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In memoriam Fritz Löhner-Beda

Notenblatt

Revueprobe 2014.
»Wer ist denn Beda?«
»Keine Ahnung. Noch einmal von vorne. Und jetzt mit Konzentration!«
Den Namen hatte ich gleich wieder vergessen. Bis letzten Samstag.

Da hat Fräulein Readon hat mit einer Beitragsserie auf Twitter an das tragische Schicksal des erfolgreichen Texters Fritz Löhner-Beda anläßlich seines Geburtstags erinnert.

Ich erlaube mir, hier einen Teil zu zitieren:

Tweets

Seine Lieder kennt immer noch JEDER. Glaubt ihr nicht? Hier ein Auszug der von ihm geschriebenen Liedtexte:

  • Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren (mit Ernst Neubach)
  • Oh, Donna Clara
  • Valencia
  • In der Bar zum Krokodil
  • Du schwarzer Zigeuner
  • Ausgerechnet Bananen
  • Was machst du mit dem Knie, lieber Hans?
  • Dein ist mein ganzes Herz
  • Freunde, das Leben ist lebenswert
  • Das Buchenwaldlied

Fritz Löhner, genannt Beda,
geboren am 24. Juni 1883, ermordet in Auschwitz.


Lesenswert:

Lieblinks: The Bassic Sax Blog

Es gibt ja viel zu wenige Blogs über Saxophone. Und schwer zu finden sind sie noch dazu. Deshalb hier eine Empfehlung für The Bassic Sax Blog

»Who & What
This blog is part of the bassic-sax.info website of saxophonist/teacher Helen Kahlke.
Helen is a professional horn player and sax teacher who lives in Abbotsford, British Columbia. She plays soprano, alto, C melody, tenor, baritone, and bass saxophones.«

Ein interessantes Blog in englischer Sprache über alte Instrumente mit schönen Fotos, Berichten über Musiker und zur Geschichte des Saxophons.

Man findet immer wieder überraschende Sachen: z. B. diese Aufnahme von Bobby Dukoff persönlich Bobby Dukoff: The Tenor Sax Player. Ganz anders als ich erwartet hätte.

Mehr zu Bob Dukoff gibt es übrigens bei namm.org

Bob Dukoff Hollywood mouthpiece
Mein Bob Dukoff Hollywood Mundstück, 5*, # D709, Foto © u1amo01

Kabel analog Adieu

Angekündigt war es schon eine Weile, per aufdringlichem Laufband am unteren Bildrand: Unitymedia (vormals KabelBW) schaltet nach und nach die Analogfernsehprogramme in ihrem Netz aus. Für Flachbildschirmbenutzer nicht der Rede wert; allerdings hatte ich immer noch den alten Orionfernseher in Betrieb. Irgendwann Anfang der Neunziger im Supermarkt gekauft, 54 cm Bildschirmdiagonale und Bildröhre. Die Arbeitskollegen meinten, ich solle ihn direkt ins Technikmuseum geben. Bah. Eine bessere Ökobilanz als mit so einer Laufzeit kann man mit Neugeräten gar nicht mehr erreichen.

Symbolbild

Aber Jammern nutzt nichts, wie ein anderer Kollege meinte. Also erst einmal den Platz unter der Dachschräge ausgemessen. Hm. Mehr als ein 40-Zöller passt da sowieso nicht hin. Mit gutem Willen vielleicht 43 Zoll. Sonst kann man das Giebelfenster nicht öffnen. Und ich lasse mir doch von einem blöden Fernseher nicht vorschreiben, dass ich das Zimmer irgendwie umgestalten müsse.

Dann mit besten Absichten zum Fachgeschäft im Nachbarort. Von wegen Service, Einrichtung und Beratung. Enttäuschenderweise standen da nur 4 Geräte im Regal, nur 2 in der passenden Größe. Die waren beide von der Bildqualität nicht überzeugend – lacht mich aus, aber ein gutes Röhrengerät hat eine verflixt gutes Bild.

