Skip to content

Ein Hörspiel entsteht (3)

Fortsetzung von Ein Hörspiel entsteht (2)

Acht Stunden sturmfreie Bude! Beziehungsweise Haus. Das musste ich latürnich nutzen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass Singen für mich die beste Aufwärmübung ist. Also erstmal ein paar der lästigen Hausarbeiten erledigt, dazu Lieder geschmettert und dazwischen Dialogzeilen in verschiedenen Varianten gebrabbelt. Auch hilfreich: den Text im Dialekt sprechen. Da ergeben sich die richtigen Betonungen fast von selbst. Finde ich.

http://www.hoerspielprojekt.de

Dazu habe ich einige Tassen des Sprecherzaubertranks Ingwertee getrunken. Dann zwei Seiten Text (Kaffka) laut gelesen, gefolgt von ein paar Sprechübungen. Aktuell ist sowas dran wie Tank - Dank, Mantel- Mandel, Krippe - Grippe. Was bei Kurpfälzern gerne mal zu ähnlich klingt.

Und dann los. Technik aufgebaut, alle Luken dicht (ich hab mal stundenlang ein Netzbrummen gesucht, das sich als der Kühlschrank im Nachbarzimmer entpuppt hat - die Tür war nur angelehnt), Text bereitgelegt.

Eigentlich hatte ich mir einige Requisiten zur Unterstützung ausgedacht, aus Faulheit blieb es bei einer Strickjacke, die zur Rolle passt. Ich habe von jedem Satz mindestens drei Versionen gesprochen, oft sogar 8 oder 10. Die zu brüllenden Passagen habe ich mir für das Ende aufgehoben; nach sowas ist man meistens heiser.

Anschließend Korrektur gehört, Kleinigkeiten neu aufgenommen, alles zurecht geschnitten: totaler Murks in die Tonne, Pausen gekürzt. Das Ergebnis war eine 20 Minuten lange Datei, die ich auf box.com hochgeladen habe. Sicherheitshalber habe ich mir vorgenommen, die am Folgetag nochmal zu hören, ehe ich den Zugriffslink weitergebe.

Von diesem Erfolgserlebnis beschwingt ging die restliche Hausarbeit viel leichter von der Hand. Bis mir der Gedanke kam, dass ich die Schreierei nochmal aufnehmen könnte. Dabei gibt es immer das Problem, dass man entweder zu nah am Mikrofon zu laut ist – damit ist die Aufnahme übersteuert – oder man ist zu leise oder zu weit weg, dann fehlt der Druck oder der Raumhall wird hörbar. Knifflig.

Also nochmal in mein improvisiertes Aufnahmestudio. Hmm. Warum eigentlich nur die Schreie neu aufnehmen? Der Gedanke war kaum aufgetaucht, als ich auch schon angefangen hatte, ALLES noch einmal aufzunehmen.

Erster Eindruck beim Vergleichshören: die ersten Aufnahmen kamen mir von der Stimme her frischer vor, der zweite Schwung insgesamt relaxter, tiefer und besser gespielt.

Hmm. Also alles gespeichert, Links vorab an Jan und Sonja zum Probehören geschickt. Und die Entscheidung, was ich zur Weiterverarbeitung gebe vertagt.

Mittlerweile haben von 4 von 9 Sprechern ihre Parts aufgenommen. Die restliche Besetzung ist mehr oder weniger übel mit grippalen Infekten geschlagen.

Weiterlesen: Ein Hörspiel entsteht (4)

Trackbacks

u1amo01 am : Ein Hörspiel entsteht (2)

Vorschau anzeigen
Fortsetzung von Ein Hörspiel entsteht (1) … Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht … aus Eid des Hippokrates Der Hi

u1amo01 am : Ein Hörspiel entsteht (4)

Vorschau anzeigen
Fortsetzung von Ein Hörspiel entsteht (3) Der Tag danach. Alle Aufnahmen zum Mitnehmen überspielt und in der S-Bahn auf der Fahrt zur Arbeit durchgehört. Die vermeintlichen großen Unterschiede in der Stimme konnte ich kaum wahrnehmen. Insgesamt klingt de

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Textile-Formatierung erlaubt
Formular-Optionen