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Tenorsaxophonmundstücke

Tenorsaxophonmundstücke Erschreckend, was sich so alles ansammelt. Wobei das nur meine Tenorsaxophonmundstücke sind und zwei Ed-Sperber-Mundstücke (mit denen ich mich als Anfänger herumgequält habe) fehlen. Keine Ahnung, wo die herumfliegen. Und wie das Hüller in meine Schublade geraten ist, weiß ich auch nicht. Hab ich nie gespielt.

Von links nach rechts: Otto Link Tone Edge 6, Sigurd Rascher, G. H. Hüller, Bobby Dukoff Hollywood 5*, Otto Link Super Tone Master 7* und 5.

Link und Dukoff Das Link 7* aus den 80ern habe ich jahrzehntelang gespielt. Seit ein paar Tagen bin ich auf das Dukoff »Hollywood« 5* umgestiegen.

Keine Panik: der Sound hat mit den modernen Dukoff-Mundstücken wenig zu tun. Die neuen klingen ziemlich schneidend und sind aus einer sehr, hmm, ... merkwürdigen Legierung gefertigt. Wer eins in der Hand gehabt hat, weiß was ich meine.

Bobby Dukoff Hollywood 5* Dieses alte aus den 40er Jahren klingt rund und voll, gleichmäßig von oben bis unten. Die Bezeichnung 5* hat mit der heutigen Bezeichnung wenig zu tun; die Bahn ist wesentlich offener, wenigstens wie ein 6* Link. Vielleicht mehr.

Alle Fotos: Nikon F80, Nikkor 1.8/50mm, Fuji 800 ASA-Film

BTW, es gibt ein interessantes YouTube-Video über alte Dukoff-Mundstücke von Matt Stohrer. Noch mehr Infos zu alten Mundstücken bietet das mouthpiecemuseum.com.

Saxophonistenkrankheit (3)

Fortsetzung von Saxophonistenkrankheit (2)

Plattenhülle Zufällig habe ich bei einem Online-Händler das gleiche Mundstückmodell entdeckt, das Dexter Gordon bei seinen berühmten Blue note Aufnahmen (»Go«, »Doin' allright«, »A Swinging Afair«) gespielt hat (Naja, zumindest vom gleichen Hersteller, gleiche Bahnöffnung wie das Teil, das er mit großer Wahrscheinlichkeit gespielt haben könnte – kugelfeste Angaben dazu gibt es nicht).

Trotz des horrenden Preises musste ich mir das Ding zur Ansicht (is klar, ne?) bestellen. Vielleicht würde es mir ja gar nicht liegen. Dann wäre das Thema erledigt.

Sonntag vor einer Woche habe ich das Teil aus der Post gezogen, ausgespült, drauf gemacht, angespielt – und es hat mich umgehauen. Noch nie habe ich ein Mundstück probiert und stand anschließend andächtig staunend davor. Das Ding scheint wie für mich gemacht. Es ist wesentlich präsenter im Klang als mein bisheriges Mundstück. Mehr Kern. Und lautstärkemäßig sind ungeahnte Reserven drin. Wichtig bei unverstärkten Jam Sessions. Damit komme ich ein gutes Stück näher an den Dexter-Gordon-Sound. Ein Conn 10M habe ich ja schon.

Der finale Test war dann eine Bigbandprobe. Beim letzten Testmundstück haben die Kollegen gleich gemault, das damit meine Intonation noch schlechter sei als sonst. Beim aktuellen Teil meinte Bernd, da sei die richtige Intonation anscheinend eingebaut.

Damit habe ich mein Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr! Auf einem 1936 gebauten Saxophon sollte man auch ein Mundstück aus den 40ern spielen. (Falls ich wider Erwarten doch nicht dauerhaft glücklich damit werde, kann ich es immer noch für einen guten Preis in der Bucht weiterverkaufen)

Bob Dukoff Hollywood Jetzt habe ich vor lauter Begeisterung das Fabrikat vergessen zu erwähnen. Bisher spielte ich ein Otto Link 7* aus den 80er Jahren. Jetzt ein 5* Bob Dukoff »Hollywood«, vermutlich von 1945.

Mehr Infos zum Dukoff bei Theo Wannes Mundstückmuseum.

Saxophonmundstückfotos bei Flickr

Ich weiß nicht, wer sich hinter diesem Flickr-Account verbirgt. Ich tippe auf einen Mundstückbauer oder -händler. Wer sonst hätte 5 verschiedene Guardalas? (außer vielleicht Fred natürlich) Auf jeden Fall gibt es dort viele Mundstückbilder. Auch von alten Mundstücken.

