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Bleib daheim

Eigentlich wäre das Material für Marks Blog Bleib daheim. Ich wollte ja schon immer mal New York sehen. Den Grand Canyon, New Orleans. Die Universal Studios. Disneyland. Hab ich noch nicht gemacht, weil ich nicht gerne fliege. Und weil so ein Trip nicht gerade billig ist.

Nach Lektüre dieser Berichte will ich da gar nicht mehr hin:

Schade eigentlich.

Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen - Teil 16

Cover

So langsam wünsche ich mir doch ein Tonstudio. Nach der Aufnahme von Teil 16 stellte ich fest, dass der Notebookventilator im Hintergrund zu hören war. Weil ich nicht alles noch einmal machen wollte, beschloss ich das zu ignorieren. So von wegen nach Komprimierung zu mp3 hört man das sowieso nicht und wenn man die Folge am PC hört, geht das im Rauschen unter.

Nicht sehr professionell, gebe ich zu. Wurde auch prompt bestraft: beim Zusammenschneiden hat sich Audacity aufgehängt. Und beim Versuch das unter anderem Dateinamen zu speichern und zu retten ist der Rechner so abgestürzt, dass nur Akku entfernen geholfen hat.

Wie jedes Ding hat auch das eine schlechte und eine gute Seite. Statt das Dateireparaturgebot von Audacity nach dem Neustart anzunehmen, habe ich den Kram gelöscht und neu gelesen. Dieses Mal ohne Störgeräusche. Und viel flüssiger. Also fast eine Win-Win-Situation ;-)

Viel Spaß beim Hören!

mp3-Datei Teil 16 herunterladen

Alle bisher eingesprochenen Teile sind auf der Seite »Erdbeben« zu finden.


Creative Commons Lizenzvertrag
Das Leben ist ein Erdbeben - Hörbuch
von Klaus Neubauer
steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.
Das gelesene Buch wurde von Fabian Neidhardt geschrieben.
http://www.mokita.de

Veranstaltungstipp: Lesung mit Heidrun Jänchen, Karsten Kruschel und Armin Rößler in Wiesloch

Plakat Literaturtage Wiesloch»Aufgemacht in andere Welten«, Lesung mit Heidrun Jänchen, Karsten Kruschel und Armin Rößler.

Am 12.10.2013 ab 20:00 Uhr in Wiesloch, EnBW, Hauptstraße 152, im Rahmen der 30. Baden-Württembergischen Literaturtage.

Die Kurzgeschichtensammlung »Willkommen auf Aurora« von Heidrun kann ich wärmstens empfehlen!

Bei der Gelegenheit: Auf den Seiten des Wurdackverlags habe ich hocherfreut die »Bordbuch-Delta-VIII«-Klassiker von Mark Brandis wiederentdeckt, die ich als Jugendlicher in der Leihbücherei verschlungen habe. Die waren immer verliehen, mussten vorbestellt werden und dann hieß es ungeduldig warten. Schön, dass es die wieder zu kaufen gibt.

Word Up!

Seit ich Fabians Buch »Das Leben ist ein Erdbeben ...« gelesen und seine Website mokita.de kennengelernt habe, war mir klar, dass ich irgendwann zu einem Poetry Slam gehen würde, bei dem Fabian auftritt. Hat bisher noch nicht geklappt.

Seit August beschäftigt sich die Nichte meiner Frau mit Poetry Slams. Und letzten Mittwoch hat sie bei Word Up! im Heidelberger DAI teilgenommen. Klar, dass wir hin gingen. Nicht klar war mir, was bei einem Poetry Slam so passieren würde. Ich war gespannt und erlebte einen unterhaltsamen, in vielerlei Hinsicht überraschenden Abend.

Die erste Überraschung: selbst bei Konzerten mit namhaften Jazzmusikern habe ich das DAI gerade mal halbvoll erlebt. Bei Word Up! war der Saal brechend voll. Das hätte ich nie erwartet.

Zu Beginn wurden freundlicherweise für Newbies die Regeln erläutert: 12 Teilnehmer treten in Gruppen von 4 gegeneinander an. Erlaubt sind nur eigene Texte egal welcher Art, keine Kostüme, kein Gesang, Vortragsdauer maximal 6 Minuten. Das Publikum entscheidet durch Applauslautstärke. Die Gewinner der 3 Gruppen treten in der Endrunde mit einem anderen Text gegeneinander an.

Weil einer der Teilnehmer kurzfristig abgesagt hatte, wurde in die Runde gefragt, ob jemand zufällig Texte dabei hätte und teilnehmen wolle. Sofort meldete sich eine Frau aus Mannheim.

