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Audio-Bastelstunde

»[...] liegen viele Heimstudios mit ihrem ›Amateurequipment‹ vermutlich bereits auf einem höheren Qualitätsniveau als so manches Profistudio der 70er und 80er Jahre und Produktionen aus dieser Epoche klingen angeblich besonders ›audiophil‹. Wenn’s daher mal wieder nicht so doll aus den Boxen schallt, sitzt das eigentliche Problem eher vor dem Bildschirm oder Mikrofon.«
13db.de, Preis Leistung bei Audiogeräten

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns was hören! ;-) Auf Wunsch zweier einzelner Damen auch öffentlich.

Eine Anmerkung vorab zu den eingebetteten Dateien: die Hörbeispiele sind als mp3 oder Ogg-Vorbis hinterlegt. Was abgespielt wird, hängt an den Browsereinstellungen.

Intro

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

Ich habe ein paar Beispielsätze aufgenommen und mit verschiedenen Werkzeugen in Audacity bearbeitet.

1. Unbearbeitete Aufnahme

Ohne Nachbearbeitung. Also nur die Hardwarekette Mikrofon, Interface Focusrite Scarlett 2i4, über USB am PC angeschlossen und mit Audacity aufgenommen. So wird das abgeben für Hörspiele und auch für den Clue Cast. Zum direkten Hören zu leise.

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2. Normalisierung

Vereinfacht erklärt: macht die Aufnahme lauter (oder leiser) unter Berücksichtigung der lautesten Stelle (damit nichts übersteuert wird). Bei sehr dynamischen Aufnahmen kann das fast wirkungslos sein. Im Hörbeispiel eingestellt auf Max. -2dB (ausführlichere Beschreibung bei 13db.de)

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3. Kompressor, Normalisierung

Der Kompressor verringert die Dynamikunterschiede. Das ist immer ein Balanceakt. Hörbücher hört man ja oft nebenbei bei einem gewissen Umgebungslärmpegel. Da ist Flüstern nicht wirklich gut. (Die angesagte Reihenfolge ist falsch, 'tschuldigung. Ich lasse den Kompressor immer vorher drüberlaufen.)

Mit der Bearbeitung gebe ich üblicherweise Dateien für Librivox ab.

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4. Kompressor, Normalisierung, Equalizer à la Klaus

Zusätzlich eine leichte Anhebung (2dB) der höheren Frequenzen per EQ. Ich bilde mir ein, dass die Stimme dadurch einen Tick »präsenter« klingt. (Erläuterung Equalizer bei Wikipedia)

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5. Kompressor, Normalizer, Equalizer à la Web-Empfehlung

Hier ist bei den EQ-Einstellungen alles versammelt, was ich an Tipps für Sprachaufnahmen gefunden habe. Für angeblich bessere mp3-Dateien mit Low-Cut (100 Hz) und High-Cut (15 kHz), leichte Anhebung bei 400 Hz und im Bereich von 8 kHz für mehr Brillianz.

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Kommentare

Über Meinungen, Kommentare oder Empfehlungen freue ich mich. :-) Hier der Link zur Kommentarfunktion.

Mein Fazit

Zum Abhören meiner Aufnahmen nutze ich den Beyerdynamic DT 770 Pro in der 250-Ohm-Version. Beim Hörbuchhören habe ich üblicherweise den kleinen und leichten Sennheiser PX 200-II auf den Ohren.

Mir kam es so vor, als ob die Klangunterschiede mit dem Beyerdynamic relativ gering seien. Lediglich der EQ-Einsatz machte sich bemerkbar; die Stimme klingt IMHO eine Spur präsenter.

Mit dem PX 200 schien mir der größte Unterschied zwischen mp3-Komprimierung und OGG-Komprimierung bzw. FLAC zu liegen. Entweder ist die bei Audacity eingesetzte mp3-Komprimierung schlecht oder die Kompression auf 128 kBits macht sich doch bemerkbar. Muss geringere Kompressionsraten testen.

Die beste mp3-Fassung schien mir dabei Version 5. zu sein (also die mit – für meine Verhältnisse – relativ viel EQ-Geschraube).

Genug Sprechunterricht (?)

Foto Mikrofon Weil die beste Audiotechnik nur das aufnehmen kann, was zu hören ist (lassen wir mal Autotune und sowas außen vor), hatte ich mich Anfang 2015 nach Sprechunterricht umgesehen.

Nach langer Suche und Wartezeit hatte ich schließlich am 24. April 2015 die erste Unterrichtsstunde bei Frau Rastetter. Mein Ziel war dialektfreies Sprechen. Also das, was von einigen Leuten auch »Bühnendeutsch« genannt wird.

