Monday, 8. March 2010

Oscar-Gewinner 2010

Die beste Übersicht, die ich auf die Schnelle gefunden habe, gibt es bei DVDuell.de.

Überraschend hat »Avatar« nur 3 erhalten (Kamera, Visuelle Effekte, Art Direction), nicht überraschend hat Christoph Waltz den Preis für seine Rolle in »Inglourious Basterds« erhalten. Vielleicht reicht das ja, um den Film nochmal ins Kino zu bringen. Ich würde ihn gern noch einmal sehen, am liebsten Originalton mit Untertiteln ;-)

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Monday, 22. February 2010

Abyss

DONT CRY BABY
KNEW THIS WAS ONE WAY TICKET
BUT YOU KNOW I HAD TO COME
LOVE YOU WIFE

»Abyss« (The Abyss, USA 1989)
Darsteller: Ed Harris (Bud Brigman), Mary Elizabeth Mastrantonio (Lindsey Brigman), Michael Biehn (Lt. Coffey), Leo Burmester (Catfish De Vries), Todd Graff (Alan Carnes), Kimberly Scott: (One Night)
Buch: James Cameron, Kamera: Mikael Salomon, Schnitt: Conrad Buff, Joel Goodman und Howard E. Smith, Musik: Alan Silvestri, Regie: James Cameron
Oscar Best Visual Effects

»Abyss« hat vermutlich jeder schon im Fernsehen oder auf DVD gesehen und kennt die Geschichte: amerikanisches Atom-U-Boot sinkt, eine experimentelle Unterwasserölbohrplattform unter Leitung von Mr. und Mrs. Brigman (Harris und Mastrantonio) ist dem Unfallort am nächsten, wird um Hilfe gebeten und bekommt zur Unterstützung ein Spezialteam der US Navy an Bord geschickt, die Dinge eskalieren.

All das ist brilliant von James Cameron in Szene gesetzt, die Schauspieler sind hervorragend, die Geschichte spannend und man wundert sich, dass die Kamera diese Wasserschlachten mitgemacht hat. Die sparsam eingesetzte Musik von Alan Silvestri, auf den ich seit seinem Soundtrack für »Nachts im Museum 2« aufmerksam geworden bin und sehr schätze, setzt die Highlights am Ende.

Obwohl ich den Film mehrfach auf der heimischen Flimmerkiste gesehen habe, hat es Spaß gemacht, das auf der großen Leinwand zu erleben. Das Bild in 70mm war ausgezeichnet, die Kopie überraschend gut (fast ganz ohne Schrammen, ganz im Gegensatz zum Bruce-Lee-Film vor 14 Tagen) und der Sound in 6-Kanal-Magnetton ein besonderer Leckerbissen. Wenn ich mich nicht täusche, hatte die Tonspur bei einem der letzten Akte eine kleine Macke, da gab es ein rhythmisches Geräusch, dass nicht zur Handlung passte. Aber das ist spitzfindig angesichts der in der Gesamtheit wirklich guten Kopie.

Dazu war im Eintrittspreis von 7 EUR ein Hoepfner-Bier enthalten - was will man mehr für einen vergnüglichen Kinoabend. Ein Jammer, dass meine charmante Begleiterin krank war.

Ach, fast vergessen: vorher gab es eine Trailerschau, klassisch im Breitwandformat, erst für den Hauptfilm wurde der Vorhang auf volle CinemaScope-Breite aufgefahren. War interessant die Trailer für »Stirb Langsam«, »Indiana Jones und der Tempel des Todes« und »Terminator 2« wiederzusehen. Im Vergleich zu aktuellen Trailern sind die sehr gemächlich geschnitten – gefällt mir viel besser. Gute alte Zeit ;-)

Nächster Film in der XXL-Reihe: »Agenten sterben einsam« mit Richard Burton und Clint Eastwood.

Nachtrag: in Abyss wird auch Filmrichtlinie Nr. 387 demonstriert (Achtung Spoiler!) -->

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Tuesday, 9. February 2010

Action-Klassiker im Kino

Action-Klassiker auf der ganz großen Leinwand (17 x 7 Meter)!

