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Hörspieltipp: Iris

Inhalt

CD-Cover Einer Raumstation im Orbit des Jupitermondes Europa gehen einige Rohstoffe aus. Wegen Problemen mit der Funkanlage erreichen sie nur den Computer (Dirk Hardegen) des Frachters »Oshimakuru«, der daraufhin Kurs auf die Station nimmt und von der Besatzung Captain Hatchenson (Marc Schülert) und Lietenant Forrester (Detlev Tams) aufweckt.

Währenddessen geht auf der Station nach einer bahnbrechenden Entdeckung der wissenschaftlichen Leiterin Dr. Iris Ashton (Alianne Diehl) einiges schief ...

Meinung

»Im Weltraum hört dich niemand schreien«. Der alte Werbespruch für den Film »Alien« schoss mir während des Hörens dieses unglaublich intensiven Kammerspiels durch den Kopf. Das Ohrenkneifer-Team hat aus der Kurzgeschichte »Im Auge des Jupiters« von Sven Hüsken ein packendes Hörspiel gemacht, das für reichlich Gänsehaut sorgt.

Besonders gelungen fand ich die Dialoge von Marc Schülert und Detlev Tams. Es macht eben doch einen Unterschied, ob jeder nur für sich im stillen Kämmerchen aufnimmt oder so wie hier gemeinsam. Dirk Hardegen liefert gekonnt die Stimme für die Computer Paps & Beebop (wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich ihn lange gar nicht erkannt habe). Alianne Diehl in der Titelrolle hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Schade, dass Christiane Marx nur eine kleine Rolle hatte.

Die Soundkulisse von Marc Schülert fand ich beeindruckend: so muss eine Raumstation klingen! Hätte ich die Gelegenheit, mir für ein Hörspiel ein Dream-Team zusammenzustellen, würde ich Marc für Schnitt, Regie und Sounddesign nehmen ;-)

Natürlich hat auch die Musik von Michael Donner und Marc Schülert einen großen Anteil am Gelingen. Hier haben mir besonders die ruhigen Passagen gefallen.

Fazit

Spannendes Science-Fiction-Hörspiel mit einem winzigen Nachteil: es ist zu kurz! Die 60 Minuten vergingen wie im Flug. Kann ich mir für die nächste Produktion eine Doppel-CD wünschen?

Fünf von fünf Sternen

Credits

Produktion: Ohrenkneifer (2016)
Skript, Regie, Schnitt und Sounddesign: Marc Schülert
Lektorat: Dirk Hardegen
Musik: Michael Donner, Marc Schülert
Cover und Layout: Sylvia Nitsche
Sprecher: Marc Schülert (Captain Hatchenson), Detlev Tams (Forrester), Dirk Hardegen (Paps und Beebop), Alianne Diehl (Dr. Iris Ashton), Clemens Gerhard (Commander Jenkins), Christiane Marx (Dr. Vern), Horst Kurth (Daniel), Oliver Kube (Pfleger), Christian Stark (Ansage)

Kaufen

Die CD gibt es für 8,- Euro inklusive Versandkosten direkt beim Ohrenkneifer. Natürlich auch bei Amazon, als Download über Google Play und iTunes. Das »Making Of« gibts allerdings nur auf der CD.

Lesetipp: Die letzte Drachentöterin

Wie war das? Über 5 Ecken bzw. Personen kennt jeder Kevin Bacon?

So ähnlich bin ich zum Lesetipp von Jasper Ffordes »Die letzte Drachentöterin« gekommen. Ich habe Fabians Blog Mokita im Feedreader, der liest Isabel Bogdans Blog und die wiederum hat das Buch übersetzt. Was Fabian zum Lesen und Rezensieren angeregt hat.

Weil die Geschichte unter Jugendbuch läuft, bin ich beim letzten Leihbüchereibesuch in der Kinder- und Jugendabteilung eingefallen. Bei der Gelegenheit habe ich entdeckt, dass im gleichen Regal Lukianenko (?!) und die ganzen Cory-Doctorow-Romane stehen. Ha! Habe gleich »Pirate Cinema« mitgenommen.

