Planmäßig eine neue Folge. Mit Fleiß und Konzentration: 19 Minuten! Und schon Anfang der Woche aufgenommen und zusammengeschnitten. Dabei die üblichen Hindernisse: versehentlich ein Teil überschrieben (lang lebe die Undo-Funktion!), ein Teil wegen seltsamer Störungen unbrauchbar und neu aufgenommen und so weiter.
Spaß machts trotzdem. Hoffentlich auch beim Hören.
Wenn ich eine Kneipe aufmachen will, muss ich entsprechende Parkplätze im Umfeld nachweisen. Ein Kernkraftwerk kann ich dagegen betreiben, ohne einen Schimmer zu haben, wo der Müll endgültig gelagert wird?!?
Nach Medienberichten stehen 26 Container wiederaufgearbeiteter Müll aus deutschen Atomkraftwerken in England und Frankreich rum, die nach Deutschland zurück müssen. Alle CDU-regierten Länder haben die Aufnahme abgelehnt. Ausgerechnet der »Grüne« Ministerpräsident Kretschmann will einen Teil davon in Philippsburg abstellen.
In dem Zwischenlager, in dem garantiert niemals etwas anderes als Abfall aus Philippsburg stehen sollte. Haben alle bei der Genehmigung hoch und heilig versprochen. Betrieber und die damals CDU-geführte Landesregierung.
Nachdem die eigentlich für Frieden eintretenden Grünen Bundeswehreinsätze im Ausland genehmigt haben, scheinen sie jetzt auch beim Atommüll eine Kehrtwende hinzulegen.
Unwählbar.
PS: der amtierende Philippsburger Bürgermeister Martus hat angekündigt, bei Demonstrationen gegen weitere Castoren an der Spitze mit zu marschieren. Martus ist in der CDU.
Das Schöne an einem Hobby: man lernt die Leistung der Profis viel mehr zu schätzen. Seitdem ich mich als Amateur damit beschäftige, Fabians Buch zu sprechen, höre ich Hörbücher anders. Ich achte mehr auf Pausen und Übergänge und darauf, wie die einzelnen Personen gesprochen werden. Während David Nathan (Synchronstimme von Johnny Depp, Christian Bale) manche Nebenpersonen mit unverstellter Stimme liest, gibt Christoph Maria Herbst (Stromberg, Alfons Hattler) auch der unwichtigsten Figur etwas persönliches.
Auf Herbst als Hörbuchsprecher bin ich über »Er ist wieder da« gestoßen. Das musste ich einfach probehören. Das Buch hatte ich schon. Schwer beeindruckt, wie Herbst zwischen dem »Föhrer« und normalen Personen in Dialogen wechselt, habe ich auch die CDs gekauft. Seitdem suche ich Hörbücher nach Sprecher aus.
Aktuell steckt bei mir »Schneller als der Tod« im CD-Spieler, geschrieben von Josh Bazell, ebenfalls gelesen von Christoph Maria Herbst. Ein ehemaliger Mafiakiller arbeitet unter falschem Namen als Assistenzarzt in einer heruntergekommenen amerikanischen Großstadtklinik. Als er dort von einem Patienten (und »Familienmitglied)« erkannt wird, bricht das Chaos aus.
Die turbulente Geschichte strotzt nur so vor rabenschwarzem Humor und – Mafia! – abrupten Gewaltausbrüchen. Eine Mischung aus »Grey’s Anatomie« und »Kill Bill«. Ich wage zu behaupten, dass die gelesene Fassung besser ist als das Buch.
Auf der Seite des Verlags gibts eine Hörprobe und verschiedene Bezugsquellen. Eine etwa einstündige Lesung von Herbst vor Publikum kann man bei Youtube anschauen. Die Tonqualität ist suboptimal.
Wegen einer ekligen Erkältung mit Halsschmerzen und Heiserkeit konnte ich die letzten Wochen nichts aufnehmen. Habe es vorhin probiert, aber das Ergebnis war bescheiden. Einmal klingelte während der Aufnahmen das Telefon, dann gingen die Rolläden automatisch zu. Und meine Stimme klingt immer noch schlecht.
Damit die Pause nicht zu groß wird, veröffentliche ich einen kurzen Schnipsel von 3 Minuten, den ich bereits Mitte Mai eingesprochen habe. Sobald es meinem Hals besser geht, kommen längere Folgen. Ich bin heilfroh, dass ich nicht mit der Stimme meine Brötchen verdienen muss. Meine Hochachung für alle Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher und Lehrer.
Eigentlich eine Sensation, trotzdem läuft der Vorverkauf enttäuschend schlecht: Ack van Rooyen spielt am nächsten Sonntag in Neustadt an der Weinstraße!
Ursprünglich war ein deutscher Trompeter als Gaststar zum Frühschoppenkonzert mit der Blue note Big Band geplant. Der musste wegen einer Preisverleihung absagen und hat uns kurzerhand den mittlerweile 83jährigen Ack als »Aushilfe« vermittelt.
Ack ist für die Band mittlerweile ein guter Bekannter: bei »Jazz an Neujahr« war er in den Jahren 2001 und 2011 zu Gast. Unvergesslich für die Band auch die Silversterparty 2010/2011 mit Acks Geburtstagsfeier - er hat am 1. Januar Geburtstag. Wann bekommt man schon ein Stück Torte von einer lebenden Legende gereicht?
Freitag und Samstag vor dem Konzert leitet Ack van Rooyen zusammen mit anderen einen Workshop. Details dazu auf der Bluenote-Seite.
Samstag Abend wird eine Jam Session mit den Kursteilnehmern und jedem, der mag stattfinden. Das ist dann im Weingut Weegmüller ab 19:30 Uhr.
Frühschoppenkonzert Ack van Rooyen mit der Blue note Big Band
Im Eisenbahnmuseum am Hauptbahnhof
Neustadt an der Weinstraße
Sonntag, 9. Juni 2013, 11:30 Uhr
Karten über Reservix oder (sofern vorhanden) an der Tageskasse
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