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Film in 3D, die Sensation?

»Keep out
and stay alive«
Schild am Bergwerkseingang

Nachdem in jüngster Zeit einige 3D-Filme im Kino waren, bin ich losgezogen, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. Die Fünf Filmfreunde habe es treffend zusammengefasst:

Ein gutes Argument fürs 3D-Kino ist auch dieser Streifen leider nicht, denn wer nicht mehr zu bieten hat als der uralte »Friday the 13th 3D« und dabei noch langweiligere Figuren auffährt, wird wohl kaum Zuschauer auf Dauer von dieser »Kinorevolution« begeistern können. Die Hoffnungen lasten also weiterhin auf James Cameron, der nicht müde wir seinen »Avatar« als KillerAp des 3D-Films zu promoten - ich hoffe ihm fällt dann mehr ein als uns mit irgendwelchen Dingen zu beschmeissen.

»My bloody Valentine 3D« jedenfalls ist filmgewordenes: Meh. Weder richtig spannend, noch richtig trashig und das einzig grausige ist das Augenbrennen, dass die 3D-Brillen nach 90min erzeugen.

Das Augenbrennen kann ich nicht bestätigen. Ich hatte aber schon den Eindruck, mich beim Sehen sehr konzentrieren zu müssen. Das Bild wirkte auf langen Strecken matschig wie wenn jemand Nivea-Creme auf die Linse geschmiert hätte. Dazu war das Bild relativ dunkel, selbst bei Szenen, die bei strahlendem Sonnenschein spielten. Was kein Wunder ist, wenn man eine Brille mit grau-grünen Gläsern auf der Nase hat (die zusätzliche Brille war für mich als Brillenträger etwas unbequem).

Bei manchen Einstellungen fand ich es verwirrend, dass der räumlich nähere Schauspieler im Vordergrund unscharf war. Das funktioniert bei herkömmlichem Film, irritiert aber das Auge in 3D. Außerdem wurden aus kurzer Distanz gefilmte (gefilmt? wie heißt das eigentlich bei Digitalkameras?) Handgemenge sehr schnell unübersichtlich.

Überhaupt scheinen die aus der guten alten 70mm-Zeit gewohnten langen Einstellungen mit wenig Schnitten und eine ohne hektische Schwenks auskommende Kameraführung in 3D am besten zu wirken.

Natürlich gab es auch ein paar beeindruckende Dinge, z. B. wird ein Gewehrlauf direkt in die Kamera gehalten und man hat das Gefühl , dass das Teil wirklich im Raum aus. Aber das sind nur Vergnügungsparkeffekte, die man sich einmal ansieht und fertig.

Ehe jetzt die Digitalfanfraktion schreit, dass sich auch Leute gegen den Tonfilm und gegen Farbe gewehrt haben: 3D ist ein ganz interessanter Effekt, allerdings wurde schon mehrfach die Einführung versucht und es ist jedesmal gescheitert. Bis jetzt habe ich keinen Grund erkannt, warum das dieses Mal besser laufen sollte.

Eine sehr schöne Seite über alte 3D-Filme hat Wilfried Wittkowsky erstellt. Wer sich selbst ein Bild von der neuen Kinorevolution verschaffen will, findet bei der c't eine Liste von 3D-Kinos im deutschsprachigen Raum.

Kinostatistik

Statistik Jan-Mai 2009

Seit ungefähr letztem Herbst schreibe ich nach jedem Kinobesuch gleich einen Blogbeitrag. Das verführt natürlich dazu, einmal eine kleine Statistik zu machen.

Wie man sieht, sind die 12 Besuche in fünf Monaten auf fünf Kinos verteilt. Am häufigsten war ich in der Schauburg, dicht gefolgt vom Cineplex. Das ist einfach erklärt: mein Lieblingskino Schauburg ist am zweitweitesten entfernt und spielt wenig Mainstream-Filme, die schaue ich dann im Cineplex.

Das viel nähere Theaterhaus hat diese nervige rote Ablagebeleuchtung an den Vordersitzen, beim noch günstiger gelegenen Cinestar darf man keine Taschen mehr mit in den Saal nehmen - die werden hinter der Kasse auf einem großen Haufen (!) gelagert.

