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Sprachaufnahmen bearbeiten

Als Homercorder ist man ja immer auf der Suche nach dem guten Klang. Nach den wichtigen Zutaten guter Sprecher, guter Raum, gutes Mikrofon kommt die elektronische Bearbeitung.

Den heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Generell ist es schwierig, Aufnahmen der eigenen Stimme zu bearbeiten (die Profis sagen, dass man das NIE machen soll).

Ein weiteres Problem sind verschiedene Hörsituationen: Was mit dem Beyerdynamic-Kopfhörer super klingt, ist auf dem leichten Sennheiser-Unterwegskopfhöhrer zu leise, was auf dem Sennheiser gut klingt, wird vom Beyerdynamic blechern wiedergegeben. Dann solls ja auch auf Stereoanlagen, auf PC-Lautsprechern und gleich noch aufm Mobiltelefon nach etwas klingen ...

Grafik
Neumann TLM 193

Die eingestreuten Grafiken zeigen die Frequenzgänge verschiedener Sprechermikrofone. Man kann gut erkennen, dass z. B. das Mikrofon von Grafik 2 im Verhältnis zu dem von Grafik 1 die Höhen viel mehr betont. Je nach Stimme »passt« das eine besser als das andere zur Stimme (und im Heimstudio zum Raum!), um einen gewünschten Klang zu erzielen. Durch entsprechenden Equalizereinsatz kann man die Unterschiede ausgleichen.

Hier meine gesammelten Empfehlungen und Vorgaben. Manche nutze ich, andere nicht. Wenn jemand Empfehlungen oder abweichende Meinungen hat: her damit! :-)

Routinebearbeitung

Bei jeder Aufnahme, die ich selbst veröffentliche, habe ich mir für Audacity folgende Routine zurechtgelegt:

Kompressor Audacityeinstellung:
Grenzwert -20dB,
Nebengeräusche -40dB,
Verhältnis 3:1,
Ansprechzeit 0,1 Sek.
Abklingzeit 1,0 Sek.

Normalisieren mit max Ampl. -4,0 dB

Speichern unter aup (Audacity-Format), exportieren nach flac (Archiv), mp3 128 KBit/s (Gott und die Welt) und ogg-forbis Qual. 6 (Linuxbenutzer)

Grafik
Neumann TLM 103

Librivox

Bei Librivox gelten folgende Regeln:

  • Channel: Mono
  • Sample rate: 44100 Hz
  • Sample format: 16 bit
  • Export format: MP3
  • Export bitrate: 128 kbps

Die Bitrate bei den kompromierten mp3-Dateien ist immer ein Abwägen zwischen gutem Klang und Dateigröße. Eine hohe Bitrate liefert besseren Klang, aber auch größere Dateien. 128 kbps ist ein guter Kompromiss.

Zusätzlich gibt es für Librivox-Aufnahmen das Tool checker, das die Vorgaben prüft. Unter anderem wird ein gemittelter Lautstärke Wert berechnet, der zwischen 86 und 92 dB liegen soll. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die hochgeladenen Dateien automagisch in andere Formate konvertiert werden.

Grafik
Shure SM7b

Optimierungsempfehlungen, ungetestet

Was man so im Web an Ratschlägen findet:

EQ
Lowcut - Frequenzen unter 100 Hz absenken (sei gut für mp3-Dateien)
Highcut - Frequenzen über 15 kHz absenken (dito)
400 Hz max. 2 db anheben
8 kHz vorsichtig anheben

Grafik
Neumann U87

Kompression für Werbung (mir Vorsicht zu genießen!):
Treshold -6 bis -10 dB
Ratio 4:1
Softknee
Attack 4-20 ms
Release 0,1-0,5 sek.

Grafik
Rode Procaster

Fertig zum Hören: Thomas Lausbubengeschichten

Poster LibriVox.org Mein erstes LibriVox-Solo-Projekt ist fertig!

Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten« stehen bei LibriVox und bei archive.org zum Download bereit.

PS: Bei Librivox gelten strikte Regeln, was Lautstärke (im Mittel 89 dB) und Datenkompression (128 kbit/s, konstante Bitrate) betrifft. Damit erreicht man maximale Kompatibilität und spart Speicherplatz. Allerdings zu Lasten der Klangqualität. Und so richtig S-Bahn-tauglich ist die Lautstärke auch nicht.

Wenn jemand eine, hm, aufgebrezelte bzw. lautere Version haben möchte, möge er sich per Mail oder hier in den Kommentaren melden. Dann werfe ich Kompressor und Normalizer an ;-) und speichere als mp3 mit 192 kbit/s und variabler Bitbreite oder wie auch immer gewünscht (ogg, flac etc. pp).

Ratschläge zur Hörbuchaufnahme

Es gibt alles im Netz. Wenn man es denn findet. Viele hilfreiche Tipps für Sprachaufnahmen habe ich im Forum Tonthemen.de im Thread »Sprecher« gefunden.

Vor allem der Rat, ohne Kopfhörer zu sprechen, hat bei mir wahre Wunder bewirkt. Ich spreche dadurch lauter und dynamischer. Eigentlich logisch; bei der Einspielung meines Saxophonsolos für die Bigband-CD wurde die Aufnahme auch besser, als der Tonmeister mein eigenes Mikrofon im Kopfhörer viel leiser gedreht hat.

Auch das Glas mit dem stillen Wasser habe ich unterschätzt. Wirkt tatsächlich besser als Hefeweizen :-)

Interesse an Ludwig Thomas Lausbubengeschichten?

Für LibriVox lese ich Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten«. Beim aktuellen Tempo wird das dort voraussichtlich im Mai oder Juni 2015 veröffentlicht, sobald ich alle 12 Kapitel beisammen habe.

Ich könnte hier vorab die bereits gelesenen Kapitel veröffentlichen. Hat wer Interesse? Hoffentlich werde ich nicht von zufällig mithörenden Bayern für meine pseudobayerischen Brocken gesteinigt.

Foto Almwiese

Statusmeldung Aufnahmeausrüstung (2)

Und noch mehr Hardware ;-)

mp3-Datei herunterladen

Die Logfiles haben nicht wirklich verraten, wie oft die Audio-Files gehört werden (oder ob überhaupt jemand reinhört), weil die Daten schon beim Aufruf der Seite geladen wurden. Das habe ich jetzt mit dem Befehlt preload="none" (Default: auto) abgestellt. Ich bin gespannt. Bei der Gelegenheit habe ich aus dem Audio-Code-Sammelsurium den Flash-Player-Teil rausgeworfen.

Falls irgend etwas nicht mehr funktioniert, wäre ich für einen kurzen Kommentar dankbar.

PS: Wer den Fehler im improvisierten gesprochenen Text hört, darf ihn behalten ;)

Tascam DR-40 und Linux Mint

Suche stundenlang im Web, wie man den Tascam DR-40 Recorder per USB unter Linux Mint auslesen kann. Nichts zu finden in diesem armseligen Drecknetz. Typisch Linux, nichts geht ... grummel brummel ...

Heute dann – statt wie jeder Micr*softgeschädigte einfach mit Enter zu bestätigen – den Hinweis nach dem Einstecken des USB-Kabels GELESEN:

USB Select
* Bus Power (default)
* Storage

Ich DAU! Ich Riesenrindviech! »Storage« auswählen und gut ist ... Mannmannmann m( ... gehe mir eine Wand suchen, um den Kopp dagegen zu hauen ...

Einstellungen für digitale Aufnahmen?

Früher war alles besser. Kassette in den Recorder und los. Heute fragt so ein Ding nach allem möglichen, z. B. Format

  • BWF 24 bit
  • BWF 16 bit
  • WAV 24 bit
  • WAV 16 bit
  • mp3 32k, 64k, 96k, 128k, 192k, 256k, 320k

oder Sample

  • 96k
  • 48k
  • 44.1k

Noch dazu weigert sich mein Linux Mint (LMDE), den Recorder per USB zu erkennen. Gut, dass man die SD-Karte auch über einen Umweg auslesen kann.

Hat irgendjemand Vorschläge zum Thema? Aufgenommen wird vorerst per Handheld mit eingebauten Mikrofonen. Musik, die auf Demo-CDs landen soll. Und Sprache, die vielleicht als Podcast im Netz landen soll.