagd«
Claus Probst
Fischer Verlag
ISBN 978-3-596-03672-1
9,99 Euro

Hörprobe: Der Fluch des Spielmanns von Nike Leonhard

Auf der Suche nach aufnehmbaren Lesestoff bin ich an Nikes Leseprobe hängengeblieben. Habe sie aufgenommen, Nike geschickt und gefragt, wie es mit einer Veröffentlichung aussieht. Hat ihr gefallen. Hier also die Leseprobe ihrer Kurzgeschichte zum Hören :-)


Cover Wer sind die drei Geister, die Corvin jede Nacht heimsuchen und ihn sogar in die Hütte von Vater Gion verfolgen?

Corvins Beichte offenbart eine tragische Liebesgeschichte. Aber die Dinge sind weit komplizierter.

Der dritte Band des Codex Aureus entführt ins frühe Mittelalter; in eine Zeit, als der Hexenglaube noch höchst lebendig war und ein unbedachtes Wort tödliche Folgen haben konnte. Eine spannende Geister- und Gaunergeschichte.

Neugierig geworden? Auf der Seite der Autorin Nike Leonhard gibt es eine Leseprobe. Und hier eine von mir gelesene Hörprobe:

Datei im mp3-Format herunterladen

Mehr dazu bei Nike Leonhard - Fantasy und Historisches