Wednesday, 17. February 2010

Zensursula war harmlos

Wenn ich lese, dass jemand an Richtlinien arbeitet, die Öffnungszeiten für Webseiten vorsehen, sehe ich erst einmal auf den Kalender, ob vielleicht der 1. April ist. Der nächste Schritt ist Kopfschütteln, danach blankes Entsetzen.

Nein, ich habe keine Kraft mehr, zu diesem Bull Shit etwas zu schreiben. Wenn es denn sein muss, mache ich das Blog zu und wandere aus. Vielleicht nach China.

Allen immer noch nicht Entmutigten sei die Lektüre der Stellungnahme des AK Zensur empfohlen. Und das ODEM.blog.

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Monday, 15. February 2010

Narren

Nein, dieser Eintrag bezieht sich nicht auf Politik.

Sondern um Dinge, die man nicht erleben will, Folge 428:
Im Berufsverkehr in der voll besetzten S-Bahn sitzen und am Hauptbahnhof steigt eine Horde Rosenmontagsbesucher auf dem Heimweg von Mainz zu.

Noch Fragen?

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Friday, 15. January 2010

Kriminell inkompetent

Im Beitrag Wie Werner Gruber einen Körperscanner austrickst wurde im ZDF demonstriert, was man durch diese tollen sog. Nacktscanner ungehindert durchtragen kann und welches Feuerwerk sich damit veranstalten läßt - der Boden einer Bratpfanne wird mühelos durchgebrannt.

Und anschließend stellt sich dieser Regierungsfritze hin und bleibt dabei, dass die neuen Geräte kommen müssen und dass er es nicht gut finde, dass man mit solchen Demonstrationen Terroristen Anschauungsunterricht gäbe.

Irgendwo gab es auch eine Info angeblich vom Scannerhersteller, dass die beim jüngsten Attentatsversuch verwendeten Stoffe von ihren Geräten gar nicht gefunden würden. Aber die Dinger sollen wegen des jüngsten Anschlags angeschafft werden.

WAAAA.

Ich möchte bitte künftig von den Marx Brothers regiert werden. Die sind vernünftiger und viel unterhaltsamer.

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Wednesday, 9. December 2009

Wir speichern nicht

Im Artikel Speichern? Nein Danke. hatte ich neulich aufgezählt, welche Maßnahmen ich ergriffen habe, um den Datenanfall beim Besuchen und Kommentieren in meinem Blog so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich habe ich bei Kommentaren das Feld »E-Mail-Adresse« zur freiwilligen Angabe gemacht. Das alles hat sich bei der Spambekämpfung bisher nicht nachteilig bemerkbar gemacht – mein Blog ist zu unbekannt! ;-).

Um wenigstens ein kleines Zeichen gegen Datensammelwut zu setzen, habe ich mich um das Siegel Wir speichern nicht bemüht. Das habe ich nach einigem Schriftverkehr per Mail als Nikolausgeschenk erhalten und in die Sidebar gepackt.

Dabei habe ich gelernt, dass das Siegel auch nicht mehr als ein Zeichen, bzw. eine Gesinnungserklärung ist: die Leute vom AK Vorrat können zwar prüfen, ob Google-Analytics oder ähnlicher Kram läuft, aber sie haben keinen Zugriff auf meine Serverlogs oder Konfigurationsdateien; da müssen sie meinen Aussagen zur Konfiguration Glauben schenken.

Generell sollte man keinem Siegel blind vertrauen: man weiß nicht was geprüft wurde und auch nicht, was seit der Prüfung geändert wurde (ihr erinnert euch vielleicht an den unsicheren Online-Marktplatz mit TÜV-Siegel?).

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Tuesday, 3. November 2009

Speichern? Nein Danke.

Mittlerweile kann man es ja schon nicht mehr hören. Hier ein Datenskandal, dort einer … Irgendwo habe ich mal gelesen, wie man einen wirklich einbruchssicheren Server schafft: man verwendet ein aktuelles, solides Betriebssystem (z. B. aus der BSD-Familie), gießt den Rechner in Beton ein und versenkt ihn ohne Netzwerkanschluss im Ozean.

