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Perlen im Netz: The Leica as teacher

Es gibt Ratschläge, die man liest, den Kopf wiegt und denkt: jawoll, so sollte man es eigentlich machen. Und macht es natürlich nicht.

Zum Beispiel der Rat vom Online Photographer, wie man ein besserer Fotograf wird: man kaufe eine nichtdigitale M-Leica (weil man die ohne Wertverlust weiterverkaufen kann), belichte damit ein Jahr lang jede Woche mindestens 2 Schwarzweißfilme, die man selbst entwickelt und Abzüge macht.

Nach dem Jahr hat man mit Sicherheit viel gelernt, und wenn man die Leica nicht liebgewonnen hat, kann man sie zu einem guten Preis verkaufen.

Guter Rat, macht aber keiner.

Keiner?

Thomas Sadewasser hat letzten Januar damit angefangen und berichtet darüber auf seinem Blog »Das Experiment: The Leica as teacher«, das ich mit Ehrfurcht und ein wenig Neid durchgesehen habe.

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Kommentare

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mark am :

Sehr löbliches Experiment, mal sehen ob ich mit einem Ausdruck davon meine Bank zu einem Kredit für die Leica überreden kann …

Thomas Roessler am :

Die Leica als Lehrer – das ist schon eine merkwürdige Idee. Den Wiederverkaufswert der Kamera als Argument für ihre besondere “pädagogische” Eignung anzuführen, erscheint mir auch schräg. Was lehrt uns die Leica, das uns eine andere (nicht automatische) Kamera vorenthalten würde?
Nachdem ich Thomas Sadewassers Bilder angesehen habe, scheint mir, dass er sich vielleicht durch den Mythos um die Kamera (die aber nix dafür kann) dazu verleiten ließ, bestimmten Klassikern der Fotografie nachzueifern. Das ist natürlich nicht schlimm, aber ein weniger mechanischer Lehrer hätte den Schüler vielleicht motiviert, eine individuellere, zeitgemäßere Bildsprache und Themen jenseits der ausgetretenen Pfade zu finden. Vielleicht wäre es auch sehr lehrreich gewesen, auszuprobieren, welchen Einfluss unterschied-liche Apparate auf die eigene Bildsprache haben können. Wie weit traue ich mich mit einer Handy-Kamera an Leute heran? Wie reagiert meine Umgebung, wenn ich eine größere Kamera mit Stativ aufbaue? Mein Alternativvorschlag: eine preiswerte Kamera, vielleicht von ebay, ein gutes Lehrbuch wie z.B. http://www.fotomonat.de/2011/11/02/stephen-shore-das-wesen-der-fotografie/ und dann viele, viele Ausstellungen anschauen.

Klaus am :

Hallo Thomas,
der Wiederverkaufswert der Kamera bezieht sich nicht auf die pädagogischen Eigenschaften. Einfach darauf, dass man bei Nichtgefallen das Teil ohne Verlust wieder los wird. Was bei anderen Sucherkameras ohne Automatik nicht unbedingt der Fall ist.

Das Buch von Stephen Shore kenne ich nicht. Danke für den Hinweis. Habe ich auf meinen Wunschzettel geschrieben.

Tom am :

Moin,
hab grad diesen Eintrag im Netz gefunden, der ja mittlerweile ein paar Jahre her ist ;)
Klar habe ich den alten Gesellen nachgeeifert – ist ja nix schlecht dran. Meine Sicht der Dinge hat es verändert. Ich muss kein guter Fotograf sein – war ich nie und werde es sicher nicht. Aber. Ich hab den Spaß an der Fotografie wiedergefunden. Was will ich mehr. Hab danach all meine DSLR verkauft, meine Blitzanlagen und den ganzen Kram. Fotografiere heute noch mit Leica M9 und M2. M9 mehr beruflich, M2 privat. Schwarz/weiß, Selbstentwicklung. Hab mir nach 6 Jahren ein zweites Objektiv für die M2 gekauft, ein 35er. Sonst nur das 50er benutzt und hochzufrieden. Hab keine DSLR mehr angefasst.
Viel Spaß beim Hobby!
Tom

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