Sunday, 16. December 2007
Seit Oktober 2007 betreibe ich dieses Weblog mit Serendipity (s9y), davor lief es seit April 2005 mit WordPress (WP).
Zeit für eine Zwischenbilanz.
Was ich bei Serendipity vermisse, ist der Editor von WordPress. Nicht dieser grafische Schnickschnack, sondern der »normale«. Dort kann man wild drauflosschreiben, HTML einstreuen oder es bleiben lassen - der Beitrag sieht im Endergebnis meistens gut aus und erscheint in validem HTML. Auch das nette Plugin Typographie fehlt mir, vor allem wegen meiner »Lieblingsanführungszeichen«.
Ein großer Nachteil dieser Formatierungen und des Plugins: die Daten werden in den mySQL-Tabellen so gespeichert, wie man sie eingegeben hat, d. h. beim Wechsel zu einer anderen Weblogsoftware sehen die unter WP so nett anzuschauenden Beiträge grauslich aus.
Mittlerweile schreibe ich die Beiträge im »normalen« s9y-Editor und füge anschließend die entsprechenden HTML-Befehle ein. Damit erhalte ich sauberen Code, der auch so in der Datenbank landet.
Auch die abrupten Wechsel in der Datenbankstruktur bei WP verursachen einige Kopfschmerzen beim Import (wenn Tabellenfelder z. B. nach einem Versionswechsel anders genutzt werden, die Inhalte der alten Beiträge aber in den alten Feldern bleiben - Chaos
).
Die Optik bei WP ist hervorragend; unter der Haube jedoch findet sich einiges an Flickwerk. Das ist bei s9y viel besser gelöst. Man merkt IMHO, dass da Leute am Werk sind, die von der Datenbankentwicklerseite her kommen.
Was bei s9y ausgezeichnet funktioniert, ist die Spambekämpfung bei Kommentaren und Trackbacks. Ich habe das Blog optimistisch so eingestellt, dass als korrekt eingestufte Kommentare ohne vorherige Moderation erscheinen. Damit bin ich bisher gut gefahren.
Knapp 10.000 Trackbacks und Kommentare wurden zurecht als Spam gelöscht; nur 2 davon wurden irrtümlich von den Filtern als Ham durchgelassen. Klasse.
Während ich zumindest die Theme-Gestaltung und das zugehörige Zusammenspiel der Dateien bei WP halbwegs kapiert hatte, stehe ich bei s9y noch weitgehend im dunkeln. Im Frühjahr soll Garvins Buch erscheinen, von dem ich mir Erleuchtung erhoffe 
Wie überhaupt der Support bei s9y erstaunlich gut ist. WordPress hat zwar die breitere Gemeinde an Theme und Plugin-Entwicklern, dafür hat s9y supergarv 
Jedes der beiden Systeme hat Stärken und Schwächen. Alles in allem bin ich zufrieden.
Kommentare