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Audio-Seite überarbeitet

Ich habe meine Audio-Seite hier im Blog überarbeitet. Zusätzlich zu den bereits enthaltenen fertigen Projekten »Lausbubengeschichten« von Ludwig Thoma und »Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen« von Fabian Neidhardt gibt es Links zu aktuellen Projekten.

Angedacht sind Infos zu Aufnahmetechnik, Hörspielrollen und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass ich ein Mikrofon an meinen Rechner gestöpselt habe. Schaun'wer mal.

Osterei: FiiO X1

Auf meiner Linux-Kiste speichere ich Audiodateien hauptsächlich im FLAC-Format (Free Lossless Audio Codec). Natürlich kann die mein kleines Abspielgerät für unterwegs nicht abspielen. Muss ich vorher auf mp3 konvertieren. Das nervt.

Deshalb habe ich mich mal umgesehen, was es auf dem Markt gibt. Ja ich weiß, heutzutage hat man dafür ein Smartphone. Ich nicht. Statt Multifunktionsgeräten, die alles können und nichts richtig habe ich lieber ein Gerät für eine Aufgabe. Eine kurze Suche fördert erstaunlich teure Abspielgeräte (Preise im vierstelligen Bereich!) zu Tage. Das muss dann doch nicht sein.

Schachtel

Die beste Verhältnis zwischen Preis, Leistung und ... hüstel ... Aussehen schien mir der FiiO X1 zu sein. Spielt APE, FLAC, WAV, WMA, ALAC, MP3, AAC, OGG Vorbis, MP2 mit bis zu 92KHz/24bit. Und sieht aus wie ein berühmtes Gerät aus der Firma mit dem Apfel-Logo.

X1 Nach Lektüre von Bericht FiiO X1 Player: Toller kleiner, günstiger High-Res-Player habe ich das Teil sozusagen als Ostergeschenk für mich bestellt.

Schon beim Auspacken wird klar, das die Herrschaften in China sich etwas gedacht haben. Auf dem Display ist bereits eine Schutzfolie aufgeklebt, zwei weiter liegen bei. Eine Neoprenhülle ist auch dabei. Prima.

Internen Speicher gibt es nicht, man braucht eine microSD-Speicherkarte mit maximal 128 GB. Für den Anfang (?) tuts eine wesentlich günstigere Karte mit 64 GB (wenn ich dran denke, dass mein erster PC im Büro eine Festplatte mit gigantischen 8 MB hatte ...).

X1 mit Hülle Gerät aufladen, mit SD-Karte füttern, an PC anschließen, mit FAT32 formatieren, Musik und Hörspiele drauf, fertig. Die Bedienung hat man nach wenigen Minuten im Griff. Für Hörspiele besonders interessant ist die Wiedergabeeinstellung "gapless" – dann gibt es keine störende Pause zwischen einzelnen Tracks.

Der Klang gefällt mir, der Verstärker liefert genug Saft auch für leise Stellen im Schülernahverkehrszug – ich bin zufrieden. Einziger Wermutstropfen: der Akku ist nicht wechselbar. Zumindest nicht für Normalsterbliche.

Pusten oder Klopfen ist keine gute Idee

Bändchenmikrofon
Bändchenmikrofon NoHype Audio LRM-2
Weil ich gerade wieder Profis erlebt habe, die auf der Bühne mit der Handfläche gegen das Mikrofon klopfen, um zu testen, ob es funktioniert: Auf gar keinen Fall machen!

Das kann bei einem Shure SM58 hundertmal gutgehen, muss aber nicht. Und bei einem Kondensatormikrofon kann einmal Klopfen reichen, um es zu zerstören.

Neulich bei unserer CD-Aufnahme hatten wir für die Saxophone Bändchenmikrofone (siehe Bild). Die sind so empfindlich, das ein direktes Dagegenpusten (was auch manche auf der Bühne machen) das Ding sofort kaputt macht.

Also: weder Klopfen noch Pusten. Einfach durch Sprechen testen.

Hörspieltipp: Blutige Fährten

Inhalt

Marshall Nathan Holt (Marc Schülert) will endlich zur Ruhe kommen. Er gibt den Stern ab, verlässt die Stadt und zieht in das verschlafene Nest Bollock. Kurz nach seiner Ankunft beginnt eine grauenhafte Mordserie. Diesen Zusammenhang kann der dortige Marshall Wallace (Detlef Bierstedt) nicht ignorieren und so ermittelt er gegen Holt. Amber (Christiane Marx), die Tochter von Wallace, teilt den Verdacht ihres Vaters nicht und versucht gemeinsam mit Nathan Holt den Mörder zu fassen.

Meinung

Ich liebe Western!

Franjo Franjkovic ist ein spannendes Hörspiel gelungen. »Blutige Fährten« liefert ausgezeichnetes Kino für die Ohren. Die Atmosphäre erinnert an Italo-Western von Sergio Leone oder Sergio Corbucci. Dazu kommen die gruseligen Mordfälle, die so auch in einem modernen Thriller vorkommen könnten.

Aber was wären gute Dialoge ohne die passenden Stimmen? Marc Schülert, Christiane Marx, Detlef Bierstedt und Gabriele Blum sind einfach überragend. Auch kleinste Rollen sind gut besetzt mit z. B. Werner Wilkening und Mica Wanner (hier als Sängerin mit mir auf einem Foto bei einem Konzert der Blue note Big Band).

Außergewöhnlich fand ich die Leistung von Santiago Ziesmer, den die Jugend leider eher als Sprecher eines Cartoon-Schwamms kennt. Ich verbinde mit dem Klang seiner Stimme die Synchronisation von Steve Buscemi in seiner Rolle als Kindermörder in »Con Air«. Wenn ich allein die Stimme höre, läuft mir ein Schauer über den Rücken.

Die hauptsächlich von einer Slide-Gitarre (Matthias Willer) geprägte Musik von Michael Donner und Jörg Purfürst gefällt mir, die Geräusche sind absolut überzeugend (auch die Bewegungen im Raum), die Klangqualität ausgezeichnet.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Lob :-) Ach so, vergessen: Der ans Ende gesetzte Titelsong von Dirk Hardegen und Marc Schülert ist perfekt!

Die Doppel-CD gibt es für 10,- Euro inklusive Versandkosten direkt beim Produzenten Ohrenkneifer.info. Einfach per Formular bestellen, Rechnung im Voraus bezahlen und auf die Post warten. Das geht völlig problemlos und schnell.

Natürlich kann man das Hörspiel auch über Amazon beziehen, dort kosten die CD allerdings 15,98 Euro, der Download 9,99 Euro.

Credits

»Blutige Fährten«
Produktion: Marc Schülert, Ohrenkneifer und Push My Belly
Skript: Franjo Franjkovic
Schnitt: Marc Schülert
Dialogregie: Christiane Marx
Musik: Michael Doner, Jörg Purfürst
Sprecher: Marc Schülert (Nathan Holt), Christiane Marx (Amber), Detlef Bierstedt (Marshall Wallace), André Beyer (Doc), Gabriele Blum (Mrs. Turner), Werner Wilkening, Mica Wanner und Santiago Ziesmer