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Podcasts hören

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zwar bei zwei Podcasts mehr oder weniger regelmäßig mitspreche, aber sonst kaum welche gehört habe. Höchste Zeit, das zu ändern.

Logo PodcastAddict Nach einer kurzen Umschau habe ich mir das Programm (altdeutsch für App) Podcast Addict aufs Handy installiert. Die Funktionsvielfalt ist zuerst einmal erschlagend. Wahrscheinlich brauche ich nur die berühmten 20% davon.

Natürlich habe ich zuerst Feeds vom Clue Cast und von der Talker-Lounge abonniert. Dazu noch ein gutes Dutzend anderer Podcasts, die irgendwo empfohlen wurden. Mal sehen, wie viele davon im Abonnement bleiben. Bei Gelegenheit werde ich berichten.

Hörgeschichtenadventskalender bei Librivox

Cover Adventskalender Eine nette Tradition: bei Librivox.org lesen Freiwillige für den Adventskalender Geschichten, Gedichte und andere Texte, die gemeinfrei sind. Das heißt jeder darf sie nutzen und jeder darf die Aufnahme kostenlos für was auch immer nutzen.

Weil jeder lesen darf, entspricht die Technik nicht immer dem, was man von Profis gewohnt ist. Stellt Euch einfach vor, ihr sitzt in gemütlicher Runde zusammen und einer liest eine Geschichte vor. Der Spaß an der Sache steht im Vordergrund.

Eine schöne Aktion, finde ich.

Zum Adventskalender 2017 von Librivox.org (online hören, herunterladen)

Clue Cast Special: Nukleare Nachtschicht

Clue Cast von Cluewriting.de Als Rahel vor ein paar Wochen krank war, ist mir die Idee zu dieser Aufnahme gekommen. Die Geschichte hatte ich schon länger eingelesen, jetzt habe ich sie mit Musik, ein paar Geräuschen und Effekten aufgebrezelt. Und ein eigenes Intro aus dem bekannten ClueCast-Intro gebastelt. Mein erstes Mehrkanalwerk :-)

Hat viel Spaß gemacht (vor allem auch Musik und Geräusche suchen - die Glocke ist ziemlich sinnfrei, aber ich fand Sound so toll!) und ich habe einiges gelernt.

Herunterladen als mp3-Datei oder im ogg-Format.

Heute wurde es im ClueCast veröffentlicht: »Nukleare Nachtschicht«. Rahel hat die Idee noch weitergesponnen und ein eigenes hustendes Intro davor gesetzt. :-)

Verwendete Musik und Geräusche

Royalty free Music from Bensound.com

Geräusche von freesound.org

Audio-Bastelstunde

»[...] liegen viele Heimstudios mit ihrem ›Amateurequipment‹ vermutlich bereits auf einem höheren Qualitätsniveau als so manches Profistudio der 70er und 80er Jahre und Produktionen aus dieser Epoche klingen angeblich besonders ›audiophil‹. Wenn’s daher mal wieder nicht so doll aus den Boxen schallt, sitzt das eigentliche Problem eher vor dem Bildschirm oder Mikrofon.«
13db.de, Preis Leistung bei Audiogeräten

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns was hören! ;-) Auf Wunsch zweier einzelner Damen auch öffentlich.

Eine Anmerkung vorab zu den eingebetteten Dateien: die Hörbeispiele sind als mp3 oder Ogg-Vorbis hinterlegt. Was abgespielt wird, hängt an den Browsereinstellungen.

Intro

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

Ich habe ein paar Beispielsätze aufgenommen und mit verschiedenen Werkzeugen in Audacity bearbeitet.

1. Unbearbeitete Aufnahme

Ohne Nachbearbeitung. Also nur die Hardwarekette Mikrofon, Interface Focusrite Scarlett 2i4, über USB am PC angeschlossen und mit Audacity aufgenommen. So wird das abgeben für Hörspiele und auch für den Clue Cast. Zum direkten Hören zu leise.

