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Was wurde aus der Abmahngeschichte?

Unter dem Titel Zitat? Nein Danke hatte ich kurz auf einen Abmahnfall hingewiesen, bei dem ein Blogger für ein etwas umfangreich ausgefallenes Zitat eines Zeit-Online-Artikels 1.200 Euro Strafe zuzüglich 955 EUR Anwaltsgebühren zahlen sollte. Ich habs jetzt geprüft: der Originalartikel (der angeblich mit 80 (!) Euro bezahlt wurde) besteht aus etwa 793 Worten, davon wurden 256 (=32%) zititiert.

Wie es für den Blogger ausging weiß ich nicht. Für die abmahnende Seite hat der berüchtigte Streisand-Effekt mit Wucht zugeschlagen. Eine Menge Blogger haben sich mit dem Fall befasst und erstaunliche Dinge zu Tage gefördert. Hier nur die Highlights:

Falls ich mitbekomme, wie die Geschichte für den Blog-Kollegen ausgeht, werde ich darüber berichten.

iPhone Wurm unterwegs

Mit meinem Billigmobiltelefon kann man nur telefonieren und SMS verschicken. Klingeltöne hinzufügen, fotografieren oder gar surfen geht nicht.

Und das ist auch gut so, wie die Meldung über iPhone-Würmer beweist. Die Unix-Philosophe (»Jedes Programm soll genau eine Sache gut machen«) passt auf viele Bereiche ;-)

Doodle?

Der Zaubberer mit dem Hut hat sich ein paar interessante Gedanken zu Doodle gemacht. Man sollte nicht einfach alles im Web nutzen ohne nachzudenken.

Wer Doodle nicht kennt: das wird von Netzbewohnern ;-) vermehrt für Terminplanung genutzt oder für schnelle Abstimmungen; das Ding wird ironischerweise gerade von der Piratenpartei oft verwendet.

Lohn der Hartnäckigkeit

Innenleben der Telefondose

Es kann ja nicht angehen, dass man bei einer Anlage, die mit vier lächerlichen Drähten verkabelt ist den Fehler nicht findet. Also nochmal die ganze Prozedur von vorn. Immer noch das gleiche Ergebnis: es *muss* eine der beiden Dosen sein. Alle anderen Komponenten funktionieren.

Dose abgeschraubt, auseinandergenommen et voilà: auf der Platine (mit der ich als Laie gar nicht gerechnet hatte) ist eine der Leiterbahnen verkokelt. Erstaunlich. Dose ersetzt (wohl dem, der einen gut sortierten Großhandel mit Verkauf an Endkunden in der Nähe hat) und alles geht wunderbar.

Elektroschrott

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, lieber Leser. Hier bei mir hat sich im Laufe der Zeit eine Menge Elektroschrott angesammelt. Alte Grafikkarten, Mainboards, Handbücher, Speichermodule mit unglaublichen 4 MB RAM, ein Walkman und eine Menge Kabel und Adapter. Eigentlich sollte der Kram schon längst im Müll, pardon, der Elektronikschrottverwertung gelandet sein. Gott sei Dank steht der Krempel noch im Keller.

Heute hat eine unserer beiden Telefonnummern angefangen zu streiken. Kein Freizeichen auf den Telefonen der Leitung 1. Also runter in den Keller, Kabelmodem gebootet – Fehlanzeige. Telefonanlage ein- und ausgestöpselt – wieder nichts.

Dann kanns ja nur von draußen kommen, wie schon einmal, als in unsere ganzen Straße die Telefon ausgefallen waren (ein Repeater hatte den Geist aufgegeben), dachte ich. Die Jungs vom Service haben die Leitungen geprüft und festgestellt, dass bis zum Modem alles ginge. Ob ich nicht ein Telefon direkt ans Modem anschließen könne? Natürlich nicht. Die Buchsen dort sehen wie RJ45 aus, während unsere Telefone diese langen TAE-Stecker (oder wie die heißen) haben. Also warten bis Montag, um ein passendes Kabel zu kaufen.

Weil ich die Kiste mit dem Ramsch sowieso entsorgen wollte, hab ich ein wenig drin rumgekramt und – Bingo einen Adapter genau für diesen Zweck gefunden. An einem Ende so eine Dreifach-NFN-Buchse, am anderen Ende RJ45. Na Prima. Weniger toll ist das Testergebnis. Es scheint an der (natürlich unter Putz verlegten) Leitung zwischen zwei Kellerräumen zu liegen. Nachdem ich mit diesen verflixt feinen Drähten im Telefonkabel herumgepuzzelt habe, scheint es sogar nur an einer Anschlußdose zu liegen, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann. Was soll an der kaputt gehen?

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Elektroschrott kann nützlich sein, aber am Ende braucht man doch einen Fachmann.

Nachtrag: wie die Fortsetzung beweist, kommt man manchmal auch ohne ihn aus. Und jetzt suche ich ein nettes Plätzchen, an dem alle Adapter, Kabel etc. gut sortiert aufbewahrt werden. ;-)

Speichern? Nein Danke.

Mittlerweile kann man es ja schon nicht mehr hören. Hier ein Datenskandal, dort einer … Irgendwo habe ich mal gelesen, wie man einen wirklich einbruchssicheren Server schafft: man verwendet ein aktuelles, solides Betriebssystem (z. B. aus der BSD-Familie), gießt den Rechner in Beton ein und versenkt ihn ohne Netzwerkanschluss im Ozean.

Weil das nicht für jedermann praktikabel ist, sollte man generell so wenig Daten wie möglich preisgeben. Und möglichst wenig sammeln. Zeit, das im eigenen Blog umzusetzen.

Die Blogsoftware Serendipity speichert an verschiedenen Stellen IP-Adressen, unter anderem bei den Kommentaren. Das kann man zur Spambekämpfung nutzen, ist aber eher suboptimal. Dank dem schnellen Support im s9y-Forum habe ich eine Lösung von Garvin, die gut funktioniert: einfach in der Datei serendipity_config_local.inc.php folgenden Codeschnipsel einbauen, und schon wird anstelle der Besucher-IP überall nur noch 127.0.0.1 gespeichert:
$_SERVER['REMOTE_ADDR'] = '127.0.0.1';

Nun gibt es noch den Webserver, der fleißig sammelt. Bei meinem Provider all-inkl.com gibt es eine elegante Möglichkeit, das im KAS zu konfigurieren. Unter »Einstellungen / Accesslog« hat man die Auswahl zwischen »vollständiger IP«, »IP gekürzt«, »IP entfernt« (alle Adressen werden auf 0.0.0.0 gesetzt) oder »keine Logs«.

Auf der Website Wir speichern nicht! gibt es weitere Anleitungen für verschiedene CMS, Webserver etc.

Schöntal ade

Eiskeller Schöntal

Seit Januar 2008 (? von da ist zumindest der Blogeintrag) waren wir mit der Band im Exil bzw. Ausweichproberaum in der alten Tuchfabrik im Schöntal. Ohne Zentralheizung, nur mit Gasheizern. Bibber.

Seit gestern ist das Gott sei Dank vorbei und wir sind zurück im mollig warmen Keller der VHS. Uffz. Und Dank der Verlegearbeit von Peter und Frank gibt es dort einen flauschigen neuen Teppichboden. Das erste Regal steht auch und das erste Notenpaket für Jazz an Neujahr ist eingetroffen.

Und der zweite Solist steht fest: der Pianist Bernhard Pichl hat zugesagt.