Friday, 15. January 2010

Kriminell inkompetent

Im Beitrag Wie Werner Gruber einen Körperscanner austrickst wurde im ZDF demonstriert, was man durch diese tollen sog. Nacktscanner ungehindert durchtragen kann und welches Feuerwerk sich damit veranstalten läßt - der Boden einer Bratpfanne wird mühelos durchgebrannt.

Und anschließend stellt sich dieser Regierungsfritze hin und bleibt dabei, dass die neuen Geräte kommen müssen und dass er es nicht gut finde, dass man mit solchen Demonstrationen Terroristen Anschauungsunterricht gäbe.

Irgendwo gab es auch eine Info angeblich vom Scannerhersteller, dass die beim jüngsten Attentatsversuch verwendeten Stoffe von ihren Geräten gar nicht gefunden würden. Aber die Dinger sollen wegen des jüngsten Anschlags angeschafft werden.

WAAAA.

Ich möchte bitte künftig von den Marx Brothers regiert werden. Die sind vernünftiger und viel unterhaltsamer.

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Thursday, 29. October 2009

Zwei Tagesmeldungen

heise online meldet:

Neue Justizministerin verspricht grundlegende Datenschutzreform

[...] Konkret habe Schwarz-Gelb zudem bereits im Koalitionsvertrag die Einrichtung einer "Stiftung Datenschutz" nach dem Vorbild der "Stiftung Warentest" verabredet. Diese solle ein "Gütesiegel" vergeben. [...]


netzpolitik.org schreibt:

Exklusiv: Die Bücher der Anderen

[...] 500.000 Rechnungen von Libri.de standen mehr oder weniger frei im Netz. Gestern konnten wir testweise innerhalb einer halben Stunde ca. 20.000 davon herunterladen. [...]

Eine zusätzliche Datenschutz-Brisanz erhält der Fall durch ein »S@fer-Shopping-Zertifikat« der Firma TÜV-Süd AG. Diese Firma wirbt mit für ihre gewerblichen Datenschutz- und Sicherheits-Dienstleistungen mit diesem Zertifikat. Libri.de hat den TÜV Süd als externen Dienstleister beauftragt, die Sicherheit des Online-Stores im Rahmen eines Datenschutz-Audits zu untersuchen. Das für die Firma Libri.de ausgestellte »S@fer Shopping Zertifikat« erklärt:

»Mit geprüfter Qualität, Sicherheit und Transparenz ist www.libri.de in hohem Maße vertrauenswürdig.«
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Sunday, 25. October 2009

Youtube!

Na, wenn das nicht eines der meistverlinkten Videos wird: ein (niederländischer) Journalist fragt die Kanzlerin, wie man einen Mann zum Finanzminister machen kann, der »vergessen« hat, dass ihm Schreiber (der Waffenhändler) 100.000 DM in bar überreicht hat.

via Fefes Blog

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Thursday, 22. October 2009

Glück gehabt

Na, da habe ich aber Glück gehabt: mein Blog u1amo01 ist kein rechtsfreier Raum. Kann ich beweisen. Mit Google.

Also kein Handlungsbedarf für die FDP, die sich ganz auf den Rest des Internets konzentrieren kann, um – laut Spiegel online – das Web durchzuregulieren.

Find' ich gut. Nachdem uns die Finanzkrise an den Rand des Ruins gebracht hat, erklärt die FDP die Internetregulierung zum »Superprojekt«. Damit kann man den Anschein von Entschlossenheit und Aktivität erwecken, während Ackermann & Co. in Ruhe und Frieden weitermachen können wie bisher.

Von anderen Problemen, die man sonst so hätte ganz zu schweigen. Wobei an denen ja sowieso die Vorgängerregierung Schuld ist. Deswegen steckt man deren Hinterlassenschaft in einen Schattenhaushalt. Vielleicht kann den ja dann ein Bad-Bank-Manager verwalten.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht am Ende alles ein genialer Reklamecoup der Piratenpartei ist. Vielleicht ist die »Schnarre« heimlich Mitglied?

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Thursday, 15. October 2009

Nä, oder?

Ich glaub's ja nicht.