Weil das nicht für jedermann praktikabel ist, sollte man generell so wenig Daten wie möglich preisgeben. Und möglichst wenig sammeln. Zeit, das im eigenen Blog umzusetzen.

Die Blogsoftware Serendipity speichert an verschiedenen Stellen IP-Adressen, unter anderem bei den Kommentaren. Das kann man zur Spambekämpfung nutzen, ist aber eher suboptimal. Dank dem schnellen Support im s9y-Forum habe ich eine Lösung von Garvin, die gut funktioniert: einfach in der Datei serendipity_config_local.inc.php folgenden Codeschnipsel einbauen, und schon wird anstelle der Besucher-IP überall nur noch 127.0.0.1 gespeichert:
$_SERVER['REMOTE_ADDR'] = '127.0.0.1';

Nun gibt es noch den Webserver, der fleißig sammelt. Bei meinem Provider all-inkl.com gibt es eine elegante Möglichkeit, das im KAS zu konfigurieren. Unter »Einstellungen / Accesslog« hat man die Auswahl zwischen »vollständiger IP«, »IP gekürzt«, »IP entfernt« (alle Adressen werden auf 0.0.0.0 gesetzt) oder »keine Logs«.

Auf der Website Wir speichern nicht! gibt es weitere Anleitungen für verschiedene CMS, Webserver etc.

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Thursday, 29. October 2009

Zwei Tagesmeldungen

heise online meldet:

Neue Justizministerin verspricht grundlegende Datenschutzreform

[...] Konkret habe Schwarz-Gelb zudem bereits im Koalitionsvertrag die Einrichtung einer "Stiftung Datenschutz" nach dem Vorbild der "Stiftung Warentest" verabredet. Diese solle ein "Gütesiegel" vergeben. [...]


netzpolitik.org schreibt:

Exklusiv: Die Bücher der Anderen

[...] 500.000 Rechnungen von Libri.de standen mehr oder weniger frei im Netz. Gestern konnten wir testweise innerhalb einer halben Stunde ca. 20.000 davon herunterladen. [...]

Eine zusätzliche Datenschutz-Brisanz erhält der Fall durch ein »S@fer-Shopping-Zertifikat« der Firma TÜV-Süd AG. Diese Firma wirbt mit für ihre gewerblichen Datenschutz- und Sicherheits-Dienstleistungen mit diesem Zertifikat. Libri.de hat den TÜV Süd als externen Dienstleister beauftragt, die Sicherheit des Online-Stores im Rahmen eines Datenschutz-Audits zu untersuchen. Das für die Firma Libri.de ausgestellte »S@fer Shopping Zertifikat« erklärt:

»Mit geprüfter Qualität, Sicherheit und Transparenz ist www.libri.de in hohem Maße vertrauenswürdig.«
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Sunday, 25. October 2009

Youtube!

Na, wenn das nicht eines der meistverlinkten Videos wird: ein (niederländischer) Journalist fragt die Kanzlerin, wie man einen Mann zum Finanzminister machen kann, der »vergessen« hat, dass ihm Schreiber (der Waffenhändler) 100.000 DM in bar überreicht hat.

via Fefes Blog

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Thursday, 22. October 2009

Glück gehabt

Na, da habe ich aber Glück gehabt: mein Blog u1amo01 ist kein rechtsfreier Raum. Kann ich beweisen. Mit Google.

Also kein Handlungsbedarf für die FDP, die sich ganz auf den Rest des Internets konzentrieren kann, um – laut Spiegel online – das Web durchzuregulieren.

Find' ich gut. Nachdem uns die Finanzkrise an den Rand des Ruins gebracht hat, erklärt die FDP die Internetregulierung zum »Superprojekt«. Damit kann man den Anschein von Entschlossenheit und Aktivität erwecken, während Ackermann & Co. in Ruhe und Frieden weitermachen können wie bisher.

Von anderen Problemen, die man sonst so hätte ganz zu schweigen. Wobei an denen ja sowieso die Vorgängerregierung Schuld ist. Deswegen steckt man deren Hinterlassenschaft in einen Schattenhaushalt. Vielleicht kann den ja dann ein Bad-Bank-Manager verwalten.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht am Ende alles ein genialer Reklamecoup der Piratenpartei ist. Vielleicht ist die »Schnarre« heimlich Mitglied?

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