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Overdubbing

Der Weg zu einer Big Band CD kann lang sein. Pfingsten 2006 hatten wir den ersten Schwung aufgenommen, im Herbst die zugehörigen Soli. Erst im Februar 2007 konnten wir Musiker, Saal und Toningenieur wieder unter einen Hut bringen für die zweite Hälfte. Dabei habe ich eine Menge Fotos gemacht. Wobei ich mit den Ergebnissen nicht zufrieden bin; aber während gespielt und aufgenommen wird, kann man schließlich schlecht fotografieren.

Heute haben wir die ersten improvisierten Soli zu den Februaraufnahmen eingespielt. Wegen Terminschwierigkeiten waren nur Sandra und ich ins Musikstudio 2 des SR gefahren. Erfreulicherweise stellte sich das als eine Art Kammermusiksaal heraus mit einer angenehmen Akustik. Ich hatte ja schon befürchtet, dass man da in einem kleinen Kämmerchen steht, umgeben von Schallschutzmatten.

Nach einer knappen Stunde und jeweils einem Dutzend Takes pro Solo waren alle zufrieden. Weil bei meiner besten Soloversion der nach oben gezogene Schlußlauf nicht so schön war, hat Ralf per copy & paste mit ein paar schnellen Mausklicks eine Handvoll Töne aus einer anderen Version eingefügt. Schneller als ich hier einen Absatz verschiebe. Erstaunlich, was die Technik möglich macht.

Nächste Woche sollen dann die noch ausstehenden Soli von den Kollegen aufgenommen werden; im Mai erfolgt die Endmischung - das wird knapp bis zum vorgesehenen Verkaufsbeginn am 07.07.2007.

Trackbacks

u1amo01 am : Wie war's eigentlich im Studio?

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Jetzt steht im Blog die Playlist, Bestellinks zu den CDs – aber wie war’s eigentlich so, als Gast live im Studio? Aufregend – wobei sich das im Laufe der Sendung nach und nach gelegt hat. Ich werde mich nie wieder über Moderatoren von Live-Sendungen lu

Kommentare

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Frank am :

Hallo Klaus,

“Weil bei meiner besten Soloversion der nach oben gezogene Schlußlauf nicht so schön war, hat Ralf per copy & paste mit ein paar schnellen Mausklicks eine Handvoll Töne aus einer anderen Version eingefügt. Schneller als ich hier einen Absatz verschiebe. Erstaunlich, was die Technik möglich macht.”

Mir ist natürlich klar, daß dies die zeitgemäße Variante einer Plattenaufnahme ist aber ganz wohl ist mir dabei nicht.

Ich vergleiche das gern mit der Fotografie. Da gibt es die “straight photography”, bei der schlicht nur das Bild aufgenommen wird und später nichts manipuliert werden darf. Und auf der anderen Seite des Spektrums finden sich die Montagen, bei denen man seinen Augen nicht trauen darf, weil Realität nicht mehr von Montage unterschieden werden kann.

So wie Photoshop dazu verführt, das Bild zu glätten, Störendes und Nicht-Perfektes zu entfernen um ein möglichst glattes, perfektes Bild zu bauen, so könnte es auch bei Musik sein, wo jeder kleinste “flaw” eliminiert wird, obwohl das Musik auch menschlich macht.

Ich weiß nicht, ob es nicht besser wäre, den Lauf vielleicht nicht ganz perfekt zu hören, stattdessen mit dem guten Gefühl, daß da keiner mit der Computer-Maus nachgeholfen hat.

Also keine Kritik, nur ein Gedanke. Und vielleicht eine Erklärung dafür, daß ich Live-Aufnahmen so besonders mag.

Grüße

Frank

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