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Vorhang

Die letzte Show ist gespielt, der letzte Vorhang gefallen (naja, wenn wir einen gehabt hätten). Gedanken danach.

© Adolf Kluth

Frank meinte vor der letzten Vorstellung, er hätte mit mir ein Hühnchen zu rupfen. Wie es mir einfallen könne, Spaß zu haben? Wo er mich letzten Herbst mit Engelszungen zur Mitwirkung im Salonorchester überreden musste?

Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass das funktionieren könnte. Oder gar interressant zu spielen sei. Zickige 20er-Jahre-Nummern statt lässigem Swing? Dazu Schauspieler, die singen? Und das alles in Maikammer ...

Finale
© Adolf Kluth
Es hat großartig funktioniert. Aus vielen Puzzleteilchen ist eine Produktion entstanden, die mehrfach für ausverkauftes Haus gesorgt hat. Und es hat mir großen Spaß gemacht! Ein interessanter Ausflug in die Theaterwelt. Ein munteres Völkchen, die Neustadter Schauspielgruppe. Wenn ich nicht schon in der gefräßigsten äh, besten Big Band der Welt mitspielen würde ...

Bei der letzten Vorstellung sorgte neben den Dernière-Scherzen der krankheitsbedingte Ausfall eines Hauptdarstellers für Spannung. Seine Auftritte wurden von verschiedenen Kollegen übernommen. Das Publikum hat wohl gar nichts bemerkt.

Obwohl ich froh bin, dass diese Makeup-Geschichte mit Puder, Rouge und nachgezogenen Augenbrauen ein Ende hat, hab ich – wie nach jedem großen Projekt – den After-Show-Blues. Schade, dass es vorbei ist und ich wohl die meisten Ensemblemitglieder nicht mehr treffen werde.

Vielleicht gibt es Zusatzvorstellungen; einige Anfragen hat es gegeben. Allerdings halte ich das für unwahrscheinlich; viele haben einen übervollen Terminkalender und bei der großen Anzahl an Beteiligten wird es sicher schwierig, das noch einmal aufzuführen. Aber ich hatte mich ja auch zu Anfang geirrt, als ich dem Projekt wenig Chancen eingeräumt hatte.

Jedenfalls freue ich mich auf die Aufzeichnung, die der Offene Kanal gemacht hat. Ich habe zwar die sechs Shows gespielt, aber nie gesehen – weil der Flügel im Weg stand.

Fotos auf Adolfs Flickr-Account und Holger Knechts Blog. Mehr zur Revue auf der Seite der Neustadter Schauspiel­gruppe. Mehr zur Revue hier im Blog unter der Kategorie Revue.

Vorankündigung: Das Sommerstück »Das Haus in Montevideo«

Am 25. + 26. 27.07.2014 und am 1., 2., 3., 8., 9., 10., 14. und 15. August 2014 spielt die Neustadter Schauspielgruppe auf der Freilichtbühne die Kömödie »Das Haus in Montevideo« von Curt Goetz. Regie führt Uwe Hörner, in den Hauptrollen (wahrscheinlich?) Rolf Memmel und Didi Koch (mehr habe ich noch nicht erfahren, sorry).

Im Park der Villa Böhm in Neustadt an der Weinstraße, jeweils um 20 Uhr. Weitere Infos demnächst auf der Webseite der Neustadter Schauspielgruppe. Und ganz sicher wird es auch wieder Probenfotos von Adolf Kluth geben :-)

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Kommentare

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Adolf am :

Hallo Klaus,

den After-Show-Blues haben alle. Das ist wie einst am Ende des Sommers, wenn man braun gebrannt und mit einem großen Sack schmutziger Wäsche aus dem Ferienlager zurückkehrte und wusste, dass man (fast) alle Ferienfreunde frühestens in den nächsten großen Ferien wieder treffen würde.

Und dazu diese Ohrwürmer! Dorothee, Ann-Christin und ich haben uns in den letzten Wochen mehrfach bei Begegnungen im Schulhaus kommentarlos die jeweils aktuellen Ohrwürmer genannt. So wusste jeder, was im Kopf des jeweils anderen gerade für ein Film läuft. Daraus ergaben sich bezaubernde, leicht dADaistisch anmutende Dialoge wie zum Beispiel:
“Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau‘n” – “Davon geht die Welt nicht unter” – “Ich lass‘ mir meinen Körper schwarz bepinseln”

Für Außenstehende muss sich das recht bizarr anhören.
Ich habe mir vorgenommen, jetzt wieder ganz oft Ramms+ein zu hören, damit die Ohrwürmer weggehen. Bis heute habe ich es aber noch nicht über’s Herz gebracht.

Und ja: Es wird bestimmt wieder Bilder geben ;-)

Ist schon bekannt, ab wann die Aufzeichnung im OK zur Verfügung steht?

Gruß

Adolf

Klaus am :

Du liebe Zeit. Was da wohl die Schüler denken?

Rammstein ist nicht so meine Musik. Habe bisher aber auch noch gar nix gehört. Ist ja lustig, wenn man Isoldes “Emil” im Kopp hat nach dem Aufstehen.

Schön, dass es wieder Bilder geben wird!

Keine Ahnung, wie lange es mit dem OK dauert. Meistens dauert das ewig. Unser Tontechniker Frank hat den Ton mitgeschnitten, der OK nur das Bild. Das muss aufbereitet
und zusammengeschnitten werden, die Kameraeinstellungen ausgewählt
werden.

Ein Stall voll Arbeit.

Nun denn. Ich werde mir auf jeden Fall das Sommerstück anschauen. Vielleicht läuft man sich ja auch vorher mal über den Weg? Würde mich
freuen.

Viele Grüße,
Klaus

Adolf Kluth am :

Wie? Noch nie Rammstein gehört? Die poetischen Texte aus der Feder des Meisters noch nie genossen? Dann nimm für den Anfang mal dieses Video zu einem (zugegeben musikalisch für die Band untypischen) Stück.

http://vimeo.com/62285368

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