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Adieu, Friedemann

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Le dernier vol de Friedemann Guerrier

Wasserturm

Mal eben im Vorbeilaufen mit dem Mobiltelefon den Wasserturm geknipst. Sobald das Telefon eine WLAN-Verbindung hat, werden die Bilder mit dem großen Sata... äh, mit Google-Foto synchronisiert. Und ab und zu bekomme ich fertig bearbeitete Fotos oder gar Serien vorgeschlagen.

Jetzt ist es wirklich passiert: die automagische Bearbeitung (oder machen das irgendwelche Heinzelmännchen in Asien?) gefällt mir besser als das Original. Erschreckend.

Foto Wasserturm
Handyfoto
Foto Wasserturm bearbeitet
Was Google Foto automagisch daraus gemacht hat.

Zeiten für Baumschnitt, Heckenschnitt (Vorschriften)

Dieser Artikel ist hauptsächlich eine Gedächtnisstütze für mich. Weil immer wieder die Frage auftaucht, zu welchen Zeiten Bäume und Hecken im Garten geschnitten werden dürfen.

Wie so oft beginnt die Antwort mit: es kommt darauf an.

Zunächst auf das Bundesland. In BaWü gibt es ein Landesnaturschutzgesetz. Zusätzlich können Gemeinden eigene Baumschutzordnungen erlassen. In Philippsburg gibt es sowas nicht, deswegen gilt für meinen Garten das Landesnaturschutgesetz.

Ich habe im Gesetzestext vergeblich nach der entsprechenden Passage gesucht. Deshalb stütze ich mich auf die telefonische Aussage der Umweltbeauftragten im Rathaus:

»Roden und Baumfällen ist in der Zeit vom 1. März bis 30. September verboten. Außerhalb dieses Zeitraums kann man Bäume im eigenen Garten ohne Genehmigung fällen. Kleinere Schnittmaßnahmen zur Formerhaltung von Hecken oder Obstbaumschnitt sind ganzjährig möglich. Allerdings sollte man auf Vogelnester Rücksicht nehmen.«

Wir machten Musik

Plakat Ich hatte nicht geglaubt, dass aus der Zusammenarbeit einer Bigband und einer Theatertruppe eine brauchbare Revue entstehen würde. Umso mehr hat mich der Erfolg überrascht und die wirklich guten Leistungen aller Beteiligten.

Ich erinnere mich, dass Heike mir nach der Show erzählte, dass sie noch nie auf einer Bühne gesungen hätte. Und bei der Show die Eröffnungsnummer singen musste. Mitlesende Musiker wissen, dass das ein undankbarer Part ist. Fand ich toll, dass sie sich getraut hat. Und es gut gemacht hat.

Leider hat die Wiederaufnahme letztes Jahr nicht geklappt. Und nun können wir die Beteiligten gar nicht mehr alle zusammen auf die Bühne bringen. Heike Freywald ist tot.

11 Fragen 2016

Früher waren sie an der Tagesordnung: Stöckchen. Heutzutage eher selten. Hier ist eins von Fabian: Elf Fragen 2016.

  1. Wie lange sagst du noch „Frohes neues Jahr“?
     
    Eigentlich nur am 1. Januar zu den Kollegen bei Jazz an Neujahr. Sonst verwende ich das nur bei beruflichen E-Mails in der ersten Arbeitswoche.
     
  2. Wie schmeckt die Erinnerung an Kindheit?
     
    Pommes Frites, Minutensteak vom Elektrokontaktgrill und Kopfsalat. Und der Geruch von frisch gebackenem Kuchen, wenn ich Samstag Abend aus der Badewanne kam.
     
  3. Wann und wo bist du das letzte Mal barfuß durch die Straßen gelaufen?
     
    Hm. Ich glaube das habe ich noch nie gemacht.
     
  4. Wie hieße die Biografie deines Lebens?
     
    ... noch eine Biografie, die niemand braucht.
     
  5. Wenn du eine Zeitreise machen, aber nicht mehr zurückkommen könntest, würdest du gehen? Und wenn ja, wohin?
     
    Eher nicht. Wenn doch, dann in die 50er Jahre. Um in den amerikanischen Jazzkellern herumzuhängen und Lester Young, Dexter Gordon oder Charlie Parker zu treffen. Oder direkt zum Newport Jazzfestival, um die Duke-Ellington-Band und Paul Gonsalves mit seinem unglaublichen Solo live zu erleben. Und Johnny Hodges. Und Cat Anderson.
     
  6. Erinnerst du dich, wie du deine erste Narbe bekommen hast?
     
    Natürlich. Krankenhausaufenthalt im Alter von 5 Jahren. Schwestern, die jeden Tag behaupten, dass ich am nächsten Tag bestimmt heim dürfe. Wenn ich das typischen Krankenhausaroma (Desinfektionsmittel etc.) in die Nase bekomme, wird mir heute noch übel.
     
  7. Und deine letzte?
     
    Klar. Kleine ambulante OP 2010.
     
  8. Schämst du dich für manche Bücher, Filme, Serien, Musik, die du konsumierst?
     
    Jap. Allerdings nicht genug, um das hier zu verschweigen :-) Als mein Onkel noch lebte, schickte er mir wenn ich krank im Bett lag immer eine große Tüte mit diesen Heftchenromanen. Western, Grusel, Horror. Habe ich mit Begeisterung verschlungen. Zur Not auch (hüstel) Arztromane. Beim Fernsehen habe ich zu meiner Schande die ersten Staffeln Dschungelcamp verfolgt. Das ist wie ein Autounfall. Man darf nicht hinsehen, kann aber nicht wegsehen. Und natürlich die Einstiegsrunden von DSDS. Ahem.
     
