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Systemwechsel 4: die Nachwehen

Logo Linux Mint Debian Edition Christian hat versucht, auf seinen Rechnern Mint zu installieren. Seine Bericht Auch nicht alles Gold ist deprimierend. Anscheinend habe ich bei meiner LMDE-Installation Glück gehabt, dass mein Lenovo G550 so alt ist und alles auf Anhieb funktionierte.

Alles? Natürlich nicht. Hier die gesammelten Haken und Ösen, an denen ich hängengeblieben bin. Steht ja irgendwo bei Linux Mint über die Verwendung von LMDE: »Expect some rough edges«. Vielleicht wäre Linux Mint »normal« einfacher gewesen? Und kann ich wenigstens die Schuld für die LMDE-Entscheidung auf Julia Seeliger schieben?

Mail-Verschlüsselung

Logo GnuPG Enigmail über die Paketverwaltung installiert. Als notwendiges Paket muss Icedove (die Debian-Version von Thunderbird) mit installiert werden. Äh ... ja. Enigmail will aber nicht mit der vorhandenen Thunderbird-Version zusammenarbeiten.

Also Paket wieder gelöscht. Über Extras/AddOns in Thunderbird die empfohlene Enigmail-Version heruntergeladen und installiert. Enigmail findet gnupg nicht. Verflixt. Wo war das doch gleich? Heike Jurziks Handbuch »Debian« aus dem Regal gezogen: /usr/bin/gpg. Da kann ich ja lange nach gnupg suchen. Hmpf. Dann noch die alten Schlüssel importiert und fertig.

Wine

Logo Wine Wie gewohnt installiert – und Wine ist nirgends im Menü zu finden. Ne, oder? Zufällig mal in einer Shell "wine" getippt. Dort erscheint dann eine Anleitung mit einer Handvoll Shell-Befehlen, die Wine dann wirklich installieren. Das ist ja grausam gelöst.

Logo Papyrus Papyrus unter Wine findet keine Schriften. Außer Tahoma. Das ist die, die angeblich im installierten ttf-mscorefonts wegen Lizenzproblemen nicht dabei ist. Wrrr. Mal sehen, wie bzw. ob ich das gefixt bekomme. Mittlerweile verwende ich Papyrus fast nur noch wegen des enthaltenen exzellenten Duden-Korrektors. Gibts den auch für Linux? Schaun'wer mal.

Systemwechsel 3: Installation

Wichtigste Regel: nimm Dir Zeit! Nichts ist schlimmer als ein Termin, während der Rechner noch am Rödeln ist. Oder noch nicht fertig konfiguriert. Oder man – wie ich – früh ins Bett wollte ...

Dann sollte man kontrollieren, ob das Backup lesbar ist und vollständig aussieht. Ein Kollege hat neulich seine Daten verloren und erst beim Restore-Versuch gemerkt, dass die externe Platte kaputt war. Die täglichen Backups sind im Datennirvana gelandet.

Weil die Linux-Mint-Installations-DVD über 900 MB Inhalt hatte, habe ich nicht erwartet, dass da viel übers Netzwerk dazugeholt werden würde. Trotzdem habe ich geschaut, dass eine ordentliche Internet-Verbindung zur Verfügung stand. Und ein laufender Zweitrechner, falls irgendwas nachzuschlagen wäre.

Logo LMDE Also tief Luft geholt, DVD eingelegt, Linux Mint gestartet und Installation angeklickt. Nach den üblichen Angaben zur Sprache, Keyboard-Layout etc. kam die Frage, wohin Linux Mint installiert werden solle. Die von der letzten Installation vorhandenen drei Partitionen für root, swap und home habe ich so gelassen, aber neu formatiert. Wieder mit ext4. Damit hatte ich bisher nie Probleme.

Bereits 15 Minuten später war das System installiert. Wow. Noch unter den Mauseinstellungen das Touchpad konfiguriert und fertig. Fertig? Von wegen. Weder Thunderbird noch Firefox wollten starten. Oha. Den wichtigsten Hotliner-Ratschlag befolgt (»Haben sie es schon mit Ein- und Ausschalten probiert?«) – nichts.

