Schon lange vor dem aktuellen 3D-Boom haben sich Kinomacher den Kopf zerbrochen, wie sie das Erlebnis noch großartiger machen könnten. Ein Verfahren ist das 1952 vorgestellte Cinerama. Drei 35-Millimeter-Projektoren projizieren gleichzeitig auf eine tiefgekrümmte Bildwand. Dadurch entsteht ein Bild im Verhältnis 2,76:1. Die Bildwand selbst besteht aus vielen etwas mehr als zentimeterbreiten Streifen, die einzeln auf den jeweiligen Projektor ausgerichtet sind.
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte: eine Schemazeichnung gibt es bei der englischsprachigen Wikipedia, Fotos aus dem Kino in Bradford bei in70mm.com.
Fenster zum Vorführraum in Bradford
Um Material für drei Projektoren zu bekommen, musste man natürlich mit drei gekoppelten Kameras drehen. Extrem mühsam und aufwendig! Dazu die notwendigen Umbauten in den Kinos, die 3 Vorführräume, ebensoviele Vorführer und Projektoren (in Zeiten vom Überblendbetreib sogar 6!) brauchten, dazu die spezielle Bildwand ... kein Wunder, dass es nur noch ein einziges Kino in Europa gibt, das Cinerama vorführen kann: das »Pictureville« in Bradford.
Und weil Cinerama 2012 sein 60. Jubiläum feiert, wird das nächste Widescreen Weekend im März ganz im Zeichen dieses Formats stehen. Wolfram Hannemann hat einen netten Werbefilm gemacht:
PS: damit alle geplanten Filme wirklich vorgeführt werden können (von einem Film lagert die einzige noch existierende Kopie in Australien), ist das Festival auf Spenden angewiesen.
Dank einer Zeitmaschine wird in der Bucht ein Original-Hut vermutlich aus dem geplanten »Indiana Jones VII und der Kardinal des Schreckens« versteigert!
Vielleicht haben es ja nicht alle Leser mitbekommen. Meine Kinobeiträge sind seit einiger Zeit in einem eigenen Blog untergebracht:
www.im-kino-gesehen.de
Dort steht jetzt auch der erste Teil meines Berichts über das Todd-AO-Festival in Karlsruhe.
Während ich auf dem Metalltisch des Tierarztes sitze und meine Unterschenkel in Filmblut liegen, reckt sich mir eine Hand entgegen. Der Arm der dazugehörenden Hand schlängelt sich mit zwei 45-Grad-Winkeln an der Kamera vorbei. Der Inhaber sagt: »Hi! I'm Quentin!«
Die Wucht - Part VII: Die erste Regel
Logisch, dass ein Hollywood-Star wie Diane Kruger keine Spritze ins Bein gerammt bekommt. Ich dachte ja, dass man das irgendwie mit einem Trick macht. Macht man auch: man sucht ein Double, das sich pieksen lässt.
Für mich als Fan von Tarantinos »Inglourious Basterds« höchst spannend zu lesen, wie es der Dame am Filmset erging. Und gelernt habe ich auch etwas. Gerade neulich hatte ich die ausgezeichnete Fotografie dieses Films gelobt - kein Wunder, schließlich war Oscar-Preisträger (»JFK«, »Aviator«) Robert Richardson dafür verantwortlich (u. a. auch »Kill Bill«, »Shutter Island«).
Vielen Dank an »Die Wucht« für diesen tollen Bericht!
PS: wer den Film verpasst hat oder ihn gerne nochmal auf der großen Leinwand (24 x 10 Meter!) sehen möchte, hat am 30. Juli 2010 in Karlsruhe Gelegenheit dazu: »Inglourious Basterds« im Open Air Kinoprogramm der Schauburg. Ich werde auf jeden Fall hingehen.
Die beste Übersicht, die ich auf die Schnelle gefunden habe, gibt es bei DVDuell.de.
