Wednesday, 10. March 2010

Ach Karl

Ich liebe die Sprüche von Karl Valentin. Nur zitieren sollte man sie tunlichst nicht, nicht einmal auf einer nichtkommerziellen Website, wie man an der Abmahnung bei der der Sprüchesammlung kogakure.de sieht.

Was für ein Glück, dass in meiner Zufallszitatesammlung nur Sprüche von Bloggern oder Personen wie Goethe, Lichtenberg und Stalin enthalten sind. Den guten Karl werde ich erst 2018 aufnehmen - dann ist er 70 Jahre tot und hoffentlich nicht vergessen. Wenn er solange nirgendwo zitiert werden darf ...

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Wednesday, 10. March 2010

rm -rf /

Liebe Leser, könnt ihr euch vorstellen, dass ihr hier gerade nichts lest?

Manchmal, wenn ich schlechte Laune habe, einen Rappel, zornig oder sehr deprimiert bin, lösche ich das Blog, neulich auch noch den Twitter-Account und fast hätte auch der Mail-Account dran glauben müssen. Andere Leute werfen Teller durch die Gegend.

Blöderweise habe ich gerade mein ftp-Passwort vergessen. Und dieses Wiederherstellen nach dem Löschen wird auch zunehmend verzwickter. Mein Twitter-Account u1amo01 ist bei der letzten Aktion dieser Art endgültig über den Jordan gegangen (naja, wie man unter dem neu angelegten u1amo01_ nachsehen kann, ist Twitter sowieso nicht mein Ding).

Also könnt ihr euch bitte vorstellen, dass das Blog gerade nicht exisitiert? Ich geh derweil mein ftp-Passwort suchen.

Dankeschön.

rm -rf /?

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Tuesday, 9. March 2010

Neuer Deutscher Jazzpreis

Gestern noch ein Stückchen von Franks Radiosendung »Jazzology« mitbekommen.

Zu Gast war der Saxophonist Olaf Schönborn (hey, den habe ich vor ewigen Zeiten beim Workshop in Erlangen das erste Mal gehört, hab auch noch Fotos davon) und Thema war der Neue Deutsche Jazzpreis, eine Veranstaltung, die jetzt am Freitag und Samstag in Mannheim über die Bühne geht.

Wer also noch nichts vorhat und für wenig Geld ausgesuchte Jazzmusik hören möchte: beim Jazzblogger gibt es die Detailinformationen.

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Tuesday, 9. March 2010

Session am Dienstag

Seit langer Zeit war ich endlich wieder einmal bei einer Jam Session.

Für die Nichtmusiker: Jazzmusiker und solche, die sich dafür halte die es werden wollen treffen sich in einer Kneipe (wo sonst), irgendwer organisiert vorher eine Rhythmusgruppe (Bass, Klavier oder Gitarre, Schlagzeug) und dann spielt man Jazzstandards meist aus den Jahren von 1930 bis 1960. Idealerweise kennt man die Stücke auswendig, zum Schummeln gibt es sogenannte Fakebooks mit Noten und Akkorden.

Früher war ich Sonntags Stammgast im Cave (sprich »Kahf« mit breitestmöglichem kurpfälzer Akzent); seit ich bei der Blue note Sonntag abends probe, war ich nur noch selten dort. Seit Sommer 2009 wurde die Session, die jahrzehntelang jeden Sonntag stattfand, auf Dienstag verlegt und letzte Woche habe ich es endlich geschafft, mich mal wieder dazu aufzuraffen. Also Horn und für alle Fälle Fakebook geschnappt und los.

Dort einen netten Schwatz mit Peter Klinger gehalten, der die Session seit Ewigkeiten organisiert und leitet, dann runter ins Gewölbe, ausgepackt, angespielt – und das verdammte Ding streikt. Ausgerechnet. Alles geprüft, gewackelt, geguckt und nichts gefunden. Sakra. Nochmal von vorne. Waaa. Ich Depp hab meinen Saxophonständer im Trichter stecken lassen. Schallend gelacht. Alles ist gut.

Der Abend war ganz nett, mal abgesehen davon, dass der Laden längst nicht so voll war wie früher; auch bei den Musikern war der Andrang überschaubar: Bass, Schlagzeug, Klavier, Altsax, zwei Tenorsaxophonisten, ein Sänger.

Und es hat mich erschreckt, dass der Laden »vorübergehend« seit Juli 2009 Sonntags und Montags geschlossen hat. Wer weiß, wie lange das noch geht.

Und deshalb fahre ich heute gleich wieder hin. Ohne Saxophonständer.

Cave 54, Krämergasse 2, 69117 Heidelberg, ab 20:30 Uhr bis ca. 23:30 Uhr

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Monday, 8. March 2010

Stirb langsam

»Yipee-yi-yea, Schweinebacke!«

Nä, ich schreibe keine meiner üblichen Kritiken über »Stirb langsam« mit unserem Bruce. Den kennt doch sowieso jeder.