Inhalt

Die Geschichte spielt in den Ununited Kingdoms, die Großbritannien sehr ähnlich sind, nur eben hat jedes Land seinen eigenen König. Und es gibt Zauberer. Und Drachen. Weil in dieser Welt auch Zauberer Geld für die Miete brauchen, haben sie sich in einer Firma zusammengetan. Mit dem fliegenden Teppich werden Pizza und Spenderorgane ausgeliefert, die Magier machen Elektroinstallation ohne Wände aufzubrechen.

Weil Zauberer keinen Funken Organisationstalent haben, wird ihre Firma von der fünfzehnjährigen Jennifer Strange gemanagt. Vertretungsweise, bis der eigentliche Boss irgendwann zurückkehrt. Jennifer wird auf Schritt und Tritt vom Quarktier begleitet, das zum Schreien gefährlich aussieht, aber treu wie Gold ist.

Als die Hellseher der Ununited Kingdoms eine Vision vom Tod des letzten Drachen haben, gerät die Welt aus den Fugen ...

Meinung

Ich habe noch nie so recht verstanden, warum manche Bücher unter Jugendroman einsortiert werden. Vielleicht weil in denen unnötiges Gedöns ;-) weggelassen und die Geschichte elegant, kurz und knackig erzählt wird. Und die Helden minderjährig sind. Zumindest bei diesem Buch ist das so. Die skurilen Figuren und die Handlung erinnern stark an die Bücher von Terry Pratchett oder Ben Aaronovitchs Serie um den magischen Police Constable Peter Grant.

Wie sich Jennifer gegenüber grummeligen Zaubererinnen und sogar Königen durchsetzt ist einfach großartig. Sie schlägt sich tapfer im Kampf gegen die Bürokratie und hat das Herz auf dem rechten Fleck (ok, fünf Euro ins Phrasenschwein).

Fazit

Gute Unterhaltung. Zauberhafte Pendlerliteratur. Und es gibt schon eine Fortsetzung! Danke für den Tipp, Fabian :-)

Jetzt auch mit Avatoon!

Vorspiel

Ich lese ja mit Begeisterung Meldungen über Erdogan vs. Böhmermann. Über Rivva.de bin ich zu einem Artikel des Nullenundeinsenschubsers gekommen. Und von da zum Beitrag »Satirefreiheit ist nicht verhandelbar« auf e13.de.

Weil ich mich auf der Suche nach Futter für den Feedreader gerne auf Blogs ein bisschen umsehe, bin ich über das Avatoon-Angebot bei Kiki gestolpert. Ich liebe gute Zeichnungen! Habe ich schon erwähnt, dass ich alle Bände von »Tintin et Milou« (Tim und Struppi) im Regal habe?

Beim Preis habe ich erst einmal geschluckt. Na, eigentlich brauche ich sowas doch gar nicht. Andererseits wäre es schon schön. Hmm. Und wenn man sich vorstellt, wie viel Arbeit da drin steckt relativiert sich der Preis.

Hmm.

Aha, Kiki fährt zur re:publica – in den nächsten Tagen hat sie ganz sicher andere Dinge auf dem Plan als Avatoons zu zeichnen. Ich setze mir deshalb den 7. Mai als Termin. Wenn ich dann immer noch denke, dass ein Avatoon eine gute Idee wäre, sehen wir weiter.

Bis dahin kann ich ja mal ein paar Fotos von mir zusammensammeln und überlegen, was ich in den Bestelltext schreiben könnte. Natürlich nur so theoretisch, falls ich überhaupt bestelle.

Judgement Day*

Ach verwünscht. Ich will so ein Ding. Außerdem muss man sich ab und zu etwas gönnen. Ein Eis. Oder ein Avatoon. Also erstmal höflich bei Kiki angefragt, ob sie überhaupt Zeit hat. Sie hat. Und möchte wissen, was mir inhaltlich und stilistisch so vorschwebt. Tief luftgeholt und eine Mail geschickt, die ich hier in Auszügen wiedergebe:

Ja, was schwebt mir vor? Da habe ich mir jetzt schon einige Zeit den Kopf zerbrochen und keine wirklich konkrete Vorstellung.

