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Systemwechsel 3: Installation

Wichtigste Regel: nimm Dir Zeit! Nichts ist schlimmer als ein Termin, während der Rechner noch am Rödeln ist. Oder noch nicht fertig konfiguriert. Oder man – wie ich – früh ins Bett wollte ...

Dann sollte man kontrollieren, ob das Backup lesbar ist und vollständig aussieht. Ein Kollege hat neulich seine Daten verloren und erst beim Restore-Versuch gemerkt, dass die externe Platte kaputt war. Die täglichen Backups sind im Datennirvana gelandet.

Weil die Linux-Mint-Installations-DVD über 900 MB Inhalt hatte, habe ich nicht erwartet, dass da viel übers Netzwerk dazugeholt werden würde. Trotzdem habe ich geschaut, dass eine ordentliche Internet-Verbindung zur Verfügung stand. Und ein laufender Zweitrechner, falls irgendwas nachzuschlagen wäre.

Logo LMDE Also tief Luft geholt, DVD eingelegt, Linux Mint gestartet und Installation angeklickt. Nach den üblichen Angaben zur Sprache, Keyboard-Layout etc. kam die Frage, wohin Linux Mint installiert werden solle. Die von der letzten Installation vorhandenen drei Partitionen für root, swap und home habe ich so gelassen, aber neu formatiert. Wieder mit ext4. Damit hatte ich bisher nie Probleme.

Bereits 15 Minuten später war das System installiert. Wow. Noch unter den Mauseinstellungen das Touchpad konfiguriert und fertig. Fertig? Von wegen. Weder Thunderbird noch Firefox wollten starten. Oha. Den wichtigsten Hotliner-Ratschlag befolgt (»Haben sie es schon mit Ein- und Ausschalten probiert?«) – nichts.

Nach Aktualisierungen gesucht ... und Überraschung! über 900 MB zu aktualisierende Pakete gefunden!?! Habe ich für die Installation irgend ein altes Image erwischt? Egal, beim Runterladen zugeschaut und gewartet. Und gewartet. Entweder war meine Internet-Anbindung doch nicht so gut, wie der Provider behauptet. Oder die Server auf der Gegenseite hängen an einem Strohhalm.

Stunden später war der Download fertig, gefolgt von der Installation. Die wurde immer wieder unterbrochen durch Rückfragen, ob man die Konfiguration für Programm foobar behalten oder aktualisiert haben wolle. Doof, weil man deshalb immer wieder ein Auge auf den Rechner haben muss.

Schließlich war alles fertig. Sicherheitshalber den Rechner neu gestartet. Jetzt scheint alles zu funktionieren. Also her mit dem Block und die Mailkonten in Thunderbird konfiguriert. Danach die Firefox-Plugins heruntergeladen und installiert. Wenn jetzt noch die Daten zurückgespielt sind, fehlt nur noch GnuPG und ssh.

Abgesehen von der endlos langen Dauer eine problemlose Neuinstallation auf meinem älteren Lenovo G550 Laptop. Vielleicht gibt es ein aktuelleres Installationsimage als das, das ich erwischt habe.

Überraschend, wie leise der Rechner plötzlich ist. Ich dachte erst, der Lüfter sei kaputt. Der springt im Vergleich zu Ubuntu viel seltener an. Entweder erzeugt das System weniger Last oder die Lüftersteuerung ist besser (ich hoffe mal, dass sie nicht defekt ist ...).

Linux Mint sieht sehr übersichtlich aus. Vielleicht ein bisschen viel Grau, aber das kann man ja ändern. Und in Firefox sehen Checkboxen ein wenig fitzelig aus. Eventuell lässt sich auch das ändern. Der erste Eindruck von Linux Mint Debian Edition ist jedenfalls sehr angenehm.

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