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O tempora, o mores

Ich kann's nicht mehr hören. Das Geschwätz der Guttenberg-Fans von den paar Fußnoten und Hauptsache, er mache seinen Ministerjob ordentlich.

Es geht NICHT um eine Handvoll vergessener Anführungszeichen und auch nicht um »angebliche« Fehler: für jedermann nachvollziehbar beweist Guttenplag, dass mindestens 70 Prozent der Seiten der Dissertation zusammengeklauten Inhalt haben und dass Wortänderungen zur Verschleierung vorgenommen wurden.

Diese Arbeit ist Betrug. PUNKT. Noch dazu hat Googleberg den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages mitarbeiten lassen. Damit hat er UNSERE Steuergelder für seinen Doktortitel ausgegeben. Und so jemandem soll man den Verteidigungshaushalt anvertrauen?

Und nein, er macht KEINEN guten Job als Verteidigungsminister (Gorch Fock, Talkshow mit Frau und Kerner in Afghanistan, geöffnete Feldpostbriefe; siehe NZZ Online).

Und er ist mittlerweile (?) so arrogant (weltfremd? abgehoben?), dass er die Presse nach Gutsherrenart verschaukelt.

Können wir den Herrn bitte zurück auf seine Ritterburg schicken? Ich möchte lieber von den Marx-Brothers regiert werden. Oder noch besser: Danny Kaye.

Die Haargelindustrie wird es verschmerzen.

PS: nachdem für Herrn Dr. Guttenberg die Plagiatsvorwürfe letzte Woche noch abstrus waren, er ein paar Tage später den Doktortitel bis nach der Prüfung durch die Universität Bayreuth ruhen lassen wollte (aber nur bis dann), mag er jetzt gar nichts mehr vom Doktorspielen wissen. Nachdem er sich vorher mit fremden Federn summa cum laude geschmückt hat, bezeichnet er seine Dissertation jetzt als Blödsinn. Schönes Lob für die Damen und Herren, die die Originaltexte wirklich in mühsamer Arbeit verfasst haben.

Und das Stimmvieh hält begeistert an ihm fest ... Wir haben Glück, dass Horst Schlämmer nicht wirklich zur Wahl angetreten ist. Vermutlich wäre er jetzt Kanzler.

Lichtgestalt

Schon das Vorwort der Doktorarbeit beginnt mit kopierten Sätzen – wozu soll man sich über den Rest noch Gedanken machen? Wer's trotzdem tun will: GuttenPlag Wiki.

Wer auf der Suche nach den Grundlagen ist, sollte sich bei Raphaels Pflock den Artikel Gutenberg und Zehnpfennig ansehen.

Bleibt meiner Meinung nach nur noch offen, welche Ausrede sich die Uni einfallen läßt. Und ob der Ghostwriter einen Rüffel bekommt.

PS: Hadmut weist darauf hin, dass man nicht nur den Schummler, sondern alle Beteiligten in die Pflicht nehmen sollte.

Wie Realschüler schon immer wussten: Doktortitel werden maßlos überschätzt.

Fotos online

Foto
L'il Darlin: Bernd ganz ungewohnt
© Holger Knecht

Holger Knecht hat auf seiner Seite Pfalzfotos.de Bilder vom Doppelkonzert der Uni-Bigband Landau mit der Blue note BIG BAND veröffentlicht. Danke :-)

Und ich habe beim Workshop der Band zwischen den Jahren natürlich nicht nur zwei Bilder gemacht. Eine Auswahl ist unter u1amo01.de zu sehen. An Schwarzweiß-Film muss ich mich erst noch gewöhnen ;-)

PS: Holger hat natürlich auch bei »Jazz an Neujahr« fotografiert.