Tuesday, 9. March 2010

Session am Dienstag

Seit langer Zeit war ich endlich wieder einmal bei einer Jam Session.

Für die Nichtmusiker: Jazzmusiker und solche, die sich dafür halte die es werden wollen treffen sich in einer Kneipe (wo sonst), irgendwer organisiert vorher eine Rhythmusgruppe (Bass, Klavier oder Gitarre, Schlagzeug) und dann spielt man Jazzstandards meist aus den Jahren von 1930 bis 1960. Idealerweise kennt man die Stücke auswendig, zum Schummeln gibt es sogenannte Fakebooks mit Noten und Akkorden.

Früher war ich Sonntags Stammgast im Cave (sprich »Kahf« mit breitestmöglichem kurpfälzer Akzent); seit ich bei der Blue note Sonntag abends probe, war ich nur noch selten dort. Seit Sommer 2009 wurde die Session, die jahrzehntelang jeden Sonntag stattfand, auf Dienstag verlegt und letzte Woche habe ich es endlich geschafft, mich mal wieder dazu aufzuraffen. Also Horn und für alle Fälle Fakebook geschnappt und los.

Dort einen netten Schwatz mit Peter Klinger gehalten, der die Session seit Ewigkeiten organisiert und leitet, dann runter ins Gewölbe, ausgepackt, angespielt – und das verdammte Ding streikt. Ausgerechnet. Alles geprüft, gewackelt, geguckt und nichts gefunden. Sakra. Nochmal von vorne. Waaa. Ich Depp hab meinen Saxophonständer im Trichter stecken lassen. Schallend gelacht. Alles ist gut.

Der Abend war ganz nett, mal abgesehen davon, dass der Laden längst nicht so voll war wie früher; auch bei den Musikern war der Andrang überschaubar: Bass, Schlagzeug, Klavier, Altsax, zwei Tenorsaxophonisten, ein Sänger.

Und es hat mich erschreckt, dass der Laden »vorübergehend« seit Juli 2009 Sonntags und Montags geschlossen hat. Wer weiß, wie lange das noch geht.

Und deshalb fahre ich heute gleich wieder hin. Ohne Saxophonständer.

Cave 54, Krämergasse 2, 69117 Heidelberg, ab 20:30 Uhr bis ca. 23:30 Uhr

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Saturday, 6. March 2010

Go!

Vor langer Zeit gab es dieses Youtube-Video von den Männern auf Laufbändern. Eine der besten Marktingaktionen aller Zeiten, zumindest im Internet.

Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: die Jungs von »OK Go« sind zurück und haben das Ding megamäßig übertroffen.

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Friday, 5. March 2010

Neue Musik: Ditzner Twintett

Auf Frank Schindelbecks kleinem aber feinem Plattenlabel fixcel records ist nach »Schwoine« vom Ditzner-Lömsch-Duo die zweite (eh? Schande über mich, hab ich völlig verpeilt) dritte CD erschienen: »DitznerTwintett« mit den Herren Erwin Ditzner (dr), Roland Vanecek (tuba) und Bernhard Vanecek (tb).

Habe die Scheibe noch nicht gehört, ist aber mit Sicherheit ein Erlebnis. Die Hüllengestaltung ist auf jeden Fall klasse.

logo fixcel records
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Thursday, 4. February 2010

Arena

Weil ich die Musik gerade mal wieder im Kassettenrecoder hatte gibt's eine Wiederholung des Beitrags vom 14. Mai 2008. Wer will, kann den Text dort nachlesen. Bin zu faul zum Kopieren.

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Tuesday, 22. December 2009

Cameron/Horner

Christian bei Coldheat hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht:

[...] Auch Ava­tar ist nur ein Film, wer hätte das gedacht. Es ist aber auch ein Film, auf den man in zehn Jah­ren zurück­bli­cken wird mit den Gedan­ken “Stimmt, der war der Erste.” [...]

Über­trifft Ava­tar ein Abyss, ein Ter­mi­na­tor oder Ali­ens?. Sicher nicht. Ist es das beste auf­ge­bla­sene Pop-Action-Kino der letz­ten Jahre? Abso­lut.

Und weil ich von der Musik James Horners zu »Avatar« so enttäuscht war, habe ich mir endlich den wunderschönen und zu recht Oscar-gekrönten Soundtrack zu »Titanic« gekauft, in der Doppel-CD-Version, die neben dem Original-Soundtrack auch die Scheibe »Back to Titanic« enthält.

