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... und plötzlich ist man Rundfunk?

Eine Pressemitteilung der Landesmedienanstalten schlägt derzeit einige Wellen. Die Anstalt hat festgestellt, dass ein bestimmter Youtube-Kanal unter die Definition Rundfunk fällt und entweder binnen Monatsfrist eine Rundfunklizenz vorlegen oder den Betrieb einstellen soll.

Wow.

Während Blogger jahrelang erfolglos um die Anerkennung als Journalisten kämpfen, wird die unbeliebte TV-Konkurrenz aus dem Internet plötzlich zum Rundfunk erklärt und damit praktisch eliminiert. Wer wird sich schon die teure Lizenz leisten können? Vom damit verbundenen nötigen Aufwand zur Einhaltung aller Regularien ganz zu schweigen?

Ich bin gespannt, was die Experten schreiben werden und wie die Sache ausgeht. Weil die Landesmedienanstalten unbgrenzte Mittel (unsere Gebühren?) haben und die Youtuber nicht, werden die das wahrscheinlich nicht bis in die letzte Instanz ausfechten.

Werfen wir einen Blick auf die Regeln.

»Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen. Der Begriff schließt Angebote ein, die verschlüsselt verbreitet werden oder gegen besonderes Entgelt empfangbar sind.«
Quelle: Wikipedia, Rundfunkstaatsvertrag
»Private Veranstalter benötigen zur Veranstaltung von Rundfunkprogrammen (Fernsehen oder Hörfunk) eine medienrechtliche Zulassung. Dies gilt unabhängig von der Frage, ob die Programme über Antenne, Kabel, Satellit oder Internet verbreitet werden.
Lediglich Hörfunkprogramme, die ausschließlich über das Internet verbreitet werden (sog. Webradios), können zulassungsfrei veranstaltet werden. Sie unterliegen nur einer Anzeigepflicht (§ 20 b RStV), müssen die rundfunkrechtlichen Anforderungen jedoch einhalten.«

Quelle: Medienanstalten, Zulassungen

Das klingt für mich als Laien so, als stünde man bei regelmäßigen Beiträgen per Youtube mit einem Bein schon im Knast bzw. im Rundfunk. Und als müsste man bei solchen Angeboten wie der »Talker Lounge« (regelmäßig, redaktioneller Anteil, Sendeplan) die Anzeigepflicht für Webradio und rundunkrechtliche Anforderungen einhalten. Au weia. (Link Webradioanmeldung und Webradioliste der Landesmedienanstalten)

Vielleicht hilft der folgende Passus einigen Angeboten aus der Bredouille?

»Kein Rundfunk sind Angebote, die
  1. jedenfalls weniger als 500 potenziellen Nutzern zum zeitgleichen Empfang angeboten werden,
  2. zur unmittelbaren Wiedergabe aus Speichern von Empfangsgeräten bestimmt sind,
  3. ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen,
  4. nicht journalistisch-redaktionell gestaltet sind oder
  5. aus Sendungen bestehen, die jeweils gegen Einzelentgelt freigeschaltet werden.«

Wobei mir nicht klar ist, wie der Satz »weniger als 500 potenziellen Nutzern zum zeitgleichen Empfang angeboten werden« auszulegen ist. Ich erinnere mich, dass beim Bermudafunk wegen technischer Begrenzungen nur eine Handvoll Hörer gleichzeitig per Internet live dabei sein konnten.

Im Blog von spielerecht.de werden die Argumente sachlich und anscheinend auch fundiert betrachtet.

Terminänderung: 70mm Todd-AO-Filmfestival Schauburg Karlsruhe 2017

Logo Filmfestival 2017

Üblicherweise immer um den 3. Oktober, dieses Jahr vorverlegt: das 13. 70mm-Event in der Schauburg Karlsruhe findet vom 22. bis 24. September 2017 statt.

Infos über die Vorjahre mit Filmprogramm, Kommentaren und vielen Fotos gibts bei Thomas Hauerslevs großartiger Seite in70mm.com

LARP

Seit Montag spiele ich eine Art 50er-Jahre-LARP: nur ein Raum im Haus ist beheizt (die Wohnküche, nicht das Bad), warmes Wasser gibts nur aus dem Wasserkocher. Im Rest des Hauses schwankt die Temperatur je nach Wetterlage zwischen 14 und 16 Grad. Eigentlich macht man sowas nur als Mittelalterdarsteller.

Hatte die Gasheizung ausgeschaltet, um Wasser nachzufüllen. Und beim Einschalten tat sich – nichts. Der sofort herbeigeeilte Installateur konnte nur den Tod der Elektronik feststellen und an den Werkskundendienst verweisen. Der hat das Teil am Dienstagmorgen bestellt und seitdem ist es unterwegs.

Die nächste Heizung kaufe ich bei Amazon Prime. Nicht von der Firma mit dem Hasen im Logo.

