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Upgrade Betriebssystem

Seit Dezember hatte ich sporadische Probleme mit meiner Linux-Kiste. Irgendwas rund um die Bildschirmanzeige lief nicht rund. Weil es meistens nur nach längerem Betrieb auftrat und mein Rechner ziemlich kompakt gebaut ist, vermutete ich eventuell auch ein thermisches Problem.

Logo Ich traue mich ja eigentlich nicht, es zu beschreien: seit ich letztes Wochenende das Betriebssystem von Debian »Wheezy« (old stable) auf Debian »Jessie« (stable) aktualisiert habe, ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Das Upgrade lief eigentlich gut. Mal abgesehen von dem Beinaheherzinfarkt, als der X-Server nach der Installation überhaupt nicht mehr wollte. Hat sich Scott sei Dank durch das altbewährte »Have you tried turning it off and on again?« beheben lassen.

Nachtrag 5. April 2016: ... und da war das Problem heute wieder. GRMPF.

Du sollst Datensicherung und Ersatzgerät haben

Urlaub!

Dank der milden Witterung die Gelegenheit, im Garten Sträucher zu schneiden. Zeit um aufzuräumen, Klamotten zu waschen und zu bügeln, Romane lesen, Tee trinken. Alles in Ruhe und völlig entspannt. Bis gestern Abend.

Schnell mal noch wichtige Unterlagen drucken, die am nächsten Tag gebraucht werden. Und ein paar Aufnahmen zu einem Demo zusammenschneiden. Beim Umschalten von einem auf den anderen Benutzer bleibt der Bildschirm immer kurz leer. Nur dass er gestern überhaupt nichts mehr anzeigen wollte. Rechner lief, Bildschirm ging auf Stromsparmodus, weil er kein Signal bekam.

Panik!

Aus- und Einschalten half nicht, von DVD booten hatte nur das Ergebnis, dass die DVD im Slot-In-Laufwerk steckt (nie wieder ein Laufwerk ohne mechanischen Auswurfknopf!). Kabel ab- und anstecken – kein Effekt.

Also her mit dem schon lange nicht genutzten Laptop. Kein Druckertreiber installiert. Kein Problem, ist ja Ubuntu drauf. Treiber wird gefunden, läßt sich aber nicht installieren, weil CUPS ein Rechteproblem hat. ARGH.

Hmm, im Schuppen steht noch das Röhrenbildschirmmonster, weil die Elektrogerätemüllannahme vor Monaten (hüstel) geschlossen hatte. Reingeholt. Monitor-VGA-Kabel ist fest mit dem Gerät verbunden (nie wieder sowas kaufen!), natürlich hat der PC keinen VGA-Anschluß. Also den alten Rechner von vor 15 Jahren unterm Tisch angeworfen (den Textteil mit dem Elektromüll schenke ich mir jetzt), zusammengestöpselt. Das Ding bootet tatsächlich. An das Passwort kann ich mich auch erinnern. Hurra. Und mein Drucker hat eine parallele Schnittstelle, die überraschenderweise auch noch mit der alten Kiste verbunden ist.

Das Dokument gefunden, also die paar Änderungen getippt und gedruckt. Endlich ein Erfolgserlebenis. Dann den Laptop her und Audacity gestartet. Zwischendurch am widerspenstigen PC auf den Einschaltknopf gedruckt ... verdammte Axt, der Monitor zeigt ein Bild! Gott sei Dank wohnen die Nachbarn zu weit weg, um von meinem Kampfschrei gestört zu werden. Anscheinend gibt es einen nicht unwesentlichen Unterschied, ob der PC ausgeschaltet oder tatsächlich vom Stromnetz getrennt ist.

Also erst einmal die ganzen Musikstücke ohne Schnitt auf CD gebrannt. Sicher ist sicher. Dann den Kram editiert. Die Bildschirmlautsprecher wollen nicht, aber ich hab ja ein Focusrite-Interface und Kopfhörer.

Drei Stunden später inmitten des Chaos' Mission erfüllt. Fühle mich um Jahre gealtert und schreibe eine Liste, was alles erledigt werden muss (Torxschraubenzieher für das PC-Gehäuse kaufen, Laptop auf Vordermann bringen, alle Fonts auf allen Rechnern installieren, alle Backups aktualisieren ...)

