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Bildbericht KOHI Slam #82

Fotos vom KOHI Slam #82 am 25. April 2014 im Tollhaus Karlsruhe. Ein sehr vergnüglicher Abend!

Auf den Bildern: MC und »Opferlamm« Stefan Unser, Caro Kübler, Daniel Soriano, Böni, MC Tom Boller, Sylvie le Bonheur, Frank Klötgen und Gewinner Dominik Erhard. Auf der Couch im Hintergrund die Poeten, die in der gleichen Runde antraten.

Stefan

Caro Kübler

Daniel Soriano

Böni

Böni

Böni

Tom Boller

Sylvie le Bonheur

Frank Klötgen

Dominik Erhard

Fuji X100, 23mm (entspricht 35mm-Kleinbild), Belichtungskorrektur -2, Bildausschnitte. Wenn man nur das »kleine Besteck« dabei hat, hilft es, sich in der zweiten Reihe in die Mitte zu setzen :-)

KOHI - Kulturraum e. V.

Word Up!

Seit ich Fabians Buch »Das Leben ist ein Erdbeben ...« gelesen und seine Website mokita.de kennengelernt habe, war mir klar, dass ich irgendwann zu einem Poetry Slam gehen würde, bei dem Fabian auftritt. Hat bisher noch nicht geklappt.

Seit August beschäftigt sich die Nichte meiner Frau mit Poetry Slams. Und letzten Mittwoch hat sie bei Word Up! im Heidelberger DAI teilgenommen. Klar, dass wir hin gingen. Nicht klar war mir, was bei einem Poetry Slam so passieren würde. Ich war gespannt und erlebte einen unterhaltsamen, in vielerlei Hinsicht überraschenden Abend.

Die erste Überraschung: selbst bei Konzerten mit namhaften Jazzmusikern habe ich das DAI gerade mal halbvoll erlebt. Bei Word Up! war der Saal brechend voll. Das hätte ich nie erwartet.

Zu Beginn wurden freundlicherweise für Newbies die Regeln erläutert: 12 Teilnehmer treten in Gruppen von 4 gegeneinander an. Erlaubt sind nur eigene Texte egal welcher Art, keine Kostüme, kein Gesang, Vortragsdauer maximal 6 Minuten. Das Publikum entscheidet durch Applauslautstärke. Die Gewinner der 3 Gruppen treten in der Endrunde mit einem anderen Text gegeneinander an.

Weil einer der Teilnehmer kurzfristig abgesagt hatte, wurde in die Runde gefragt, ob jemand zufällig Texte dabei hätte und teilnehmen wolle. Sofort meldete sich eine Frau aus Mannheim.

Dann wurde die Auftrittsreihenfolge ausgelost und die Teilnehmer traten der Reihe nach ans Mikrofon. Das war für mich die nächste Überraschung: niemals habe ich mit so guten und unterhaltsamen, teils lustigen oder ernsten Texten gerechnet. Die Stimmung im Saal war großartig.

Zum Glück hatte ich Schreibzeug dabei (ein Hoch auf den Taschen­begleiter!) und konnte mir die Namen der Dichter notieren, die mich am meisten beeindruckt haben: Daniel Wagner (http://www.assi-muse.de) mit seinem Text über die Gründe, warum wir zwar Thunfische aber keine Delphine verspeisen; Kathi Mock, die über Wut sprach; Debbie Schefoer mit ihrem zunächst lustigen Gedicht über Schokolade, bei dem einem gegen Ende das Lächeln gefriert (Stichwort Kinderarbeit) und Johannes Berger mit dem am schnellsten gesprochenen Text aller Zeiten über Hektik und Stress.

Die Zeit verging wie im Flug. Am Schluss die letzte Überraschung: die Nichte hat gewonnen.