Der dazugekommene Chef hat uns dann sein auf jeden Fall viel zu großes Monstergerät stolz vorgeführt: fast 2 Meter breit, bestimmt mehr als einen Meter hoch. Ich hatte schon Angst, dass die auflaufenden Fußballspieler im Geschäft zu kicken beginnen.

Was mich zur Frage nach den Inhalten brachte. Ist ja schön, wenn in UltraHD jeder Pickel zu sehen ist. Als Kinofan weiß ich aber, dass kaum Spielfilme in 4K-Auflösung (Full-HD) gedreht werden. Erstaunlicherweise weil man zu viele Details sieht (wer will schon Scarlett Johannsons Pickel sehen?) und weil die anfallenden Datenmengen beim Dreh eine Herausforderung darstellen. Noch dazu haben alle Kinos vor kurzem sündteure 2K-Digitalprojektoren angeschafft. Die wenigsten dürften die Rücklagen für den Umstieg auf 4K haben. Bei einem herkömmlichen Spielfilm sah das Bild auf diesem Monstergerät gar nicht mehr überzeugend aus. Und wir haben ja eh keinen Platz.

Also die Maße der 40- und 43-Zöller notiert, dankend gegangen und zum Märchenmarkt gefahren. War uns die Auswahl beim Krämer um die Ecke zu klein, herrscht dort unüberschaubarer Überfluss. Vier endlose Reihen Geräte. Oder waren es fünf? Nach ziellosem Herumirren kurz einen Sony Bravia angestaunt, als zu groß und viel zu teuer verworfen und unverrichteter Dinge zu den Kühlschränken weitergezogen. Dort ist die Auswahl nicht ganz so schlimm.

Es kam, wie es kommen musste: der Tag der Abschaltung nahte und es gab keine Lösung. Verzweifelt zog ich den Kauf eines Digitalreceivers in Erwägung, las mich durch Infos über DVB-S, DVB-T, DVB-T2 und DVB-C (für Kabelnutzer ist nur letzteres wichtig), um daran zu scheitern, dass unsere alte Kiste noch nicht einmal einen SCART-Anschluss hat.

Also in der Mittagspause das überschaubare Angebot des hiesigen Planetenmarkts durchstreift. Die riesigen neuen Dinger mit OLED zeigen schon ein tolles Vorführbild. Allein, zu teuer und wie schon angemerkt gibt es außer Fußball nicht viel Auswahl an hochaufgelösten Ausstrahlungen.

Bei den für unseren beschränkten Stellplatz passenden Geräten sind meine Blicke an einem noch kleineren Gerät hängengeblieben. Das Bild sah gut aus, allerdings nur 32 Zoll, nicht einmal Full-HD, nur »HD ready« (Werbesprech für 1366x768px) . Aber so what? Wenn das Bild nicht so groß ist, fallen die Auflösungsunterschiede gar nicht so sehr ins Gewicht. Im Blog sieht man bei Bildgröße 300x150 Pixel auch nicht, ob das mit einem Schrotthandy oder einer Vollformatsensorkamera aufgenommen wurde. Und unverschämt preiswert war das Ding auch.

Nach langem Hin- und Her dafür entschieden. Natürlich gab es auch nur noch dieses eine Gerät. Wenn Sie einen Typen in quietschgrüner Jacke mit einem in Luftpolsterfolie gewickelten Bildschirm unterm Arm in der Fußgängerzone gesehen haben: das war ich.

Daheim festgestellt, dass das Teil wie angegossen an seinen Platz passt. Das Bild erscheint im Vergleich mit dem Vorgänger gigantisch groß. Dann begann der Kampf mit den Tücken der Einrichtung. Als Senderquelle Unitymedia auswählen, anschließend Sendersuchlauf starten (neumodisches Zeugs!) und sich wundern, dass RTL HD und Konsorten nicht entschlüsselt werden. Gelernt, dass das tatsächlich eine Zusatzoption für lustige 5 Euro pro Monat(!) ist. Und gleich noch mehr gefreut, keinen Ultradingens gekauft zu haben.

