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Neu in der Blogroll: Karl Grobl, Photojournalist

Über die Technikseite bin ich auf Karl Grobls Webseite gestolpert. Karl ist im asiatischen Raum unterwegs und hat viele gute Ausrüstungstipps nicht nur zu Fotoapparaten. Interessant, das er anscheinend nur mit 2 Objektiven unterwegs ist: Nikkor 17-35/2.8 und 70-200/2.8, dazu 2 Vollformatgehäuse.

Seine Fotos sind wirklich großartig!

Tasche für die Nikon D90 mit angesetzem 24-120mm Zoom-Objektiv

Früher war alles besser. Naja, einigen wir uns auf einfacher. Für den Urlaub habe ich das 50mm Objektiv an die Kamera geschraubt und in eine unauffällige kleine No-Name-Umhängetasche gesteckt – fertig.

Im letzten Urlaub hatte ich immer noch die kleine Tasche dabei, dazu die schwere ThinkTank Retrospective 10 mit allen Objektiven, Kabeln, Ladegeräten, Ersatzakkus. Und die Fuji X100. Am Ende habe ich 80 Prozent aller Bilder mit der Fuji gemacht.

Die Fuji geht deshalb auf jeden Fall wieder mit. Für den Rest muss die Nikon D90 ins Gepäck. Und das neue 24-120mm/4 Zoom. Vielleicht noch das Nikkor 50/1.8. Oder vielleicht das Zeiss 35/2.0. Nur passt die Kamera mit angesetzem Zoom nicht in die alte kleine Tasche.

Also den Kram eingepackt, zum Saturn in Mannheim gefahren, alles am Eingang deklariert, eine Handvoll Taschen aus dem Regal gegriffen und ausprobiert. Die anvisierte Crumpler Quick Escape 500 erwies sich als zu klein. Überhaupt gab es eine gewisse ... Diskrepanz. Ich wollte eine kleine Tasche für eine große Kamera. Geht gar nicht.

Schließlich wurde es eine Tasche der bewährten Marke Lowe, das Modell Toploader Zoom 50 AW 2. Hat zwei Zubehörtaschen, eine im Deckel, eine vorne drauf für Speicherkarten, Filter, Schlüsselbund etc. Außerdem gibt es einen unten herausziehbaren Regenschutz. Mit angeseztem Normal- oder Weitwinkelobjektiv gäbe es unten Platz für ein ähnliches, zusätzliches Objektiv. Einziges Manko sind für mich die Plastikhaken vom Tragegurt. Andererseits hatte ich einen Rucksack mit Metall, das bei einer Wanderung gebrochen ist. Schaun'wer mal.

Ach, fast vergessen: mit schußbereiter Streulichtblende wird es ein ziemliches Gepfriemel, die Kamera zu verstauen, je nach verwendetem Kameragurt. Wobei ich darüber nachdenke, die wegzulassen. Bei meiner Fuji X100 läßt sich die Bereitschaftstasche nicht schließen, wenn die Blende drauf ist. Also liegt das Teil fast immer zu Hause. Vermisst habe ich es bisher nie.

Kamera Völlig von den Socken war ich vom Nikon-Angebot. Neben gängigem Kram stand da auch das 70-200/28 VR2 Zoom neben 400 und 600mm Festbrennweiten. Und die Nikon Df.

Verflucht. Das kann teuer werden.

Richtig ausprobieren ging nicht, weil kein Akku drin war. »Damit niemand auslöst.« Hmpf. Jetzt stehe ich schonmal vor der Df, habe sogar meine 3 Lieblingsobjektive dabei und kann sie nicht ausprobieren. In die Hand nehmen war erlaubt. Und was soll ich sagen, das war auf Anhieb ... ein schlechtes Gefühl.

Der Auslöser ist (für mich) etwa einen halben Zentimeter zu weit links (zu weit weg). Der Einschalter läßt sich nicht wie gewohnt mit einem Finger bedienen (man braucht 2 für dieses Rädchen), die Bedienelemente auf der Kamerarückseite sind im Vergleich zur D90 ungünstig platziert. Uff. Damit ist der Haben-will-Reflex angesichts des Retrodesigns neutralisiert. Hurra.

uberspace!

Ich hab ja viele Mailadressen, bei verschiedenen Providern. Bei einem ist jetzt zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres für Stunden kein Zugriff möglich. Dieses Mal heißt es, wegen Stromausfall im Rechenzentrum. Ein Stromausfall, der so verheerende Folgen hat, dass über mehr als 4 Stunden nichts geht?

uberspace.de Da lob ich mir Uberspace.de! Kann mich nicht erinnern, dass es jemals Probleme mit der Verfügbarkeit meiner Mailbox gegeben hätte. Danke, Jungs!

