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Schriftwechsel

Die Beispiele in diesem Beitrag funktionieren nur im Blog, nicht im Feedreader

Bisher hatte ich im Blog die vom Template 2k11 gesetzten Schriftarten: Helvetica / Arial / sans-serif. Für die Nicht-Webdesigner: ist auf dem Rechner die Schrift Helvetica vorhanden, wird die benutzt, wenn nicht dann Arial, wenn es die auch nicht gibt, eine serifenlose Schrift.

Was Serifen sind? Die kleinen ähm, Dingelchen an den Buchstaben. Das kann ich besser zeigen als erklären:

Ich bin ein Text in Serifenschrift

Ich bin ein Text in serifenloser Schrift. Auf französisch »sans serif«

Wo war ich? Also im Endeffekt dürften die meisten Leser mein Blog in Arial zu Gesicht bekommen haben. Die wird oft als langweilig geschmäht. Außerdem hat sie keinen Kursivschnitt. Was das schon wieder ist? Auch hier Beispiele:

Bla blub gurgel normal

Bla blub gurgel kursiv

Bla blub gurgel normal in Arial

Bla blub gurgel kursiv in Arial

Bei Arial werden die Buchstaben bei der Einstellung kursiv einfach nur, hm, sagen wir schräg oder schief angezeigt. Während bei guten Schriften dafür eigene Formen zum Einsatz kommen. Am besten sieht man das am Buchstaben a.

Die aktuelle Schrift hier im Blog ist gerade PT Sans, die ich im Blog von Isabel Bogdan entdeckt habe (via Mokita bzw. dort dann über Die letzte Drachentöterin, die ich mir auch anschaffen möchte – Danke, Fabian!).

Die Schrift ist über Google Fonts eingebunden (Achtung Achse des Bösen!). Führt zu geringfügig längeren Ladezeiten, sieht aber interessanter als Arial aus. Und kann man beim Template 2k11 per Mausklick einbinden (Alternativ ginge es auch, die Fonts auf meinen Webserver zu speichern und von dort zu laden).

Ich bin mir nur nicht sicher, ob sie auch wirklich angenehmer zu lesen ist. Denn man kann über Arial sagen was man will: auf kleinen Bildschirmen finde ich sie gut lesbar.

Machen wir doch einen Textvergleich:

Blindtext in PT Sans (zumindest am 3. Mai 2016)

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen.

Blindtext in Arial bzw. sans-serif

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen.

Lesetipp: Aletheia

„Captain auf dem Flugdeck“, blaffte Court, der erste Offizier, hinter mir in dem barschen militärischen Tonfall, der mich jedes Mal zusammenfahren liess.

Ich liebe Weltraumabenteuer! Sarah von den Clue Writern hat da eine wirklich gelungene Halloween-Kurzgeschichte mit Alien-Einschlag geschrieben: Alatheia. Und das Beste: es gibt mehr davon: In ferner Zukunft

Geschichte mit meinen Clues

Logo Clue Writing Vor ein paar Wochen hatte ich das Clue-Writing-Projekt vorgestellt. Neulich habe ich die Gelegenheit genutzt, dort Clues und ein Setting für eine Geschichte vorzuschlagen. Jedwede Ähnlichkeit mit meinem Job wäre rein zufällig.

Aus dem Setting »Großraumbüro« und den Clues »Kaffee«, »Schokolade«, »Händler«, »Strom« und »Mordwaffe« hat Rahel die Geschichte »Die vierte Wand« verfasst. Gefällt mir sehr! Vielen Dank :-)

Samstagabend

Hat man ein gewisses Alter erreicht, beginnt man von der guten alten Zeit zu schwärmen. Als wir samstags auf die Wiese gegenüber vom Haus gingen, um mit den Nachbarjungs Fußball zu spielen. Irgendwer hatte da ein aus drei Balken zusammengezimmertes Tor aufgestellt. Zwei Jacken oder Pullover markierten das andere Tor.

Und wenn wir dreckig und verschwitzt heim kamen, ging es in die Badewanne. Wie jeden Samstag, während der Kuchen im Backofen in der Küche verheißungsvoll duftete. Danach durften wir eine Serie schauen, Raumschiff Enterprise, Daktari oder so etwas ähnliches und danach Wetten dass. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob eine der beiden Serien nicht sonntags lief. Das Gedächtnis im Alter, Sie wissen schon.

