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Clue Cast Special: Nukleare Nachtschicht

Clue Cast von Cluewriting.de Als Rahel vor ein paar Wochen krank war, ist mir die Idee zu dieser Aufnahme gekommen. Die Geschichte hatte ich schon länger eingelesen, jetzt habe ich sie mit Musik, ein paar Geräuschen und Effekten aufgebrezelt. Und ein eigenes Intro aus dem bekannten ClueCast-Intro gebastelt. Mein erstes Mehrkanalwerk :-)

Hat viel Spaß gemacht (vor allem auch Musik und Geräusche suchen - die Glocke ist ziemlich sinnfrei, aber ich fand Sound so toll!) und ich habe einiges gelernt.

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Heute wurde es im ClueCast veröffentlicht: »Nukleare Nachtschicht«. Rahel hat die Idee noch weitergesponnen und ein eigenes hustendes Intro davor gesetzt. :-)

Verwendete Musik und Geräusche

Royalty free Music from Bensound.com

Geräusche von freesound.org

Audio-Bastelstunde

»[...] liegen viele Heimstudios mit ihrem ›Amateurequipment‹ vermutlich bereits auf einem höheren Qualitätsniveau als so manches Profistudio der 70er und 80er Jahre und Produktionen aus dieser Epoche klingen angeblich besonders ›audiophil‹. Wenn’s daher mal wieder nicht so doll aus den Boxen schallt, sitzt das eigentliche Problem eher vor dem Bildschirm oder Mikrofon.«
13db.de, Preis Leistung bei Audiogeräten

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns was hören! ;-) Auf Wunsch zweier einzelner Damen auch öffentlich.

Eine Anmerkung vorab zu den eingebetteten Dateien: die Hörbeispiele sind als mp3 oder Ogg-Vorbis hinterlegt. Was abgespielt wird, hängt an den Browsereinstellungen.

Intro

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Ich habe ein paar Beispielsätze aufgenommen und mit verschiedenen Werkzeugen in Audacity bearbeitet.

1. Unbearbeitete Aufnahme

Ohne Nachbearbeitung. Also nur die Hardwarekette Mikrofon, Interface Focusrite Scarlett 2i4, über USB am PC angeschlossen und mit Audacity aufgenommen. So wird das abgeben für Hörspiele und auch für den Clue Cast. Zum direkten Hören zu leise.

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2. Normalisierung

Vereinfacht erklärt: macht die Aufnahme lauter (oder leiser) unter Berücksichtigung der lautesten Stelle (damit nichts übersteuert wird). Bei sehr dynamischen Aufnahmen kann das fast wirkungslos sein. Im Hörbeispiel eingestellt auf Max. -2dB (ausführlichere Beschreibung bei 13db.de)

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3. Kompressor, Normalisierung

Der Kompressor verringert die Dynamikunterschiede. Das ist immer ein Balanceakt. Hörbücher hört man ja oft nebenbei bei einem gewissen Umgebungslärmpegel. Da ist Flüstern nicht wirklich gut. (Die angesagte Reihenfolge ist falsch, 'tschuldigung. Ich lasse den Kompressor immer vorher drüberlaufen.)

Mit der Bearbeitung gebe ich üblicherweise Dateien für Librivox ab.

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4. Kompressor, Normalisierung, Equalizer à la Klaus

Zusätzlich eine leichte Anhebung (2dB) der höheren Frequenzen per EQ. Ich bilde mir ein, dass die Stimme dadurch einen Tick »präsenter« klingt. (Erläuterung Equalizer bei Wikipedia)

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5. Kompressor, Normalizer, Equalizer à la Web-Empfehlung

Hier ist bei den EQ-Einstellungen alles versammelt, was ich an Tipps für Sprachaufnahmen gefunden habe. Für angeblich bessere mp3-Dateien mit Low-Cut (100 Hz) und High-Cut (15 kHz), leichte Anhebung bei 400 Hz und im Bereich von 8 kHz für mehr Brillianz.

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Kommentare

Über Meinungen, Kommentare oder Empfehlungen freue ich mich. :-) Hier der Link zur Kommentarfunktion.

Mein Fazit

Zum Abhören meiner Aufnahmen nutze ich den Beyerdynamic DT 770 Pro in der 250-Ohm-Version. Beim Hörbuchhören habe ich üblicherweise den kleinen und leichten Sennheiser PX 200-II auf den Ohren.

Mir kam es so vor, als ob die Klangunterschiede mit dem Beyerdynamic relativ gering seien. Lediglich der EQ-Einsatz machte sich bemerkbar; die Stimme klingt IMHO eine Spur präsenter.

Mit dem PX 200 schien mir der größte Unterschied zwischen mp3-Komprimierung und OGG-Komprimierung bzw. FLAC zu liegen. Entweder ist die bei Audacity eingesetzte mp3-Komprimierung schlecht oder die Kompression auf 128 kBits macht sich doch bemerkbar. Muss geringere Kompressionsraten testen.

Die beste mp3-Fassung schien mir dabei Version 5. zu sein (also die mit – für meine Verhältnisse – relativ viel EQ-Geschraube).

Sprachaufnahmen bearbeiten

Als Homercorder ist man ja immer auf der Suche nach dem guten Klang. Nach den wichtigen Zutaten guter Sprecher, guter Raum, gutes Mikrofon kommt die elektronische Bearbeitung.

Den heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Generell ist es schwierig, Aufnahmen der eigenen Stimme zu bearbeiten (die Profis sagen, dass man das NIE machen soll).

Ein weiteres Problem sind verschiedene Hörsituationen: Was mit dem Beyerdynamic-Kopfhörer super klingt, ist auf dem leichten Sennheiser-Unterwegskopfhöhrer zu leise, was auf dem Sennheiser gut klingt, wird vom Beyerdynamic blechern wiedergegeben. Dann solls ja auch auf Stereoanlagen, auf PC-Lautsprechern und gleich noch aufm Mobiltelefon nach etwas klingen ...

Grafik
Neumann TLM 193

Die eingestreuten Grafiken zeigen die Frequenzgänge verschiedener Sprechermikrofone. Man kann gut erkennen, dass z. B. das Mikrofon von Grafik 2 im Verhältnis zu dem von Grafik 1 die Höhen viel mehr betont. Je nach Stimme »passt« das eine besser als das andere zur Stimme (und im Heimstudio zum Raum!), um einen gewünschten Klang zu erzielen. Durch entsprechenden Equalizereinsatz kann man die Unterschiede ausgleichen.

Hier meine gesammelten Empfehlungen und Vorgaben. Manche nutze ich, andere nicht. Wenn jemand Empfehlungen oder abweichende Meinungen hat: her damit! :-)

Routinebearbeitung

Bei jeder Aufnahme, die ich selbst veröffentliche, habe ich mir für Audacity folgende Routine zurechtgelegt:

Kompressor Audacityeinstellung:
Grenzwert -20dB,
Nebengeräusche -40dB,
Verhältnis 3:1,
Ansprechzeit 0,1 Sek.
Abklingzeit 1,0 Sek.

Normalisieren mit max Ampl. -4,0 dB

Speichern unter aup (Audacity-Format), exportieren nach flac (Archiv), mp3 128 KBit/s (Gott und die Welt) und ogg-forbis Qual. 6 (Linuxbenutzer)

Grafik
Neumann TLM 103

Librivox

Bei Librivox gelten folgende Regeln:

  • Channel: Mono
  • Sample rate: 44100 Hz
  • Sample format: 16 bit
  • Export format: MP3
  • Export bitrate: 128 kbps

Die Bitrate bei den kompromierten mp3-Dateien ist immer ein Abwägen zwischen gutem Klang und Dateigröße. Eine hohe Bitrate liefert besseren Klang, aber auch größere Dateien. 128 kbps ist ein guter Kompromiss.

Zusätzlich gibt es für Librivox-Aufnahmen das Tool checker, das die Vorgaben prüft. Unter anderem wird ein gemittelter Lautstärke Wert berechnet, der zwischen 86 und 92 dB liegen soll. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die hochgeladenen Dateien automagisch in andere Formate konvertiert werden.

Grafik
Shure SM7b

Optimierungsempfehlungen, ungetestet

Was man so im Web an Ratschlägen findet:

EQ
Lowcut - Frequenzen unter 100 Hz absenken (sei gut für mp3-Dateien)
Highcut - Frequenzen über 15 kHz absenken (dito)
400 Hz max. 2 db anheben
8 kHz vorsichtig anheben

Grafik
Neumann U87

Kompression für Werbung (mir Vorsicht zu genießen!):
Treshold -6 bis -10 dB
Ratio 4:1
Softknee
Attack 4-20 ms
Release 0,1-0,5 sek.

Grafik
Rode Procaster

Fertig zum Hören: Thomas Lausbubengeschichten

Poster LibriVox.org Mein erstes LibriVox-Solo-Projekt ist fertig!

Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten« stehen bei LibriVox und bei archive.org zum Download bereit.

PS: Bei Librivox gelten strikte Regeln, was Lautstärke (im Mittel 89 dB) und Datenkompression (128 kbit/s, konstante Bitrate) betrifft. Damit erreicht man maximale Kompatibilität und spart Speicherplatz. Allerdings zu Lasten der Klangqualität. Und so richtig S-Bahn-tauglich ist die Lautstärke auch nicht.

Wenn jemand eine, hm, aufgebrezelte bzw. lautere Version haben möchte, möge er sich per Mail oder hier in den Kommentaren melden. Dann werfe ich Kompressor und Normalizer an ;-) und speichere als mp3 mit 192 kbit/s und variabler Bitbreite oder wie auch immer gewünscht (ogg, flac etc. pp).

Ratschläge zur Hörbuchaufnahme

Es gibt alles im Netz. Wenn man es denn findet. Viele hilfreiche Tipps für Sprachaufnahmen habe ich im Forum Tonthemen.de im Thread »Sprecher« gefunden.

Vor allem der Rat, ohne Kopfhörer zu sprechen, hat bei mir wahre Wunder bewirkt. Ich spreche dadurch lauter und dynamischer. Eigentlich logisch; bei der Einspielung meines Saxophonsolos für die Bigband-CD wurde die Aufnahme auch besser, als der Tonmeister mein eigenes Mikrofon im Kopfhörer viel leiser gedreht hat.

Auch das Glas mit dem stillen Wasser habe ich unterschätzt. Wirkt tatsächlich besser als Hefeweizen :-)

Interesse an Ludwig Thomas Lausbubengeschichten?

Für LibriVox lese ich Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten«. Beim aktuellen Tempo wird das dort voraussichtlich im Mai oder Juni 2015 veröffentlicht, sobald ich alle 12 Kapitel beisammen habe.

Ich könnte hier vorab die bereits gelesenen Kapitel veröffentlichen. Hat wer Interesse? Hoffentlich werde ich nicht von zufällig mithörenden Bayern für meine pseudobayerischen Brocken gesteinigt.

Foto Almwiese

Statusmeldung Aufnahmeausrüstung (2)

Und noch mehr Hardware ;-)

mp3-Datei herunterladen

Die Logfiles haben nicht wirklich verraten, wie oft die Audio-Files gehört werden (oder ob überhaupt jemand reinhört), weil die Daten schon beim Aufruf der Seite geladen wurden. Das habe ich jetzt mit dem Befehlt preload="none" (Default: auto) abgestellt. Ich bin gespannt. Bei der Gelegenheit habe ich aus dem Audio-Code-Sammelsurium den Flash-Player-Teil rausgeworfen.

Falls irgend etwas nicht mehr funktioniert, wäre ich für einen kurzen Kommentar dankbar.

PS: Wer den Fehler im improvisierten gesprochenen Text hört, darf ihn behalten ;)