Dann wurde die Auftrittsreihenfolge ausgelost und die Teilnehmer traten der Reihe nach ans Mikrofon. Das war für mich die nächste Überraschung: niemals habe ich mit so guten und unterhaltsamen, teils lustigen oder ernsten Texten gerechnet. Die Stimmung im Saal war großartig.

Zum Glück hatte ich Schreibzeug dabei (ein Hoch auf den Taschen­begleiter!) und konnte mir die Namen der Dichter notieren, die mich am meisten beeindruckt haben: Daniel Wagner (http://www.assi-muse.de) mit seinem Text über die Gründe, warum wir zwar Thunfische aber keine Delphine verspeisen; Kathi Mock, die über Wut sprach; Debbie Schefoer mit ihrem zunächst lustigen Gedicht über Schokolade, bei dem einem gegen Ende das Lächeln gefriert (Stichwort Kinderarbeit) und Johannes Berger mit dem am schnellsten gesprochenen Text aller Zeiten über Hektik und Stress.

Die Zeit verging wie im Flug. Am Schluss die letzte Überraschung: die Nichte hat gewonnen.

Aufnahmeausrüstung

Im Februar hatte ich eine Audio-Wunschliste gebloggt. Mittlerweile bin ich ganz gut ausgestattet; teils mit ganz anderen Geräten als geplant. Eine kurze Übersicht.

Zur Aufnahme nutze ich meinen angestaubten Laptop mit Linux Mint Debian Editition mit dem freien Programm »Audacity«. Das verwende ich, um die unver­meidlichen Lesefehler zu korrigieren. Auf Kompression und andere Klangbearbeitung verzichte ich, weil ich mich damit noch nicht ausreichend beschäftigen konnte. Gespeichert wird in Mono mit 44kHz im Audacity-Format. Für die Veröffentlichung hier im Blog werden die fertigen Dateien nach mp3 (64 kBit/s) und Ogg-Vorbis konvertiert.

Als Schnittstelle zum Rechner nutze ich ein gebraucht gekauftes Tascam US-122 (wird nicht mehr gebaut). Nach einiger Herumsucherei in Foren habe ich die Firmware für Linux gefunden (am besten nach der eigenen Linux-Distribution und »US-122« suchen; siehe auch alsa-project.org --> Firmware herunterladen, auf der Shell ist dann noch der Befehl sudo usx2yloader nötig).

Als Mikro habe ich mir das Rode Procaster gegönnt, gleich mit Spinne. Wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dass man beim Sprechen fast am Mikrofon kleben muss (dynamisches Mikrofon), funktioniert das wunderbar. Der knapp 80cm hinter dem Mikro surrende Laptoplüfter stört nicht und die Raumakustik spielt auch kaum eine Rolle.

Natürlich musste dafür ein ordentliches Kabel her; das Cordial CTM 3 FM scheint mir eine gute Wahl gewesen zu sein. Anfangs waren mir die drei Meter »Länge« ein bisschen kurz; mittlerweile komme ich gut damit zurecht.

Den zuerst genutzten Sennheiser PCX250-Kopfhörer (Reisekopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung) habe ich durch einen geschlossenen Sony MDR 7506 ersetzt. Gefällt mir vom Klang und Tragekomfort sehr gut. Nur im Sommer schwitzt man recht schnell.

Jetzt müsste ich nur endlich den »Kleinen Hey« durchackern. Und regelmäßig üben. Und aufnehmen. Und überhaupt.

USA verweigern Ilja Trojanow die Einreise

Wie ich bei Herrn Stadler erfahre, verweigern die USA dem Schriftsteller Ilja Trojanow die Einreise ohne Angabe von Gründen.

Es wird spekuliert, ob dieses Verbot etwas mit einem offenen Brief an unsere Bundskanzlerin zu tun haben könnte. Darin wird eine »angemessene Reaktion auf die NSA-Affäre« gefordert. Ilja Trojanow gehört zu den Erstunterzeichnern.

Wenn die USA alle 70.000 Unterzeichner dieser Petition auf die schwarze Liste gesetzt haben sollten, muss ich mir keine Gedanken mehr um einen USA-Urlaub machen. Vielleicht hätte man nicht ausgerechnet eine amerikanische Plattform dafür verwenden sollen. Die URL http://www.change.org/nsa schreit ja nach Kontrolle durch die entsprechenden Dienste ...

PS: fast noch mehr erschüttert mich, dass Juli Zeh, Verfasserin der Petition und Trojanows Mitautorin des Buchs »Angriff auf die Freiheit«, diese Nachricht ausgerechnet über Facebook verbreitet.

Mittlerweile gibt es auch einen Bericht von Trojanow selbst bei der FAZ.