Überraschend hat »Avatar« nur 3 erhalten (Kamera, Visuelle Effekte, Art Direction), nicht überraschend hat Christoph Waltz den Preis für seine Rolle in »Inglourious Basterds« erhalten. Vielleicht reicht das ja, um den Film nochmal ins Kino zu bringen. Ich würde ihn gern noch einmal sehen, am liebsten Originalton mit Untertiteln
Es ist soweit: das 5. Todd-AO-Festival in der Schauburg in Karlsruhe steht vor der Tür. Ein Mammutprogramm mit 12 Filmen an drei Tagen.
Weitere Infos und das Programm gibt es auf den Festivalseiten der Schauburg (die Filmtitel kann man für ausführliche Angaben anklicken) und natürlich bei Thomas Hauerslev, dem Indiana-Jones des 70mm-Films auf seiner Todd-AO-Festival-Seite.
Es ist immer spannend und macht Spaß, selbst im Netz nach Infos zu den Filmen zu suchen. Hier meine Ergebnisse zum ersten Festival-Tag. Ich bin gespannt; die Filme kenne ich alle nicht! Mal sehen, ob ich für die restlichen Tage auch noch vorher Zeit finde.
Achtung Spoiler: Wikipedia verrät immer auch das Ende des Films!
Freitag, 2. Oktober 2009
»Westwärts zieht der Wind«
(Paint your wagon, USA 1969)
10 Uhr
Deutsche Fassung, gedreht in 35mm, 70mm Panavision blow up
Verfilmung des Musicals von Frederick Loewe und Alan J. Lerner. Für den Film schrieb André Previn zusätzliche Songs.
Wer schon immer mal Lee Marvin und Clint Eastwood als Goldgräber singen hören wollte (»I was born under a wandering star«) ...
Deutsche Fassung, gedreht in s/w 35mm, 70m Panavision blow up
Unter der Regie von Otto Preminger schlagen John Wayne und Kirk Douglas (unterstützt von der Musik Jerry Goldsmiths) die Japaner als Vergeltung für Pearl Harbour
Es ist wieder soweit. Zum 5. Mal wird die Karlsruher »Schauburg« zum Mekka der 70mm-Kino-Fans, einem Format, das viele Fachleute für das beste Filmformat halten, das es gibt.
Vom 2. bis 4. Oktober 2009 werden 12 Filme gezeigt, darunter Perlen wie »Uzala, der Kirgise« von Akira Kurosawa, Monumentalfilme wie »Der Untergang des römischen Reiches« bis hin zu »Funny Girl« mit Barbra Streisand. Das vollständige Programm kann man auf in70mm.com nachlesen.
Wie immer gibt es auch einen Festivalpass für 100 EURO, der neben dem Eintritt für alle Vorführungen auch einiges an Verpflegung beinhaltet, damit man den Filmmarathon ungestört geniessen kann (natürlich kann man auch Karten nur für einzelne Film kaufen).
Danke.
2008 sahen Spitzenplätze ähnlich aus: Blue note (23,8), Swing Kids (23,5), Big Stuff (22,3).
Das Jellyfish Jazz Orchestra gab es damals noch gar nicht! Eine großartige Leistung.
[...]
Hallo Winfried,
vielen Dank.
Schade, dass ich Dein Ensemble nicht gehört habe. Klingt spannend. Und meinen Glückwunsch zu 21 Punkten!
Viele Grüße,
Klaus
Na dann herzlichen Glückwunsch zum Ergebnis in Hildeshein. Ich habs mir auch gerade online auf der Seite des Musikrates angesehen. Eine tolle Leistung. 22,7 Punkte ist ja ganz, ganz nah drann an [...]
Hallo u1amo01!
Als ich diese Website las, kam mir der Domain-Name gleich sehr, sehr bekannt vor.
Wie ist es beim Orchesterwettbewerb in Hildesheim gelaufen? Ich habe fest die Daumen gedrückt!
[...]
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