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

2. Normalisierung

Vereinfacht erklärt: macht die Aufnahme lauter (oder leiser) unter Berücksichtigung der lautesten Stelle (damit nichts übersteuert wird). Bei sehr dynamischen Aufnahmen kann das fast wirkungslos sein. Im Hörbeispiel eingestellt auf Max. -2dB (ausführlichere Beschreibung bei 13db.de)

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

3. Kompressor, Normalisierung

Der Kompressor verringert die Dynamikunterschiede. Das ist immer ein Balanceakt. Hörbücher hört man ja oft nebenbei bei einem gewissen Umgebungslärmpegel. Da ist Flüstern nicht wirklich gut. (Die angesagte Reihenfolge ist falsch, 'tschuldigung. Ich lasse den Kompressor immer vorher drüberlaufen.)

Mit der Bearbeitung gebe ich üblicherweise Dateien für Librivox ab.

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

4. Kompressor, Normalisierung, Equalizer à la Klaus

Zusätzlich eine leichte Anhebung (2dB) der höheren Frequenzen per EQ. Ich bilde mir ein, dass die Stimme dadurch einen Tick »präsenter« klingt. (Erläuterung Equalizer bei Wikipedia)

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

5. Kompressor, Normalizer, Equalizer à la Web-Empfehlung

Hier ist bei den EQ-Einstellungen alles versammelt, was ich an Tipps für Sprachaufnahmen gefunden habe. Für angeblich bessere mp3-Dateien mit Low-Cut (100 Hz) und High-Cut (15 kHz), leichte Anhebung bei 400 Hz und im Bereich von 8 kHz für mehr Brillianz.

Herunterladen als mp3-Datei, im ogg-Format oder als FLAC.

Kommentare

Über Meinungen, Kommentare oder Empfehlungen freue ich mich. :-) Hier der Link zur Kommentarfunktion.

Mein Fazit

Zum Abhören meiner Aufnahmen nutze ich den Beyerdynamic DT 770 Pro in der 250-Ohm-Version. Beim Hörbuchhören habe ich üblicherweise den kleinen und leichten Sennheiser PX 200-II auf den Ohren.

Mir kam es so vor, als ob die Klangunterschiede mit dem Beyerdynamic relativ gering seien. Lediglich der EQ-Einsatz machte sich bemerkbar; die Stimme klingt IMHO eine Spur präsenter.

Mit dem PX 200 schien mir der größte Unterschied zwischen mp3-Komprimierung und OGG-Komprimierung bzw. FLAC zu liegen. Entweder ist die bei Audacity eingesetzte mp3-Komprimierung schlecht oder die Kompression auf 128 kBits macht sich doch bemerkbar. Muss geringere Kompressionsraten testen.

Die beste mp3-Fassung schien mir dabei Version 5. zu sein (also die mit – für meine Verhältnisse – relativ viel EQ-Geschraube).

Sprachaufnahmen bearbeiten

Als Homercorder ist man ja immer auf der Suche nach dem guten Klang. Nach den wichtigen Zutaten guter Sprecher, guter Raum, gutes Mikrofon kommt die elektronische Bearbeitung.

Den heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Generell ist es schwierig, Aufnahmen der eigenen Stimme zu bearbeiten (die Profis sagen, dass man das NIE machen soll).

Ein weiteres Problem sind verschiedene Hörsituationen: Was mit dem Beyerdynamic-Kopfhörer super klingt, ist auf dem leichten Sennheiser-Unterwegskopfhöhrer zu leise, was auf dem Sennheiser gut klingt, wird vom Beyerdynamic blechern wiedergegeben. Dann solls ja auch auf Stereoanlagen, auf PC-Lautsprechern und gleich noch aufm Mobiltelefon nach etwas klingen ...