Die Einführung eines Online-Voting-Tools hat daher aus meiner Sicht höchste Prioriät. Online-Abstimmungen haben zwar den Nachteil, dass eine hunderprozentige Anonymität nicht gewährleistet werden kann, weswegen sie für öffentliche Wahlen nicht geeignet sind. Für die meisten parteiinternen Entscheidungen finde ich sie aber völlig OK, sie sind sozusagen das Äquivalent zur Abstimmung per Handzeichen.
» Quelle

Was waren gleich noch mal die Gründe, weshalb man auf GAR KEINEN FALL Wahlcomputer nutzen oder Wahlen über Internet durchführen sollte?

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Wednesday, 14. October 2009

Nur Theaterdonner

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,
es ist begrüßenswert, dass Sie zugeben, dass die – salopp gesprochen – Stoppschilder im Internet nie dem Kindeswohl dienen sollten, sondern dem Stimmenfang.

Wenn Sie sich jetzt noch dazu durchringen könnten, diese dumme Floskel vom Internet als rechtsfreiem Raum (man kann selbst wegen der Verwendung von Brötchenfotos abgemahnt werden) fallenzulassen, könnte man fast an den Einzug der Vernunft in die Politik glauben.

[...] Das Internet könne kein rechtsfreier Raum sein.

Der Minister gab handwerkliche Fehler beim sogenannten Zugangserschwerungsgesetz für Stoppschilder im Internet zu. Das Gesetz zum Schutz vor Kinderpornografie sei im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb entstanden, um die CDU gegenüber anderen Parteien abzusetzen.[...]

Quelle: Zeit.de, dpa-Meldung

via Fefe, der es etwas drastischer formuliert hat.

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Tuesday, 29. September 2009

Verhältnisse

Statistiker lieben Prozentzahlen. Mit dem entsprechenden Bezug kann man damit fast alles »beweisen« bzw. illustrieren. Deshalb ist es für den Betrachter wichtig, den Hintergrund der dargestellten Daten zu kennen.

So oder so ähnlich wie in der folgenden Grafik bekommt man in den Medien die Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 präsentiert:

In einigen Blogs werden Grafiken gezeigt, die auch die Anzahl der Nichtwähler (18 Mio Menschen!) berücksichtigen. Die sind eigentlich die stärkste »Partei«:

Da hat man schon nicht mehr den Eindruck, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für schwarz-gelb gestimmt hat. Ganz schräg wird das Bild, wenn man berücksichtigt, dass in Deutschland nicht nur die 62,1 Mio wahlberechtigten Menschen leben, sondern laut Statistischem Bundesamt rund 82 Mio Einwohner. Das sind knapp 20 Mio Menschen, die nicht wählen dürfen, aber hier ihren Hauptwohnsitz haben. 20 Mio die nicht wählen dürfen und 18 Mio Nichtwähler – das sind 46% der Einwohner.

Nachtrag: Wie Tobias in seinem Kommentar zu recht anmerkt, sind das viele Dinge in einem Topf. Leider habe ich auf die Schnelle keine Anzahl der Kinder bis 18 Jahren gefunden, nur eine Zahl der hier lebenden Ausländer, die mit 7,3 Mio angegeben wird. Wenn man animmt, dass alle »restlichen« 12,6 Mio Nichtwahlberechtigten Kinder wären, ergibt sich das folgende Bild.

Basis: Anzahl Zweitstimmen laut Bundeswahlleiter.de, Stand 29.09.2009

Wer sich mehr mit dieser Thematik beschäftigen will, sollte einen Blick auf Walter Krämers Taschenbuch »So lügt man mit Statistik« werfen. Wobei das lügen nicht wörtlich zu nehmen ist; die Daten in den Beispielen dort sind immer korrekt. Der Betrachter wird manipuliert durch Maßstäbe, entsprechend gerechnete Prozentzahlen, weggelassene Jahre etc.

Eine ausführliche Analyse der Bundestagswahl findet man auf dem Blog von Benjamin Hoff (via Burks' Blog).

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Sunday, 27. September 2009

Die Zahlen

Das Zwischenergebnis der Bundestagswahl gibt es bei bundeswahlleiter.de.

Auszug Zweitstimmenergebnisse am »unteren« ;-) Ende Stand Sonntag abend 23 Uhr 15:

  • Grüne: 10,6%= 4.133.695 Stimmen
  • CSU: 7,3% = 2.830.210 Stimmen
  • PIRATEN: 1,9% = 738.957 Stimmen
  • NPD: 1,4% = 562.612 Stimmen
  • Tierschutzpartei: 0,6% = 221.353 Stimmen
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