Das anrührendste Stück darauf ist gar nicht von Horner und wird vom schweizer Salonorchester »I Salonisti« gespielt, die James Cameron für den Film auch als Darsteller verpflichtet hatte.

Wobei ich noch anmerken möchte, dass Jazzmusiker keinesfalls unter allen Umständen weiterspielen: ich hab einmal bei einer Session erlebt, dass Gäste in Streit gerieten – und die Band war im Handumdrehen hinter dem Tresen verschwunden. Eine Zuhörerin, die sich ebenfalls in Sicherheit gebracht hatte, meinte zu mir »Ich dachte die Band spielt immer weiter?« worauf ich sagte »Nur im Film«. Oder auf der »Titanic«.

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Tuesday, 17. November 2009

Konzertberichte

Nachdem ich lange überhaupt kein Konzert mehr besucht hatte, war ich jetzt bei zwei Veranstaltungen hintereinander. Zuerst am Sonntag beim Heidelberger Jazzclub, bei dem das Duo Nils Wogram (Posaune) / Simon Nabatov (Klavier) auftrat.

Eines der wichtigsten Elemente des Jazz ist Kommunikation, und das konnten die etwa 30 Zuhörer im DAI in Perfektion erleben. Man glaubte fast, die beiden könnten die Gedanken des anderen lesen, so gut war das Zusammenspiel. Natürlich sind beide Virtuosen auf ihrem Instrument und die gespielten Eigenkompositionen waren originell, melodiös, rhythmisch. So wünscht man sich jedes Jazzkonzert!

Am Montag dann Kontrastprogramm: Klavierabend mit Grigory Sokolov. Auf dem Programm standen zwei »Trümmer«, die normalerweise nicht gemeinsam an einem Abend gespielt werden: Franz Schuberts Sonate D-Dur op. 53 und Robert Schumanns Sonate »Konzert ohne Orchester« op. 14 in f-moll. Beide Werke stellen höchste Anforderungen (auch an das Publikum). Der reichlich gespendete Beifall wurde von Herrn Sokolov mit vier Zugaben belohnt, darunter das Prelude Nr. 15 d-moll op. 28 von Chopin, das ich noch nie so schön gehört habe; Spannungsbogen, Dynamik, Anschlag – perfekt!

Natürlich gab es bei beiden Konzerten auch Unstimmigkeiten: Herr Nabatov fühlte sich von den drei anwesenden Fotografen (einer davon ich) gestört, obwohl alle ohne Blitz und nur bei lauten Stellen fotografierten, und beschwerte sich in der Pause. Wenn ich Geld hätte, würde ich eine unhörbare Leica M kaufen.

Bei Herrn Sokolov hatte man für eine zwei Tage später stattfindende Veranstaltung bereits die Lichttechnik auf die Bühne gestellt (mit Ground Support, also in allen vier Bühnenecken Traversen, oben umlaufend Traversen mit Scheinwerfern). Häßlich und eines Künstlers dieses Ranges unwürdig.

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Monday, 19. October 2009

Frederik Köster bei Jazz an Neujahr

Jetzt ist es amtlich: der Trompeter und Komponist Frederik Köster wird die Blue note Big Band bei Jazz an Neujahr 2010 dirigieren.

Jazzfans aus der Region ist Köster wohlbekannt. Im Februar 2009 gewann er mit seinem Quartett den Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim.

Wie jedes Jahr wird es auch einen Gastsolisten geben; der steht allerdings noch nicht fest.

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Sunday, 16. August 2009

Woodstock

Ein interessantes Zeitdokument. Den Filmschnitt fand ich genial, ebenso den Sound (4-Kanal-Magnetton). Wenn man sich die Drehbedingungen vergegenwärtigt (16 mm Filmkameras) geradezu unglaublich.

Bei der vorgeführten Version waren alle Dialoge synchronisiert und die Songs mit Untertiteln versehen. Das war gewöhnungsbedürftig, aber ganz gut gemacht. Nur manchmal etwas nervig, aber vermutlich haben einige der Leute auch im Original etwas, ähm, seltsam geredet :-)

Bei einigen Beiträgen hatte ich schon Probleme zu verstehen, wieso das Kult ist. Ein Liedermacher mit seiner Gitarre vor einer halben Million Menschen – heutzutage fast undenkbar. Joan Baez ist nicht so mein Fall (dieses Tremolo ...).