Immer Sonntags, 21 Uhr in der »Schauburg« in Karlsruhe.
Im Eintrittspreis ist ein Höpfner-Bier enthalten :-)

OV = Originalversion (wahrscheinlich ohne Untertitel). Wikipedia hat eine gute Erklärung, was 70mm-Film bedeutet. Alle Angaben ohne Gewähr.

Aliens - Die Rückkehr (in 70mm)
Sigourny Weaver im 2. Teil, den James Cameron inszeniert hat.
am 14. Februar
Abyss (in 70mm)
Tiefseestation in Not. Meisterwerk von James Cameron mit Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio und Musik von Alan Silvestri.
am 21. Februar
Agenten sterben einsam (in 70mm)
Kriegsfilm von 1968 mit Richard Burton und Clint Eastwood.
am 28. Februar

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Monday, 8. February 2010

Der Mann mit der Todeskralle

Williams: »Bei deinem lustlosen Gefummel hole ich meinen Speer an der Garderobe und gehe zurück nach Afrika.«

»Der Mann mit der Todeskralle« (Enter the dragon, USA/Hongkong 1973)
Darsteller: Bruce Lee (Lee), John Saxon (Roper), Jim Kelly (Williams), Robert Wall (Ohara)
Buch: Michael Allin, Kamera: Gilbert Hubbs, Schnitt: Kurt Hirschler und George Watters, Musik: Lalo Schifrin, Regie: Robert Clouse

Die Geschichte hat man schon gesehen, entweder mit Jean-Claude van Damme, Chuck Norris (oder beiden?): Auf einer Insel findet ein großes Turnier statt, zu dem nur die Besten eingeladen werden und ein Teilnehmer (in diesem Film Bruce Lee) soll während des Aufenthalts nach Beweisen für dunkle Machenschaften suchen, um den Veranstalter hinter Schloß und Riegel zu bringen

Es hat Spaß gemacht, einmal einen Bruce-Lee-Streifen im Kino zu erleben. Sicher, die Dramaturgie der Geschichte ist ein bischen holprig und die Dialoge – siehe Zitat oben, wobei ich mir bei dem nicht sicher bin, ob es vielleicht erst bei der Synchronisation hineingeraten ist. Aber geschenkt; so einen Film schaut man sich wegen der Kampfszenen an, und die sind wirklich gut.

Bruce Lee ist im Vergleich zu allen Nachfolgern einfach den gewissen Tick schneller, eleganter und kraftvoller. Und strahlt manchmal eine Brutalität aus, gegen die Chuck Norris wie ein freundlicher Teddybär wirkt. Dazu ein wirklich guter Soundtrack von Lalo Schifrin – nette Unterhaltung.

Schade, dass es nicht für das Bier gereicht hat, das im Eintritt der XXL-Action-Reihe inbegriffen ist, dazu war ich leider zu spät dran. Das nächste Mal!

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Sunday, 7. February 2010

Schöner kann man es nicht sagen

I think you’re the kin­dest, swee­test, pret­tiest per­son I’ve ever met in my life. I’ve never seen anyone that’s nicer to people than you are. The first time I saw you some­thing hap­pened to me. I never told you, but I knew that I wan­ted to hold you as hard as I could. I don’t deserve someone like you. But if I ever could. I swear I would love you for the rest of my life.
Wer erkennt den Film?
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Saturday, 6. February 2010

Sherlock Holmes

Irene Adler: »Warum bist Du immer so mißtrauisch?«
Holmes: »Soll ich chronologisch antworten oder alphabetisch?«

»Sherlock Holmes« (USA, 2009)
Darsteller: Robert Downey jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. Watson), Rachel McAdams (Irene Adler), Mark Strong (Lord Blackwood), Kelly Reilly (Mary Morstan), Robert Maillet (Dredger, der Franzose), William Houston (Constable Clark)
Buch: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg, Lionel Wigram nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, Kamera: Philippe Rousselot, Schnitt: James Herbert, Musik: Hans Zimmer, Regie: Guy Ritchie

Holmes und Watson bringen einen Ritualmörder zur Strecke, gerade als er einen weiteres Opfer töten will. Der Täter entpuppt sich als Lord Blackmore, der mit schwarzer Magie herumexperimentiert und allerlei düstere Geheimnisse hat. Er wird hingerichtet und damit wäre der Fall eigentlich abgeschlossen, würde nicht ein paar Tage später ein Zeuge auftauchen, der steif und fest behauptet, dass Blackmore von den Toten auferstanden sei – und das Morden geht weiter.

