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Hintergrundmusik

Warum stellen die Veranstalter keine Stereoanlage auf, wenn sie Hintergrundmusik möchten? Klar ist es beeindruckend, wenn man zum Sektempfang eine preisgekrönte Big Band aufspielen läßt.

Solange sie beim Small Talk nicht stört.

Natürlich motiviert man sich untereinander mit Sprüchen wie »... ist eben eine gut bezahlte Probe«, trotzdem ist es demütigend.

Vielleicht werde ich zu alt für sowas. Letzte Woche so ein Job, bei dem keine Sau zuhört, nächstes Wochenende könnte es ähnlich werden – wenn jetzt auch noch Jogis Mannen versagen ...

Update

Auf Wunsch einer einzelnen (ma)Dame hier der Artikel, wie er vor der Kürzung aussah.


Und, wie war's?

Der unnötigste Auftritt seit langem. Treffen vom Verband XXX (oder so ähnlich), und während des Sektempfangs spielt die preisgekrönte Bigband in sicherer Entfernung (um Hörschäden zu vermeiden) leichte Unterhaltungsmusik.

Nach etwa anderthalb Stunden waren die Bonzen alle da und sind zum Essen getapst. Worauf sich auch die Band zum Mampf begab, stilecht mit Riesling oder Grauburgunder aus dem Weingut XXX, dazu Schnitzel (schon wieder!) mit Nudeln, Pfifferlingen und Salatblättern. Die Schnitzelgröße entsprach einem Kleintierzüchterklausekinderteller.

Ein paar gestrafte Bandmitglieder (ich nicht) mussten als Combo den Damen und Herren während des Essens ("Bitte nicht so laut!" ... "Leiser!") Hintergrundgeräusche machen.

Weil danach niemand der Herrschaften mehr Lust hatte im Garten Lustzuwandeln, trank die Band gemütlich alle erreichbaren Flaschen leer, packte zusammen und verabschiedete sich in der Hoffnung, sowas nie wieder spielen zu müssen. ARGH.

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Kommentare

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Frank am :

Mein Beileid!

…den Frust kann ich gut verstehen aber du hast es in deinem “zensierten” Beitrag ganz richtig erkannt: Stereoanlage und etwas Easy Listening hätte viel besser gepasst. Es könnte sein, dass eure Verpflichtung das gute Werk eines Musikinteressierten war aber Musik und Veranstaltung einfach nicht kompatibel waren.

Ich kenne das Thema ein wenig von der Veranstalterseite, weil ich gelegentlich eine kleinere Jazzgruppe für Veranstaltungen buchen konnte. Und ja, da war es genauso: Hintergrundmusik durfte es sein aber definitiv nicht zu “störend” beim großen “come together”. Das waren dann allerdings “vorgewarnte Bands”, die solche Veranstaltungen gewöhnt sind und es ertragen konnten für die Kohle und zwei, drei Aufrechte interessierte Musikfreunde im Publikum zu spielen.

Schönere Gigs in Zukunft wünscht

Frank

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