Erstaunt habe ich im vierzehntägigen Rhythmus die vielen verwickelten Regeln und ihre Ausnahmen kennengelernt: sowas wie die ig-Regel, stimmhaftes und stimmloses S, Auslautverhärtung etc. Wobei ich manchmal den Eindruck hatte, dass es mehr Ausnahmen als Regeln gäbe :-)

Außerdem die Erkenntnis, dass unsere Satzzeichen zum Lesen, aber nicht zum Vorlesen taugen. Die sind eher so eine grobe Orientierung, weswegen man beim Textvorbereiten (unbedingt laut lesen!) mehr oder weniger viele Krakel auf dem Textblatt malt. Anscheinend gibt es da keine »offiziellen« Sprechzeichen, weswegen ich einige mir aus der Musik bekannte Zeichen verwende (Fermate, Bindebogen, accel. etc.)

Dieses Jahr hat es wegen verschiedener Termine nur unregelmäßig mit dem Unterricht geklappt; die letzte Stunde war am 4. Juli 2017. Habe zwei Kurzgeschichten gelesen: »Das Kunstwerk« von Tschechow, das ich vorbereitet hatte (gibts auch über meine Audio-Seite zu hören) und prima vista »Hoch die Hosen« von Günter Kunert.

Danach meinte Frau Rastetter zu meiner Überraschung, dass alles auf einem guten Stand sei und weiterer regelmäßiger Unterricht nicht unbedingt nötig sei.

Wer vergleichen will: das Hörbuch »Das Leben ist ein Erdbeben ... « habe ich als erstes aufgenommen, noch mit schlechterem Mikrofon, wenig Ahnung aber umso mehr Begeisterung. Das zuletzt aufgenommene Werk auf meiner Audio-Seite ist »Das Kunstwerk« von Anton Tschechow. Ich hoffe, man hört eine Verbesserung.

Vielen Dank, Frau Rastetter! Für die Geduld und überhaupt :-) Sprechunterricht war eine der schönsten Unterrichtszeiten.

Die Synchronsprecher der Stars

Tolle Sache: die Ausstellung Faces behind the voices bietet Portraits und Hörproben von 30 bekannten Synchronsprechern. Also die Stars sind bekannt, die Stimmen auch. Aber Namen und Gesichter? Fotografiert von Marco Justus Schöler.

Kostproben auf der Webseite Faces behind the voices, alle 30 Portraits sind on Tour auf großen Bahnhöfen zu erleben:

  • 04.05. - 12.05.2016 München Hauptbahnhof
  • 14.05. - 23.05.2016 Berlin Ostbahnhof
  • 01.06. - 13.06.2016 Lübeck Hauptbahnhof
  • 20.06. - 30.06.2016 Mannheim Hauptbahnhof
  • 05.07. - 13.07.2016 Frankfurt a.M. Hauptbahnhof
  • 18.07. - 28.07.2016 Kiel Hauptbahnhof
  • 30.07. - 08.08.2016 Bremen Hauptbahnhof
  • 11.08. - 21.08.2016 Braunschweig Hauptbahnhof

2017 soll es weitere Termine geben.

via Audible Hörbücher-Blog

Sprechproben aufgehübscht

Beim Hörspielprojekt müssen alle Hörproben unbearbeitet sein; also so, wie sie über Mikrofon und Interface auf dem Computer ankommen. Das ist wichtig, damit der Cutter hören kann, welche Klangqualität er erwarten kann. Schließlich muss er später aus den gelieferten Takes, die jeder allein daheim im Kämmerchen mit unterschiedlicher Ausrüstung aufgenommen hat, ein gut klingendes Hörspiel basteln. Idealerweise klingen die Dialoge dann so, als hätten alle die gleiche Technik benutzt. Und miteinander geredet.

Mikrofon Hier für meine Seite hatte ich die Hörproben einfach genauso hochgeladen. Das ist aber Unsinn. Schließlich kommen hier eher »normale« Hörer vorbei, die wissen wollen, wie das fertig bearbeitet ungefähr klingt. Und bei anderen Sprechern wird bei den Demoseiten auch meistens alles an Klangbearbeitung eingesetzt, was die Studiotechnik hergibt. Dementsprechend habe ich meine Hörproben auf der Audio-Seite jetzt dezent aufgehübscht.

Hier mal ein Vorher/Nachher-Vergleich:

Unbearbetet,

so wie es über Mikrofon und Interface in Audacity ankommt

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Bearbeitet

mit meiner üblichen Routine für Hörbücher: Kompressor (Audacityeinstellung: Grenzwert -20dB, Nebengeräusche -40dB, Verhältnis 3:1, Ansprechzeit 0,2 Sek.,Abklingzeit 1,0 Sek.) , Normalizer. Ersterer reduziert die Dynamik, indem er laute Stellen etwas leiser macht, der Zweite hebt die ganze Aufnahme in der Lautstärke an.

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Die komplette Kurzgeschichte erscheint am 12.11.205 als Clue Cast.