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Systemwechsel 1: Start und Ziel

Ubuntu Unity Ich habe mir lange Mühe gegeben, die vielgeschmähte Unity-Oberfläche von Ubuntu-Linux gut zu finden. Hat nicht geklappt. Zwischendurch habe ich versucht, die reine Lehre, äh, Debian zu installieren. War mir zu umständlich.

Linux Mint Debian Mate Anscheinend gibt es eine Lösung: Linux Mint Debian Edition (LMDE). Basiert auf Debian Testing, ist aber einfacher zu bedienen. Sagt man. Als Desktopenvironment muss man weder das vielgeschmähte Unity noch das immer bombastischer werdenende Gnome verwenden (mit KDE bin ich nie warm geworden). Es gibt Mate. Hm.

Also die DVD heruntergeladen und auf dem Schlepptop ausprobiert. Die Live-Version funktioniert. Surfstick wird erkannt, alle Sondertasten funktioniern, Touchpad geht, nach einer kleinen Bastelei geht auch Klicken auf dem Touchpad. Die Optik des Mate-Desktops ist spartanisch. Gut so. Also wechseln.

Erläuterung: Ubuntu basiert auf Debian. Linux Mint basiert auf Ubuntu. Linux Mint Debian basiert auf Debian. Klar, ne?

Wie man mit Debian den FoeBuD-DNS-Server benutzt

Zensursulablone von maha

Ich wollte, meine Artikel wären immer so überlegt und sachlich wie die von Christian unter ... ach, nichts. Im Beitrag Big Mother keeps watching weist er auf eine Aktion des FoeBuD e.V. hin, der einen zensurfreien DNS-Server aufgesetzt hat.

Der Chaos-Computer-Club hat ja schon vor Jahren Anleitungen veröffentlicht, wie man damit umgeht. Mit Linux ist das kinderleicht, also Root-Terminal geöffnet, resolv.conf editiert, neu gestartet – und es passiert nichts.

Eh?

Verflixte Automatisierung. Alle Netzwerkdaten werden bequem per DHCP geholt, auch die DNS-Adressen. Grmpf. Im Debianforum wurde mir dann schnell weitergeholfen.

So gehts:

  1. Unter Anwendungen/Zubehör ein root terminal öffnen
  2. im Lieblingseditor die Datei /etc/dhcp3/dhclient.conf aufrufen
  3. beim Abschnitt request den Eintrag domain-name-servers entfernen
  4. in der Zeile # prepend domain-name-servers ... das Kommentarzeichen (#) löschen und dahinter die DNS-Server-IPs eintragen: prepend domain-name-servers 85.214.73.63;
  5. mit einem Komma getrennt kann man einen zweiten Server eintragen, falls der erste einmal ausfällt: prepend domain-name-servers 85.214.73.63, 123.456.78.9; (die zweite Adresse ist ein Muster)
  6. anschließend nach Neustart im network-manager nachsehen, welcher Server tatsächlich genutzt wird
  7. das geht auch mit nslookup google.de, im Ergebnis steht dann die IP des DNS-Servers und darunter die IP von google.de

Für Ubuntu-Nutzer gibt es auch eine schöne Anleitung

ACHTUNG: man sollte wissen, was man macht. Wenn man sich vertut, kommt man anschließend nicht mehr ins Internet und muss sehen, wie man die Änderungen zurückdreht. Ich übernehme keinerlei Haftung bei irgendwelchen Schäden. (Ich hasse solche Disclaimer ...)

PS: ausserdem sollte man sich das ganze lokal gut notieren. Wenn die manuell eingetragenen DNS-Server beide nicht funktionieren, muss man auch wissen, wie man das rückgängig macht, um z. B. an eine aktuelle IP-Adresse des DNS-Servers des eigenen Providers zu kommen.

Nachtrag vom 04.09.2009
Weil alle Webanwendungen recht zäh liefen, habe ich die Änderung zurückgedreht. Mit dem DNS-Server meines Providers geht alles Ratzfatz. Anscheinend ist der Server beim FoeBuD ein bischen überlastet.

Debian 5.0 - Lenny ist stable

Ohne dass ich es bemerkt habe (ein gutes Betriebssystem sollte unbemerkt zuverlässig im Hintergrund arbeiten), wurde planmäßig am 14. 2. 2009 die bisherige Debian Gnu/Linux Version »Lenny« vom Status testing auf stable gesetzt.

»Debian GNU/Linux ist ein freies Betriebssystem, das von mehr als tausend Freiwilligen aus der ganzen Welt entwickelt wird, die über das Internet zusammenarbeiten. Debian widmet sich der Freien Software; seine nicht-kommerzielle Natur und sein offenes Entwicklungsmodell machen es einzigartig unter den GNU/Linux-Distributionen.«

Ich verwende Lenny ohne Probleme seit Juni 2008. Den Wechsel von Ubuntu zu Debian habe ich nie bereut (Ubuntu ist ja Debian mit ein paar grafischen Verschlimmbesserungen). Debian ist nicht wirklich schwieriger; vielleicht muss man ab und zu ein bischen mehr nachlesen.

Schöne Software.

Neue Fonts bei Ubuntu installieren

Bei aktuellen Ubuntu-Versionen macht man einfach einen Doppelklick auf die Schriftdatei (*.ttf), bekommt dann Schriftmuster angezeigt und rechts unten einen Button »Installieren«.

Bitte schaut auch in das deutsche Ubuntu-Wiki, speziell in den Artikel Schriften.

Ebenfalls empfehlenswert: Thomas Fahle erklärt den Weg, wie man die Fonts für alle Benutzer zugänglich installiert.

