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Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen

Buchcover Das Leben ist ein Erdbeben ...
CC BY-NC-SA 3.0
Fabian Neidhardt mokita.de

Über Christians Blog bin ich auf Fabians Buch aufmerksam geworden. Gibt es als PDF (umsonst!) oder gedruckt über Amazon. Also dort bestellt. Weil ich lieber Papier in der Hand habe. Und weil der Verfasser damit Geld verdient.

Morgens angefangen zu lesen, die ersten 25 Seiten in der S-Bahn auf dem Weg zum Büro. Dann weiter auf der Rückfahrt, beim Abendessen, danach. Irgendwo bei Seite 160 das Licht ausgemacht. Und am nächsten Tag beim Frühstückskaffee ausgelesen. Natürlich musste ich dazu einen Blogartikel verfassen.

Inhalt

Der Roman erzählt die Geschichte von Will, der sich in Stuttgart als freier Schriftsteller durchschlägt. Nachdem ihn seine langjährige Freundin aus der gemeinsamen Wohnung geworfen hat, steht er buchstäblich im Regen. Ohne Geld, ohne Dach über dem Kopf. In der Not bittet er seine Schwester um Unterkunft. Die kann ihn nicht ausstehen. Nur weil sie geschäftlich verreisen muss und jemanden braucht, der währenddessen ihre drei Kinder hütet, nimmt sie Will auf.

Will mag Kinder nicht besonders, aber er hat keine Wahl. Also spielt er tagsüber Kindermädchen, nachts hängt er mit seinem Freund Sam in Kneipen herum. Sein Freund besorgt ihm auch einen Job – als Schreiber von Pornoheftchen. Als wäre nicht alles schon kompliziert genug, kommt auch noch eine Affäre (vielleicht Liebe?) dazu. Mehr verrate ich nicht.

Kommentar

Foto Fabian Neidhardt
Fabian Neidhardt | Verwendung mit freundlicher Genehmigung

»Das Leben ist ein Erdbeben ...« zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. In klaren Worten schildert Fabian Neidhardt verblüffend authentisch wirkende Szenen. In Verbindung mit den eingestreuten Erinnerungen des Protagonisten hatte ich den Eindruck, einen Tatsachenbericht zu lesen, keinen Roman.

Fabian ist ein guter Erzähler, der eine fesselnde Geschichte geschrieben hat mit allem, was das Leben ausmacht: Komik, Sex, Katzenjammer, Leidenschaft, Liebe und Trauer. Ich freue mich auf sein nächstes Buch.

Herstellung und Vertrieb

Weil Fabian unbedingt eine kostenlose Version des Romans zum Download im Internet anbieten wollte, hat er gar nicht erst nach einem Verlag gesucht. Die machen so etwas eigentlich nie mit. Zusammen mit Freunden hat er am Text gefeilt (mein Buch ist Version 1.12.2), Lektorat, Satz und Covergestaltung gemacht. Bei einem Buch, das unter CC BY-NC-SA steht, ist es nur konsequent, dafür eine freie Schrift zu nehmen: die »Vollkorn« von Friedrich Althausen (ich freue mich immer, wenn die benutzte Schrift genannt wird). Gedruckt wurde es bei Create Space; deshalb ist es als Taschenbuch nur bei Amazon erhältlich.

Wer mehr über die Entstehung des Buches wissen möchte, wird in Fabians Blog mokita.de fündig. Dort findet man auch Links zu den verfügbaren elektronischen Formaten die man kostenlos herunterladen kann (Wer die Kostenlos-Variante wählt und Fabian trotzdem etwas zukommen lassen will, kann z. B. bei seinen Amazon-Wunschzettel vorbeischauen; auf der Website gibt es auch einen PayPal-Spendenbutton)

Fabian Neidhardt, »Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen«, 213 Seiten, 10,- Euro bei Amazon oder kostenlos als PDF und in anderen Formaten.

Sommer ist, was in deinem Kopf passiert

»Scheiß aufs Wetter, egal ob man friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert. «
Wise Guys

Christian hat das Kontrastprogramm zu allen Blogbeiträgen mit Eis und Schnee. Gute Idee! Hier ein Bild von Fischen.

