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Alles Gute zum zehnjährigen, LibriVox

Logo Besser zu spät als nie: am 10. August 2015 feierte das Projekt LibriVox seinen 10. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Ich borge mir einfache mal den Text der Pressemitteilung:

LibriVox.org, wahrscheinlich der weltweit größte Produzent freier Hörbücher, feiert am 10. August sein zehnjähriges Bestehen. LibriVox ist eine globale online community von Freiwilligen, die gemeinfreie, klassische Literatur als Hörbücher vertonen.

Die Sammlung von LibriVox umfasst fast 9000 Titel, wobei monatlich etwa 100 neue Bücher hinzukommen. Das Projekt ist 2005 von einer handvoll Lesern ins Rollen gebracht worden, die zusammen ein Hörbuch in Form eines Podcasts aufnahmen. Inzwischen ist daraus ein großes Projekt geworden, mit über 7,000 Lesern und Hörbüchern in 35 Sprachen. Der Katalog listet auch über 1,700 Einträge auf Deutsch – Gedichte, Kurzgeschichten, und ganze Bücher.

Die Freiwilligen haben sehr diverse Hintergründe – es finden sich etwa ein Professor der Archäologie, ein ehemaliger Zeppelinpilot, Anwälte, Pfadfinder, Nonnen, eine niederländische Ärztin, die Ebolapatienten in Afrika behandelt hat, eine koreanische Schülerin, ein amerikanischer Falkner, und eine dänische Patentanwältin, um nur einige zu nennen. Im Durchschnitt sind die Freiwilligen 41 Jahre alt, wobei der jüngste Vorleser 9 Jahre alt ist, und die Ältesten über 80 Jahre zählen.

LibriVox hat eine sehr offene Struktur, bei der es in erster Linie um die Leser geht: jeder, der ein Mikrofon und einen Computer hat, und eine beliebige Sprache beherrscht, kann mitmachen. Die Auswahl der zu lesenden Texte bleibt den Freiwilligen überlassen – solange das Urheberrecht an dem Werk nach Amerikanischem Recht erloschen ist (das heißt in den meisten Fällen, dass der Text vor 1923 erschienen sein muss), und der Vorleser das Recht in seinem eigenen Land nicht verletzt (in Europa muss der Autor dafür spätestens 1944 verstorben sein).

Dadurch ist der Katalog sehr divers, von Poesie bis Prosa, Sachbücher und Romane, sogar ganze Theaterstücke werden von einer virtuellen Besetzung eingelesen. Deutsche Autoren sind auch stark vertreten, mit Goethe und Schiller, Alexander von Humboldt, Tucholsky und Heinrich Heine, aber auch Klassiker der Weltliteratur finden sich in Übersetzung, wie zum Beispiel Jules Vernes 20.000 Meilen unter dem Meer, und Mark Twains Abenteuer von Huckleberry Finn.

Alle Produktion dieser Werke findet online in einem Internetforum statt. Leser können zusammen ein Buch aufnehmen, wobei jeder Leser ein Kapitel eines Buches, oder eine Rolle in einem Theaterstück aufnimmt. Oder ein Leser nimmt ein ganzes Buch alleine auf. Ein paar LibriVox Leser sind auch professionell im Geschäft, aber für die meisten ist es ein Hobby.

Die Aufnahmen von LibriVox sind ausnahmslos gratis herunterzuladen und dürfen frei genutzt werden. Auf diese Weise sind LibriVoxaufnahmen in Musik und in Filmen eingespielt, kommen bei Sprachkursen zum Einsatz und werden als YouTube Videos weiterverbreitet. Die meisten Hörer sind aber ganz normale Menschen, die regelmässig dankbare Emails schicken: Lastwagenfahrer auf langen Touren, Hausfrauen, die während des Bügelns zuhören, Hundebesitzer beim Gassi gehen, Wissenschaftler während Nachtschichten im Labor, Bauern bei der Arbeit, durch Krankheit Bettlägerige, oder Studenten beim Joggen – alle genießen die gratis Hörbücher.

Um den ersten runden Geburtstag zu feiern, wird bei LibriVox eine besondere Jubiläumssammlung erscheinen, mit 100 kurzen Aufnahmen von Prosa und Poesie in verschiedenen Sprachen, in deren Titeln die Nummer 10 vorkommt, und es wird einen Geburtstagspodcast geben.

Mehr Informationen gibt es bei http://www.librivox.org.

via Hokuspokus

Hörtipp: Diner des Grauens

Pro-Tipp: wenn das Hörbuch überraschende Handlungssprünge macht, könnten vielleicht ein paar Kapitel beim Übertragen auf den mp3-Player hängen geblieben sein ...

Beim ersten Hören fand ich es schon toll, wenn auch ein wenig sprunghaft. Bis ich bemerkt habe, dass 9 von 52 Dateien aus verschiedenen Kapiteln irgendwo zwischen PC und mp3-Spieler stecken geblieben waren. ARGH. Aber der Reihe nach.

Inhalt

Cover Das ungleiche Paar Earl (der ewig nörgelnde Vampir) und Duke (der praktisch veranlagte Werwolf) wollte in dem heruntergekommenen Diner mitten in der Wüste nur kurz etwas essen. Doch noch ehe die Teller leer sind werden sie von anrückenden Zombies belästigt. Und das ist noch das Harmloseste, was den beiden im Diner des Grauens zustößt. Ich sage nur Ghule, Geister, alte Götter, Zombiekühe (sic!) und das Ende der Welt.

Meinung

A. Lee Martinez hat einen skurilen, schrägen und unglaublich komischen Roman geschrieben, der von Oliver Rohrbeck (Justus Jonas von den ???) wunderbar gelesen wird. Das Hören hat mir viel Spaß gemacht.

»Diner des Grauens« von A. Lee Martinez
gelesen von Oliver Rohrbeck
Lauscherlounge Records

Lieblingssprecher: Uve Teschner

Der Kreis meiner Lieblingssprecher hat Zuwachs bekommen. Bisher waren das David Nathan, Christoph Maria Herbst, Christian Tramitz und Oliver Rohrbeck, jetzt gehört auch Uve Teschner dazu.

Uve Teschner
Uve Teschner | © Jana Kausch

Andreas Eschbach hatte das Buch »Drohnenland« von Tom Hillenbrand empfohlen. Gibts auch als Hörbuch, gelesen von Uve Teschner. Den hatte ich schon im Hörspiel »Das Lufer Haus« gehört. Also habe ich mir die CDs bestellt und war von Teschners Lesung beeindruckt.

Der Krimi spielt in nicht allzu ferner Zukunft, in der es dank globaler Erwärmung in Europa immer regnet und Holland abgesoffen ist. Allgegenwärtige Drohnen erlauben der Polizei praktisch lebensechte Simulationen – im Roman Spiegelung genannt – von Tatorten zu erstellen, die dann bequem vom Revier aus untersucht werden können. In speziellen Fällen ist das auch in Echtzeit möglich. Sehr, sehr spannend und beängstigend.

Aktuell habe ich James Freys »Endgame« im Player, ausgezeichnet gelesen von Uve Teschner. Ich bin begeistert, wie er Spannungsbögen aufbaut und schwierige Passagen wie z. B. endlose Zahlenreihen meistert. Oder wie er die Passagen der von nervösen Ticks (»Blinzel!«, »Zuck!«) geplagten Nebenfigur interpretiert. Kino für die Ohren.

Vom Roman »Endgame« bin ich nicht ganz überzeugt, allerdings habe ich erst die Hälfte gehört. Spannend ist er ja. Ich wundere mich, dass dieses stellenweise blutige und brutale Werk als Jugendbuch vermarktet wird. Was ich gar nicht mag: wenn man am Cover nicht erkennen kann, dass es sich um eine Fortsetzungsgeschichte handelt.

Ach ja, die Homepage von Uve Teschner gefällt mir. Alles drauf, was man sich wünscht: Hörproben, Lebenslauf, Referenzen, Termine. Prima. Einziger Mangel: anscheinend werkelt als Content Management System ein veraltetes WordPress 3.5. Man kann nicht alles haben.

Fertig zum Hören: Thomas Lausbubengeschichten

Poster LibriVox.org Mein erstes LibriVox-Solo-Projekt ist fertig!

Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten« stehen bei LibriVox und bei archive.org zum Download bereit.

PS: Bei Librivox gelten strikte Regeln, was Lautstärke (im Mittel 89 dB) und Datenkompression (128 kbit/s, konstante Bitrate) betrifft. Damit erreicht man maximale Kompatibilität und spart Speicherplatz. Allerdings zu Lasten der Klangqualität. Und so richtig S-Bahn-tauglich ist die Lautstärke auch nicht.

Wenn jemand eine, hm, aufgebrezelte bzw. lautere Version haben möchte, möge er sich per Mail oder hier in den Kommentaren melden. Dann werfe ich Kompressor und Normalizer an ;-) und speichere als mp3 mit 192 kbit/s und variabler Bitbreite oder wie auch immer gewünscht (ogg, flac etc. pp).

Ratschläge zur Hörbuchaufnahme

Es gibt alles im Netz. Wenn man es denn findet. Viele hilfreiche Tipps für Sprachaufnahmen habe ich im Forum Tonthemen.de im Thread »Sprecher« gefunden.

Vor allem der Rat, ohne Kopfhörer zu sprechen, hat bei mir wahre Wunder bewirkt. Ich spreche dadurch lauter und dynamischer. Eigentlich logisch; bei der Einspielung meines Saxophonsolos für die Bigband-CD wurde die Aufnahme auch besser, als der Tonmeister mein eigenes Mikrofon im Kopfhörer viel leiser gedreht hat.

Auch das Glas mit dem stillen Wasser habe ich unterschätzt. Wirkt tatsächlich besser als Hefeweizen :-)

Interesse an Ludwig Thomas Lausbubengeschichten?

Für LibriVox lese ich Ludwig Thomas »Lausbubengeschichten«. Beim aktuellen Tempo wird das dort voraussichtlich im Mai oder Juni 2015 veröffentlicht, sobald ich alle 12 Kapitel beisammen habe.

Ich könnte hier vorab die bereits gelesenen Kapitel veröffentlichen. Hat wer Interesse? Hoffentlich werde ich nicht von zufällig mithörenden Bayern für meine pseudobayerischen Brocken gesteinigt.

Foto Almwiese

Hörspiele für Kinder: OHRKA e. V.

Plakat OHRKA e. V. Kostenlose Hörbücher für kleine und große ;-) Kinder, gelesen von David Nathan (»Robinson Crusoe«), Oliver Rohrbeck (»Sherlock Holmes«), Simon Jäger (»Die Schatzinsel«), Anke Engelke (»Das Dschungelbuch«) und Katharina Thalbach (»Alice im Wunderland«).

Kleiner Tipp, wie man das passend portioniert auf CDs (mp3-Format) fürs Kinderzimmer gebrannt bekommt: im Downloadbereich auf das rote Infofähnchen klicken, dort findet man entsprechend aufgeteilte Dateien. Natürlich gibts die auch als eine große mp3-Datei.

www.ohrka.de