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Konzerttipp: Gentle Horns am 13. Juni 2015 in Malsch

Vier Saxophonisten und ein Schlagzeuger präsentieren humorvoll verpackt Fernsehmelodien aus der guten alten Zeit. Die Herren Klaus Buchner, Alexander Kropp, Gerd Pfeuffer, Florian Wolpert und Andreas Nolte sorgen am Samstag, den 13. Juni 2015 im Cultur Club Malsch als Gentle Horns für einen vergnüglichen Abend. Ich habe die Herrschaften vor Wochen in Landau erlebt und war begeistert ;-)

Entspannungsmusik

Foto Sopran- und Tenorsaxophon Wenn einem alles auf den Keks geht und man nur noch kocht, braucht man erst einmal Bewegung, um das Adrenalin abzubauen. Eine Stunde mit Fahrrad und Kamera durch Wald und Feld wirken bei mir Wunder.

Anschließend ein Weizenbier und auf die Couch. Und in den CD-Player die Scheibe »Gerry Mulligan meets Johnny Hodges«. Wundervolle Musik. Entspannte melodische Linien. Swingt wie die Hölle.

Gerry Mulligan, Baritonsax | Johnny Hodges, Altsax | Claude Williamson, Klavier | Buddy Clark, Bass | Mel Lewis, Schlagzeug. Aufgenommen am 17. November 1959.

Als Bonus ist noch die Platte »What is There to Say?« des Mulligan-Quartetts (dann wie gewohnt 2 Bläser ohne Klavier) mit drauf (Art Farmer (tp), Bill Crow (b), Dave Bailey (d)). Und ein 12-seitiges Booklet. Gibts beim Download nicht ;-)

Übematerial für Saxophonisten

Lady Face Tobias hat sich in seinem Blog »Saxophonistisches« Gedanken zu »Pickelhaubenjatzfrasierung oder Jazz Phrasing« gemacht.

Der Hinweis auf die Bücher und CDs von Greg Fishman ist interessant. Die wurden auch schon beim Saxophon Forum vorgestellt. Und latürnich lang und breit im Forum diskutiert.

Muss ich mir genauer anschauen und vielleicht auch bestellen. Direkt bei Greg oder über alle-noten.de.

Klangvorstellung

In der letzten Zeit schrieb ich viel über Saxophonmundstücke. Don Menza demonstriert in diesem Video anschaulich, dass man mit der richtigen Vorstellung jeden Klang erzeugen kann.

2005 war Don bei unserem Neujahrskonzert der Stargast. Und weil er kein eigenes Saxophon mit über den großen Teich bringen wollte, hat er sich von seinem ehemaligen Bandleader Max Greger eine goldene Kanne geliehen. Natürlich mit fetten Schriftzug »Max Greger« auf dem Becher.

Dr. Beutelspacher, Don Menza Michael Beutelspacher und Don Menza bei der Probe

Tenorsaxophonmundstücke

Tenorsaxophonmundstücke Erschreckend, was sich so alles ansammelt. Wobei das nur meine Tenorsaxophonmundstücke sind und zwei Ed-Sperber-Mundstücke (mit denen ich mich als Anfänger herumgequält habe) fehlen. Keine Ahnung, wo die herumfliegen. Und wie das Hüller in meine Schublade geraten ist, weiß ich auch nicht. Hab ich nie gespielt.

Von links nach rechts: Otto Link Tone Edge 6, Sigurd Rascher, G. H. Hüller, Bobby Dukoff Hollywood 5*, Otto Link Super Tone Master 7* und 5.

Link und Dukoff Das Link 7* aus den 80ern habe ich jahrzehntelang gespielt. Seit ein paar Tagen bin ich auf das Dukoff »Hollywood« 5* umgestiegen.

Keine Panik: der Sound hat mit den modernen Dukoff-Mundstücken wenig zu tun. Die neuen klingen ziemlich schneidend und sind aus einer sehr, hmm, ... merkwürdigen Legierung gefertigt. Wer eins in der Hand gehabt hat, weiß was ich meine.

Bobby Dukoff Hollywood 5* Dieses alte aus den 40er Jahren klingt rund und voll, gleichmäßig von oben bis unten. Die Bezeichnung 5* hat mit der heutigen Bezeichnung wenig zu tun; die Bahn ist wesentlich offener, wenigstens wie ein 6* Link. Vielleicht mehr.

Alle Fotos: Nikon F80, Nikkor 1.8/50mm, Fuji 800 ASA-Film

BTW, es gibt ein interessantes YouTube-Video über alte Dukoff-Mundstücke von Matt Stohrer. Noch mehr Infos zu alten Mundstücken bietet das mouthpiecemuseum.com.

Saxophonistenkrankheit (3)

Fortsetzung von Saxophonistenkrankheit (2)

Plattenhülle Zufällig habe ich bei einem Online-Händler das gleiche Mundstückmodell entdeckt, das Dexter Gordon bei seinen berühmten Blue note Aufnahmen (»Go«, »Doin' allright«, »A Swinging Afair«) gespielt hat (Naja, zumindest vom gleichen Hersteller, gleiche Bahnöffnung wie das Teil, das er mit großer Wahrscheinlichkeit gespielt haben könnte – kugelfeste Angaben dazu gibt es nicht).

Trotz des horrenden Preises musste ich mir das Ding zur Ansicht (is klar, ne?) bestellen. Vielleicht würde es mir ja gar nicht liegen. Dann wäre das Thema erledigt.

Sonntag vor einer Woche habe ich das Teil aus der Post gezogen, ausgespült, drauf gemacht, angespielt – und es hat mich umgehauen. Noch nie habe ich ein Mundstück probiert und stand anschließend andächtig staunend davor. Das Ding scheint wie für mich gemacht. Es ist wesentlich präsenter im Klang als mein bisheriges Mundstück. Mehr Kern. Und lautstärkemäßig sind ungeahnte Reserven drin. Wichtig bei unverstärkten Jam Sessions. Damit komme ich ein gutes Stück näher an den Dexter-Gordon-Sound. Ein Conn 10M habe ich ja schon.

Der finale Test war dann eine Bigbandprobe. Beim letzten Testmundstück haben die Kollegen gleich gemault, das damit meine Intonation noch schlechter sei als sonst. Beim aktuellen Teil meinte Bernd, da sei die richtige Intonation anscheinend eingebaut.

Damit habe ich mein Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr! Auf einem 1936 gebauten Saxophon sollte man auch ein Mundstück aus den 40ern spielen. (Falls ich wider Erwarten doch nicht dauerhaft glücklich damit werde, kann ich es immer noch für einen guten Preis in der Bucht weiterverkaufen)

Bob Dukoff Hollywood Jetzt habe ich vor lauter Begeisterung das Fabrikat vergessen zu erwähnen. Bisher spielte ich ein Otto Link 7* aus den 80er Jahren. Jetzt ein 5* Bob Dukoff »Hollywood«, vermutlich von 1945.

Mehr Infos zum Dukoff bei Theo Wannes Mundstückmuseum.