Der Film wäre es allein wegen Robert Downey Jr. wert, dass man ihn sich anschaut. Das muss man gesehen haben, wie er einen völlig durchgeknallten Holmes gibt, dessen Geist so brilliant ist, dass er sich bei Langeweile und mangels interessanter Fälle beginnt selbst zu zerstören. Klingt jetzt vielleicht ein bischen theatralisch, ist aber so.

Dazu kommen die glänzenden Wortgefechte, die sich Holmes mit Dr. Watson (Jude Law) liefert, eine spannend erzählte Geschichte, schöne Frauen, die auch ganz schön biestig sein können, und ein origineller Soundtrack, bei dem ich nie vermutet hätte, dass er von Hans Zimmer stammt.

Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, ist dieses ständig düstere London, das in Braun- und Grautönen ertrinkt. Ein bischen mehr Licht und Glanz hat mir gefehlt.

Gut gemachtes Unterhaltungskino mit vielen witzigen Szenen. Der Schluss lässt auf eine Fortsetzung hoffen, auf die ich mich jetzt schon freue.

4 von 5 Sternen

PS: ist es eigentlich so schwierig, ein Kino so zu bauen, dass die Notausgangsbeleuchtung nicht ständig auf der Leinwand zu sehen ist? Dazu gab es einen hellen Streifen im rechten Bilddrittel, bei dem ich nicht herausfinden konnte, was ihn verursacht. Ein Jammer, dass der Film in meiner geliebten »Schauburg« nur auf englisch gezeigt wird ...

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Thursday, 4. February 2010

Arena

Weil ich die Musik gerade mal wieder im Kassettenrecoder hatte gibt's eine Wiederholung des Beitrags vom 14. Mai 2008. Wer will, kann den Text dort nachlesen. Bin zu faul zum Kopieren.

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Tuesday, 2. February 2010

Die Oscar-Nominierungen

Die Nominierungen wurden bekannt gegeben, sehr schön mit Fotos bei Oscar.com zu sehen.

Natürlich wurde »Avatar« mehrfach nominiert (Best Picture, Art Direction, Cinematography, Directing, Film Editing, Music, Sound Editing, Sound Mixing, Visual Effects), die Schauspieler gingen jedoch leer aus. Schade, Zoë. Würde mich wundern, wenn der Film nicht alle oder zumindest dreiviertel der Preise gewinnt.

Ich freue mich über die Nominierung von Christoph Waltz (Actor in a Supporting Role) für seine Rolle in »Inglorious Basterds«. Der Film hat auch Nominierungen für Best Picture, Cinematography, Directing, Film Editing, Sound Editing, Sound Mixing, Writing – Tarantino wird begeistert sein.

Und ich staune, dass »Das weiße Band« für Foreign Language Film und Cinematography nominiert wurde.

PS: die Anzahl der Nominierungen entspricht lustigerweise bei den ersten beiden Plätzen meiner Jahresbestenliste (Avatar Platz 1, Basterds 2, Star Trek 3). Und jetzt mache ich mich auf die Suche nach Worten, die ich anstelle von Nominierung verwenden kann.