Aber die Joe-Cocker-Aufnahme (With a little help from my friends) allein macht den Film sehenswert. Ich bilde mir ein, die Aufnahme aus dem Radio zu kennen und ich hätte geschworen, dass da ein paar Background-Sängerinnen mit von der Partie sind. Stattdessen machen das der Bassist und der Gitarrist nebenbei noch mit. Eine Fünf-Mann-Band, unglaublich (Bass, Schlagzeug, Gitarre, Hammond-Orgel, Gesang).

Jimmi Hendrix, Santana und The Who waren auch beeindruckend. Schade, dass von fast allen Akteuren nur ein Titel gezeigt wurde.

Wirklich erstaunlich, mit welchen bescheidenen Mitteln man damals ausgekommen ist. Zwei Zeltplanen als Bühnendach, eine Batterie Marshall-Verstärker, ein paar Scheinwerfer – mittlerweile haben manche Schülerbands aufwendigeres Equipment.

Zu Hause angekommen habe ich entdeckt, dass der Film in irgendeinem Programm (WDR?) im Fernsehen lief. Das kann man sich allenfalls anhören, aber nicht ansehen. Beim in drei Teile gesplitteten Bild hat das Briefmarkenformat.

Für alle, die den Termin verpasst haben: die »Schauburg« plant für Mitte September eine erneute Vorführung Sonntagnachmittags. Termin wird noch bekannt gegeben.

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Tuesday, 11. August 2009

Woodstock im Kino

Anläßlich des 40. Jahrestages spielt die »Schauburg« in Karlsruhe am Samstag, den 15. August 2009 um 22 Uhr den Dokumentarfilm »Woodstock« von 1969.

Gezeigt wird eine 35mm Technicolor-Druckkopie mit 4-Kanal-Magnet-Raumton, Deutsche Fassung (*grusel*), Songs in Englisch mit deutschen Untertiteln.

Weitere Infos bei der »Schauburg«.

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Wednesday, 22. July 2009

When shall we three meet again?

»… und stirbt.«
»Opernboogie«, Georg Kreisler

Ich wollte ja schon immer einmal in die Oper. Schmetternde Heldentenöre, keifen koloratursingende Sopranistinnen … Für Anfänger wird gern Mozarts »Zauberflöte« oder der »Schreifritz« von Weber empfohlen; das habe ich ignoriert und das Angebot einer Freundin angenommen, mit ihr nach Mannheim in Verdis »Macbeth« zu gehen.

Ich hielt mich für gut vorbereitet, schließlich kenne ich Terry Pratchetts Buch »Macbest«, besitze ein paar CDs mit Tenorarien und sicherheitshalber hatte ich zuvor die Wikipedia-Zusammenfassung der Oper gelesen. Gespannt wartete ich auf den Abend. Ein heißer Tag, sicher nicht optimal fürs Zuhören, zum Singen auf einer mit Scheinwerfern aufgeheizten Bühne schon gar nicht.

Das Folgende habe ich direkt nach der Aufführung auf der Heimfahrt im Zug ins Notizbuch gekritzelt. Man möge auch berücksichtigen, dass ich von Oper (noch) keine Ahnung habe ;-).

Es war überwältigend. Mehr als 60 Mitwirkende auf der Bühne (Solisten, zwei Chöre, Bewegungschor), dazu das Orchester und ein ausverkauftes Haus - grandios. Das Stück selbst war mir ein wenig zu sopranlastig. Und die Musik angesichts der dramatischen Texte (den Übertiteln in Arial sei Dank auch verständlich) manchmal ein wenig zu fröhlich. Verdi eben. Erst im vierten Akt kommt die heissersehnte Tenorarie (Charles Reid als Macduff). Während der Bariton in der Rolle des Macbeth (Karsten Mewes) den ganzen Abend ackert wie ein Pferd, erhält der Tenor den stürmischsten Applaus. Fast wie beim Schlagzeugsolo in der Bigband.

