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Genug Sprechunterricht (?)

Foto Mikrofon Weil die beste Audiotechnik nur das aufnehmen kann, was zu hören ist (lassen wir mal Autotune und sowas außen vor), hatte ich mich Anfang 2015 nach Sprechunterricht umgesehen.

Nach langer Suche und Wartezeit hatte ich schließlich am 24. April 2015 die erste Unterrichtsstunde bei Frau Rastetter. Mein Ziel war dialektfreies Sprechen. Also das, was von einigen Leuten auch »Bühnendeutsch« genannt wird.

Erstaunt habe ich im vierzehntägigen Rhythmus die vielen verwickelten Regeln und ihre Ausnahmen kennengelernt: sowas wie die ig-Regel, stimmhaftes und stimmloses S, Auslautverhärtung etc. Wobei ich manchmal den Eindruck hatte, dass es mehr Ausnahmen als Regeln gäbe :-)

Außerdem die Erkenntnis, dass unsere Satzzeichen zum Lesen, aber nicht zum Vorlesen taugen. Die sind eher so eine grobe Orientierung, weswegen man beim Textvorbereiten (unbedingt laut lesen!) mehr oder weniger viele Krakel auf dem Textblatt malt. Anscheinend gibt es da keine »offiziellen« Sprechzeichen, weswegen ich einige mir aus der Musik bekannte Zeichen verwende (Fermate, Bindebogen, accel. etc.)

Dieses Jahr hat es wegen verschiedener Termine nur unregelmäßig mit dem Unterricht geklappt; die letzte Stunde war am 4. Juli 2017. Habe zwei Kurzgeschichten gelesen: »Das Kunstwerk« von Tschechow, das ich vorbereitet hatte (gibts auch über meine Audio-Seite zu hören) und prima vista »Hoch die Hosen« von Günter Kunert.

Danach meinte Frau Rastetter zu meiner Überraschung, dass alles auf einem guten Stand sei und weiterer regelmäßiger Unterricht nicht unbedingt nötig sei.

Wer vergleichen will: das Hörbuch »Das Leben ist ein Erdbeben ... « habe ich als erstes aufgenommen, noch mit schlechterem Mikrofon, wenig Ahnung aber umso mehr Begeisterung. Das zuletzt aufgenommene Werk auf meiner Audio-Seite ist »Das Kunstwerk« von Anton Tschechow. Ich hoffe, man hört eine Verbesserung.

Vielen Dank, Frau Rastetter! Für die Geduld und überhaupt :-) Sprechunterricht war eine der schönsten Unterrichtszeiten.

Die Synchronsprecher der Stars

Tolle Sache: die Ausstellung Faces behind the voices bietet Portraits und Hörproben von 30 bekannten Synchronsprechern. Also die Stars sind bekannt, die Stimmen auch. Aber Namen und Gesichter? Fotografiert von Marco Justus Schöler.

Kostproben auf der Webseite Faces behind the voices, alle 30 Portraits sind on Tour auf großen Bahnhöfen zu erleben:

  • 04.05. - 12.05.2016 München Hauptbahnhof
  • 14.05. - 23.05.2016 Berlin Ostbahnhof
  • 01.06. - 13.06.2016 Lübeck Hauptbahnhof
  • 20.06. - 30.06.2016 Mannheim Hauptbahnhof
  • 05.07. - 13.07.2016 Frankfurt a.M. Hauptbahnhof
  • 18.07. - 28.07.2016 Kiel Hauptbahnhof
  • 30.07. - 08.08.2016 Bremen Hauptbahnhof
  • 11.08. - 21.08.2016 Braunschweig Hauptbahnhof

2017 soll es weitere Termine geben.

via Audible Hörbücher-Blog

Sprechproben aufgehübscht

Beim Hörspielprojekt müssen alle Hörproben unbearbeitet sein; also so, wie sie über Mikrofon und Interface auf dem Computer ankommen. Das ist wichtig, damit der Cutter hören kann, welche Klangqualität er erwarten kann. Schließlich muss er später aus den gelieferten Takes, die jeder allein daheim im Kämmerchen mit unterschiedlicher Ausrüstung aufgenommen hat, ein gut klingendes Hörspiel basteln. Idealerweise klingen die Dialoge dann so, als hätten alle die gleiche Technik benutzt. Und miteinander geredet.

Mikrofon Hier für meine Seite hatte ich die Hörproben einfach genauso hochgeladen. Das ist aber Unsinn. Schließlich kommen hier eher »normale« Hörer vorbei, die wissen wollen, wie das fertig bearbeitet ungefähr klingt. Und bei anderen Sprechern wird bei den Demoseiten auch meistens alles an Klangbearbeitung eingesetzt, was die Studiotechnik hergibt. Dementsprechend habe ich meine Hörproben auf der Audio-Seite jetzt dezent aufgehübscht.

Hier mal ein Vorher/Nachher-Vergleich:

Unbearbetet,

so wie es über Mikrofon und Interface in Audacity ankommt

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Bearbeitet

mit meiner üblichen Routine für Hörbücher: Kompressor (Audacityeinstellung: Grenzwert -20dB, Nebengeräusche -40dB, Verhältnis 3:1, Ansprechzeit 0,2 Sek.,Abklingzeit 1,0 Sek.) , Normalizer. Ersterer reduziert die Dynamik, indem er laute Stellen etwas leiser macht, der Zweite hebt die ganze Aufnahme in der Lautstärke an.

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Die komplette Kurzgeschichte erscheint am 12.11.205 als Clue Cast.