Alter Text dieses Artikels: Unter Debian (ging auch unter Ubuntu 7.04) lade ich mir neue Fonts auf die Festplatte und kopiere die anschließend nach fonts:///. Normalerweise sind die dann ohne Neustart gleich verfügbar. Nur bei OpenOffice gibt es Probleme mit OpenType-Schriften, die bisher noch nicht richtig unterstützt werden.

Systemwechsel

Willst du dir den Tag versauen,
musst du dein System umbauen

Bei Debian Etch ist leider noch Gimp 2.2 enthalten. Dummerweise kann Gimp erst in neueren Versionen mit gesperrten Texten umgehen, z. B. in der Version 2.4.

Nach einigem Herumsuchen scheint mir der Aufwand recht hoch, Gimp 2.4 unter Etch zum Laufen zu bekommen. Es scheinen ziemlich viele Pakete betroffen zu sein. Deshalb werde ich probieren, nach der Anleitung von r0ot.ch auf Lenny umzusteigen. Wobei ich nicht wie dort beschrieben etch durch testing sondern durch lenny ersetzt habe.

Hmm, bisher sieht es gut aus. 190 MB sollen heruntergeladen werden ...

Wenn ihr die nächste Zeit nichts mehr lest, hat es nicht geklappt. Wie war doch die Regel, gegen die ich jetzt gleich verstoße? Never touch a running system ...

Nachtrag: mit den190 MB ist es natürlich nicht getan. Ein Neustart und dann der Start von Synaptic sorgt erneut für einen großen Download.

Nachtrag 2: bei Helmut Kaczmarek jr. gibt es die einfachste Beschreibung, wie man von Debian Etch zu Lenny kommt:

etc/apt/sources.list von stable auf Lenny (testing) umstellen:
Alt (Etch bzw. stable)
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ stable main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ stable/updates main contrib non-free
Neu (Lenny)
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ lenny/updates main contrib non-free
Nun noch in der Konsole als Root
aptitude update && aptitude dist-upgrade
ausführen.

Fazit Umstieg von Ubuntu zu Debian Etch

Debian Logo

Seit dem 10. Mai 2008 verwende ich als Betriebssystem anstelle von Ubuntu »richtiges« Debian Gnu/Linux.

Bekanntermaßen basiert die Ubuntu-Distribution auf Debian. Vor dem Umstieg war ich davon ausgegangen, dass Debian sozusagen Motor, Karosserie und Fahrwerk liefert, Ubuntu dann die Innenausstattung und die Bedienelemente.

Nach dem Umstieg habe ich überrascht festgestellt, dass Ubuntu eher den Heckspoiler und den Fuchsschwanz liefert (für die Jüngeren: das Teil, das beim Manta an der Antenne hängt. Eh? Was ein Manta ist? Ok, ok ...)

Ich bin mit Debian rundum zufrieden. Einfach zu installieren, einfach zu bedienen ... der Unterschied zu Ubuntu ist für mich verschwindend (wobei ich erwähnen muss, dass ich kein Wlan nutze, meine Hardware etwas älter ist und mein Drucker Postscript versteht und per Lpt angeschlossen ist etc.)

Natürlich hat die Stabilität ihren Preis: manche Softwarepakete bei »Etch« sind schon etwas älter. Aber wer braucht schon das neueste? Funktionieren muss das Zeugs. Und dass die ältere Gimp Version 2.2 dabei ist, hat für mich den Vorteil, dass das genau die Version ist, die in meinem alten Gimp-Handbuch von Jürgen Osterberg behandelt wird ;-)

Warum von Ubuntu zu Debian?

Susanne fragt, ob ich jetzt mit Betriebssystemhopping anfangen wolle.

Nö, das habe ich lange hinter mir. Und Suse-Linux auch. Und von Ubuntu nach Debian ist es gar kein so großer Schritt, schließlich ist Ubuntu ja einfach Debian mit einer schnieken Oberfläche, einigen angepassten Programmen und vielen Automatismen.

Nachdem sich OS/2 als schönes System ohne nutzbare Programme entpuppte, bin 1993 zu Suse Linux gekommen und habe es bis vor ein paar Jahren auch genutzt. Nebenbei war ich immer auf der Suche nach »dem besten System« und habe die verschiedensten Versionen ausprobiert, von Debian über Mandrake bis hin zu Free BSD und Open BSD. Zeitweillig hatte ich neben Windows 3.11 und Suse 6.4 noch 3 andere Systeme zum Testen auf der Platte.

2006 habe ich Suse gegen Ubuntu getauscht (seitdem als einziges OS auf dem Rechner), mit dem ich eigentlich zufrieden war. Die Philosophie hat mir gefallen, man muss sich nicht viele Gedanken manchen, das Ding läuft einfach.

Bis zum Umstieg auf die neueste Version 8.04, die mir einfach zu sehr »Bananensoftware« war. Ich bin nicht der Meinung, dass man - wie bei Ubuntu - den geplanten Veröffentlichungstermin für die neue Version um jeden Preis halten muss. Und bei 8.04 hatte ich das Gefühl, dass das eine Mogelpackung war. Termin gehalten, dafür werden alle paar Tage 50 MB an aktualisierten Programmen nachgeschoben.

Tja, da dachte ich dann, warum nicht gleich Debian 4.0 »Etch«?. Gesagt, getan. Bisher bin ich ganz zufrieden. Dass nicht die neuesten Programme enthalten sind kann ich verschmerzen.

Natürlich kann man mit Ubuntu prima auskommen. Man muss einfach mit dem Versionswechsel bis ein paar Monate nach der Veröffentlichung warten.