Die Inszenierung fand ich zu statisch; der Chor friert immer wieder ein und bewegt sich zwischendurch wie in einem Stück von Robert Wilson. Dafür wird die Drehbühne ausgiebig als Karusell benutzt, natürlich steigt der Bühnenboden schräg nach hinten an und sogar die unvermeidliche Rückprojektion kommt zu einem kurzen Einsatz. Bühnenbild und Requisite sind spartanisch, als Kostüme dienen überwiegend Trenchcoats. Die Beleuchtung schien ein wenig von Rockkonzerten inspiriert: der Solist hatte meistens einen Verfolger. Anstelle dreier Hexen (ist das bei dieser Oper immer so?) war der ganze weibliche Choranteil als Schaufensterpuppen zurecht gemacht unterwegs.

Ich muss gestehen, dass mir der Tenor am besten gefallen hat, natürlich auch der Bariton in der Titelrolle. Die Sopranistin (Galina Shesterneva) war ganz gut, aber nicht mein Fall. Beim Orchester war ich von Flöte, Klarinette und Englischhorn (oder wars Oboe?) begeistert. Überhaupt: als "U-Musiker" vergißt man leicht, dass Orchestersolisten und Opernsänger einen riesigen Saal mühelos ohne jegliche Verstärkung durch Elektronik füllen können.

Fazit: »Macbeth«, meine erste erlebte Oper, wird sicher nicht meine Lieblingsoper (es fehlen einfach ein paar »Gassenhauer«). Aber es bleibt mit Sicherheit nicht mein einziger Opernbesuch. In der nächsten Saison stehen »Carmen« und »Turandot« auf dem Spielplan. Klingt interessant.

Wer sich selbst ein Bild machen will: »Macbeth« steht nur noch am 29. Juli 2009 auf dem Programm.

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Monday, 1. June 2009

Fotos vom Landesmusikfest

... gibt es bei Pfalzfotos.de.

Der Neustadter Marktplatz war proppenvoll, die Stimmung gut. Nur auf der Bühne war es etwas hektisch wegen fehlender Noten. Ich würde ja den Kollegen zum Ehrenposaunisten vorschlagen (das ist ein Insiderscherz), aber er hatte an dem Wochenende wirklich viel um die Ohren.

Außerdem hatte ich beim vorletzten Konzert (Bigbandnacht) mich selbst gewundert, wieso ich so wenig zu schleppen hatte. Bis mir eingefallen ist, dass der Notenordner fehlte. Also rein ins Auto, hin- und hergefahren und gerade noch in time auf die Bühne gekommen.

Axel Schlosser und Steffen Weber waren gut in Form und haben sehr hörenswerte Soli gespielt. Am besten gefallen hat mir Steffens Interpretation von »Ballad for a friend«.

Am Schluss wurde es dann noch einmal hektisch, weil um 23 Uhr unbedingt Ruhe herrschen sollte. Nachdem wir schon ein paar Titel ausgelassen hatten, haben wir es doch riskiert, eine Zugabe zu spielen. Aber in der Eile war Bernd entgangen, dass unsere Sängerin nicht auf der Bühne stand. Als nach acht Takten Intro der Gesangseinsatz nicht kam, haben es dann alle bemerkt :-). Noja, haben wir eben nochmal angefangen.

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Sunday, 24. May 2009

Blue note beim Landesmusikfest

Vom 29. Mai bis 2. Juni 2009 findet in Neustadt das Landesmusikfest Rheinland-Pfalz statt mit vielen Konzerten drinnen und draußen.

Die Blue note BIG BAND ist dabei mit einem Konzert auf dem Marktplatz am Sonntag, dem 31. Mai 2009 ab 21 Uhr.

Besonderer Höhepunkt: die Solisten Axel Schlosser, Trompete (HR-Big-Band, L14,16) und Steffen Weber, Tenorsaxophon (Steffen-Weber-Trio, L14,16, SWR-Big-Band).

Mit beiden Musikern haben wir schon gespielt. Axel Schlosser war 2006 bei Jazz an Neujahr als Gastsolist dabei und Steffen Weber hat uns 2004 beim Konzert auf Burg Lichtenberg ausgeholfen. Die gemeinsame Probe letzten Sonntag war vielversprechend.

