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Merkzettel: File Manager ändern

Nur kurz für mich selber:

Bei Gnome Flashback stelle ich bei meinem Debian Jessie den Filemanager je User ein unter Anwendungen/ Systemwerkzeuge/ Einstellungen/ KDE-Systemeinstellungen/D ateimanager "Dateien" oder "Nautilus" auswählen.

Völlig unlogisch und wahrscheinlich meiner halbkaputten Installation geschuldet und nirgendwo sonst reproduzierbar. Damit ich es in einem halben Jahr noch weiß hier notiert.

Live-Linux: Tails

Um das Risiko beim Online-Banking zu minimieren, war ich auf der Suche nach einem Linux, das man von CD bzw. DVD starten kann. Ein Betriebssystem, das von DVD gestartet wird, kann schließlich nicht mit einem Virus infiziert werden.

Am bekanntesten ist sicher Knoppix von Klaus Knopper. Da ist alles dabei, was man üblicherweise braucht. Von DVD gestartet ist es bei meinem Rechner träge und hakt immer wieder mal beim Starten der grafischen Oberfläche. Deswegen wollte ich etwas anderes ausprobieren.

»Damn Small Linux« und »Puppy Linux« sehen auf den ersten Blick vielversprechend aus, weil sie mit wenig Platz auskommen. »Damn Small Linux« ein bisschen alt. Hmm. Aber wozu hat man Twitter? (ok, ich habe gemogelt: ich weiß ja, dass Michael für den O'Reilly-Verlag das Buch »Linux Wegweiser für Onliner« verfasst hat, deshalb habe ich ihn bei meiner Frage per @ eingebunden)

Logo Michael hat mich neben Knoppix auf Tails (siehe auch Wikipedaeintrag Tails) hingewiesen. Stimmt, das war das System, das Edward Snowden empfohlen hatte. as basiert auf Debian und scheint ständig weiterentwickelt zu werden, Fokus ist Datenschutz und Anonymität. Klingt gut.

Also habe ich mir das heruntergeladen und auf DVD gebrannt. Komfortabler ist natürlich ein System auf einem USB-Stick; weil ich es aber nur zur Abwicklung von Überweisungen nutzen möchte, ist mir der absolute Schreibschutz einer DVD lieber. Außerdem habe ich mit USB-Sticks schlechte Erfahrungen gemacht; teilweise sind die nach einigen Wochen bereits unbrauchbar geworden.

Booten scheint ähnlich lange zu dauern wie Knoppix. Der Desktop macht einen aufgeräumten Eindruck; die Softwareausstattung übertrifft meine Erwartungen: sogar mein Audio-Aufnahme- und -schnittprogramm Audacity ist vorhanden.

Der mitgelieferte Browser funktioniert direkt über das Tor-Netzwerk, was im Vergleich zu einer direkten Internetverbindung zwangsläufig langsamer ist. Im Vergleich zu meiner Knoppix-DVD hält sich das die Waage: wenn ich HTML-Formularfelder ausfülle, muss immer wieder das DVD-Laufwerk anlaufen und bis das voll dreht, kann ich nichts eingeben.

Was mir so aufgefallen ist:

  • Das Tastaturlayout steht (zumindest bei mir) nach dem Booten auf US-Layout. Für deutsches Layout gehe man auf Applications / System Tools / Settings / Personal / Region + Language / Input --> das + Zeichen anklicken, German anklicken und per Add übernehmen. Anschließend kann man rechts oben neben der Uhrzeitanzeige auf DE umstellen.
  • Wenn man mit dem sog. unsicheren Browser surft, ist die Geschwindigkeit mit der üblichen vergleichbar. Habe es aber nicht geschafft, dass bei youtube der Ton zu hören ist. Beim Tor-Browser ging das einfach so.
  • Beim Herunterfahren wird nicht wie bei Knoppix die CD ausgeworfen, was bei meinem Slot-In-Laufwerk lästig ist. Deshalb besser den Pfeil für Neustart anklicken, im Boot-Menü von Festplatte starten und die CD über das gewohnte Betriebssystem auswerfen.
  • Vor der Nutzung sollte man sich schlau machen, wie man entweder die Boot-Reihenfolge am Rechner umstellt oder wie man ein Boot-Auswahlmenü bekommt. Stichwort BIOS googeln. Bei mir kommt man per beim Starten festgehaltener Entf-Taste ins BIOS und per F12 gleich ins Boot-Ausmwahlmenü.
  • Wenn man sich unter Tails bei Twitter anmeldet, bekommt man anschließend diese Sicherheitsmail, das der Account von einen ungewohnten Ort genutzt wurde. Anscheinend sitze ich per Tor in Rumänien oder UK oder ... :-)

Eigener Herd ist Goldes wert

Man soll ja nicht immer negativ sein, schlechte Laune verbreiten und herumschimpfen. Deswegen versuche ich es positiv zu verpacken.

