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Clue Cast Special: Nukleare Nachtschicht

Clue Cast von Cluewriting.de Als Rahel vor ein paar Wochen krank war, ist mir die Idee zu dieser Aufnahme gekommen. Die Geschichte hatte ich schon länger eingelesen, jetzt habe ich sie mit Musik, ein paar Geräuschen und Effekten aufgebrezelt. Und ein eigenes Intro aus dem bekannten ClueCast-Intro gebastelt. Mein erstes Mehrkanalwerk :-)

Hat viel Spaß gemacht (vor allem auch Musik und Geräusche suchen - die Glocke ist ziemlich sinnfrei, aber ich fand Sound so toll!) und ich habe einiges gelernt.

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Heute wurde es im ClueCast veröffentlicht: »Nukleare Nachtschicht«. Rahel hat die Idee noch weitergesponnen und ein eigenes hustendes Intro davor gesetzt. :-)

Verwendete Musik und Geräusche

Royalty free Music from Bensound.com

Geräusche von freesound.org

Gartengießen - Zeit zum Geschichtenhören

Gartenbewässerungszeit ist für mich Hörbuch- bzw. Hörspielzeit. Damit vergeht das Gießen wie im Flug :-)

Bei Hörspielen greife ich natürlich oft zu den freien Produktionen vom Hörspielprojekt. Da ist für jeden etwas zu finden, von Horror über Science-Fiction bis Kinderhörspielen. Lediglich Komödien sind dünn gesät; schade eigentlich.

Mein absolutes Lieblingshörspiel ist »Wachwinkel und der Goldene Pling«. Ein schizophrener Zwerg, eine Gauklerin, ein eingebildeter Magier, ein beschränkter Krieger und eine kurzsichtige Elfe auf der Suche nach einem goldenen ... Triangel. Ganz mein Humor!

Bei den kommerziellen Hörspielen halte ich Ausschau nach Produktionen von Ivar Leon Menger (»Monster 1983«, »Dodo« --> Produktionstagebuch Monster 1983 Staffel 3,Mai 2017), Regisseurin Johanna Steiner oder Werken der Lauscherlounge.

Bei Hörbüchern nehme ich gern Werke von bestimmten Sprechern: Simon Jäger (Fitzek, Moore), Uve Teschner, Christoph Maria Herbst, David Nathan (z. B. Stephen King), Christian Tramitz (»Kommissar Eberhofer«) und alle Bücher der @Neubauerin bzw. für Nicht-Twitterer Krimis geschrieben von Nicole Neubauer, gelesen von Richard Barenberg.

Lieblingssprecher: Simon Jäger

Bisher hatte ich in meiner Lieblingssprecherliste David Nathan, Christoph Maria Herbst, Christian Tramitz, Oliver Rohrbeck und Uve Teschner.

Erst die Tage ist mir bewusst geworden, wie viele Hörbücher ich schon von Simon Jäger gehört habe. Diese Fitzek-Thriller sind so spannend, dass man alles vergisst. Auch auf den Sprecher zu achten.

Bei der zweiten Staffel von Ivar Leon Mengers »Monster 1983« ist er als Mechaniker Mike dabei und hat mich durch seine tolle Leistung überrascht. Dabei kannte ich ihn als Hörspieler aus dem Kabinettstückchen »Plan B« – u. a. mit den großartigen Gerrit Schmitt-Foß (Synchronstimme von Leo DiCaprio), Udo Schenk (Synchronstimme Lord Voldemort).

Aktuell habe ich das Hörbuch »Lange Zähne« am Wickel, eine amüsante Vampirgeschichte (ja, das geht!) von Christopher Moore.

Bei Audible gibt es ein schönes Interview mit Simon Jäger.

PS: Kinogänger haben die Stimme von Simon Jäger sowieso im Ohr: als Stimme von Matt Damon oder als »Joker« Heath Ledger.

Hörtipp: #incommunicado

Fabian (ja, der von »Das Leben ist ein Erdbeben ...«) hat für eine gute Hörbuchaufnahme per Crowdfunding Geld gesammelt. Auf seinem Blog gibts jetzt die einzelnen Kapitel zum Hören oder Downloaden für Jedermann.

Das Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.

Steht unter Creative Commons Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0

Hörbuch- und Hörspiellieferant: audiamo.de

War das von Mark Twain? »Schreiben bedeutet solange zu kürzen, bis man kein Wort mehr weglassen kann«?