Ach ja, alles war gut. Es gab keine Probleme mit Datenschutz, Schulschluss war spätestens um eins, regiert wurden wir von Helmut Schmidt, es gab die Ölkrise, Terroristen bei Olympia, Terroristen die irgendwen entführt hatten ... äh. Nun. Vielleicht war nicht alles gut.

Eigentlich wollte ich nur ein Kuchenrezept notieren. Um wenigstens den Samstagabendduft wiederzuerwecken. Mein Kollege bringt ab und zu ins Büro Rührkuchen mit, den er mit einer Backmischung fabriziert hat. Schaue ich mir immer mit einer Mischung aus Faszination und Grauen an. Wozu um alles in der Welt braucht man eine BACKMISCHUNG für so etwas Simples wie einen Rührkuchen? Das bekomme sogar ich hin. Womit wir beim Rezept angekommen wären.

Erstmal die Zutaten zusammensuchen: 250 g Zucker, 250 g Butter, 250 g Mehl, 6 Eier, 125 g Haselnüsse, 2 Esslöffel Kakaopulver (nein, das ist kein Nesquick), 1 Teelöffel Zimt, 1 Tasse gekochter Kaffee, 1 Päckchen Backpulver. Nach Lust und Laune Puderzucker oder Schokoguss. Muss aber nicht sein.

Backofen auf 190 Grad Celsius einschalten.Butter, Zucker und Eier gut verrühren, dann Zimt, Kakaopulver und Haselnüsse dazugeben und verrühren. Kaffee, Mehl und Backpulver dazu, noch besser verrühren. Kuchenform einfetten, Teig einfüllen und bei 190 Grad etwa eine Stunde backen.

Word Up!

Seit ich Fabians Buch »Das Leben ist ein Erdbeben ...« gelesen und seine Website mokita.de kennengelernt habe, war mir klar, dass ich irgendwann zu einem Poetry Slam gehen würde, bei dem Fabian auftritt. Hat bisher noch nicht geklappt.

Seit August beschäftigt sich die Nichte meiner Frau mit Poetry Slams. Und letzten Mittwoch hat sie bei Word Up! im Heidelberger DAI teilgenommen. Klar, dass wir hin gingen. Nicht klar war mir, was bei einem Poetry Slam so passieren würde. Ich war gespannt und erlebte einen unterhaltsamen, in vielerlei Hinsicht überraschenden Abend.

Die erste Überraschung: selbst bei Konzerten mit namhaften Jazzmusikern habe ich das DAI gerade mal halbvoll erlebt. Bei Word Up! war der Saal brechend voll. Das hätte ich nie erwartet.

Zu Beginn wurden freundlicherweise für Newbies die Regeln erläutert: 12 Teilnehmer treten in Gruppen von 4 gegeneinander an. Erlaubt sind nur eigene Texte egal welcher Art, keine Kostüme, kein Gesang, Vortragsdauer maximal 6 Minuten. Das Publikum entscheidet durch Applauslautstärke. Die Gewinner der 3 Gruppen treten in der Endrunde mit einem anderen Text gegeneinander an.

Weil einer der Teilnehmer kurzfristig abgesagt hatte, wurde in die Runde gefragt, ob jemand zufällig Texte dabei hätte und teilnehmen wolle. Sofort meldete sich eine Frau aus Mannheim.

Dann wurde die Auftrittsreihenfolge ausgelost und die Teilnehmer traten der Reihe nach ans Mikrofon. Das war für mich die nächste Überraschung: niemals habe ich mit so guten und unterhaltsamen, teils lustigen oder ernsten Texten gerechnet. Die Stimmung im Saal war großartig.

Zum Glück hatte ich Schreibzeug dabei (ein Hoch auf den Taschen­begleiter!) und konnte mir die Namen der Dichter notieren, die mich am meisten beeindruckt haben: Daniel Wagner (http://www.assi-muse.de) mit seinem Text über die Gründe, warum wir zwar Thunfische aber keine Delphine verspeisen; Kathi Mock, die über Wut sprach; Debbie Schefoer mit ihrem zunächst lustigen Gedicht über Schokolade, bei dem einem gegen Ende das Lächeln gefriert (Stichwort Kinderarbeit) und Johannes Berger mit dem am schnellsten gesprochenen Text aller Zeiten über Hektik und Stress.

Die Zeit verging wie im Flug. Am Schluss die letzte Überraschung: die Nichte hat gewonnen.