Wenn Du Beiträge im Internet veröffentlichen möchtest, mache Dir bitte die Mühe vorher zu überlegen, wo Du das tust. Es gibt verlockend einfache Angebote diverser Plattformen, die auf den ersten Blick kostenlos sind. Allerdings gibst Du damit die Hoheit über Deine Texte und Fotos auf. Wenn dem Plattformbetreiber – oder wem auch immer – Deine Beiträge nicht gefallen, weil sie gegen irgendeine Richtlinie verstoßen, können Deine Beiträge gelöscht werden. Oder gleich Dein ganzer Kram, den Du vielleicht über Jahre zusammengetragen hast. Protestieren oder jammern hilft nicht.

Der einzige Schutz dagegen ist selbstbezahlter Webspace. PUNKT.

Mittlerweile gibt es für jeden den passenden Provider. Für Bastler würde ich uberspace.de empfehlen, für den Rest ;-) all-inkl.com. Manitu.de soll auch gut sein, habe ich allerdings keine Erfahrung mit.

Beim Datenschutz ist es genauso. Wenn Du Deine Daten in der Cloud speicherst, weißt Du in den seltensten Fällen, wo die Server stehen, wie sorgfältig dort gearbeitet wird (Backup, ausfallsichere Stromversorgung) und wie es mit dem Datenschutz aussieht.

Also vor dem Speichern überlegen, wie wichtig die Daten sind und was dafür angemessen ist (es gibt diesen alten Scherz, dass Daten nur dann absolut sicher seien, wenn man sie auf einem Rechner mit BSD-Betriebssystem speichert, der in einen Betonblock eingegossen wird und anschließend im Mariannengraben versenkt wird).

Ich versuche einigermaßen regelmäßig Kopien aller Daten (vor allem der Fotos und Audiofiles) auf externe Festplatten zu machen. Mit USB3 geht das einigermaßen fix. Die lagern in verschiedenen Stockwerken, ein paar sogar außer Haus. Ab und zu kommt eine neue Festplatte dazu, dafür werden ältere selten benutzt. Zusätzlich brenne ich z. B. von Urlaubsbildern CDs.

Und manche Daten wie zum Beispiel die Steuererklärung gibts nur in Papierform. Warum soll ich mich mit Elster, Datenschutz etc. pp. plagen, wenn ich auch einfach ein paar Blätter von Hand ausfüllen, kopieren und abheften kann?

Gute Excel Tutorials auf Deutsch

Hat mir wirklich gerade den Arsch gerettet: die sehr guten MS Excel-Tutorials bei www.online-excel.de von den Experten rund um Peter Haserodt.

Wer schon immer mal Matrix-, Index- und Vergleichsformeln verstehen wollte, sollte es dort probieren. Allein die Hinweise, welche Formeln Excel wahnsinnig ausbremsen, sind den Besuch wert (Ich *wußte*, dass bedingte Formatierungen Teufelswerk sind!)

Außerdem gibt es einen umfangreichen VBA-Teil und ein Forum, das ich mir noch nicht näher angeschaut habe.

Silence is golden

... but my eyes still see – The Tremeloes, 1964

In den Artikeln Verflixte Hardware? und Du sollst Datensicherung und Ersatzgerät haben klagte ich mein Leid mit den rätselhaften Bildausfällen meines PCs.

Weil die Fehlersuche erfolglos blieb, habe ich mir einen zusätzlichen PC unter den Tisch gestellt. Wegen der Audioaufnahmen und weil ich tagsüber schon genug Krach um mich herum habe, sollte es dieses Mal nicht nur ein leiser, sondern ein lautloser Rechner sein.

