Skip to content

Du sollst Datensicherung und Ersatzgerät haben

Urlaub!

Dank der milden Witterung die Gelegenheit, im Garten Sträucher zu schneiden. Zeit um aufzuräumen, Klamotten zu waschen und zu bügeln, Romane lesen, Tee trinken. Alles in Ruhe und völlig entspannt. Bis gestern Abend.

Schnell mal noch wichtige Unterlagen drucken, die am nächsten Tag gebraucht werden. Und ein paar Aufnahmen zu einem Demo zusammenschneiden. Beim Umschalten von einem auf den anderen Benutzer bleibt der Bildschirm immer kurz leer. Nur dass er gestern überhaupt nichts mehr anzeigen wollte. Rechner lief, Bildschirm ging auf Stromsparmodus, weil er kein Signal bekam.

Panik!

Aus- und Einschalten half nicht, von DVD booten hatte nur das Ergebnis, dass die DVD im Slot-In-Laufwerk steckt (nie wieder ein Laufwerk ohne mechanischen Auswurfknopf!). Kabel ab- und anstecken – kein Effekt.

Also her mit dem schon lange nicht genutzten Laptop. Kein Druckertreiber installiert. Kein Problem, ist ja Ubuntu drauf. Treiber wird gefunden, läßt sich aber nicht installieren, weil CUPS ein Rechteproblem hat. ARGH.

Hmm, im Schuppen steht noch das Röhrenbildschirmmonster, weil die Elektrogerätemüllannahme vor Monaten (hüstel) geschlossen hatte. Reingeholt. Monitor-VGA-Kabel ist fest mit dem Gerät verbunden (nie wieder sowas kaufen!), natürlich hat der PC keinen VGA-Anschluß. Also den alten Rechner von vor 15 Jahren unterm Tisch angeworfen (den Textteil mit dem Elektromüll schenke ich mir jetzt), zusammengestöpselt. Das Ding bootet tatsächlich. An das Passwort kann ich mich auch erinnern. Hurra. Und mein Drucker hat eine parallele Schnittstelle, die überraschenderweise auch noch mit der alten Kiste verbunden ist.

Das Dokument gefunden, also die paar Änderungen getippt und gedruckt. Endlich ein Erfolgserlebenis. Dann den Laptop her und Audacity gestartet. Zwischendurch am widerspenstigen PC auf den Einschaltknopf gedruckt ... verdammte Axt, der Monitor zeigt ein Bild! Gott sei Dank wohnen die Nachbarn zu weit weg, um von meinem Kampfschrei gestört zu werden. Anscheinend gibt es einen nicht unwesentlichen Unterschied, ob der PC ausgeschaltet oder tatsächlich vom Stromnetz getrennt ist.

Also erst einmal die ganzen Musikstücke ohne Schnitt auf CD gebrannt. Sicher ist sicher. Dann den Kram editiert. Die Bildschirmlautsprecher wollen nicht, aber ich hab ja ein Focusrite-Interface und Kopfhörer.

Drei Stunden später inmitten des Chaos' Mission erfüllt. Fühle mich um Jahre gealtert und schreibe eine Liste, was alles erledigt werden muss (Torxschraubenzieher für das PC-Gehäuse kaufen, Laptop auf Vordermann bringen, alle Fonts auf allen Rechnern installieren, alle Backups aktualisieren ...)

Heute startete die Kiste als sei nichts gewesen. Erst nach etwa einer Stunde bei genau der gleichen Aktion (Benutzerwechsel) setzt die Bildschirmanzeige aus. Also ein- und ausgeschaltet und mit Backup begonnen. Nachher suche ich mal ein anderes HDMI-Kabel aus der Kiste oder das DVI(?) und probiere das aus. Könnte aber auch ein Softwareproblem sein. Mal sehen.

Nachtrag

Wie immer scheint die Lösung banal. Laut Google ist das Problem bei Linux- und Windows-Nutzern bekannt. Und immer hängt es mit den Grafikkartentreibern zusammen. Habe KDE installiert und dort einen Einrichtungsdialog vor die Nase bekommen, in dem die Bildschirmauflösung einzustellen war. Alternativ konnte man einen Knopf "Bildschirm erkennen" drücken. Was bei dem Eizo-Teil hier nie ein Problem war.

Natürlich anschließend wieder Gnome Classic ausgewählt - und siehe, die Bildschirminfos waren im Datennirvana verschwunden. Bei allen Usern die automatische Bildschirmerkennung aufgerufen, gespeichert und dreimal auf Holz geklopft. ARGH.

Ganz gelöst ist es damit immer noch nicht. Ehe ich jetzt endlos Zeit dafür verbrenne verzichte ich lieber auf das Wechseln der User im laufenden Betrieb. Vielleicht erledigt sich das mit dem nächsten Treiberupdate.

Kann man sich gar nicht ausdenken

Bei der letzten TÜV-Untersuchung meines Autos hatte ich mich noch gewundert, dass die Abgaswerte aus der Motorenelektronik ausgelesen werden (--> Daten auslesen statt messen?). Statt dass man wie bei älteren Autos die tatsächlichen Werte am Auspuff misst. Und dass ich gespannt war, wann die ersten Hackertools zur Manipulation zu haben wären.

Die Realität übertrifft die Fantasie wie immer bei weitem: VW baut das anscheinend ab Werk ein.

PS: in einem Artikel bei ScienceBlogs wird der Fall etwas anders dargestellt. Demnach würde die Motorenelektronik erkennen, dass der Wagen auf einem Prüfstand steht (konstante Geschwindigkeit, keine Lenkbewegungen, gleichbleibender Luftdruck) und dann entsprechend eingreifen. Damit würde man auch eine Abgasmessung überlisten.

Sowas gabs doch vor Jahrzehnten schon mit irgendwelchen Computerteilen. Waren es Grafikkarten? Da waren welche so programmiert, dass die Geschwindigkeitstests erkannten und darauf optimiert waren und bessere Werte erzielten als im regulären Betrieb.

Erfahrungen mit dem FiiO X1

Wie unter Osterei: FiiOX1 geschrieben, hatte ich mir dieses (fast) alle Audioformate abspielende Wunderwerk geleistet. Zeit für ein kurzes Fazit.

Gut

  • Mittlerweile speichere ich auf dem PC alle Audiodateien im verlustfreien FLAC-Format ab. Das wird problemlos wiedergegeben. Vereinfacht die Abläufe ungemein.
  • Die 64 GB-Speicherkarte ist für meine Zwecke mehr als ausreichend. Aktuell sind noch 50 GB frei :-)
  • Der Akku hält gefühlt relativ lange vor; genau kann ich es allerdings nicht sagen. Muss ich mal ermitteln.
  • Der Klang ist erwartungsgemäß ausgezeichnet, die Lautstärke reicht vermutlich auch für eine Disco: auch in der vollbesetzten Bahn hat der Regler auf 35% meistens ausgereicht.

Schlecht

  • Nach einer einstellbaren Zeit wird der Bildschirm abgedunkelt. Die Knöpfe bleiben allerdings aktiv. Wenn ich das Gerät in der Hosentasche habe und herumlaufe, kommt es immer wieder mal dazu, dass der große runde Pausenknopf gedrückt wird. Das ist nervig.
  • Zweimal ist es vorgekommen, dass sich das Gerät nicht mehr einschalten ließ. War einfach tot. Nach heftigem Schreck habe ich im Internet den Rat gefunden, dass man mit einer aufgebogenen Büroklammer oder ähnlichem den Resetknopf (das ist so ein kleines, hm, Loch unter dem Einschaltknopf) drücken muss. Seitdem trage ich immer eine Büroklammer bei mir.
  • Die Ladezeit des Akkus über USB dauert relativ lange. Lässt sich durch einen Adapter beschleunigen, mit dem man direkt an eine 230V-Steckdose gehen kann.
  • Der FiiO X1 ist recht groß und schwer. Zu schwer für die Hemdentasche. Nicht so wild, es gibt ja noch Hosen- und Jackentaschen.

Alles in allem bin ich zufrieden :-)

Osterei: FiiO X1

Auf meiner Linux-Kiste speichere ich Audiodateien hauptsächlich im FLAC-Format (Free Lossless Audio Codec). Natürlich kann die mein kleines Abspielgerät für unterwegs nicht abspielen. Muss ich vorher auf mp3 konvertieren. Das nervt.

Deshalb habe ich mich mal umgesehen, was es auf dem Markt gibt. Ja ich weiß, heutzutage hat man dafür ein Smartphone. Ich nicht. Statt Multifunktionsgeräten, die alles können und nichts richtig habe ich lieber ein Gerät für eine Aufgabe. Eine kurze Suche fördert erstaunlich teure Abspielgeräte (Preise im vierstelligen Bereich!) zu Tage. Das muss dann doch nicht sein.

Schachtel

Die beste Verhältnis zwischen Preis, Leistung und ... hüstel ... Aussehen schien mir der FiiO X1 zu sein. Spielt APE, FLAC, WAV, WMA, ALAC, MP3, AAC, OGG Vorbis, MP2 mit bis zu 92KHz/24bit. Und sieht aus wie ein berühmtes Gerät aus der Firma mit dem Apfel-Logo.

X1 Nach Lektüre von Bericht FiiO X1 Player: Toller kleiner, günstiger High-Res-Player habe ich das Teil sozusagen als Ostergeschenk für mich bestellt.

Schon beim Auspacken wird klar, das die Herrschaften in China sich etwas gedacht haben. Auf dem Display ist bereits eine Schutzfolie aufgeklebt, zwei weiter liegen bei. Eine Neoprenhülle ist auch dabei. Prima.

Internen Speicher gibt es nicht, man braucht eine microSD-Speicherkarte mit maximal 128 GB. Für den Anfang (?) tuts eine wesentlich günstigere Karte mit 64 GB (wenn ich dran denke, dass mein erster PC im Büro eine Festplatte mit gigantischen 8 MB hatte ...).

X1 mit Hülle Gerät aufladen, mit SD-Karte füttern, an PC anschließen, mit FAT32 formatieren, Musik und Hörspiele drauf, fertig. Die Bedienung hat man nach wenigen Minuten im Griff. Für Hörspiele besonders interessant ist die Wiedergabeeinstellung "gapless" – dann gibt es keine störende Pause zwischen einzelnen Tracks.

Der Klang gefällt mir, der Verstärker liefert genug Saft auch für leise Stellen im Schülernahverkehrszug – ich bin zufrieden. Einziger Wermutstropfen: der Akku ist nicht wechselbar. Zumindest nicht für Normalsterbliche.

Projekt Ara

Bisher bin ich vom Smart-Phone-Virus verschont geblieben. Wenn ich manchmal ein Mobiltelefon mitnehme, dann ist das so ein verächtlich »Brikett« genanntes Modell.

Die Idee hinter Fairphone fand ich interessant, allerdings war mir das Ergebnis zu teuer und anscheinend war das Gerät bzw. die Software nicht das Gelbe vom Ei.

Jetzt bin ich über Infos zum Projekt Ara gestolpert (früher Phonebloks). Statt eines Geräts, bei dem nicht einmal der Akku wechselbar ist, hat man ein aus wechselbaren Modulen bestehendes Gerät entworfen. Sieht aus wie Lego. Eine Grundplatte und viele Module zur Auswahl. Große Akkus, kleine Akkus, verschiedene Kameras ...

Mittlerweile stecken Motorola und Google da mit drin. Und Sennheiser will sich um die Mikrofonentwicklung kümmern! Ich bin gespannt.

Drucker unter CUPS verwalten

GNU Weil ich vollkommen vergessen hatte, wie man unter Linux Ausdrucke sauber abbricht, habe ich einfach den Drucker ausgeschaltet.

Natürlich hat mir das die Kiste übel­ge­nom­men und danach nichts mehr gedruckt. Auch das IT-Crowd-Mantra »Have you tried turning it off and on again?« hat – wider Erwarten – nicht geholfen.

CUPS verwalten
CUPS über Browser verwalten

Aber es gibt ja Handbücher für alle Fälle. Richtige Männer™ lösen das Problem natürlich auf der Kommandozeile. Bequemer geht das (vor allem, wenn man es nur gelegentlich macht) über den Browser. Über http://localhost:631 kann man mehr an CUPS (Common Unix Printer System) verstellen, als man sich vorstellen kann. Unter anderem Druckjobs löschen und den Drucker gnädig stimmen ;-)

Weihnachten für Nerds

Am liebsten sind mir immer noch Desktop-Rechner. Gute Tastatur, großer Bildschirm. Mittlerweile war mein erst 10 Jahre junges Arbeitspferd selbst für mich zu langsam geworden; das Bild des Röhrenbildschirms ist auch nicht mehr taufrisch und zu viel Platz auf dem Tisch hat das Ding schon immer gebraucht.

cirrus7 Weil ich einen wirklich leisen Rechner wollte und gegen schickes Aussehen nichts einzuwenden habe, bin ich an einem Cirrus7 One hängengeblieben. Auf die Kleinfirma Cirrus7 war ich über das Blog Linux und ich aufmerksam geworden.

Debian Bei der Ausstattung habe ich mich nach Rücksprache mit Felix Engemann von Cirrus7 für den Prozessor Intel i3-3220T 2.8GHz DualCore entschieden, dazu 8 GB RAM, eine Samsung SSD 840 mit 120 GB und als Datengrabarchiv eine WD Festplatte mit 1 TB. Als Betriebssystem habe ich – nach enttäuschenden Erfahrungen mit Ubuntu Linux und Linux Mint DEDebian »Wheezy« vorinstallieren lassen.

EIZO Beim Bildschirm war ich unschlüssig, weil ich da schon lange nicht mehr auf dem Laufenden bin. EIZO hat früher unglaubliche Monitore gefertigt; in der Hoffnung, dass die sicher keinen Schrott produzieren, habe ich einen FS2333-BK bestellt. Wenn schon, denn schon. Eine Microsoft-Maus hatte ich noch, ebenso eine viel zu wenig benutzte Cherry-Tastatur G80-3000 (laut aber gut).

Mit dem ganzen Kram bin ich sehr zufrieden. Debian GNU/Linux ist mittlerweile so einfach zu bedienen, dass ich den Hype um Ubuntu fast nicht mehr nachvollziehen kann. Für alle Fälle habe ich mir die aktuelle Ausgabe von Heike Jurziks Handbuch ins Regal gestellt.

Ein bisschen Mäkeln auf hohem Niveau: Weil der Rechner fast unhörbar leise ist, kommt mir das DVD-Laufwerk wie ein Helikopter vor. Und der Bildschirm könnte für Fotos im Hochformat etwas höher sein. Was natürlich gleich wieder eine ganz andere Preisklasse gewesen wäre.

Fast vergessen, aber nicht unwichtig: der vor ewigen Zeiten gekaufte postscriptfähige Laserdrucker Kyocera FS920 verrichtet klaglos und zuverlässig seinen Dienst. Das war wirklich eine exzellente Kaufentscheidung.