Hörspiel: Die Zauberin Kassandra Teil 2

Auf diese Rolle bin ich sehr, sehr stolz. Ich weiß nicht mehr, was ich da geraucht hatte, aber die Szene allein im finsteren Walde finde ich sehr gelungen! Schönes Hörspiel für Kinder.

Premiere am 9. März 2017:

Kassandra und der Zauberlehrling

CD-Cover

Die Mitwirkenden:

Kassandra: Annika Gamerad
Sprecher: Rainer Denk
Laurentius: Klaus Neubauer
Gespenst: Marcel Ellerbrok
Bürgermeister: Claudio Volino
 
Text und Regie: Bernhard Brunner
Schnitt: Silvicley Figueira da Silva
Cover: Johanna Muth
Musik: Derek Fiechter

Und hier der Link zum Download: http://hoerspielprojekt.de/...download.php?id=301

Der 1. Teil »Kassandra wird Zauberin« steht auch auf der Webseite von hoerspielprojekt.de zum kostenlosen Download bereit.

In der Ruhe liegt die Kraft

»Meine Ruh ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
und nimmermehr.«

Fischen bei Oberstdorf

Könnten wir bitte den Hysteriepegel etwas herunterfahren, wenn es um die aktuelle Politik jenseits des großen Teichs geht?

Dilbert-Zeichner Scott Adams schreibt in seinem Blog, dass es gerade die Absicht sein könnte, Medien und Bürger mit sovielen »Aufregern« zu überschwemmen, dass niemand einen klaren Kopf behält.

Torsten Kleinz stellt interessante Grundregeln zum Umgang mit der Thematik auf (z. B. Nachdenken vor kopflosem Re-Tweeten).

Und die zauberhafte Kiki hat sich gar die Strafe auferlegt, für jeden ihrer Tweets über T...p einen Bären zu zeichnen. Was irgendwie falsch ist, weil wir alle gerne viele neue Bärenbilder sehen wollen.

Danke für die Aufmerksamkeit.

Jazz an Neujahr 2017

Zu unserem Konzert hier der Newsletter in epischer Länge ;-)

Foto Blue note BIG BAND

Liebe Jazzhörerinnen und Jazzhörer,

die Blue note BIG BAND eröffnet das neue Jahr am 1.1.2017 mit modernem Bigbandjazz und zwei außergewöhnlichen Gästen:

Blue note BIG BAND
feat. Adrian Mears (Gastbandleitung, Arrangements & Posaune) und Paul Heller (Arrangements & Saxophon)
1.1.2017 19:00 Uhr
Saalbau, Neustadt/Weinstraße

Die Leitung der Bigband übernimmt am Neujahrsabend der Australier Adrian Mears, der als einer der weltweit führenden Posaunisten gilt. Mears lebt seit 1992 in Deutschland und hat nach vielen Jahren als Professor in Mannheim und Köln mittlerweile eine Professur in Basel inne. Viele Jahre war er beim "Vienna Art Orchestra", und hat mit zahlreichen Künstlern wie McCoy Tyner, Bob Brookmeyer, Paquito D'Rivera oder Kenny Wheeler gespielt. Adrian Mears ist nicht nur als virtuoser Solist bekannt, sondern auch als herausragender Komponist und Arrangeur, der in seine Werke auf der Basis des Modern Jazz auch Funk und Fusion mit einfließen lässt.

Eine Auswahl seiner Stücke wird die Band beim Neujahrskonzert spielen, und Mears selbst wird nicht nur auf der Posaune zu hören sein, sondern auch am Didgeridoo: Er baut das archaische Instrument der australischen Ureinwohner in modern groovende Arrangements ein und verleiht ihnen damit eine treibende Intensität.

Der zweite Gast an diesem Abend wird der Saxophonist Paul Heller sein. Er gilt als einer der gefragtesten Solisten der jüngeren Generation, und spielte bei Bobby Burgess, dem Brussels Jazz Orchestra und ist Gründungsmitglied bei Bob Brookmeyer's New Art Orchestra. Seit 2005 spielt er bei der WDR Bigband und bereits seit 1994 im Ack van Rooyen-Paul Heller Quintet. Nicht nur mit ihm stand er in kleiner Besetzung auf der Bühne, hier finden sich auch prominente Namen wie Johnny Griffin, Jimmy Cobb, Bill Evans und Adam Nussbaum. Jerry Bergonzi schrieb ihm "the modern sophistication of all the contemporary saxophone playing" zu. Paul Heller wird beim Neujahrskonzert als Solist zu hören sein, und darüber hinaus auch eigene Kompositionen aus dem Modern Jazz mitbringen.

Karten ab 10 €/ermäßigt 5 € sind erhältlich bei:

Weitere Informationen zum Konzert, den Gästen und natürlich der Blue note BIG BAND finden Sie unter www.bluenotebigband.de. Wir freuen uns, Sie beim Konzert begrüßen zu dürfen!

Jazzige Grüße und eine schöne Adventszeit,

Sandra Scheurer-Weick
Blue note BIG BAND