Friday, 30. April 2010

Ciao Facebook

Das Schöne am Internet: meistens hat jemand den Artikel schon geschrieben, den man verfassen wollte. :-)

Steffen erläutert ausführlich, warum er sich aus Facebook verabschiedet hat und zeigt in den Kommentaren auch, wie man seinen Account nicht nur deaktiviert sondern richtig löscht.

Nachtrag: das ist der Link: https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

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Wednesday, 9. December 2009

Wir speichern nicht

Im Artikel Speichern? Nein Danke. hatte ich neulich aufgezählt, welche Maßnahmen ich ergriffen habe, um den Datenanfall beim Besuchen und Kommentieren in meinem Blog so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich habe ich bei Kommentaren das Feld »E-Mail-Adresse« zur freiwilligen Angabe gemacht. Das alles hat sich bei der Spambekämpfung bisher nicht nachteilig bemerkbar gemacht – mein Blog ist zu unbekannt! ;-).

Um wenigstens ein kleines Zeichen gegen Datensammelwut zu setzen, habe ich mich um das Siegel Wir speichern nicht bemüht. Das habe ich nach einigem Schriftverkehr per Mail als Nikolausgeschenk erhalten und in die Sidebar gepackt.

Dabei habe ich gelernt, dass das Siegel auch nicht mehr als ein Zeichen, bzw. eine Gesinnungserklärung ist: die Leute vom AK Vorrat können zwar prüfen, ob Google-Analytics oder ähnlicher Kram läuft, aber sie haben keinen Zugriff auf meine Serverlogs oder Konfigurationsdateien; da müssen sie meinen Aussagen zur Konfiguration Glauben schenken.

Generell sollte man keinem Siegel blind vertrauen: man weiß nicht was geprüft wurde und auch nicht, was seit der Prüfung geändert wurde (ihr erinnert euch vielleicht an den unsicheren Online-Marktplatz mit TÜV-Siegel?).

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Tuesday, 24. November 2009

iPhone-Wurm klaut Bankdaten

Neulich habe ich noch über einen iPhone-Wurm gelacht, der das Hintergrundbild gegen das eines Teenie-Stars ersetzt.

Jetzt ist Schluß mit lustig: ein neu aufgetauchter Wurm ändert das Root-Paßwort und fängt von der Bank verschickte mTans ab. Details bei Chester Wisniewski, gefunden via Danisch.de.

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Tuesday, 10. November 2009

Doodle?

Der Zaubberer mit dem Hut hat sich ein paar interessante Gedanken zu Doodle gemacht. Man sollte nicht einfach alles im Web nutzen ohne nachzudenken.

Wer Doodle nicht kennt: das wird von Netzbewohnern ;-) vermehrt für Terminplanung genutzt oder für schnelle Abstimmungen; das Ding wird ironischerweise gerade von der Piratenpartei oft verwendet.

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Tuesday, 3. November 2009

Speichern? Nein Danke.

Mittlerweile kann man es ja schon nicht mehr hören. Hier ein Datenskandal, dort einer … Irgendwo habe ich mal gelesen, wie man einen wirklich einbruchssicheren Server schafft: man verwendet ein aktuelles, solides Betriebssystem (z. B. aus der BSD-Familie), gießt den Rechner in Beton ein und versenkt ihn ohne Netzwerkanschluss im Ozean.

Weil das nicht für jedermann praktikabel ist, sollte man generell so wenig Daten wie möglich preisgeben. Und möglichst wenig sammeln. Zeit, das im eigenen Blog umzusetzen.

Die Blogsoftware Serendipity speichert an verschiedenen Stellen IP-Adressen, unter anderem bei den Kommentaren. Das kann man zur Spambekämpfung nutzen, ist aber eher suboptimal. Dank dem schnellen Support im s9y-Forum habe ich eine Lösung von Garvin, die gut funktioniert: einfach in der Datei serendipity_config_local.inc.php folgenden Codeschnipsel einbauen, und schon wird anstelle der Besucher-IP überall nur noch 127.0.0.1 gespeichert:
$_SERVER['REMOTE_ADDR'] = '127.0.0.1';

Nun gibt es noch den Webserver, der fleißig sammelt. Bei meinem Provider all-inkl.com gibt es eine elegante Möglichkeit, das im KAS zu konfigurieren. Unter »Einstellungen / Accesslog« hat man die Auswahl zwischen »vollständiger IP«, »IP gekürzt«, »IP entfernt« (alle Adressen werden auf 0.0.0.0 gesetzt) oder »keine Logs«.

