Die Nominierungen wurden bekannt gegeben, sehr schön mit Fotos bei Oscar.com zu sehen.
Natürlich wurde »Avatar« mehrfach nominiert (Best Picture, Art Direction, Cinematography, Directing, Film Editing, Music, Sound Editing, Sound Mixing, Visual Effects), die Schauspieler gingen jedoch leer aus. Schade, Zoë. Würde mich wundern, wenn der Film nicht alle oder zumindest dreiviertel der Preise gewinnt.
Ich freue mich über die Nominierung von Christoph Waltz (Actor in a Supporting Role) für seine Rolle in »Inglorious Basterds«. Der Film hat auch Nominierungen für Best Picture, Cinematography, Directing, Film Editing, Sound Editing, Sound Mixing, Writing – Tarantino wird begeistert sein.
Und ich staune, dass »Das weiße Band« für Foreign Language Film und Cinematography nominiert wurde.
PS: die Anzahl der Nominierungen entspricht lustigerweise bei den ersten beiden Plätzen meiner Jahresbestenliste (Avatar Platz 1, Basterds 2, Star Trek 3). Und jetzt mache ich mich auf die Suche nach Worten, die ich anstelle von Nominierung verwenden kann.
Christian bei Coldheat hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht:
[...] Auch Avatar ist nur ein Film, wer hätte das gedacht. Es ist aber auch ein Film, auf den man in zehn Jahren zurückblicken wird mit den Gedanken “Stimmt, der war der Erste.” [...]
Übertrifft Avatar ein Abyss, ein Terminator oder Aliens?. Sicher nicht. Ist es das beste aufgeblasene Pop-Action-Kino der letzten Jahre? Absolut.
Und weil ich von der Musik James Horners zu »Avatar« so enttäuscht war, habe ich mir endlich den wunderschönen und zu recht Oscar-gekrönten Soundtrack zu »Titanic« gekauft, in der Doppel-CD-Version, die neben dem Original-Soundtrack auch die Scheibe »Back to Titanic« enthält.
Das anrührendste Stück darauf ist gar nicht von Horner und wird vom schweizer Salonorchester »I Salonisti« gespielt, die James Cameron für den Film auch als Darsteller verpflichtet hatte.
Wobei ich noch anmerken möchte, dass Jazzmusiker keinesfalls unter allen Umständen weiterspielen: ich hab einmal bei einer Session erlebt, dass Gäste in Streit gerieten – und die Band war im Handumdrehen hinter dem Tresen verschwunden. Eine Zuhörerin, die sich ebenfalls in Sicherheit gebracht hatte, meinte zu mir »Ich dachte die Band spielt immer weiter?« worauf ich sagte »Nur im Film«. Oder auf der »Titanic«.
Dr. Grace Augustine: »Just relax and let your mind go blank. That shouldn't be too hard for you.«
»Avatar« (USA 2009)
Buch und Regie: James Cameron, Kamera: Mauro Fiore, Schnitt: John Refoua und Stephen E. Rivkin, Musik: James Horner
Darsteller: Sam Worthington (Jake Sully), Zoë Saldana (Neytiri), Sigourney Weaver (Dr. Grace Augustine), Stephen Lang (Colonel Miles Quaritch), Michelle Rodriguez (Pilotin Trudy Chacon), Joel Moore (Norm Spellman)
Die Geschichte ist bekannt und schnell erzählt: ein gieriger Konzern beutet, unterstützt von skrupellosen Militärs einen Urwald aus, schickt einen Kundschafter zu den Eingeborenen, der lernt Land und Leute schätzen, verliebt sich in seine Betreuerin und muss sich entscheiden, auf wessen Seite er in dem sich zuspitzenden Konflikt steht.
Der Rummel um James Camerons ersten Film seit »Titanic «vor 14 Jahren ist riesig; bei der Menge an Trailern habe ich das Gefühl, dass der komplette Film schon vorab veröffentlicht wurde.
Ich bin zwar skeptisch, was den erwarteten Erfolg in Deutschland betrifft (die Komponenten viel Militär, Science-Fiction und extrem viel Computergrafik sprechen meiner Meinung nach dagegen), werde aber auf jeden Fall in der Premiere von »Avatar« am 16.12. sitzen.
In Karlsruhe herrschen paradisische Zustände: man hat die Wahl zwischen deutscher Fassung in 2D oder 3D und in der »Schauburg« sogar die in Deutschland seltene Gelegenheit, auch die Originalversion (OV) in 3D zu sehen (wie man bei Gerolds Digitaler Leinwand nachlesen kann, wird die OV sonst nur in München und Berlin in 3D gezeigt.)
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