Grafik
Neumann TLM 193

Die eingestreuten Grafiken zeigen die Frequenzgänge verschiedener Sprechermikrofone. Man kann gut erkennen, dass z. B. das Mikrofon von Grafik 2 im Verhältnis zu dem von Grafik 1 die Höhen viel mehr betont. Je nach Stimme »passt« das eine besser als das andere zur Stimme (und im Heimstudio zum Raum!), um einen gewünschten Klang zu erzielen. Durch entsprechenden Equalizereinsatz kann man die Unterschiede ausgleichen.

Hier meine gesammelten Empfehlungen und Vorgaben. Manche nutze ich, andere nicht. Wenn jemand Empfehlungen oder abweichende Meinungen hat: her damit! :-)

Routinebearbeitung

Bei jeder Aufnahme, die ich selbst veröffentliche, habe ich mir für Audacity folgende Routine zurechtgelegt:

Kompressor Audacityeinstellung:
Grenzwert -20dB,
Nebengeräusche -40dB,
Verhältnis 3:1,
Ansprechzeit 0,1 Sek.
Abklingzeit 1,0 Sek.

Normalisieren mit max Ampl. -4,0 dB

Speichern unter aup (Audacity-Format), exportieren nach flac (Archiv), mp3 128 KBit/s (Gott und die Welt) und ogg-forbis Qual. 6 (Linuxbenutzer)

Grafik
Neumann TLM 103

Librivox

Bei Librivox gelten folgende Regeln:

  • Channel: Mono
  • Sample rate: 44100 Hz
  • Sample format: 16 bit
  • Export format: MP3
  • Export bitrate: 128 kbps

Die Bitrate bei den kompromierten mp3-Dateien ist immer ein Abwägen zwischen gutem Klang und Dateigröße. Eine hohe Bitrate liefert besseren Klang, aber auch größere Dateien. 128 kbps ist ein guter Kompromiss.

Zusätzlich gibt es für Librivox-Aufnahmen das Tool checker, das die Vorgaben prüft. Unter anderem wird ein gemittelter Lautstärke Wert berechnet, der zwischen 86 und 92 dB liegen soll. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die hochgeladenen Dateien automagisch in andere Formate konvertiert werden.

Grafik
Shure SM7b

Optimierungsempfehlungen, ungetestet

Was man so im Web an Ratschlägen findet:

EQ
Lowcut - Frequenzen unter 100 Hz absenken (sei gut für mp3-Dateien)
Highcut - Frequenzen über 15 kHz absenken (dito)
400 Hz max. 2 db anheben
8 kHz vorsichtig anheben

Grafik
Neumann U87

Kompression für Werbung (mir Vorsicht zu genießen!):
Treshold -6 bis -10 dB
Ratio 4:1
Softknee
Attack 4-20 ms
Release 0,1-0,5 sek.

Grafik
Rode Procaster

200!

Logo Die Damen von Clue Writing haben es geschafft: 200 Podcasts mit Kurzgeschichten!

Ursprünglich waren das einfache Lesungen verschiedener Sprecher, viele davon vom Hoerspielprojekt.de. Irgendwann kam Musik dazu, schließlich Geräusche und jetzt sind es fast Mini-Hörspiele.

Ich hatte die große Ehre, die Geschichte in Folge 200 zu sprechen. Hier ein kurzer Teaser, den ich verbrochen habe:

Die komplette Episode gibt es bei Cluewriting.de: Special zur zweihundertsten Episode | Leichenkonfetti und andere Berufsrisiken

Herzlichen Glückwunsch!

Sein oder nicht sein

»Das Geheimnis unter der Stiftsruine«: ein putziges, lustiges Vampirkurzhörspiel der Hörspielwerkstatt Bad Hersfeld von Joky One.

Ganz große Klasse: Marie und Werner. Kaum zu glauben, dass sich die beiden nie getroffen haben, sondern allein vor ihrem Mikrofon im stillen Kämmerchen saßen.

Joky hat es so gut gefallen, dass er eine Serie daraus machen möchte. Vielleicht habe ich dann auch mehr als einen Satz ;-)

Download oder hier über Youtube anschauen: