Saturday, 6. February 2010

Sherlock Holmes

Irene Adler: »Warum bist Du immer so mißtrauisch?«
Holmes: »Soll ich chronologisch antworten oder alphabetisch?«

»Sherlock Holmes« (USA, 2009)
Darsteller: Robert Downey jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. Watson), Rachel McAdams (Irene Adler), Mark Strong (Lord Blackwood), Kelly Reilly (Mary Morstan), Robert Maillet (Dredger, der Franzose), William Houston (Constable Clark)
Buch: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg, Lionel Wigram nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, Kamera: Philippe Rousselot, Schnitt: James Herbert, Musik: Hans Zimmer, Regie: Guy Ritchie

Holmes und Watson bringen einen Ritualmörder zur Strecke, gerade als er einen weiteres Opfer töten will. Der Täter entpuppt sich als Lord Blackmore, der mit schwarzer Magie herumexperimentiert und allerlei düstere Geheimnisse hat. Er wird hingerichtet und damit wäre der Fall eigentlich abgeschlossen, würde nicht ein paar Tage später ein Zeuge auftauchen, der steif und fest behauptet, dass Blackmore von den Toten auferstanden sei – und das Morden geht weiter.

Der Film wäre es allein wegen Robert Downey Jr. wert, dass man ihn sich anschaut. Das muss man gesehen haben, wie er einen völlig durchgeknallten Holmes gibt, dessen Geist so brilliant ist, dass er sich bei Langeweile und mangels interessanter Fälle beginnt selbst zu zerstören. Klingt jetzt vielleicht ein bischen theatralisch, ist aber so.

Dazu kommen die glänzenden Wortgefechte, die sich Holmes mit Dr. Watson (Jude Law) liefert, eine spannend erzählte Geschichte, schöne Frauen, die auch ganz schön biestig sein können, und ein origineller Soundtrack, bei dem ich nie vermutet hätte, dass er von Hans Zimmer stammt.

Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, ist dieses ständig düstere London, das in Braun- und Grautönen ertrinkt. Ein bischen mehr Licht und Glanz hat mir gefehlt.

Gut gemachtes Unterhaltungskino mit vielen witzigen Szenen. Der Schluss lässt auf eine Fortsetzung hoffen, auf die ich mich jetzt schon freue.

4 von 5 Sternen

PS: ist es eigentlich so schwierig, ein Kino so zu bauen, dass die Notausgangsbeleuchtung nicht ständig auf der Leinwand zu sehen ist? Dazu gab es einen hellen Streifen im rechten Bilddrittel, bei dem ich nicht herausfinden konnte, was ihn verursacht. Ein Jammer, dass der Film in meiner geliebten »Schauburg« nur auf englisch gezeigt wird ...

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Sat, 05.05.2012
Ich erzähle dir davon. Und diesmal konnte ich selbst nicht. Neid!
Adolf Kluth about Rechtsfreier Raum
Mon, 23.04.2012
Internet? Gibt’s den Quatsch etwa immer noch??
Mon, 16.04.2012
Ja, das ist das schöne an Serendipity: auf Stabilität wird Wert gelegt. Mir kam es immer so vor, als ob Serendipty von Datenbankentwicklern gemacht wurde. Und Wordpress von Webdesignern.
Mon, 09.04.2012
Ja, so vergeht die Zeit. Weißt Du was ich bei Serendipity am besten finde? Nach 4 Jahren habe ich soeben das erste Mal ein Update für meine Installation gefahren, die momentan fünf Blogs gle [...]
Wed, 14.03.2012
Hallo Klaus, schön, dass Du auf diese Alternativen hinweist. Ich bin auch gegen Monopole. Für Buchbestellungen empfehle ich den Bücherdealer vor Ort: Jeder Buchhändler besorgt bei Verlagen ve [...]