Eigentlich stand hier ein langer Artikel über warum, wie, das Leben und den ganzen Rest. Alles im Papierkorb gelandet.

Also in tl;dr

Hörbücher und Hörspiele kann man elegant bei Audiamo.de kaufen und herunterladen.

Ivar Leon Mengers »Dodo« gibts zum Beispiel als mp3 großzügig nur auf 320 Kbit/s komprimiert. Mache später beim ersten Teil den Hörvergleich mit dem Audible-Format (habe den 1. Teil doppelt).

Überarbeitung Erdbeben

In einer Mail an Rahel von den Clue Writern (ich lese ab und zu Kurzgeschichten für die beiden Damen) hatte ich einen Werbeblock für mein erstes Hörbuch »Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen«, geschrieben von Fabian Neidhardt, eingestreut.

Buch Cover In ihrer Antwort hat sie angekündigt, das sofort komplett anhören zu wollen. Und die Werbetrommel zu rühren. Was mich leicht (?!?) in Panik versetzt hat. Denn man kann zwar das Hörbuch online hören oder herunterladen, aber nur in 29 Teilen.

Außerdem, weil es meine ersten Versuche als Sprecher waren, schwankt die Aufnahmequalität beträchtlich. Zwar sind alle Folgen mit dem RØDE Procaster aufgenommen, aber beim ersten Schwung diente mein Tascam-Handheldrecorder als Aufnahmegerät. Da ist ein leichtes Ruherauschen drauf. Später gings dann zuerst über ein gebraucht gekauftes ;) Tascam US-122 Interface, dann über ein Scarlett 2i4 Focusrite. Das funktioniert perfekt mit Linux-Rechnern. Wobei das preisgünstigere 2i2 oder gar das Scarlett Solo wahrscheinlich auch ausreichend wäre.

Foto Studio B
Archivbild: Alte Aufnahmesituation mit dem Rode Procaster. Weil man an diesem dynamischen Mikrofon praktisch "kleben" muss, braucht man sich um den Raumklang kaum Gedanken zu machen. Der Schreibtisch sieht leider nicht immer so aufgeräumt aus.

Weil Mc einmal angemerkt hat, dass meine Aufnahmen ziemlich leise und damit unterwegs schwierig zu hören seien, habe ich mit Unterstützung von Frank B. und Fabian gelernt, wie man das mit Kompressor und Normalizer verbessern kann. Deshalb sind die Folgen ab etwa der Hälfte dann viel lauter als der erste Schwung.

Das wollte ich schon immer einmal verbessern. Now's the time. Richtige Schnitter lassen sich auch von strahlendem Sonnenschein nicht abhalten, im dunklen Keller Dateien zu sortieren und zu schnippeln.

Folgende Schritte:

  1. Originaldateien im Audacity-Format suchen – und finden
  2. Sicherungskopie machen
  3. bei allen Teilen Anfang wegschneiden (niemand will bei jeder neuer Datei den Titel hören)
  4. Vollständigkeitskontrolle, in einer Datei Filenummer und enthaltene Seiten notieren im Abgleich mit dem Buch
  5. über die unbearbeiteten Teile Kompressor und Normalizer laufen lassen
  6. Folge abspeichern unter aup (Audacity-Format, mein Audiobearbeitungsprogramm), flac (Free Lossless Audio Codec für die Archivierung), mp3 (Joint Stereo, 128 kbit/s sollte reichen, »Moby Dick« gelesen von Herrn Brückner ist auf 96 (!) kbit/s komprimiert) und Ogg-Vorbis fürs Internet.
  7. Hurra rufen, dass der erste Schwung durch ist und Essen warm machen. Wohl dem, der Reste vom Vortag hat.

Notiz für mich:

Kompressor
Audacityeinstellung:
Grenzwert -20dB, N
Nebengeräusche -40dB,
Verhältnis 3:1,
Ansprechzeit 0,1 Sek.
Abklingzeit 1,0 Sek.

Normalisieren mit max Ampl. -4,0 dB

Speichern unter aup, flac, mp3 128 KBit/s, ogg-forbis Qual. 6

Nicole Neubauer: Kellerkind

Nein, kein Mensch will Texte lesen, die von Anwälten verfasst wurden. Wie bei jeder Regel gibt es Ausnahmen.

Neulich auf Twitter bin ich über eine Namensvetterin gestolpert: Nicole Neubauer. Natürlich gleich auf »Folgen« geklickt und eine nette Antwort bekommen. Als ich dann mal genauer geschaut habe, wem ich da folge, ist mir die Kinnlade heruntergefallen: eine Krimiautorin! Damit war klar, was ich mit dem nächsten Audible-Guthaben anstelle. Gleich ihren ersten Roman »Kellerkind«, gelesen von Richard Barenberg, heruntergeladen.

Inhalt

CD-Cover Die erfolgreiche Anwältin Benninghoff wird mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Münchner Mietwohnung gefunden. Im Keller entdeckt die Kripo einen vierzehnjährigen Jungen mit blutverschmierten Händen und jeder Menge Kratzern und blauen Flecken, der sich aber an nichts erinnern kann. Wie sich herausstellt, ist der Vater des Jungen ein einflußreicher Unternehmer, der dem Ermittlerteam um Hauptkommissar Waechter viele Steine in den Weg legt ...

Meinung

Die Geschichte spielt in einem frostigen, tiefverscheiten München. Auch die Themen sind düster: neben Mord geht es um Kindesmißbrauch.

Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis gibt es in »Kellerkind« keinen einzelgängerischen Ermittler, der den Fall durch Scharfsinn löst. Wir erleben ein Team und erfahren eine Menge über ihr Privatleben. Der altgediente Kommissar Waechter hat ein Problem damit, Dinge wegzuwerfen, der energische Hannes wollte eigentlich Jurist werden und lebt vegan, Elli ist etwas stabiler gebaut, aber trotzdem flink (Spitzname Rennsemmel) und nicht auf den Mund gefallen. Schließlich gibt es noch einen Kollegen, den alle nur »Hüter des Schweigens« nennen.

Alle Personen fand ich sehr überzeugend geschildert. Auch die Ermittlungsarbeit scheint mir realistisch beschrieben. Keine Action am laufenden Band, sondern eine Menge nervtötender Routinekram.

Trotz aller Düsternis habe ich bei vielen Stellen schmunzeln müssen. Gott sei Dank, kann ich nur sagen. Solche Passagen müssen einfach sein, um Luft zu holen. Vorgesetzte und Anwälte bekommen ihr Fett ab. Laut gelacht habe ich bei der Szene, als Waechter seinem ausgehungerten Kollegen Hannes Kekse anbietet. Als der überzeugte Veganer den fünften Keks verschlungen hat, fragt er »Ist das etwa Milchschokolade?« und bekommt als Antwort »Freilich, von sadistischen Massentierhaltern den Kühen bei lebendigem Leib aus dem Körper gepresst!« (nicht wörtlich wiedergegeben; als Hörbuchkonsument ist es etwas mühsam, die Stelle wiederzufinden)

Von Richard Barenberg hatte ich bisher noch nichts gehört. In seinen Vorlesestil musste ich mich erst eine Weile einhören. Dann hat es mir gefallen. Den bayerischen, knurrigen Tonfall von Kommissar Waechter fand ich großartig (ist das im Buch in Dialekt geschrieben?), ebenso die kurze hessische Einlage bei einem Zeugen (wenn ich mich recht erinnere). Nicht zu vergessen die französisch angehauchten Passagen.

Fazit

Ein spannender, realistisch geschriebener Krimi mit sympathischen, menschlichen Ermittlern. Habe mir gleich den zweite Roman »Moorfeuer« (mit dem gleichen Team) heruntergeladen ;-)

Vier von fünf Sternen.

Leseproben auf der Webseite der Autorin, Hörprobe bei Randomhouse

»Kellerkind«, geschrieben von Nicole Neubauer
Blanvalet Verlag, ISBN 978-3-442-38337-5
Taschenbuch 9,99 Euro
Hörbuch gelesen von Richard Barenberg
mp3-Doppel-CD 14,99 Euro
Download 9,95 Euro

Lesetipp: Was ist LibriVox?

LibriVox Logo Sehr schönes, ausführliches Interview mit Hokuspokus über das LibriVox-Projekt.

Was LibriVox ist? Freiwillige lesen gemeinfreie Bücher vor und stellen die Aufnahmen kostenlos ins Internet. Dank der verwickelten Rechtssituation nur Werke, die vor 1923 veröffentlicht wurden.

Die Titel in deutscher Sprache findet man hier. Natürlich gibt es eine gut funktionierende Suchfunktion.