Perlen im Netz: The Saxophone Corner

»It sings like a woman begging for your love and then can scream like a banshee when you put the whip to its backside, and do everything else in-between. «
Conn 10 M, Great vintage saxophones

Wer so poetisch über mein Saxophonmodell schreibt, hat auf ewig einen Platz in meinem Feedreader!

Leider viel zu selten gibt es im Blog The Saxophone Corner

»Reviews and discussions about saxophones new and vintage, saxophone players and recordings.«

Auch sehenswert: die Linksammlung Youtube: Great Performances by Saxophone Greats, u. a. Sonny Rollins mit St. Thomas, Cannonball Adderly mit Worksong, Coltrane mit My favorite things, Harry Carney, Art Pepper, Paul Desmond ...

Saxophonistenkrankheit (2)

– Fortsetzung von Saxophonistenkrankheit

Die Ankündigung der Firma Drake, demnächst eine Kopie des Mundstücks von Dexter Gordon auf den Markt zu bringen, hat mich beschäftigt. Dabei sind durch Internetrecherchen die folgenden Ergebnisse zusammengekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Bitte behaltet beim Lesen des folgenden Texts im Kopf, das vieles nur Spekulation ist! Außerdem ist der Text nur für Saxophonisten geeignet.

Und ganz wichtig: Der Sound entsteht im Kopf! Instrument und Mundstück sind nur Werkzeuge, die helfen, die Klangvorstellung zu verwirklichen! Denkt an Charlie Parker: der hat auf jedem Foto ein anderes Mundstück und Instrument und klingt trotzdem fast immer gleich.

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Saxophonistenkrankheit

Kaum ein Saxophonist, der nicht daran leidet. Die Suche nach dem heiligen Gral perfekten Mundstück.

Als Anfänger habe ich mich lange mit einem »Ed Sperber« herumgequält und bin schier verzweifelt. Ein Freund empfahl mir dann ein »Otto Link 7*«, das ich bis heute spiele. bis Winter 2011 spielte. Seitdem habe ich ein 5* Bob Dukoff »Hollywood« (Siehe dazu Saxophonistenkrankheit (3)).

Zwischendurch kam die »Mundstückeritis« immer wieder zum Ausbruch und so sammelte sich im Lauf der Jahre eine Schublade voller Mundstücke an. Da gab es immer eins, auf dem dies oder jenes besser ging. Aber nach einiger Zeit hat mir etwas gefehlt und ich bin reuig zum Link zurück gekehrt.

Bei der Bigbandprobe gestern erzählten die Kollegen von der Firma Drake, die Mundstücke von Größen wie Charlie Parker oder Getz kopieren. Und wir haben laut darüber gelacht, dass beim neuen Modell »Stan Getz« sogar die Zahnspuren des Meisters eingearbeitet wurden.

Ist ja schließlich auch Quatsch zu erwarten, dass man mit dem gleichen Mundstück, Blatt, Blattschraube und Saxophon so wie ein anderer klingen würde. Mindestens 80 Prozent des Sounds entstehen beim Saxophon durch den Spieler: Tonvorstellung, Anblastechnik, Zahnstellung und so weiter. Durch Üben erreicht man mehr als durch neue Hardware. Und wer will schon so klingen wie Getz?

Anzeige Drake Mundstücke

Heute kam ich auf die dumme Idee, mir Bilder dieser Kuriosität anzuschauen. Und Himmel-noch-eins, sie planen ein Dexter-Gordon-Mundstück!

Im Handel scheint es das noch nicht zu geben. Bei Thomann ist es bisher nur das Modell Getz erhältlich. Hmm. Ob ich mir das Gordon-Mundstück zur Ansicht bestelle? In meiner Schublade ist ja noch Platz ...

Einen ausführlichen englischen Artikel zum Getz-Mundstück findet man bei Neff Music: Stan Getz Legend Series Tenor Saxophone Mouthpiece

PS: Wozu gibt es das Internet. Mail geschrieben und innerhalb weniger Stunden die Antwort von Aaron Drake persönlich erhalten:

»The Dexter model will be coming out mid December.«

Dann weiß ich ja schon, was ich mir vom Weihnachtsmann wünsche ;-)

Wie es weiterging: Saxophonistenkrankheit (2)

Fotosession

Im Januar hatte ich versucht, ein paar Bilder von meinem Saxophon zu machen. Instrument auf den Bademantel gelegt, die Digitalknipse geliehen und herumprobiert. Die Ergebnisse waren nicht berauschend.

Mit der aktuellen Fotosession bin ich zufrieden: Leintuch über den Küchentisch geworfen, Dialeinwand dahinter aufgebaut, Stativ und Drahtauslöser ausgeliehen und ein paar Stunden investiert.

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