Erst hielt ich mich für zu doof, die Sendersortierung zu ändern. Per Default liegen die verschlüsselten HD-Programme natürlich auf den ersten Programmplätzen. Dank Internet gelernt, dass man vor dem Suchlauf statt auf Unitymedia auf »Sonstige« klicken muss. Schwupps lassen sich nach erneutem Sendersuchlauf die Programme sortieren, wenn auch mühsam. Als ich erstaunt 29 Programme entdeckt und 1 Stunde lang sortiert hatte, gab es überhaupt kein Bild mehr. Panik. Have you tried turning it off and on again? Alles heruntergefahren, Stecker gezogen, auch beim Kabelmodem. Mehr als 40 Sekunden gewartet (hey, da war eh noch Zeugs in den Kühlschrank zu räumen), alles eingesteckt – nichts.

Mit einem ganz miesen Gefühl ins Bett gegangen. War sowieso längst Zeit. Am nächsten Morgen, hurra, funktioniert alles. Anscheinend genau ab Mitternacht ein TV-Ausfall im Kabelnetz. Hmpf.

Jetzt fehlt noch eine externe Festplatte zum Aufnehmen. Hab schon gelesen, dass maximal 2TB unterstützt werden mit NTFS oder Fat32, WD-Platten könnten angeblich (lösbare) Probleme machen. Hm. Ob ich das Ding tatsächlich ins LAN hänge? Bequeme Mediathekennutzung in wenigen Programmen und Youtube oder Datenschutz?

Schaun'wer mal.

PS: es ist ein Sony KDL 32 WD 605

Ich mach mal schnell ein Bild

... und Google macht daraus automagisch etwas nettes.

Meine Handyknipserei lasse ich bei Google synchronisieren. Ab und zu werden für mich immer wieder überraschend von einzelnen Fotos Bearbeitungen zum Speichern angeboten. Immerhin gewöhne ich mich langsam dran, dass die meistens (immer?) besser als das Original aussehen. Ach ja.

Foto unbearbeitet
Michaelskapelle, unbearbeitet

bearbeitetes Foto
automatisch (?) bearbeitet

Merkzettel: File Manager ändern

Nur kurz für mich selber:

Bei Gnome Flashback stelle ich bei meinem Debian Jessie den Filemanager je User ein unter Anwendungen/ Systemwerkzeuge/ Einstellungen/ KDE-Systemeinstellungen/D ateimanager "Dateien" oder "Nautilus" auswählen.

Völlig unlogisch und wahrscheinlich meiner halbkaputten Installation geschuldet und nirgendwo sonst reproduzierbar. Damit ich es in einem halben Jahr noch weiß hier notiert.

Gartengießen - Zeit zum Geschichtenhören

Gartenbewässerungszeit ist für mich Hörbuch- bzw. Hörspielzeit. Damit vergeht das Gießen wie im Flug :-)

Bei Hörspielen greife ich natürlich oft zu den freien Produktionen vom Hörspielprojekt. Da ist für jeden etwas zu finden, von Horror über Science-Fiction bis Kinderhörspielen. Lediglich Komödien sind dünn gesät; schade eigentlich.

Mein absolutes Lieblingshörspiel ist »Wachwinkel und der Goldene Pling«. Ein schizophrener Zwerg, eine Gauklerin, ein eingebildeter Magier, ein beschränkter Krieger und eine kurzsichtige Elfe auf der Suche nach einem goldenen ... Triangel. Ganz mein Humor!

Bei den kommerziellen Hörspielen halte ich Ausschau nach Produktionen von Ivar Leon Menger (»Monster 1983«, »Dodo« --> Produktionstagebuch Monster 1983 Staffel 3,Mai 2017), Regisseurin Johanna Steiner oder Werken der Lauscherlounge.

Bei Hörbüchern nehme ich gern Werke von bestimmten Sprechern: Simon Jäger (Fitzek, Moore), Uve Teschner, Christoph Maria Herbst, David Nathan (z. B. Stephen King), Christian Tramitz (»Kommissar Eberhofer«) und alle Bücher der @Neubauerin bzw. für Nicht-Twitterer Krimis geschrieben von Nicole Neubauer, gelesen von Richard Barenberg.

