Sunday, 13. June 2010
Fotosession
Im Januar hatte ich versucht, ein paar Bilder von meinem Saxophon zu machen. Instrument auf den Bademantel gelegt, die Digitalknipse geliehen und herumprobiert. Die Ergebnisse waren nicht berauschend.
Mit der aktuellen Fotosession bin ich zufrieden: Leintuch über den Küchentisch geworfen, Dialeinwand dahinter aufgebaut, Stativ und Drahtauslöser ausgeliehen und ein paar Stunden investiert.
Tenorsaxophon Conn 10 M »Ladyface«
10 M – 282038
Tenorsaxophon King Super 20
Vor dem Conn habe ich seit 1984 dieses King Super 20 gespielt, das von Frank im Mai 2010 komplett überholt wurde. Leichter in der Ansprache als das Conn, im Klang etwas agressiver.

13.06.2010 at 09:52 Permalink
Hi Klaus,
Saxophone zu photographieren ist kein leichtes Unterfangen ;-) – da gäbe es einiges zu sagen zum Thema Licht – dazu vor allem – und Hintergrund, Objektivwahl… Insgesamt eine wirklich aufwendige Geschichte; ich habe mich selbst noch nicht ernsthaft dran gemacht, obwohl ich es immer schon mal vorhatte.
Zum Motiv selbst: Der Saxophonständer geht gar nicht! Das ist so, als ob ich einen Musiker auf der Bühne aufnehme, dessen Gesicht halb vom Mikro verdeckt wird. Auch wenn es beim Saxophon aufwendig ist: Unsichtbar fixieren. Notfalls an einer dünnen Schnur aufhängen – soviel Photoshop-Radieren darf, ach was: muss, nachher sein.
Die Hintergrund-Dialeinwand ist auch nicht wirklich glücklich. Du siehst ja selbst, dass die Kante öfters im Bild auftaucht. Besser wäre ein wirklich großes Tuch, das dann mit einer Hohlkelle einen homogenen Hintergrund ergibt. Beim Hintergrund würde ich mich auch entscheiden: Entweder soll es richtig weiß werden oder dunkler, vielleicht mit einer dezenten Struktur. So halbweiß und an den Rändern ins Bläuliche finde ich persönlich nicht so doll – ist aber sehr subjektiv.
Bei der Saxophonphotographie (schönes Wort…) hilft ein ganz einfacher Beleuchtungstrick: eine oder mehrere große weiße Styroporplatte(n) zur Aufhellung und Lichtführung. Die Aufhellung wirkt Wunder auf der Gegenseite des Hauptlichts, das siehst du schon bei der Aufnahme. Die große weiße Fläche, die sich im Instrument und den Klappen und Kleinteilen spiegelt gibt dem Gesamtbild Struktur und die Streuung des Lichts tut jedem Photo gut…
Soviel an besserwisserischer Phototheorie am Sonntagmorgen :-)
Viele Grüße
Frank
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14.06.2010 at 16:13 Permalink
Hallo Frank,
Danke für die detaillierten Anmerkungen. Hier meine dazu: ;-)
Saxophon aufhängen – gute Idee und eine interessante Aufgabe.
Zuerst einmal bräuchte man einen Befestigungspunkt an der Decke oder eine Art Ständer. Dann müsste man das Instrument mit wenigstens zwei stabilen Schnüren aufhängen, damit es sich nicht dreht. Und man müsste sich gut überlegen, an welchen Stellen des Saxophons man die gefahrlos anbringen kann.
Puh. Das ist richtig Arbeit. Vermutlich liegen deshalb die meisten fotografierten Instrumente bei http://www.saxpics.com/ einfach auf einem Tuch.
Ein großes Tuch als Unterlage und gleichzeitig Hintergrund wäre natürlich ideal. Mal sehen, ob sich etwas findet.
Die sichtbare Kante könnte ich weg retuschieren, genauso den nicht wirklich weißen Hintergrund.
Die Spiegelungen im Instrument sind gerade bei Nahaufnahmen … eine Herausforderung. Grmpf.
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16.06.2010 at 23:51 Permalink
Zum Thema “Aufhängen” gibt es ein nettes Beispiel, verwirklicht allerdings mit einfacher handzuhabendenden Streichinstrumenten. Zu finden auf der Seite von Rigmor Gustafsson bei Bremme & Hohenhsee: http://bremme-hohensee.de/gustafsson_d.htm. Da sind die ersten drei Bildern mit aufgehängten Instrumenten augenommen. Beim ersten Bild sieht man das Seil allerdings in der hohen Auflösung sehr deutlich. Kunstfehler, würde ich mal sagen ;-)
Bei saxpics.com sind bestimmt die Saxophoniebhaber deutlich in Überzahl gegenüber den Fotografen ;-)
Grüße
Frank
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