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In der Ruhe liegt die Kraft

Scheinbar unaufhaltsam kommt der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) auf uns zu. Wir erinnern uns: das ist das Meisterwerk unserer Politiker, in dem z. B. ernsthaft Öffnungszeiten für Webseiten vorgeschlagen werden.

Eine gute Zusammenfassung zum Thema bietet t3n.

Weil mein Blog natürlich unter die unten zitierte Ausnahmeregelung (berechtigtes Interesse, wichtig und überhaupt) fällt, werde ich erst einmal weitermachen.

»Das Gesetz sagt, dass alle Inhalte nach Altersstufen klassifiziert werden müssen. Nur Seiten, die „Nachrichtensendungen [und] Sendungen zum politischen Zeitgeschehen“ entsprechen und an deren Inhalten ein „berechtigtes Interesse“ besteht, sind ausgenommen.«

Den Laden wie Kris Koehntopp zu schließen, scheint mir ein bisschen wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Noch dazu ist das ein Signal, das von unserer Heeresleitung gar nicht wahrgenommen wird. Die wird sich im Gegenteil freuen, dass es weniger kritische Stimmen gibt.

UPDATE: Das Lawblog hat einen lesenswerten Beitrag: Blogger können leidlich gelassen bleiben.

Perlen im Netz: The Leica as teacher

Es gibt Ratschläge, die man liest, den Kopf wiegt und denkt: jawoll, so sollte man es eigentlich machen. Und macht es natürlich nicht.

Zum Beispiel der Rat vom Online Photographer, wie man ein besserer Fotograf wird: man kaufe eine nichtdigitale M-Leica (weil man die ohne Wertverlust weiterverkaufen kann), belichte damit ein Jahr lang jede Woche mindestens 2 Schwarzweißfilme, die man selbst entwickelt und Abzüge macht.

Nach dem Jahr hat man mit Sicherheit viel gelernt, und wenn man die Leica nicht liebgewonnen hat, kann man sie zu einem guten Preis verkaufen.

Guter Rat, macht aber keiner.

Keiner?

Thomas Sadewasser hat letzten Januar damit angefangen und berichtet darüber auf seinem Blog »Das Experiment: The Leica as teacher«, das ich mit Ehrfurcht und ein wenig Neid durchgesehen habe.