Da ich zu viele verschiedene Hobbys habe (Saxophon spielen, fotografieren, Hörbücher sprechen), scheidet es wohl aus, eins von diesen Themen ins Bild einzubauen.

Ich hab einfach mal ein paar Fotos zusammengeworfen, vielleicht kannst Du damit etwas anfangen?

Fotos

Wie ich selbst überrascht festgestellt habe, trage ich fast immer diese grüne Kaputzenjacke (in HTML wäre das etwa #99d738). Und täglich eine Mütze (im Winter schwarz, im Sommer beige) oder einen Hut.

Ich mag gerne kräftige Farben - also nicht pastell, mag auch blau, hmm ... und mein Blog hat immer wieder die Farbe Blau (#3c60b4) und ein leichtes Gelb für den Hintergrund (#fffaed). Muss aber nicht sein.

Zum Stil: tja, was nimmt man da? Im Regal habe ich die kompletten Bände von Tintin stehen, natürlich Asterix, Lucky Luke und Gaston. Vielleicht hilft das?

Jones Aktuell habe ich bei Twitter als Bild das hier mit dem Indiana-Jones-Hut drin ...

Fotograf ... bei Google-Plus das mit der Sucherkamera:

Äh, ja. Schwierig auf den Punkt zu bringen, sorry. Am ehesten wahrscheinlich mit grüner Jacke und Mütze, oder?

Kannst Du damit etwas anfangen?

Natürlich konnte sie. Und hat gefragt, ob sie nicht doch ein Saxophon aufs Bild nehmen könnte? Klar.

Ergebnis

Sobald ich den Entwurf sah, breitete sich ein lang anhaltendes Grinsen auf meinem Gesicht aus. Nach ein paar Korrekturen, bei denen es um den S-Bogen ging (ich spiele ja kein Alt-Saxophon) hier das Ergebnis:

Avatoon

Gefällt mir. Gefällt mir sehr! :-)

Die Synchronsprecher der Stars

Tolle Sache: die Ausstellung Faces behind the voices bietet Portraits und Hörproben von 30 bekannten Synchronsprechern. Also die Stars sind bekannt, die Stimmen auch. Aber Namen und Gesichter? Fotografiert von Marco Justus Schöler.

Kostproben auf der Webseite Faces behind the voices, alle 30 Portraits sind on Tour auf großen Bahnhöfen zu erleben:

  • 04.05. - 12.05.2016 München Hauptbahnhof
  • 14.05. - 23.05.2016 Berlin Ostbahnhof
  • 01.06. - 13.06.2016 Lübeck Hauptbahnhof
  • 20.06. - 30.06.2016 Mannheim Hauptbahnhof
  • 05.07. - 13.07.2016 Frankfurt a.M. Hauptbahnhof
  • 18.07. - 28.07.2016 Kiel Hauptbahnhof
  • 30.07. - 08.08.2016 Bremen Hauptbahnhof
  • 11.08. - 21.08.2016 Braunschweig Hauptbahnhof

2017 soll es weitere Termine geben.

via Audible Hörbücher-Blog

Neues Hörspiel: IRIS

Das kleine Label Ohrenkneifer hat ein neues Science-Fiction-Hörspiel veröffentlicht: IRIS (--> zur Hörprobe bei Youtube).

Ich habe es noch nicht gehört, bestellt isses. Wenn die Stimmen von Marc Schülert, Detlev Tams, Christiane Marx und Dirk Hardegen dabei sind, kann es nur gut sein. Bei Hörspielsachen gibt es eine Rezension.

Logo Ohrenkneifer

Erhältlich direkt beim Ohrenkneifer-Shop für 8 Euro (sic! und inklusive Versand!) oder über Google Play und iTunes. Das Bonusmaterial gibt es aber nur auf CD ;-)