Der Streifen lief gestern im Rahmen der Action-XXL-Reihe in der Karlsruher »Schauburg«, zum Einsatz kam laut Filmvorführerforum eine 70mm-Erstaufführungskopie, die so gut wie neu aussah. Kaum vorstellbar, dass das Material von 1988 war. Und auch der Film selbst ist erstaunlich zeitlos, würden nicht die Handys fehlen und bei den Computern grafische Benutzeroberflächen, könnte man glauben, es sei ein aktueller Film.

Einfach immer wieder gut. Und die Sprüche ... :-)

Nächster Film der Reihe am 14.03.2010: »James Bond - Goldfinger« von 1964 mit Sean Connery und Gert Fröbe.

PS: Bei IMDB habe ich eine interessante Episode der Dreharbeiten gelesen ... VORSICHT SPOILER -->

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Monday, 8. March 2010

Oscar-Gewinner 2010

Die beste Übersicht, die ich auf die Schnelle gefunden habe, gibt es bei DVDuell.de.

Überraschend hat »Avatar« nur 3 erhalten (Kamera, Visuelle Effekte, Art Direction), nicht überraschend hat Christoph Waltz den Preis für seine Rolle in »Inglourious Basterds« erhalten. Vielleicht reicht das ja, um den Film nochmal ins Kino zu bringen. Ich würde ihn gern noch einmal sehen, am liebsten Originalton mit Untertiteln ;-)

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Saturday, 6. March 2010

Go!

Vor langer Zeit gab es dieses Youtube-Video von den Männern auf Laufbändern. Eine der besten Marktingaktionen aller Zeiten, zumindest im Internet.

Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: die Jungs von »OK Go« sind zurück und haben das Ding megamäßig übertroffen.

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Friday, 5. March 2010

Neue Musik: Ditzner Twintett

Auf Frank Schindelbecks kleinem aber feinem Plattenlabel fixcel records ist nach »Schwoine« vom Ditzner-Lömsch-Duo die zweite (eh? Schande über mich, hab ich völlig verpeilt) dritte CD erschienen: »DitznerTwintett« mit den Herren Erwin Ditzner (dr), Roland Vanecek (tuba) und Bernhard Vanecek (tb).

Habe die Scheibe noch nicht gehört, ist aber mit Sicherheit ein Erlebnis. Die Hüllengestaltung ist auf jeden Fall klasse.

logo fixcel records
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Tuesday, 2. March 2010

Yah!

Das Bundesverfassungsgericht urteilte über die Vorratsdatenspeicherung:

Die gesamte Vorschrift ist nichtig. Alle erhobenen Vorratsdaten müssen unverzüglich gelöscht werden.
via law blog

Die chronologisch gesammelten Unterlagen dazu bei Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!. Ein gutes Gefühl, einer von 34.000 Beschwerdeführern gewesen zu sein.

Mal sehen, was sich unsere Obrigkeit als nächstes einfallen lässt ...

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Sunday, 28. February 2010

Datensicherung

Unser Bandleader hat wirklich Pech. Erst hat sein Apfelbuch den Löffel abgegeben und neulich ist seine mobile Festplatte vom Tisch heruntergefallen. Damit waren dann alle Daten weg.

Die freundliche Fachfirma hat für die Datenrettung einen vierstelligen Betrag veranschlagt.

Kaufe morgen eine zweite externe Festplatte und einen großen Pack CDs für eine Sicherungsorgie.

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Saturday, 27. February 2010

Luft?

cc Geek and Poke

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Friday, 26. February 2010

Nicht jugendfrei

Wir befinden uns im Jahr 2010 nach Christus. Ein kleiner Trupp unbeugsamer Netzbürger beim AK Zensur wird nicht müde, Widerstand zu leisten gegen Ideen wie Altersfreigaben von Webseiten, Öffnungszeiten im Internet und ähnliche, hmm, glorreiche Geistesblitze.

Ich bin ja Pessimist und habe deshalb rechts oben im Blog in vorauseilendem Gehorsam eine Altersfreigabe ab 18 eingebaut. Irgendwo im World-Wide-Web ist es ja immer nach 22 Uhr.

Danke an den den Pantoffelpunk für das Logo.

PS: wer sich jetzt irritiert fragt, was das mit ab 18 zu tun hat, lese den gleichnamigen Beitrag bei Isotopp.

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Wednesday, 24. February 2010

Kinotipp: Agenten sterben einsam

»Agenten sterben einsam«
(Where Eagles Dare, USA 1968)
am nächsten Sonntag, 28.03.2010 um 21 Uhr in der »Schauburg«, Karlsruhe.

Gezeigt wird eine 70mm Erstaufführungskopie mit 6-Kanal-Magnetton. Wie bei einer sogenannten Roadshow früher üblich mit Pause.