Beim Herumsuchen im Internet ist mir bei der Website von Deltatronic.de die Vorwahl der Servicerufnummer aufgefallen. Kurz ins Impressum geschaut und festgestellt, dass die Firma fast bei mir um die Ecke sitzt. Also eine Mail geschickt, ob man PCs auch abholen könne? Die Antwort in kürzester Zeit: Aber sicher :-)

Weil ich mit meinem Kompaktrechner in letzter Zeit nicht glücklich war, habe ich mich für ein konventionelles Desktopgehäuse entschieden. Bei Hardware habe ich mittlerweile keine Ahnung mehr, was man so braucht. Deshalb habe ich geschaut, was im alten Rechner an RAM und Festplatten verbaut ist. Und für den neuen PC das Doppelte bestellt. Also 16 GB RAM statt 8, 256 GB SSD-Systemplatte statt 120 GB und 2 TB »normale« Festplatte statt 1 TB. Beim Prozessor standen 4 zur Auswahl, ich hab auf gut Glück den zweitteuersten gewählt: ein Intel i5 6500 Skylake 4x3,2 GHz (bisher Intel Core i3-3220T 2.8GHz DualCore). Dazu ein DVD-Brenner mit Schublade statt Slot-In.

Das sollte doch eine Zeitlang reichen. Die Firma Deltatronics hat mit unfassbarer Geschwindigkeit reagiert: morgens bestellt, abends konnte ich das Gerät abholen. Noch dazu eine Stunde nach Ladenschluss. Super!

Ich hatte damit geliebäugelt, auf der Kiste Ubuntu Linux zu installieren. Die Lektüre von Michael Koflers Artikel Ubuntu 16.04 nach einem Monat und die klagenden Kommentare haben mich von dieser Idee abgebracht.

Logo Debian Jetzt ist Debian »Jessie« installiert und schnurrt wie ein Kätz... äh, eben nicht! Wenn nicht gerade eine CD rotiert, ist der PC tatsächlich unhörbar. Wenn es nicht die helle LED vorne gäbe (nicht Schlafzimmertauglich!), würde man gar nicht merken, dass das Ding läuft. Super.

Audacity in Verbindung mit meinem Interface Focusrite Scarlett 2i4 läuft problemlos. Aufnahmen, Abhören und Audioschnitt klappt.

Einziger Haken – wie oft bei Linux (seufz) – Sound funktioniert erst einmal nicht. Youtube-Videos bleiben stumm. Weder über HDMI noch über die Soundkarte ist etwas zu hören. Muss ich wohl die FAQs dazu von Debian und dem eng verwandten Ubuntu durcharbeiten. Ubuntu-Hilfetexte sind einfach verständlicher geschrieben.

Naja, Youtube ist sowieso so eine Zeitvernichtungsmaschine. Um das Problem kümmere ich mich später. Außerdem habe ich ja noch einen Zweit-PC. Und ein Smartphone ;-)

Verflixte Hardware?

[Update]

Eventuell habe ich jetzt des Rätsels Lösung gefunden – hat anscheinend gar nichts mit dem PC zu tun. Ich teste das noch ein paar Tage.


Seit Dezember habe ich bei meinem Cirrus7-Rechner das Problem, das ich im Artikel Du sollst Datensicherung und Ersatzgerät haben schilderte.

Kurz zusammengefasst: Wenn ich den PC eine halbe Stunde benutzt habe, dann den Benutzer wechseln will bleibt der Bildschirm schwarz und geht mangels Signal auf Energiesparmodus. Schlimmer: wenn ich den PC ausschalte und kurz darauf wieder einschalte, habe ich das gleiche Problem! Es wird überhaupt nichts mehr angezeigt – weder BIOS-Informationen noch sonst etwas.

Das Herunterfahren ohne Bildschirm beherrsche ich mittlerweile im Schlaf. Auf Konsole wechseln, als root anmelden, shutdown -h now eintippen. Wenn ich dann den Rechner 2, 3 Stunden ausgeschaltet lasse (oder gleich über Nacht), läuft er anschließend problemlos hoch. Das ist kein Zustand. Ich kann so nicht arbeiten.

Ich habe eine Menge Treiber und OS-Updates ausprobiert, alles ohne Erfolg. Deshalb vermute ich, dass der Rechner einen Hardwaredefekt hat. Mittlerweile bin ich so genervt, dass ich mir nach 3 Jahren Nutzung einen neuen PC zulegen werde. Wegen der Audioaufnahmen dieses Mal ein komplett lautloses Gerät. Und auch kein stylischer Schnickschnack, sondern ein völlig normales, solides Arbeitspferd im Towergehäuse. Der Schreibtisch ist eh zu voll. Und keine zickige Grafikkarte, sondern irgend ein Allerweltschip von Intel. Und nie wieder so ein Slot-in-Laufwerk. Man zerkratzt sich zu leicht seine wertvollen CDs.

Das Angebot von Deltatronic sieht interessant aus. Noch dazu ist die Firma fast bei mir um die Ecke. Schaun'wer mal.