Auf der Website Wir speichern nicht! gibt es weitere Anleitungen für verschiedene CMS, Webserver etc.

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Thursday, 29. October 2009

Zwei Tagesmeldungen

heise online meldet:

Neue Justizministerin verspricht grundlegende Datenschutzreform

[...] Konkret habe Schwarz-Gelb zudem bereits im Koalitionsvertrag die Einrichtung einer "Stiftung Datenschutz" nach dem Vorbild der "Stiftung Warentest" verabredet. Diese solle ein "Gütesiegel" vergeben. [...]


netzpolitik.org schreibt:

Exklusiv: Die Bücher der Anderen

[...] 500.000 Rechnungen von Libri.de standen mehr oder weniger frei im Netz. Gestern konnten wir testweise innerhalb einer halben Stunde ca. 20.000 davon herunterladen. [...]

Eine zusätzliche Datenschutz-Brisanz erhält der Fall durch ein »S@fer-Shopping-Zertifikat« der Firma TÜV-Süd AG. Diese Firma wirbt mit für ihre gewerblichen Datenschutz- und Sicherheits-Dienstleistungen mit diesem Zertifikat. Libri.de hat den TÜV Süd als externen Dienstleister beauftragt, die Sicherheit des Online-Stores im Rahmen eines Datenschutz-Audits zu untersuchen. Das für die Firma Libri.de ausgestellte »S@fer Shopping Zertifikat« erklärt:

»Mit geprüfter Qualität, Sicherheit und Transparenz ist www.libri.de in hohem Maße vertrauenswürdig.«
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Wednesday, 30. September 2009

Zurück in die Zukunft

Deja vu. Die im Fernsehen präsentierten neuen Experten der FTP FDP sehen aus wie die alten, die bereits zu Helmut Kohls Zeiten im Dienst waren. Da kann man nur sagen, zurück in die Zukunft.

A propos Zukunft: über unsere Glaskugel konnten wir einen Blogbeitrag des Pantoffelpunks aus dem Jahre 2017 (kurz vor der Bundestagswahl) ausfindig machen. Hier für jedermann der Link zu diesem Tatsachenbericht.

Wer seine Internetanbindung fit für die Zukunft machen möchte, findet bei der German Privacy Foundation ausführliche Infos, z. B. wie man unzensierte DNS-Server so einrichtet, dass sie auch über andere Ports funktionieren (via Burks' Blog).

Einige Hinweise für über Kabelmodem angeschlossene User hatte ich im Artikel Wie man mit Debian den FoeBuD-DNS-Server benutzt gegeben.

Wednesday, 16. September 2009

Gemeinden dürfen persönliche Daten weitergeben?!

Ja, dürfen sie. Was glaubt ihr denn, woher Parteien oder irgendwelche Firmen eure Anschrift kennen?

Man hat aber das Recht, dieser Weitergabe zu widersprechen. Dazu schaut man entweder bei seiner Gemeindeverwaltung vorbei und fragt nach dem Formular »Widerspruch gegen die Weitergabe von Daten durch die Meldebhörde« (oder so ähnlich).

Bei vielen Gemeinden kann man das auch bequem per Internet erledigen. In Philippsburg heißt der entsprechende Link Übermittlungssperre. Im Gegensatz zur sogenannten Auskunftssperre muss das nicht extra begründet werden. Kostenlos ist es außerdem.

In einer idealen Welt dürften Daten nur nach vorheriger Genehmigung weitergegeben werden. Das nennt man beim Permission Marketing »Opt-In«.

Was die Ämter treiben nennt man »Opt-Out« und ist im rechtsfreien Raum ;-) Internet unseriös, in Deutschland sogar verboten. Um auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen wird morgen der »Opt-Out-Day« veranstaltet.

Informationen dazu liefert die Piratenseite OptOutDay.de.

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