Dabei ist zu beachten, dass »Agenten sterben einsam« auf 35mm im CinemaScope-Verfahren mit Seitenverhältnis 1:2,35 gedreht wurde. Bei diesem Verfahren wird bei der Aufnahme ein Vorsatz (sog. Anamorphot) verwendet, der das Bild »staucht«. Bei der Projektion im Kino kommt ein entsprechender Vorsatz zum Einsatz, der das Bild wieder entzerrt.

Ein besseres Bild erhält man natürlich ohne solche Verzerrungen durch ein entsprechend größeres Negativ, was aber teurer ist (bzw. war ...). Ein Zwischending kommt hier zum Einsatz: Dreh auf 35mm-Material, anschließend sog. »Blow Up« auf 70mm. Bei »Agenten sterben einsam« im Seitenverhältnis 1:2,21. Dadurch geht am Rand rechts und links ein bischen vom Bild verloren.

Soweit meine laienhafte Erklärung, hoffentlich habe ich nix falsches geschrieben. Vielen Dank an Thomas Hauerslev und natürlich an die »Schauburg«.

Weitere Infos zum Film bei in70mm.com.

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Monday, 22. February 2010

Abyss

DONT CRY BABY
KNEW THIS WAS ONE WAY TICKET
BUT YOU KNOW I HAD TO COME
LOVE YOU WIFE

»Abyss« (The Abyss, USA 1989)
Darsteller: Ed Harris (Bud Brigman), Mary Elizabeth Mastrantonio (Lindsey Brigman), Michael Biehn (Lt. Coffey), Leo Burmester (Catfish De Vries), Todd Graff (Alan Carnes), Kimberly Scott: (One Night)
Buch: James Cameron, Kamera: Mikael Salomon, Schnitt: Conrad Buff, Joel Goodman und Howard E. Smith, Musik: Alan Silvestri, Regie: James Cameron
Oscar Best Visual Effects

»Abyss« hat vermutlich jeder schon im Fernsehen oder auf DVD gesehen und kennt die Geschichte: amerikanisches Atom-U-Boot sinkt, eine experimentelle Unterwasserölbohrplattform unter Leitung von Mr. und Mrs. Brigman (Harris und Mastrantonio) ist dem Unfallort am nächsten, wird um Hilfe gebeten und bekommt zur Unterstützung ein Spezialteam der US Navy an Bord geschickt, die Dinge eskalieren.

All das ist brilliant von James Cameron in Szene gesetzt, die Schauspieler sind hervorragend, die Geschichte spannend und man wundert sich, dass die Kamera diese Wasserschlachten mitgemacht hat. Die sparsam eingesetzte Musik von Alan Silvestri, auf den ich seit seinem Soundtrack für »Nachts im Museum 2« aufmerksam geworden bin und sehr schätze, setzt die Highlights am Ende.

Obwohl ich den Film mehrfach auf der heimischen Flimmerkiste gesehen habe, hat es Spaß gemacht, das auf der großen Leinwand zu erleben. Das Bild in 70mm war ausgezeichnet, die Kopie überraschend gut (fast ganz ohne Schrammen, ganz im Gegensatz zum Bruce-Lee-Film vor 14 Tagen) und der Sound in 6-Kanal-Magnetton ein besonderer Leckerbissen. Wenn ich mich nicht täusche, hatte die Tonspur bei einem der letzten Akte eine kleine Macke, da gab es ein rhythmisches Geräusch, dass nicht zur Handlung passte. Aber das ist spitzfindig angesichts der in der Gesamtheit wirklich guten Kopie.

Dazu war im Eintrittspreis von 7 EUR ein Hoepfner-Bier enthalten - was will man mehr für einen vergnüglichen Kinoabend. Ein Jammer, dass meine charmante Begleiterin krank war.

Ach, fast vergessen: vorher gab es eine Trailerschau, klassisch im Breitwandformat, erst für den Hauptfilm wurde der Vorhang auf volle CinemaScope-Breite aufgefahren. War interessant die Trailer für »Stirb Langsam«, »Indiana Jones und der Tempel des Todes« und »Terminator 2« wiederzusehen. Im Vergleich zu aktuellen Trailern sind die sehr gemächlich geschnitten – gefällt mir viel besser. Gute alte Zeit ;-)

Nächster Film in der XXL-Reihe: »Agenten sterben einsam« mit Richard Burton und Clint Eastwood.

Nachtrag: in Abyss wird auch Filmrichtlinie Nr. 387 demonstriert (Achtung Spoiler!) -->

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Saturday, 20. February 2010

Kinotipp: The Abyss

In der Karlsruher Schauburg läuft morgen, Sonntag 21.02.2010 um 21 Uhr der James-Cameron-Film »The Abyss« in einer 70mm-Version.

Bei Youtube gibt es ausführliche Infos über die atemberaubenden Unterwasserdreharbeiten.

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