Heute startete die Kiste als sei nichts gewesen. Erst nach etwa einer Stunde bei genau der gleichen Aktion (Benutzerwechsel) setzt die Bildschirmanzeige aus. Also ein- und ausgeschaltet und mit Backup begonnen. Nachher suche ich mal ein anderes HDMI-Kabel aus der Kiste oder das DVI(?) und probiere das aus. Könnte aber auch ein Softwareproblem sein. Mal sehen.

Nachtrag

Wie immer scheint die Lösung banal. Laut Google ist das Problem bei Linux- und Windows-Nutzern bekannt. Und immer hängt es mit den Grafikkartentreibern zusammen. Habe KDE installiert und dort einen Einrichtungsdialog vor die Nase bekommen, in dem die Bildschirmauflösung einzustellen war. Alternativ konnte man einen Knopf "Bildschirm erkennen" drücken. Was bei dem Eizo-Teil hier nie ein Problem war.

Natürlich anschließend wieder Gnome Classic ausgewählt - und siehe, die Bildschirminfos waren im Datennirvana verschwunden. Bei allen Usern die automatische Bildschirmerkennung aufgerufen, gespeichert und dreimal auf Holz geklopft. ARGH.

Ganz gelöst ist es damit immer noch nicht. Ehe ich jetzt endlos Zeit dafür verbrenne verzichte ich lieber auf das Wechseln der User im laufenden Betrieb. Vielleicht erledigt sich das mit dem nächsten Treiberupdate.

Debian: Startersymbol aus der oberen Leiste entfernen

Screen Shot
Wie werde ich das Dateimanagersymbol rechts oben los?
Was mich schon lange nervt (aber nicht genug, um die Lösung zu suchen): wie lösche ich bei Debian/Gnome Programmstartsymbole aus der Taskleiste? Ein simpler Rechtsklick bietet nur die Optionen Starten und Eigenschaften. Warum ist da Löschen nicht dabei?

Die Lösung bzw. Löschung ist für Linux-Nutzer besonders bitter: man halte Windows(!)- und Alt-Taste gedrückt, macht einen Rechtsklick und hat die Optionen Verschieben und Entfernen.

Großer Scott.

Drucker unter CUPS verwalten

GNU Weil ich vollkommen vergessen hatte, wie man unter Linux Ausdrucke sauber abbricht, habe ich einfach den Drucker ausgeschaltet.

Natürlich hat mir das die Kiste übel­ge­nom­men und danach nichts mehr gedruckt. Auch das IT-Crowd-Mantra »Have you tried turning it off and on again?« hat – wider Erwarten – nicht geholfen.

CUPS verwalten
CUPS über Browser verwalten

Aber es gibt ja Handbücher für alle Fälle. Richtige Männer™ lösen das Problem natürlich auf der Kommandozeile. Bequemer geht das (vor allem, wenn man es nur gelegentlich macht) über den Browser. Über http://localhost:631 kann man mehr an CUPS (Common Unix Printer System) verstellen, als man sich vorstellen kann. Unter anderem Druckjobs löschen und den Drucker gnädig stimmen ;-)

Mint update

Linux Mint Beim letzten großen Update der Linux Mint Debian Edition (LMDE) auf meinem Laptop scheint etwas schief gegangen zu sein. Der geliebte Mate-Desktop sieht plötzlich wie eine Kreuzung aus Mate und Gnome 2 aus, viele Anwendungen sind doppelt in den Menues, die Paketserver in Frankreich funktionieren nicht ... ein verwünschtes Chaos. Die Programme funktionieren alle, aber die Eleganz ist dahin. Die Unter­stüt­zung in Foren ist dürftig.

Debian GNU Linux Deshalb kommt auf den bestellten Desktoprechner ein Debian »Wheezy«. Wenn das gutgeht, stelle ich den Laptop auch um. Gäbe es »ParanoidLinux« aus Doctorows Buch »Little Brother« (--> PDF von Christian Wöhrl übersetzt, --> Hörbuch von Fabian Neidhardt), würde ich das installieren. Obwohl – wahrscheinlich wäre es so schwierig zu bedienen wie OpenBSD. Hab ich mal ausprobiert, aber nicht lang. Bei der Gelegenheit: demnächst gibt es eine Fortsetzung von »Little Brother«: »Homeland«. Auf Deutsch Ende September im Buchhandel.