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Friday, 22. January 2010

Surrogates - Mein zweites Ich

»Surrogates - Mein zweites Ich« (Surrogates, USA 2009)
Darsteller: Bruce Willis (Tom Greer), Radha Mitchell (Peters), Rosamund Pike (Maggie Greer), James Cromwell (Dr. Lionel Canter), Ving Rhames (Prophet)
Buch: Michael Ferris und John D. Brancato nach dem Comic von Robert Venditti und Brett Wedele, Kamera: Oliver Wood, Schnitt: Kevin Stitt, Musik: Richard Marvin, Regie: Jonathan Mostow

Bei Anke Gröner habe ich mal gelesen, dass man bei Schreibschwierigkeiten einer Filmkritik mit einer Nacherzählung anfangen solle und der Rest würde sich dann schon ergeben.

Bei »Surrogates« bekomme ich nicht mal das hin. Entweder ist die Handlung zu verworren, oder ich war zu sehr von der Unschärfe der linken Bildhälfte abgelenkt oder ich war, hm, unkonzentriert. Wer hat warum den ersten Mord begangen, der alles ins Rollen gebracht hat? Keine Ahnung ...

Ohne Bruce Willis, der seine gewohnte Rolle gibt, gäbe es keinen Grund, sich den Film im Kino anzuschauen. Schlechte Schauspieler, kein besonderes Drehbuch, lieblos synchronisiert. Und selbst Bruce als Surrogat mit diesem blonden Toupet am Anfang ist gräßlich. Erst als er unrassiert und zerknittert loszieht, kommt Laune auf. Allerdings fehlen die schönen Sprüche, die man ihm in den Stirb-Langsam-Filmen geschrieben hat.

O je, die erste Filmkritik dieses Jahres war schwierig zu schreiben. Mein Fazit: abwarten, bis es den Film auf DVD gibt und an einem verregneten Sonntagnachmittag gucken. Oder gleich auf »Sherlock Holmes« mit Robert Downey Jr. warten, wobei mir der Streifen in der Vorschau auch etwas suspekt vorkam.

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Friday, 25. December 2009

Mark of Zorro

Zu Weihnachten laufen endlos schöne Klassiker im Fernsehen. Jetzt auch hier im Blog ;-)

Unten das Higlight des Films »Die Maske des Zorro« (USA 1940) mit dem Meisterfechter Hollywoods Basil Rathbone, der den Bösewicht gibt, und Tyrone Power als Zorro, der dem Vernehmen nach in einigen Szenen vom Fechtlehrer gedoubelt wurde. Die Musik ist vom Altmeister Alfed Newman.

Es dürfte wohl kaum eine bessere Fechtszene in der Filmgeschichte zu finden sein.

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Tuesday, 22. December 2009

Cameron/Horner

Christian bei Coldheat hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht:

[...] Auch Ava­tar ist nur ein Film, wer hätte das gedacht. Es ist aber auch ein Film, auf den man in zehn Jah­ren zurück­bli­cken wird mit den Gedan­ken “Stimmt, der war der Erste.” [...]

Über­trifft Ava­tar ein Abyss, ein Ter­mi­na­tor oder Ali­ens?. Sicher nicht. Ist es das beste auf­ge­bla­sene Pop-Action-Kino der letz­ten Jahre? Abso­lut.

Und weil ich von der Musik James Horners zu »Avatar« so enttäuscht war, habe ich mir endlich den wunderschönen und zu recht Oscar-gekrönten Soundtrack zu »Titanic« gekauft, in der Doppel-CD-Version, die neben dem Original-Soundtrack auch die Scheibe »Back to Titanic« enthält.

Das anrührendste Stück darauf ist gar nicht von Horner und wird vom schweizer Salonorchester »I Salonisti« gespielt, die James Cameron für den Film auch als Darsteller verpflichtet hatte.

Wobei ich noch anmerken möchte, dass Jazzmusiker keinesfalls unter allen Umständen weiterspielen: ich hab einmal bei einer Session erlebt, dass Gäste in Streit gerieten – und die Band war im Handumdrehen hinter dem Tresen verschwunden. Eine Zuhörerin, die sich ebenfalls in Sicherheit gebracht hatte, meinte zu mir »Ich dachte die Band spielt immer weiter?« worauf ich sagte »Nur im Film«. Oder auf der »Titanic«.

