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Zensursula war harmlos

Wenn ich lese, dass jemand an Richtlinien arbeitet, die Öffnungszeiten für Webseiten vorsehen, sehe ich erst einmal auf den Kalender, ob vielleicht der 1. April ist. Der nächste Schritt ist Kopfschütteln, danach blankes Entsetzen.

Nein, ich habe keine Kraft mehr, zu diesem Bull Shit etwas zu schreiben. Wenn es denn sein muss, mache ich das Blog zu und wandere aus. Vielleicht nach China.

Allen immer noch nicht Entmutigten sei die Lektüre der Stellungnahme des AK Zensur empfohlen. Und das ODEM.blog.

Narren

Nein, dieser Eintrag bezieht sich nicht auf Politik.

Sondern um Dinge, die man nicht erleben will, Folge 428:
Im Berufsverkehr in der voll besetzten S-Bahn sitzen und am Hauptbahnhof steigt eine Horde Rosenmontagsbesucher auf dem Heimweg von Mainz zu.

Noch Fragen?

50 Bücher

Jetzt habe ich erfolgreich die Listen bei Frau Gröner und Herrn Dahlmann ignoriert. Nachdem auch Christian mitmacht, geb ich auf.

Alle Bücher in fett habe ich gelesen.

Liste der 100 liebsten Bücher der ZDF-Zuschauer

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
Als die Verfilmung von Peter Jackson vor der Tür stand, habe ich mich durch die Taschenbuchausgabe gequält. Vielleicht könnte man das auf einen Band kürzen? Nicht so mein Ding.
2. Die Bibel
Nur teilweise gelesen; hauptsächlich neues Testament.
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
Fand ich gut, hab den Inhalt aber fast komplett vergessen. Pendlerliteratur ;-)
4. Das Parfum, Patrick Süskind
Im Urlaub auf einer griechischen Insel verschlungen. Hat mir gut gefallen bis auf den Schluß. Kam mir so vor, als hätte der Author entweder einen Abgabetermin halten müssen oder ihm seien die Ideen ausgegangen.
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
Gelesen und nett gefunden, aber nicht überwältigend.
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
Vor Thomas Mann habe ich mich bisher gedrückt. Ob sich das in der S-Bahn gut liest?
7. Der Medicus, Noah Gordon
Jawoll, hat mir gut gefallen. Alle anderen Bücher von Gordon haben mich eher enttäuscht.
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
Paulo wer?
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
Verschlungen und geliebt. Überhaupt alle, bis auf die letzten beiden Bände.
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
Interessante Gute-Nacht-Lektüre
"50 Bücher" vollständig lesen

Der Mann mit der Todeskralle

Williams: »Bei deinem lustlosen Gefummel hole ich meinen Speer an der Garderobe und gehe zurück nach Afrika.«

»Der Mann mit der Todeskralle« (Enter the dragon, USA/Hongkong 1973)
Darsteller: Bruce Lee (Lee), John Saxon (Roper), Jim Kelly (Williams), Robert Wall (Ohara)
Buch: Michael Allin, Kamera: Gilbert Hubbs, Schnitt: Kurt Hirschler und George Watters, Musik: Lalo Schifrin, Regie: Robert Clouse

Die Geschichte hat man schon gesehen, entweder mit Jean-Claude van Damme, Chuck Norris (oder beiden?): Auf einer Insel findet ein großes Turnier statt, zu dem nur die Besten eingeladen werden und ein Teilnehmer (in diesem Film Bruce Lee) soll während des Aufenthalts nach Beweisen für dunkle Machenschaften suchen, um den Veranstalter hinter Schloß und Riegel zu bringen

Es hat Spaß gemacht, einmal einen Bruce-Lee-Streifen im Kino zu erleben. Sicher, die Dramaturgie der Geschichte ist ein bischen holprig und die Dialoge – siehe Zitat oben, wobei ich mir bei dem nicht sicher bin, ob es vielleicht erst bei der Synchronisation hineingeraten ist. Aber geschenkt; so einen Film schaut man sich wegen der Kampfszenen an, und die sind wirklich gut.

Bruce Lee ist im Vergleich zu allen Nachfolgern einfach den gewissen Tick schneller, eleganter und kraftvoller. Und strahlt manchmal eine Brutalität aus, gegen die Chuck Norris wie ein freundlicher Teddybär wirkt. Dazu ein wirklich guter Soundtrack von Lalo Schifrin – nette Unterhaltung.

Schade, dass es nicht für das Bier gereicht hat, das im Eintritt der XXL-Action-Reihe inbegriffen ist, dazu war ich leider zu spät dran. Das nächste Mal!

Sherlock Holmes

Irene Adler: »Warum bist Du immer so mißtrauisch?«
Holmes: »Soll ich chronologisch antworten oder alphabetisch?«

»Sherlock Holmes« (USA, 2009)
Darsteller: Robert Downey jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. Watson), Rachel McAdams (Irene Adler), Mark Strong (Lord Blackwood), Kelly Reilly (Mary Morstan), Robert Maillet (Dredger, der Franzose), William Houston (Constable Clark)
Buch: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg, Lionel Wigram nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, Kamera: Philippe Rousselot, Schnitt: James Herbert, Musik: Hans Zimmer, Regie: Guy Ritchie

Holmes und Watson bringen einen Ritualmörder zur Strecke, gerade als er einen weiteres Opfer töten will. Der Täter entpuppt sich als Lord Blackmore, der mit schwarzer Magie herumexperimentiert und allerlei düstere Geheimnisse hat. Er wird hingerichtet und damit wäre der Fall eigentlich abgeschlossen, würde nicht ein paar Tage später ein Zeuge auftauchen, der steif und fest behauptet, dass Blackmore von den Toten auferstanden sei – und das Morden geht weiter.

Der Film wäre es allein wegen Robert Downey Jr. wert, dass man ihn sich anschaut. Das muss man gesehen haben, wie er einen völlig durchgeknallten Holmes gibt, dessen Geist so brilliant ist, dass er sich bei Langeweile und mangels interessanter Fälle beginnt selbst zu zerstören. Klingt jetzt vielleicht ein bischen theatralisch, ist aber so.

Dazu kommen die glänzenden Wortgefechte, die sich Holmes mit Dr. Watson (Jude Law) liefert, eine spannend erzählte Geschichte, schöne Frauen, die auch ganz schön biestig sein können, und ein origineller Soundtrack, bei dem ich nie vermutet hätte, dass er von Hans Zimmer stammt.

Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, ist dieses ständig düstere London, das in Braun- und Grautönen ertrinkt. Ein bischen mehr Licht und Glanz hat mir gefehlt.

Gut gemachtes Unterhaltungskino mit vielen witzigen Szenen. Der Schluss lässt auf eine Fortsetzung hoffen, auf die ich mich jetzt schon freue.

4 von 5 Sternen

PS: ist es eigentlich so schwierig, ein Kino so zu bauen, dass die Notausgangsbeleuchtung nicht ständig auf der Leinwand zu sehen ist? Dazu gab es einen hellen Streifen im rechten Bilddrittel, bei dem ich nicht herausfinden konnte, was ihn verursacht. Ein Jammer, dass der Film in meiner geliebten »Schauburg« nur auf englisch gezeigt wird ...