Live-Linux: Tails

Um das Risiko beim Online-Banking zu minimieren, war ich auf der Suche nach einem Linux, das man von CD bzw. DVD starten kann. Ein Betriebssystem, das von DVD gestartet wird, kann schließlich nicht mit einem Virus infiziert werden.

Am bekanntesten ist sicher Knoppix von Klaus Knopper. Da ist alles dabei, was man üblicherweise braucht. Von DVD gestartet ist es bei meinem Rechner träge und hakt immer wieder mal beim Starten der grafischen Oberfläche. Deswegen wollte ich etwas anderes ausprobieren.

»Damn Small Linux« und »Puppy Linux« sehen auf den ersten Blick vielversprechend aus, weil sie mit wenig Platz auskommen. »Damn Small Linux« ein bisschen alt. Hmm. Aber wozu hat man Twitter? (ok, ich habe gemogelt: ich weiß ja, dass Michael für den O'Reilly-Verlag das Buch »Linux Wegweiser für Onliner« verfasst hat, deshalb habe ich ihn bei meiner Frage per @ eingebunden)

Logo Michael hat mich neben Knoppix auf Tails (siehe auch Wikipedaeintrag Tails) hingewiesen. Stimmt, das war das System, das Edward Snowden empfohlen hatte. as basiert auf Debian und scheint ständig weiterentwickelt zu werden, Fokus ist Datenschutz und Anonymität. Klingt gut.

Also habe ich mir das heruntergeladen und auf DVD gebrannt. Komfortabler ist natürlich ein System auf einem USB-Stick; weil ich es aber nur zur Abwicklung von Überweisungen nutzen möchte, ist mir der absolute Schreibschutz einer DVD lieber. Außerdem habe ich mit USB-Sticks schlechte Erfahrungen gemacht; teilweise sind die nach einigen Wochen bereits unbrauchbar geworden.

Booten scheint ähnlich lange zu dauern wie Knoppix. Der Desktop macht einen aufgeräumten Eindruck; die Softwareausstattung übertrifft meine Erwartungen: sogar mein Audio-Aufnahme- und -schnittprogramm Audacity ist vorhanden.

Der mitgelieferte Browser funktioniert direkt über das Tor-Netzwerk, was im Vergleich zu einer direkten Internetverbindung zwangsläufig langsamer ist. Im Vergleich zu meiner Knoppix-DVD hält sich das die Waage: wenn ich HTML-Formularfelder ausfülle, muss immer wieder das DVD-Laufwerk anlaufen und bis das voll dreht, kann ich nichts eingeben.

Was mir so aufgefallen ist:

  • Das Tastaturlayout steht (zumindest bei mir) nach dem Booten auf US-Layout. Für deutsches Layout gehe man auf Applications / System Tools / Settings / Personal / Region + Language / Input --> das + Zeichen anklicken, German anklicken und per Add übernehmen. Anschließend kann man rechts oben neben der Uhrzeitanzeige auf DE umstellen.
  • Wenn man mit dem sog. unsicheren Browser surft, ist die Geschwindigkeit mit der üblichen vergleichbar. Habe es aber nicht geschafft, dass bei youtube der Ton zu hören ist. Beim Tor-Browser ging das einfach so.
  • Beim Herunterfahren wird nicht wie bei Knoppix die CD ausgeworfen, was bei meinem Slot-In-Laufwerk lästig ist. Deshalb besser den Pfeil für Neustart anklicken, im Boot-Menü von Festplatte starten und die CD über das gewohnte Betriebssystem auswerfen.
  • Vor der Nutzung sollte man sich schlau machen, wie man entweder die Boot-Reihenfolge am Rechner umstellt oder wie man ein Boot-Auswahlmenü bekommt. Stichwort BIOS googeln. Bei mir kommt man per beim Starten festgehaltener Entf-Taste ins BIOS und per F12 gleich ins Boot-Ausmwahlmenü.
  • Wenn man sich unter Tails bei Twitter anmeldet, bekommt man anschließend diese Sicherheitsmail, das der Account von einen ungewohnten Ort genutzt wurde. Anscheinend sitze ich per Tor in Rumänien oder UK oder ... :-)