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Es gibt sie noch

Die ganzen Internetabfragen laufen über Google. Alle? Zumindest ein paar Personen scheinen nicht aufzuhören Widerstand zu leisten.

Nein, nicht die in dem kleinen gallischen Dorf. Die freiwilligen Editoren des ODPs, auch bekannt als dmoz.org. Alle Seiten des Webs in einem Katalog kategorisiert war die ambitionierte Vision. Vor Jahrzehnten war ich dort sehr rege tätig, es gab mehrere User-Treffen und sogar Editorenhochzeiten ...

Erstaunt habe ich festgestellt, dass die Oberfläche nach 18 Jahren (!?) angepasst wurde. Für mobile und allen Schnickschack. Curiosity killed the cat – also einen Reinstatement-Antrag ausgefüllt und Bauklötze gestaunt, als der innerhalb von Stunden genehmigt wurde.

Kein allzu großes Wunder: Zu guten Zeiten, als das Verzeichnis noch von Google mitverwendet wurde und jeder dort eingetragen werden wollte, gab es Tausende Freiwilliger. In den Foren wurde in den Sprachen aller Herren Länder diskutiert und gewerkelt. Aktuell scheint es nur noch eine kleine Handvoll Mitglieder zu geben. Wer kennt schon noch diesen Dinosaurier.

ABER.

Beim Herumstöbern in meinen alten Lieblingskategorien bin ich über den Eintrag von Kathrin Lemke gestolpert, die im Januar dieses Jahres viel zu jung verstorben ist. Also habe ich traurig den Beschreibungstext »Seite der in Berlin lebenden Saxophonistin« geändert auf »Saxophonistin, die in Berlin lebte«. Ein kurzer Blick zu Tante Google zeigt, das dort beim Suchergebnis von Kathrins Seite der ODP-Text als sogenanntes Snippet gezeigt wird. Mal sehen, ob und wann Google meine Textänderung vom 25.08.2016 übernimmt.

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Verflixte Hardware?

Seit Dezember habe ich bei meinem Cirrus7-Rechner das Problem, das ich im Artikel Du sollst Datensicherung und Ersatzgerät haben schilderte.

Kurz zusammengefasst: Wenn ich den PC eine halbe Stunde benutzt habe, dann den Benutzer wechseln will bleibt der Bildschirm schwarz und geht mangels Signal auf Energiesparmodus. Schlimmer: wenn ich den PC ausschalte und kurz darauf wieder einschalte, habe ich das gleiche Problem! Es wird überhaupt nichts mehr angezeigt – weder BIOS-Informationen noch sonst etwas.

Das Herunterfahren ohne Bildschirm beherrsche ich mittlerweile im Schlaf. Auf Konsole wechseln, als root anmelden, shutdown -h now eintippen. Wenn ich dann den Rechner 2, 3 Stunden ausgeschaltet lasse (oder gleich über Nacht), läuft er anschließend problemlos hoch. Das ist kein Zustand. Ich kann so nicht arbeiten.

Ich habe eine Menge Treiber und OS-Updates ausprobiert, alles ohne Erfolg. Deshalb vermute ich, dass der Rechner einen Hardwaredefekt hat. Mittlerweile bin ich so genervt, dass ich mir nach 3 Jahren Nutzung einen neuen PC zulegen werde. Wegen der Audioaufnahmen dieses Mal ein komplett lautloses Gerät. Und auch kein stylischer Schnickschnack, sondern ein völlig normales, solides Arbeitspferd im Towergehäuse. Der Schreibtisch ist eh zu voll. Und keine zickige Grafikkarte, sondern irgend ein Allerweltschip von Intel. Und nie wieder so ein Slot-in-Laufwerk. Man zerkratzt sich zu leicht seine wertvollen CDs.

Das Angebot von Deltatronic sieht interessant aus. Noch dazu ist die Firma fast bei mir um die Ecke. Schaun'wer mal.

Wohin mit Scheckkarten?

Meine Spaßkasse informiert mich, dass mit meiner EC-Karte demnächst kontaktlos bezahlt werden kann. GiroGo. Zahlen ohne Pin oder Unterschrift. Ah ja.