Nach Aktualisierungen gesucht ... und Überraschung! über 900 MB zu aktualisierende Pakete gefunden!?! Habe ich für die Installation irgend ein altes Image erwischt? Egal, beim Runterladen zugeschaut und gewartet. Und gewartet. Entweder war meine Internet-Anbindung doch nicht so gut, wie der Provider behauptet. Oder die Server auf der Gegenseite hängen an einem Strohhalm.

Stunden später war der Download fertig, gefolgt von der Installation. Die wurde immer wieder unterbrochen durch Rückfragen, ob man die Konfiguration für Programm foobar behalten oder aktualisiert haben wolle. Doof, weil man deshalb immer wieder ein Auge auf den Rechner haben muss.

Schließlich war alles fertig. Sicherheitshalber den Rechner neu gestartet. Jetzt scheint alles zu funktionieren. Also her mit dem Block und die Mailkonten in Thunderbird konfiguriert. Danach die Firefox-Plugins heruntergeladen und installiert. Wenn jetzt noch die Daten zurückgespielt sind, fehlt nur noch GnuPG und ssh.

Abgesehen von der endlos langen Dauer eine problemlose Neuinstallation auf meinem älteren Lenovo G550 Laptop. Vielleicht gibt es ein aktuelleres Installationsimage als das, das ich erwischt habe.

Überraschend, wie leise der Rechner plötzlich ist. Ich dachte erst, der Lüfter sei kaputt. Der springt im Vergleich zu Ubuntu viel seltener an. Entweder erzeugt das System weniger Last oder die Lüftersteuerung ist besser (ich hoffe mal, dass sie nicht defekt ist ...).

Linux Mint sieht sehr übersichtlich aus. Vielleicht ein bisschen viel Grau, aber das kann man ja ändern. Und in Firefox sehen Checkboxen ein wenig fitzelig aus. Eventuell lässt sich auch das ändern. Der erste Eindruck von Linux Mint Debian Edition ist jedenfalls sehr angenehm.

Systemwechsel 2: Backup

Bei einem Systemwechsel mache ich am liebsten alles platt. Sicher ist sicher. Also vorher mit grsync den Inhalt von /home auf eine externe Platte schaufeln. Mailkonteneinstellungen von Thunderbird notieren, im Firefox-Passwort-Manager gespeicherte Logins aufschreiben, Bookmarks sichern. Da ich nur noch IMAP-Mailkonten nutze, muss ich mich um ein Mailbackup nicht kümmern.

Nicht zu vergessen: die installierten Firefox-Plugins. Mindestens die hier.

  • Adblock Plus
  • Better Privacy
  • Ghostery
  • RefControl
  • Wörterbuch Deutsch (DE), neue Rechtschreibung

Außerdem kann es nie schaden, sich die Plattenpartitionierung anzuschauen. Seitdem ich Windings vom Schlepptop geworfen habe, gibt es je eine Partition für »/«, swap und home.

Und dann wird es ernst.

Systemwechsel 1: Start und Ziel

Ubuntu Unity Ich habe mir lange Mühe gegeben, die vielgeschmähte Unity-Oberfläche von Ubuntu-Linux gut zu finden. Hat nicht geklappt. Zwischendurch habe ich versucht, die reine Lehre, äh, Debian zu installieren. War mir zu umständlich.

Linux Mint Debian Mate Anscheinend gibt es eine Lösung: Linux Mint Debian Edition (LMDE). Basiert auf Debian Testing, ist aber einfacher zu bedienen. Sagt man. Als Desktopenvironment muss man weder das vielgeschmähte Unity noch das immer bombastischer werdenende Gnome verwenden (mit KDE bin ich nie warm geworden). Es gibt Mate. Hm.

Also die DVD heruntergeladen und auf dem Schlepptop ausprobiert. Die Live-Version funktioniert. Surfstick wird erkannt, alle Sondertasten funktioniern, Touchpad geht, nach einer kleinen Bastelei geht auch Klicken auf dem Touchpad. Die Optik des Mate-Desktops ist spartanisch. Gut so. Also wechseln.

Erläuterung: Ubuntu basiert auf Debian. Linux Mint basiert auf Ubuntu. Linux Mint Debian basiert auf Debian. Klar, ne?