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Thursday, 17. December 2009

I see you

Dr. Grace Augustine: »Just relax and let your mind go blank.
That shouldn't be too hard for you.«

»Avatar« (USA 2009)
Buch und Regie: James Cameron, Kamera: Mauro Fiore, Schnitt: John Refoua und Stephen E. Rivkin, Musik: James Horner
Darsteller: Sam Worthington (Jake Sully), Zoë Saldana (Neytiri), Sigourney Weaver (Dr. Grace Augustine), Stephen Lang (Colonel Miles Quaritch), Michelle Rodriguez (Pilotin Trudy Chacon), Joel Moore (Norm Spellman)

Trailer bei Youtube

Die Geschichte ist bekannt und schnell erzählt: ein gieriger Konzern beutet, unterstützt von skrupellosen Militärs einen Urwald aus, schickt einen Kundschafter zu den Eingeborenen, der lernt Land und Leute schätzen, verliebt sich in seine Betreuerin und muss sich entscheiden, auf wessen Seite er in dem sich zuspitzenden Konflikt steht.

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Wednesday, 16. December 2009

Die Zukunft

Ich hab die Zukunft des Kinos gesehen! Am 16.12.2009 hat die Revolution begonnen und ich war dabei.

Nein, kleiner geht das Lob nicht. Ganz, ganz großes Kino. Unbedingt anschauen, und unbedingt in 3D.

Danke, James Cameron.

Ausführlicher Bericht folgt, sobald ich wieder nüchtern bin ...

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Tuesday, 15. December 2009

Im Reißwolf der Brutalität

Normalerweise verfasse ich meinen Filmbericht am Tag nach dem Kinobesuch. Bei »Gesetz der Rache« (Law Abiding Citizen) habe ich über eine Woche lang überlegt, ob ich überhaupt etwas schreibe.

Der Film erzählt die Geschichte eines Familienvaters (Gerald Butler), dessen Tochter und Frau brutal (fast) vor seinen Augen ermordet wurden. Weil dem Staatsanwalt (Jamie Foxx) die Verurteilungsquote wichtiger als Gerechtigkeit ist, wird per Deal einer der Täter zur Todesstrafe, der andere - weil er gegen seinen Kumpan aussagt - nur zu einer Haftstrafe verurteilt. Darauf hin nimmt der Vater die Vergeltung in die Hand, wird geschnappt und beginnt selbst mit dem Staatsanwalt verschiedene haarsträubende Deals abzuschließen, um der Justiz ihre Blindheit vor Augen zu führen.

Das hätte mit einem besseren Drehbuch ein interessanter Film werden können. So hat er scheunentorgroße Löcher in der Handlung und man weiß hinterher nicht, ob man gestehen darf, diese Gewaltorgie gesehen zu haben – und wundert sich über die Freigabe ab 16 Jahren, während Filme wie »Savage Pampas« FSK 18 haben. Es gab keinen Symphatieträger, weder Staatsanwalt noch Bösewicht, vielleicht noch Colm Meany als Ermittler. Wenigstens streckenweise wars spannend, sonst wäre es ein Totalausfall gewesen.

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Monday, 14. December 2009

You are not in Kansas anymore

Der Rummel um James Camerons ersten Film seit »Titanic «vor 14 Jahren ist riesig; bei der Menge an Trailern habe ich das Gefühl, dass der komplette Film schon vorab veröffentlicht wurde.

Ich bin zwar skeptisch, was den erwarteten Erfolg in Deutschland betrifft (die Komponenten viel Militär, Science-Fiction und extrem viel Computergrafik sprechen meiner Meinung nach dagegen), werde aber auf jeden Fall in der Premiere von »Avatar« am 16.12. sitzen.

In Karlsruhe herrschen paradisische Zustände: man hat die Wahl zwischen deutscher Fassung in 2D oder 3D und in der »Schauburg« sogar die in Deutschland seltene Gelegenheit, auch die Originalversion (OV) in 3D zu sehen (wie man bei Gerolds Digitaler Leinwand nachlesen kann, wird die OV sonst nur in München und Berlin in 3D gezeigt.)

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