Vom Aufstieg verschwitzt träge auf dem Boden liegen, die Grashalme pieken, der Geruch nach Gras und Kuh, die Luft flirrt vor Hitze, die Aussicht genießen ...

Foto: Auf dem Hausberg

Schneechaos

Für Januar völlig überraschend hat es gestern begonnen zu schneien. Also am Abend die Ausrüstung kontrolliert. Gefütterte Winterstiefel bereitgestellt? Check. Handschuhe? Check. Streusalz? Check. Schneeschieber? Check! Alles bereit. Wecker früher gestellt. Im Fernsehen läuft eine Stalingrad-Doku.

Morgens eine hastige Tasse Kaffee, dann in den Einsatz. Teufel, mindestens 18 Millimeter Schnee! Dazu eisige 1,7 Grad unter null. Mit dem Schneeschieber befreie ich den Gehweg von seinem Eispanzer. Ginge auch mit dem Besen, aber dann würden die Nachbarn nicht hören, dass es höchste Zeit ist, aus dem miefig warmen Bett zu steigen und Räumdienst zu leisten. Anerkennend nicke ich der Nachbarin zu. Sie schleppt gleich zwei Eimer Streusalz herbei. Kein Fußbreit der weißen Pest!

Auch am Bahnhof wird wacker gekämpft. Mitarbeiter der Stadtwerke in orangefarbenen Warnwesten laden Schneeschieber und Salz aus ihrem LKW. Natürlich ist der Nahverkehr der Herausforderung nicht gewachsen und völlig zusammengebrochen. Die S-Bahn hat 4 (!) Minuten Verspätung. Skandalös.

Höchste Zeit für mehr Videoüberwachung. Und Bundeswehreinsätze im Innern! Kampfmittelstreudienst! Blauhelmeinsatz!!

Einen schönen Tag noch.

Zeichensalat

Die Selbsthilfegruppe »UTF-8-Probleme« trifft sich heute im grünen Saal.

Aus aktuellem Anlass nachträglich ein Fluch für die Erfinder der Umlaute. Oder die Erfinder der Computerzeichensätze ohne Umlaute.

Die Freiheit (?) nehm ich mir

Was habe ich mich darüber schon aufgeregt. Bei Problemen mit »Verified by Visa « die Spaßkassenhotline angerufen, zur Kreditkartenhotline verwiesen worden – und wieder zurück. Aufgegeben und mit einem eigens eingerichteten PayPal-Account bezahlt.

Irgendwann hat es dann seltsamerweise doch funktioniert und ich war zufrieden. Bis ich Jan Schejbals Artikel Verified by Visa - Unsicherheit mit System gelesen habe. Seitdem will ich nur noch bar zahlen. Oder vielleicht kommen wir wieder auf den Tauschhandel zurück?

Take back the web

Das war einmal der Slogan der Firefox-Fans. Für den sie von den Microsoftjüngern ausgelacht wurden. Das ist mir wieder eingefallen, als ich Johnny Haeuslers Artikel 2013: Das Web zurückerobern gelesen habe.

Statt uns in Twitter, Facebook, Google+ und wie sie alle heißen zu verzetteln, sollten wir wieder mehr bloggen. Auf eigenem Webspace. Inhalte, die unserer Kontrolle unterliegen. Nicht irgendwelchen neureichen Kids. Damit es auch in Zukunft ein freies Web gibt. Und die Zukunft beginnt – jetzt!

Chapeau, Meister Haeusler.

Jochen Welsch

Wie fast jedes Jahr hatte ich wieder die Kamera dabei, um während der Probe die Kollegen beim Workshop zu fotografieren. Hier ein Bild unseres Gastdirigenten und Solosousaphonisten Jochen Welsch. Wie immer von meinem Platz in der Band aus gemacht – also Saxophon in einer Pause kurz wegstellen, Kamera schnappen und abdrücken. Selbstverständlich ohne Blitz.

Jochen Welsch Jochen Welsch | Nikon D90, Nikkor 50mm/f1.8 | CC BY u1amo01