Mittlerweile kann man mit jedem aktuellen Smartphone die Daten teilweise (?) auslesen. Stichwort NFC (Near Field Communication). Je nach Antenne scheint das auch über größere Entfernungen zu gehen. Also gehe ich davon aus, dass die bösen Buben gleich alles auslesen können. Oder demnächst können werden.

Deshalb wollte ich sicherheitshalber einen mechanischen Schutz für meine Karte. Klar könnte man das auch irgenwie selber basteln, aber wer will schon eine Aluminiumkarte in den Geldbeutel stecken? Sogenannte RFID-Schutzhüllen für den neuen Personalausweis gibt es schon lange beim FoeBuD, der sich jetzt Digital Courage nennt. Und von der Firma secrid.

Zufällig habe ich schon vor einer Zeit entdeckt, dass diese schicken Etuis auch bei Schad Pelz und Leder verkauft werden. Also bin ich dorthin gedackelt, habe von Frau Schad eine gute ausführliche Beratung erhalten (das gibts beim Amazonas ;) nie!) und bin jetzt stolzer Besitzer eines netten kleinen Etuis. Hat Platz für die wichtigen Karten und für einen Notgroschen. Klein, handlich, praktisch. Und einfacher Zugriff auf die Karten durch den Schieberegler unten.

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Southern-Reach-Trilogie

Irgendwer hatte Lobendes über die Southern-Reach-Trilogie von Jeff Vandermeer berichtet (Kris Köhntopp?). Weil ich noch Urlaubslektüre brauchte, habe ich den ersten Band bestellt.

Southern Reach ist eine dieser ominösen amerikanischen Behörden (warum hat die eigentlich keine 3-Buchstaben-Abkürzung?), die die geheimnisvolle »Area X« untersucht, ein verlassenes Küstenareal, das von einer Barriere unbekannten Ursprungs umgeben ist. Man hat verschiedene Expeditionen hineingeschickt mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen: eine ist spurlos verschwunden, bei einer haben sich alle gegenseitig massakriert, von einer kamen alle Teilnehmer zurück, können sich aber an kaum etwas erinnern. Band 1 ist das Tagebuch der Biologin, die mit der 12. Expedition unterwegs ist.

Die Geschichte läßt sich schwer in eine Schublade stecken. Mystery-Horror-Science-Fiction oder sowas wäre mein Etikett. Erinnert an Lovecroft. Weil der erste Band spannend war, aber kaum Erklärungen liefert, habe ich die restlichen Bände bestellt. Mal sehen.

Achtung Spoiler zu Band 2 (nicht lesen, wenn man Band 1 nicht kennt)

"Southern-Reach-Trilogie" vollständig lesen

Verwünschtes Remakefieber

Zugegeben, den einen oder anderen Film davon werde ich vielleicht anschauen. Aber muss das wirklich sein?

»Ghostbusters« mit weiblichen Geisterjägern? Ahem. Noch ein Remake von »Ben-Hur«? Kann nur verlieren. »Die glorreichen Sieben«? Wir erinnern uns: im Original (das auch schon ein Remake eines Kurosawa-Films war) mit der unglaublichen Besetzungsriege Yul Brunner, Steve McQueen, James Coburn, Charles Bronson, Eli Wallach, Robert Vaugn, Brad Dexter und Horst Buchholz.

Am Unglaublichsten scheint mir die Neuverfilmung des Til-Schweiger-Films (!) »Honig im Kopf«. Die Rolle von Didi Hallervorden übernimmt ... Inspector Heller. Michael Douglas.

Das kann doch alles nicht wahr sein ...

Diese Ruhe

Mehr als 6 Stunden Netzwerkausfall im Großraumbüro. Keine PCs, keine IP-Telefone ... selten so eine angenehme Stimmung erlebt. Mal abgesehen von den Kollegen, die dringende Terminarbeiten hatten. Und den LKWs, die nicht abgefertigt werden konnten.

War so eine heitere, entspannte Ruhe. Schränke aufräumen, mit Kollegen sprechen statt Mails zu schicken. Eigentlich sollte man sowas einmal im Monat machen.