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Unendliche Fortsetzungen

Das neue Raumschiff Enterprise (in meiner Generation kann man sich mit dem Titel »Star Trek« einfach nicht mehr anfreunden) ist noch nicht in unendliche Weiten vorgestoßen äh ... angelaufen, da wird schon die Fortsetzung verkündet.

Man hat zwar noch kein Drehbuch und keine Ahnung, ob Interesse an Jung-Kirk und Spock besteht, aber man läßt das beliebteste Fernsehraumschiff einfach weiterfliegen.

Ich bin gespannt. Der Trailer sieht ja ziemlich nach Krachbumm und mehr nach »Star Wars« aus, mal sehen, ob wenigstens ein Teil des Seriencharmes in den Film gerettet werden konnte.

Immerhin ist Captain Picard nicht dabei ;-)

via Fünf Filmfreunde

Maurice Jarre ist tot

Lawrence of Arabia

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, ist mein Lieblingsfilmmusikkomponist Maurice Jarre gestern, am 29. März 2009 in Los Angeles gestorben.

Ich habe von ihm die Soundtrack-CDs von »Lawrence von Arabien« (mein absoluter Favorit!), »Doktor Schiwago« und von »Ryans Tochter« im Regal und bin bei jedem Hören immer wieder begeistert.

Danke für die Musik, Maurice.

Nachtrag: im Filmvorführer Forum hat Mitglied Cinerama ein Foto Jarres von der Berlinale im Februar gepostet

Le Grand bleu - Im Rausch der Tiefe

»Le Grand bleu – Im Rausch der Tiefe«, Frankreich 1988
Regie, Buch, Produktion: Luc Beson, Musik: Eric Serra, Kamera: Carlo Varini, Schnitt: Olivier Mauffroy
Darsteller: Jean-Marc Barr, Jean Reno, Rosanna Arquette, viele Delfine
Trailer bei IMDB

Ich war zum ersten Mal in der Classic-Sneak in der Schauburg. Zu Anfang waren wohl alle irritiert, als ein Unterwasserfilm nur mit Musikuntermalung im Format 1:1,37 anfing. Nach vielleicht einer viertel Stunde war aber schon Schluß – es gibt sie noch: die Vorfilme. Vorhang auf für den Hauptfilm im Format 1:2,22.

Der Film führt uns in die kleine Welt der sogenannten Apnoe-Taucher, die ohne jegliches Gerät in unglaubliche Tiefen vorstoßen. Die alten Freunde Jacques und Enzo stellen im Wettkampf einen Weltrekord nach dem anderen auf.

Während Enzo (Jean Reno) ein richtiger Lebemann ist (ok, nicht ganz, schließlich fährt er einen uralten Fiat) und das Spektakel liebt, ist Jaques (Jean-Marc Barr) sehr introvertiert. Er versteht sich besser mit Delfinen als mit Menschen. Das macht es schwierig für Johana (Rosanna Arquette), die sich auf den ersten Blick in Jaques verliebt hat.

Auf mich hat das Werk einen zwiespältigen Eindruck gemacht. Die Tauchszenen sind packend inszeniert und sehr gut gefilmt, die Landschaftsaufnahmen sind gelungen und es gibt viele starke Bilder.

Nicht so gut fand ich die Rolle von Rosanna Arquette, die am Anfang eine Karrikatur einer kurzsichtigen Blondine spielt, die nur kurz durch ihre Brille linst und sie anschließend versteckt. Die mit Stöckelschuhen zum Camp einer Expedition in Peru reist. Und die ab etwa der Mitte des Films von jetzt auf nachher keine Brille mehr braucht, in Jeans und Hemd herumläuft und sogar die Wohnung streicht.

* Achtung Spoiler, ich verrate ausnahmsweise Teile vom Ende *

"Le Grand bleu - Im Rausch der Tiefe" vollständig lesen

Gone in 27 seconds

Nein, es geht nicht um einen Film. Herr Vetter vom Law-Blog hat ein Filmchen eingestellt eingebunden bzw. verlinkt, wie man unter Windows seinen DNS-Server-Eintrag in 27 Sekunden ändert und damit die schönen Pläne unserer Regierung zunichte macht.

Ausführlich erläutert es der Chaos Computer Club. Die Anleitung steht dort seit 2003. Das hätte doch in der Zwischenzeit mal jemand ausdrucken und unseren Filterspezialisten in der Regierung zu lesen geben können?

So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen

Die Hausdurchsuchung gestern beim Domaininhaber von wikileaks.de hat in der deutschen Blogosphäre hohe Wellen geschlagen. Sein Anwalt, der ebenfalls bekannte Law-Blogger, berichtet heute über die Begründung der Hausdurchsuchung.

Am besten verlinkt man auf gar nix mehr. Und schaltet das Internet endlich ab.

Jetzt.

Ein Link muss aber noch sein: Hadmut stellt wie so oft interessante Überlegungen zum Thema Sperrungen an.

PS: Vielleicht ist alles aber auch nur eine gutgemachte Verneblungsaktion, um von Finanzkrise, Koalitionskrise und was weiß ich noch abzulenken. Vermutlich wird das von der Mehdorn-Truppe zur Imageruinierung der Bahn gemacht. Sind gut, die Jungs.

Auf den Punkt gebracht

Auf den Punkt gebracht hat es Isotopp:

Beim Domaininhaber (sic!) von wikileaks.de ist Hausdurchsuchung mit 'Gefahr im Verzug', wegen den Internet-Zensurlisten, die auf Wikileaks publiziert worden sind. Bei Kinderpornoserver-Betreibern ist keine Hausdurchsuchung. Ja man fragt nicht mal deren Serverbetreiber, ob es vielleicht möglich wäre, den Content aus dem Netz zu nehmen.

Aber in Wahrheit geht es ja auch nicht um die Kinderpornos, sonden um die Schaffung von Kontrollinfrastruktur.

Hausdurchsuchung bei WikiLeaks.de-Domaininhaber

»Anstatt Verbrecher zu verhaften, konzentriert sich die Regierung darauf, die Einträge ihrer Rufnummern im Telefonbuch löschen zu lassen. Und alle, die eine Liste dieser Nummern verbreiten, werden drangsaliert.«

Schickte man so eine Geschichte als Romanentwurf an einen Verlag, er würde kommentarlos als schwachsinnig abgelehnt.

Beim Besitzer der Domain wikileaks.de erfolgte gestern eine Hausdurchsuchung.

Grund fuer die Durchsuchung sind laut Protokoll »die Verbreitung pornographischer Schriften« und »das Auffinden von Beweismitteln« in diesem Zusammenhang. Die Durchsuchung erfolgte aufgrund seines Status als Domaininhaber der Wikileaks.de Domain.

Ob die Staatsgewalt die Server von Wikleaks.org versteckt hinter dem Küchenschrank des Mannes vermutet hat?

via Fefe

Fundierte Infos zum Thema Zensur findet man bei netzpolitik.org und ODEM.blog. Siehe auch law blog, Internet-Law, scusiblog, Svens Blog.