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Konzertberichte

Nachdem ich lange überhaupt kein Konzert mehr besucht hatte, war ich jetzt bei zwei Veranstaltungen hintereinander. Zuerst am Sonntag beim Heidelberger Jazzclub, bei dem das Duo Nils Wogram (Posaune) / Simon Nabatov (Klavier) auftrat.

Eines der wichtigsten Elemente des Jazz ist Kommunikation, und das konnten die etwa 30 Zuhörer im DAI in Perfektion erleben. Man glaubte fast, die beiden könnten die Gedanken des anderen lesen, so gut war das Zusammenspiel. Natürlich sind beide Virtuosen auf ihrem Instrument und die gespielten Eigenkompositionen waren originell, melodiös, rhythmisch. So wünscht man sich jedes Jazzkonzert!

Am Montag dann Kontrastprogramm: Klavierabend mit Grigory Sokolov. Auf dem Programm standen zwei »Trümmer«, die normalerweise nicht gemeinsam an einem Abend gespielt werden: Franz Schuberts Sonate D-Dur op. 53 und Robert Schumanns Sonate »Konzert ohne Orchester« op. 14 in f-moll. Beide Werke stellen höchste Anforderungen (auch an das Publikum). Der reichlich gespendete Beifall wurde von Herrn Sokolov mit vier Zugaben belohnt, darunter das Prelude Nr. 15 d-moll op. 28 von Chopin, das ich noch nie so schön gehört habe; Spannungsbogen, Dynamik, Anschlag – perfekt!

Natürlich gab es bei beiden Konzerten auch Unstimmigkeiten: Herr Nabatov fühlte sich von den drei anwesenden Fotografen (einer davon ich) gestört, obwohl alle ohne Blitz und nur bei lauten Stellen fotografierten, und beschwerte sich in der Pause. Wenn ich Geld hätte, würde ich eine unhörbare Leica M kaufen.

Bei Herrn Sokolov hatte man für eine zwei Tage später stattfindende Veranstaltung bereits die Lichttechnik auf die Bühne gestellt (mit Ground Support, also in allen vier Bühnenecken Traversen, oben umlaufend Traversen mit Scheinwerfern). Häßlich und eines Künstlers dieses Ranges unwürdig.

Trackbacks

u1amo01 am : Konzerttipp: Grigory Sokolov im Februar 2012 in Ludwigshafen

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Am Freitag, den 10.02.2012 wird der Pianist Grigory Sokolov ein Konzert in Ludwigshafen geben. Ja, ich weiß dass das noch lange hin ist. Die guten Karten sind meistens schnell weg. Herr Sokolov ist meiner Meinung nach einer der weltbesten klassischen Pi

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