  9. Wer ist für dein Schicksal verantwortlich?
     
    Alle anderen sind schuld! Eigentlich hauptsächlich ich selbst.
     
  10. Wann sehen wir uns?
     
    Gute Frage. Schlag was vor. Irgendwann auf eine Apfelsaftschorle in Karlsruhe? Würde mich freuen!
     
  11. Was ist dein „mokita“? Deine Wahrheit, die jeder kennt, aber keiner ausspricht?
     
    Darüber muss ich noch nachdenken.
     

Responsive Design für Blue note

Ursprünglich hatte ich mein Blog angefangen, um den Umbau bzw. die Renovierung der Website der Blue note BIG BAND zu dokumentieren. Das ist lange her.

Genauso lang wie die letzten großen Änderungen an der Webseite. In den letzten Jahren habe ich nur Inhalte aktualisiert. Also Termine eingetragen, Fotos der Gäste hochgeladen und sowas.

Änderungen am Aussehen habe ich schleifen lassen. Genauso die Bandchronik. Wobei ich bei der die Hoffnung hatte, dass der Berndleader vielleicht an der weiterschreibt.

Das soll jetzt alles besser werden. Seit Dezember habe ich ja ein Smartphone. Und festgestellt, dass die Bandseite damit, ähm, suboptimal aussieht. Also höchste Zeit, das zu verbessern. Stichwort Responsive Webdesign. Für die glücklichen Unwissenden: damit ist gemeint, dass eine Webseite sich dem Gerät des Betrachters anpasst, also auf jedweder Bildschirmgröße gut lesbar und auch bedienbar ist. Also über Touchscreens und Tastatur (ohne Maus).

Klingt wie die eierlegende Wollmilchsau? Ist auch genauso komplex.

Für den Anfang habe ich die Problemfelder Navigation, Fotogrößenanpassung und Behandlung der Sidebar ausgeguckt.

Bei der Navigation stellt die Chronik und der Bereich um Jazz an Neujahr mit der Subnavigation die größte Herausforderung dar. Auf einem Telefon würde allein die Navigation den Bildschirm mehr als ausfüllen. Die muss also überarbeitet und ausblendbar sein.

Genauso ist die Sidebar zu überarbeiten. Dummerweise enthält genau die auf der Homepage die interessanten Informationen (neue Termine, aktuelle Infos etc.), ist im Gerüst der Webseite nach alter Tradition aber am Ende angeordnet. Außerdem sollte sie auf kleinen Bildschirmen nicht neben, sondern unter dem Hauptinhalt angezeigt werden.

Daraus habe ich mir für den Anfang diese Ziele gesetzt:

  • die Navigation muss auf kleinen Bildschirmen ausgeblendet werden und über einen Knopf einblendbar sein. Möglichst simpel und ohne JavaScript-Gedöns
  • die Seitenspalte muss auf Mobiltelefonen automagisch nach unten wandern
  • die wichtigsten Inhalte müssen oben stehen und im Haupteil, nicht in der Seitenspalte
  • Fotos müssen sich an kleine Bildschirme anpassen
  • Fotos generell eher wieder kleiner machen, um die Ladezeiten zu verbessern

Für die ersten beiden Punkte habe ich mit der Lösung von Ian Yates herumgespielt. Warum mit der? Ich wollte keine Lösung mit diesem sogenannten Hamburger-Symbol (☰), weil das nicht jedem Nutzer geläufig ist. Und nichts mit Scriptsprache.

Dabei sind nacheinander die folgenden 4 Versionen entstanden:


http://u1amo01.de/css_tst/musterloesung_content_amo-v1/index.html
http://u1amo01.de/css_tst/musterloesung_content_amo-v2/index.html
http://u1amo01.de/css_tst/musterloesung_content_amo-v3/index.html
http://u1amo01.de/css_tst/musterloesung_content_amo-v5/index.html

Nächster Schritte: größere Schrift, größere Flächen bei der Navigation für Leute mit dicken Fingern (wie mich), skalierende Fotos.

Adieu Kathrin

Völlig geschockt habe ich bei Frank Schindelbeck gelesen, dass Kathrin Lemke gestorben ist.

Kathrin habe ich vor Jahrzehnten auf den Sessions im Heidelberger Cave kennengelernt, wo wir unzählige Nächte herumgehockt und gespielt haben. Damals hat sie noch studiert, ich glaube Germanistik. Irgendwie ist sie dann Jazzmusikerin geworden und nach Berlin gezogen.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Bin völlig geschockt. Kathrin wurde 44 Jahre alt.

Ab nächster Woche: Tarantinos The Hateful 8

Musik: Ennio Morricone! Kamera: Robert Richardson! Darsteller: Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Samuel L. Jackson, Walter Goggins.

Für die Filmfreaks: gedreht in UltraPanavision 70 (2,76:1). Das ist breiter als Cinemascope (2,35:1)! Und wurde zuletzt 1966 verwendet.

Ich finde es zwar schön, dass man alte Technik wiederbelebt. Allerdings passt es nicht mehr in die heutige Kinolandschaft, wo die Bildwände immer öfter im schmalen 1,85 : 1 Format gebaut werden. Wenn man den Film in so einem Multiplex im richtigen Seitenverhältnis vorführt, hat man oben und unten Streifen. Wie bei Spielfilmen auf alten Fernsehgeräten. Wobei man die schon beim Cincemascope-Format hat :-/

Andererseits gilt immer noch: je größer das Negativ, umso besser das Bild. Schaun'wer mal.

Die Preview am Mittwoch in der »Schauburg« ist wohl so gut wie ausverkauft :-(

Plakat