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Neues Jahr

Wir sehn aufs alte Jahr zurück
und haben neuen Mut.
Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Die Zeit ist immer gut!

Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Wir ziehen froh hinein.
Und: »Vorwärts, vorwärts! Nie zurück!«
soll unsre Losung sein.

Hoffmann von Fallersleben

Klangvorstellung

In der letzten Zeit schrieb ich viel über Saxophonmundstücke. Don Menza demonstriert in diesem Video anschaulich, dass man mit der richtigen Vorstellung jeden Klang erzeugen kann.

2005 war Don bei unserem Neujahrskonzert der Stargast. Und weil er kein eigenes Saxophon mit über den großen Teich bringen wollte, hat er sich von seinem ehemaligen Bandleader Max Greger eine goldene Kanne geliehen. Natürlich mit fetten Schriftzug »Max Greger« auf dem Becher.

Dr. Beutelspacher, Don Menza Michael Beutelspacher und Don Menza bei der Probe

Radfahren bei Glätte

Aus aktuellem Anlass hat die Rad-Spannerei 8 Tipps für das Radfahren bei Glätte veröffentlicht.

Bei Schmuddelwetter sind Beleuchtung, Reflektoren und gut sichtbare Klamotten noch wichtiger als sonst (neulich bei Regen hat mich wer mit einem SCHWARZEN Regenumhang überholt ...).

Weitere Tipps gibt der ADFC.

Nachtrag: Licht hatte der Mann im schwarzen Cape auch nicht an. Und es war dunkel. Vielleicht war's Zorro im Einsatz?

Vorbereitungen

Altsaxophon Die regulären Proben für Jazz an Neujahr mit der Blue note Big Band sind abgeschlossen. Wie jedes Jahr geht es nach Weihnachten für ein paar Tage zu einem Workshop, dieses Jahr in die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz in Neuwied.

Dort wird dann von morgens bis abends mit Christian Elsässer und Menzel Mutzke geprobt. Christians Suite in drei Sätzen ist anspruchsvoll und wird noch einiges an Arbeit erfordern. Mit ungeraden Taktarten kämpfe ich sowieso immer.

Bisher hatte ich nur Tenor- und Sopransaxophonstellen; vielleicht kommt zu Ehren des verstorbenen Bob Brookmeyer noch ein Arrangement von ihm ins Programm. Dafür bräuchten wir im Satz fünf (!) Klarinetten.

Dieses Mal werde ich einen Laptop dabei haben. Vielleicht schreibe ich von dort aus ein paar Einträge. Mal sehen, ob dafür Zeit bleibt.

Tenorsaxophonmundstücke

Tenorsaxophonmundstücke Erschreckend, was sich so alles ansammelt. Wobei das nur meine Tenorsaxophonmundstücke sind und zwei Ed-Sperber-Mundstücke (mit denen ich mich als Anfänger herumgequält habe) fehlen. Keine Ahnung, wo die herumfliegen. Und wie das Hüller in meine Schublade geraten ist, weiß ich auch nicht. Hab ich nie gespielt.

Von links nach rechts: Otto Link Tone Edge 6, Sigurd Rascher, G. H. Hüller, Bobby Dukoff Hollywood 5*, Otto Link Super Tone Master 7* und 5.

Link und Dukoff Das Link 7* aus den 80ern habe ich jahrzehntelang gespielt. Seit ein paar Tagen bin ich auf das Dukoff »Hollywood« 5* umgestiegen.

Keine Panik: der Sound hat mit den modernen Dukoff-Mundstücken wenig zu tun. Die neuen klingen ziemlich schneidend und sind aus einer sehr, hmm, ... merkwürdigen Legierung gefertigt. Wer eins in der Hand gehabt hat, weiß was ich meine.

Bobby Dukoff Hollywood 5* Dieses alte aus den 40er Jahren klingt rund und voll, gleichmäßig von oben bis unten. Die Bezeichnung 5* hat mit der heutigen Bezeichnung wenig zu tun; die Bahn ist wesentlich offener, wenigstens wie ein 6* Link. Vielleicht mehr.

Alle Fotos: Nikon F80, Nikkor 1.8/50mm, Fuji 800 ASA-Film

BTW, es gibt ein interessantes YouTube-Video über alte Dukoff-Mundstücke von Matt Stohrer. Noch mehr Infos zu alten Mundstücken bietet das mouthpiecemuseum.com.

Saxophonistenkrankheit (3)

Fortsetzung von Saxophonistenkrankheit (2)

Plattenhülle Zufällig habe ich bei einem Online-Händler das gleiche Mundstückmodell entdeckt, das Dexter Gordon bei seinen berühmten Blue note Aufnahmen (»Go«, »Doin' allright«, »A Swinging Afair«) gespielt hat (Naja, zumindest vom gleichen Hersteller, gleiche Bahnöffnung wie das Teil, das er mit großer Wahrscheinlichkeit gespielt haben könnte – kugelfeste Angaben dazu gibt es nicht).

Trotz des horrenden Preises musste ich mir das Ding zur Ansicht (is klar, ne?) bestellen. Vielleicht würde es mir ja gar nicht liegen. Dann wäre das Thema erledigt.

Sonntag vor einer Woche habe ich das Teil aus der Post gezogen, ausgespült, drauf gemacht, angespielt – und es hat mich umgehauen. Noch nie habe ich ein Mundstück probiert und stand anschließend andächtig staunend davor. Das Ding scheint wie für mich gemacht. Es ist wesentlich präsenter im Klang als mein bisheriges Mundstück. Mehr Kern. Und lautstärkemäßig sind ungeahnte Reserven drin. Wichtig bei unverstärkten Jam Sessions. Damit komme ich ein gutes Stück näher an den Dexter-Gordon-Sound. Ein Conn 10M habe ich ja schon.

Der finale Test war dann eine Bigbandprobe. Beim letzten Testmundstück haben die Kollegen gleich gemault, das damit meine Intonation noch schlechter sei als sonst. Beim aktuellen Teil meinte Bernd, da sei die richtige Intonation anscheinend eingebaut.

Damit habe ich mein Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr! Auf einem 1936 gebauten Saxophon sollte man auch ein Mundstück aus den 40ern spielen. (Falls ich wider Erwarten doch nicht dauerhaft glücklich damit werde, kann ich es immer noch für einen guten Preis in der Bucht weiterverkaufen)

Bob Dukoff Hollywood Jetzt habe ich vor lauter Begeisterung das Fabrikat vergessen zu erwähnen. Bisher spielte ich ein Otto Link 7* aus den 80er Jahren. Jetzt ein 5* Bob Dukoff »Hollywood«, vermutlich von 1945.

Mehr Infos zum Dukoff bei Theo Wannes Mundstückmuseum.

Endlich: das Aus für das ZugErschwG

Die Stoppschilder-Debatte, Zensursula – scheinbar alles vor einer gefühlten Ewigkeit passiert. Aber erst heute wurde vom Bundestag das Zugangserschwerungsgesetz endgültig (?) beerdigt.

Ein großes DANKE an den AK-Zensur und an alle, die gekämpft haben.


Nachtrag

Hadmut hat ganz recht mit seinem Artikel Die Kinderpornosperre ist tot – Ursula von der Leyen lebt: besoffen von diesem kleinen Sieg vergessen wir die wirklich wichtigen Fragen.

Auch Christian relativiert das Ganze in seinem Beitrag Nur ein Faustkeil im Cyberwar.