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Überwachtes Netz

Buchcover Überwachtes Netz

Die große Koalition will die Vorrats­daten­speicherung wieder einführen?

Ach was.

Ich sehe das schon lange pessimistisch: wenn Daten vorhanden sind, werden die gesammelt. Und irgendwer – Behörden, Polizei, Finanzamt oder Werbebranche – wird diese Sammlungen über­raschend kreativ nutzen. Die letzte Bundes­tagswahl zeigt, dass das dem gemeinen Wähler egal ist; Hauptsache Facebook funktioniert.

Das ist aber kein Grund, sich damit abzufinden, im Gegenteil. Habe neulich eine (wenn auch bescheidene) Spende an die EFF (Electronic Frontier Foundation) gegeben und versuche, über Datenschutz und Sicherheit auf dem Laufenden zu bleiben.

Dazu hat Netzpolitik.org eine interessante Artikelsammlung heraus­ge­bracht: »Überwachtes Netz«. Enthalten sind Beiträge von Bruce Schneier (Kryptografie- und Sicherheitsexperte), Richard Stallmann (Gründer von GNU), Constanze Kurz (Sprecherin des Chaos Computer Clubs), Thomas Stadler (bloggender Rechtsanwalt), Peter Schaar (Datenschutz­beauftrag­ter), Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Edward Snowden und viele anderen. Erhätlich als ebook und demnächst auch als Taschenbuch.

Bleib daheim

Eigentlich wäre das Material für Marks Blog Bleib daheim. Ich wollte ja schon immer mal New York sehen. Den Grand Canyon, New Orleans. Die Universal Studios. Disneyland. Hab ich noch nicht gemacht, weil ich nicht gerne fliege. Und weil so ein Trip nicht gerade billig ist.

Nach Lektüre dieser Berichte will ich da gar nicht mehr hin:

Schade eigentlich.

Wen interessierts?

Wachsamer Nachbar Unsere Regierung liefert ein gruseliges Sommertheater. Sie hat keine Ahnung von nichts, weiß aber sicher, dass damit Terror­anschläge verhindert wurden. Würde das jemand als Theaterstück schreiben, es würde nirgends gespielt, weil es so absurd ist.

Trotzdem steigen die Umfragewerte der Regierung unaufhaltsam. Aber selbst wenn wir von Fefe regiert würden - gegen das Anzapfen von Tiefseekabeln oder Hintertüren in $M Office hülfe alles nichts.

Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich nicht einfach alles, was ich noch im Web habe, in die Tonne kloppe. Hilft auch nix, ist alles längst bei Google und archive.org gespeichert.

Außerdem macht mir das Aufnehmen vom »Erdbeben« Spaß, auch wenn ich gerade nicht so regelmäßig dazu komme, wie ich gerne möchte. Bei den Temperaturen will man nicht alles schalldicht verrammeln. Und das Aufgenommene soll ja zum Hören verfügbar sein.

Also werde ich alles ein bisschen sparsamer und überlegter machen. Alte Artikel ohne Mehrwert habe ich auch früher schon sporadisch gelöscht. Laut Artikelzähler habe ich über 2.300 Artikel geschrieben, allerdings sind nur noch knapp 1.100 online. Der Rest ist im Blog-Nirvana.

Schaun'wer mal, wie sich das alles entwickelt.

01 Ach ja, den Kopfbereich des Blogs habe ich geändert. Statt der doch etwas unverständlichen »01« steht da wieder der alte Blogtitel.