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Tuesday, 12. May 2009

Music Trek

Wie bereits angemerkt, fand ich die Musik im neuen Star-Trek-Film etwas fad. Wie Pascal richtig bemerkte: »Weltraum ohne Hörner? Undenkbar!«

Zu diesem Thema ein paar Links:

Überhaupt war früher alles besser. Man beachte nur diese Zusammenstellung der besten Gesangs- und Tanzszenen aus der Original-TV-Serie.

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Wednesday, 22. April 2009

Fotos der Bigbandnight online

Holger Knecht hat bei der Bigbandnight am 19. April 2009 fleißig fotografiert und die Bilder bereits online gestellt (siehe auch seinen Eintrag im Weblog von Pfalzfotos.de)

Die IKS-Bigband hat die rot-weißen Notenpulte, Big Stuff die weißen mit blauer Schrift und die Gruppe ohne sowas sind wir ;-)

Bilder von der am Anfang aufgetretenen Mußbacher New-Brass-Bigband kann ich gegen Ende der Woche beisteuern; Filmentwicklung dauert eben etwas länger ;-)

Ach ja, und wer sich fragt, wer denn der Tenorist ist, der an Stelle von Michael Gilb die Soli bei uns gespielt hat: das ist Fred Setzkorn, der u. a. bei der Mannheimer »Big Band 70« ins Horn stößt.

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Friday, 3. April 2009

Die ideale Soundtrack-CD

Vorderseite

Nachdem ich in Frankfurt im Filmmuseum Ben-Hur gesehen hatte, spukte mir diese Fanfare im Kopf herum. Bei der Suche nach dem Soundtrack von Miklós Rózsa habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, eine vernünftige Ausgabe zu bekommen.

Ein Schweizer CD-Händler hat mich auf die Ausgabe von Rhino hingewiesen, die aus zwei CDs und einem achtundfünzigseitigen Booklet bestünde aber leider vergriffen sei. Eine Mail an Rhino hat auch nichts genutzt, die haben das zwar noch im Online-Shop, man kann es aber nicht mehr auswählen.

Rückseite

Hmm.

Durch gezieltes Suchen nach dieser Edition beim bekannten Online-Versand habe ich schließlich bei einem Dritten ein neues Exemplar bestellen können, das mittlerweile eingetroffen ist.

Und ich bin begeistert! Ich habe noch nie eine so liebevoll gemachte und umfangreiche Soundtrack-CD in der Hand gehabt.

aufgeklappt

Auf zwei CDs werden über 140 Minuten Musik geliefert, zum Teil mit alternate takes und mit Stücken, die nicht im Film verwendet wurden.

Dazu kommt das Booklet, das wirklich alles bietet, was man sich wünschen kann: ein Vorwort von Charlton Heston, Texte zur Entstehungsgeschichte, Fotos und Infos zu früheren Verfilmungen, Berichte und Fotos von der 1959er Filmproduktion (u. a. Charlton Heston und Stephen Boyd in der Arena - auf einem Fahrrad und einem Motorroller!), Texte über den Komponisten und eine Aufstellung aller an den Aufnahmen beteiligten Musiker.

das Booklet

Schließlich noch eine Inhaltsangabe des Films mit Hinweisen, welcher Titel des Soundtracks wann eingebaut ist. Da die Stücke auf den CDs entsprechend der Abfolge im Film angeordnet sind, kann man gemütlich im Sessel sitzen, die Handlung nachlesen und die Musik hören - wunderbar.

Bei so viel Licht muss es auch ein wenig Schatten geben. Wenn man sehr aufmerksam zuhört, kann man bei einigen Titeln nach dem Ende der Musik ein kurzes Geräusch hören. Klingt in etwa so, wie wenn man beim Aufnehmen von der Schallplatte noch das Abheben des Tonarms mit aufgenommen hat.

Booklet innen

Außerdem fehlt bei zwei Tracks am Ende vielleicht eine halbe Sekunde; das klingt ein wenig »abgewürgt«. Angesichts der Mühe, die man sich mit allem anderen gemacht hat, haben mich diese kleinen Patzer im Studio überrascht.

Aber das sind Kleinigkeiten. Viel trauriger ist es, dass diese wunderbare Ausgabe vergriffen ist. Bleibt zu hoffen, dass irgendwann eine Neuausgabe auf den Markt kommt. Immerhin ist der Film just 50 Jahre jung; das wäre doch ein guter Anlass. Und noch besser, wenn endlich eine vernünftige neue Kopie des Films erstellt würde.

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