Das Kino im Deutschen Filmmuseum ist so weit weg, dass ich den Weg (eine Stunde einfach) nur für Raritäten auf mich nehme.

Widescreen-Souvenirs

Ebenfalls seit letzem Herbst habe ich ein Faible für 70mm-Filme entwickelt, das sich auch auf mein CD- und Bücherregal auswirkt, wie man auf dem Bild sehen kann. ;-)

Der Soundtrack von Ben-Hur fehlt da noch.

Nachts im Museum 2

Larry: »Wie ist unser Plan?«
General Custer: »Plan? Wir sind Amerikaner. Wir handeln zuerst!«

Normalerweise schreibe ich meine Meinung zum Film am Tag danach, was gerade aus verschiedenen Gründen dieses Mal nicht geklappt hat. Nur ganz kurz und ohne die üblichen Infos zu Stab und Darstellern (steht eh' auf IMDB): der Film bietet gute, solide Unterhaltung. Was will man mehr bei einer Komödie mit Ben Stiller?

Sicher hatte der erste Teil die abwechslungsreicherer Handlung. Trotzdem vergingen die 105 Minuten wie im Flug. Und ich habe bei vielen Stellen lauthals gelacht. Ich sage nur die Szene mit dem Wächter und der Taschenlampe. Der grausame Pharao mit dem Sprachfehler. Oder die Herren von Mission Control, die unbedingt ihre Rakete im Museum zünden wollen. Und Star Wars kriegt nebenbei auch sein Fett ab (wie schon Edna 'E' Mode sagte: no capes!). Und der Soundtrack von Alan Silvestri ist Klasse.

4 von 5 Sternen.

Blue note beim Landesmusikfest

Vom 29. Mai bis 2. Juni 2009 findet in Neustadt das Landesmusikfest Rheinland-Pfalz statt mit vielen Konzerten drinnen und draußen.

Die Blue note BIG BAND ist dabei mit einem Konzert auf dem Marktplatz am Sonntag, dem 31. Mai 2009 ab 21 Uhr.

Besonderer Höhepunkt: die Solisten Axel Schlosser, Trompete (HR-Big-Band, L14,16) und Steffen Weber, Tenorsaxophon (Steffen-Weber-Trio, L14,16, SWR-Big-Band).

Mit beiden Musikern haben wir schon gespielt. Axel Schlosser war 2006 bei Jazz an Neujahr als Gastsolist dabei und Steffen Weber hat uns 2004 beim Konzert auf Burg Lichtenberg ausgeholfen. Die gemeinsame Probe letzten Sonntag war vielversprechend.

In der Ruhe

In der Ruhe liegt die Kraft. Eigentlich hatte ich mich in untem stehendem Artikel ziemlich aufgeregt. Allerdings habe ich einen unverzeihlichen Fehler begangen, der mir erst klar wurde, als ich beim vereehrten Fellow Passenger vorbeigesegelt bin: Es gibt bisher nur die Meldung von der allseits geschätzen Site netzpolitik.org, die sich wiederum auf eine Mitteilung per E-Mail berufen.

Ach.

Wenn man halbwegs ernst genommen werden will, sollte man vor dem Ausflippen und Bloggen nachdenken. Mea culpa. Bei solch sensiblen Themen sollte man sich *wenigstens* auf zwei Quellen stützen. Und der Video-Ersteller selbst hat in seinem Blog zu dieser Thematik gar nichts geschrieben, im Gegenteil.

Also erst mal langsam und sehen, was tatsächlich passiert ist. Nicht, dass man heimlich still und leise zurückrudern muss.


Untenstehend der alte Artikel. Vielleicht stimmts ja.


Ich glaubs ja gar nicht. Netzpolitik.org berichtet, dass die Jungs, die das Video »Du bist Terrorist« gemacht haben, mit einer Abmahnung bedroht wurden von der Agentur, die die däml tolle Werbung »Du bist Deutschland« gemacht haben. Von wegen Urheberrecht und so. Die Site »dubistterrorist.de« sei »dubistdeutschland« zu ähnlich.

Die Damen und Herren von der Agentur haben wohl noch nie etwas von Satire oder dem Streisand-Effekt gehört.

Ich glaube, wir sollten JETZT das Internetz abstellen.

Oder endlich alle AOL-User und Geistesverwandte 'rausschmeißen.