Blue note im Juli

Comedy am Morgen

Plakat Nächsten Sonntag, am 13. Juli 2014, findet unter dem Motto »Mer lossen's wider schwinge«¹ um 11 Uhr eine Show mit »Spitz und Stumpf« statt. Dieses Mal beraten die beiden eine Anstaltsleiterin. Die Blue note Big Band sorgt für das Gebläse und mimt die Anstaltsinsassen. Passt. Neustadt, Garten der Villa Böhm.

Frühschoppen in Dernbach

Am Sonntag darauf, den 20. Juli 2014 spielen wir mit der Band (dieses Mal ganz seriös ... naja) in Dernbach im Restaurant Schneider. Von 11 bis 14 Uhr.

¹ für die außerpfälzischen Leser: »Wir lassen es wieder swingen«.

Erntezeit

Pflaume am Baum
Nikon D90, Nikkor 1.8/55mm

So viele Pflaumen (oder sind es Zwetschgen?) wie dieses Jahr gab es noch nie. Schon 6 Eimer aufgelesen. Weil das Marmeladenlager übervoll ist, wird vielleicht Schnaps draus. Wäre mal etwas neues.

Hörbuchempfehlung: Spademan

CD Cover Seit »Er ist wieder da« und »Schneller als der Tod« bin ich Fan von Christoph Maria Herbst. Die CD »Spademan« habe ich deshalb ohne Nachzudenken gekauft. Und die gut 6 Stunden lange (ungekürzte) Lesung in 3 Tagen angehört.

Story

Spademan war eigentlich Müllmann. Bis New York durch schmutzge Bomben fast in eine Geisterstadt verwandelt wurde. Er lebt immer noch dort und hält sich als Auftragskiller über Wasser. Weil er gegen Diskriminierung ist, tötet er Männer und Frauen. Aber keine Kinder. Wie er selber betont, töten nur absolute Psychopathen Kinder. Deshalb kommt er bei seinem aktuellen Auftrag in Schwierigkeiten, als er feststellt, dass das Zielobjekt, die Tochter eines einflussreichen Fernsehpredigers, schwanger ist.

Meinung

Adam Sternbergh hat einen spannenden Roman in der Tradition von Dashiell Hammett und Raymond Chandler verfasst. Nur spielt der statt in den 30er Jahren eben in einer düsteren Zukunft. Eine wichtige Rolle spielt die sog. Limnosphäre, eine virtuelle Welt, in die man komplett eintauchen kann, während der Körper auf einer Liege ruht und per Nährlösung versorgt wird. Matrix lässt grüßen.

Von düsteren Zukunftsvisionen habe ich eigentlich die Nase voll. »Spademan« hat mir jedoch gut gefallen. Nicht zuletzt wegen des wie immer großartigen Christoph Maria Herbst.

Weil Sternberg bei Dialogen die Namen über weite Passagen weglässt, musste ich bei der Leseprobe höllisch aufpassen, wer was gesagt hat. Beim Hörbuch hat Herr Herbst diese Arbeit schon erledigt. Fein.

Adam Sternbergh: »Spademan« (Originaltitel: »Shovel ready«), Buch, eBook, mp3-Hörbuch als CD oder Download

Das is Wiids

Meldung der Tagesschau: Deutsche im Visier des US-Geheimdienstes

» Deutsche IP-Adressen sind im Quellcode der NSA als eindeutiges Ziel definiert«

Wer IP-Adressen in den Quellcode schreibt, wird mit SAP-Code-Debuggen nicht unter 4 Jahren bestraft.

»[...] ist geschockt darüber, dass er ins Visier der NSA geraten ist.«

Wer sich für Tor engagiert und sich darüber wundert, sollte vielleicht eher Karnickel züchten.

PS: dieser Blogbeitrag hieß ursprünglich »Ich bin Spartacus«. Jeder muss für alles so oft wie möglich TOR und Mailverschlüsselung nutzen.

Edit

Es gibt beim NDR einen ausführlichen englischen Beitrag
via Schneier on Security

Lesen bildet

Ich habe ja keine Ahnung von Fußball. Vor Jahrzehnten haben wir nach der Schule auf der Wiese schräg rüber vorm Haus gekickt. Jacken oder Pullover als Torpfostenmarkierung, ein Ball, ein paar Jungs und los. Sportschau und sowas hat mich nie interessiert.

Bei der aktuellen Fußballmanie braucht man im Büro auch keine Ahnung zu haben. Es reicht, eine Bemerkung im Stile von »Mannschaft XY hat ja gestern nicht so doll gespielt« fallen zu lassen und schon hat man eine heftige Debatte losgetreten.

Damit ich nicht ganz dumm sterbe, habe ich heimlich angefangen, das Blog »Spielverlagerung - Wo die Taktiktafel zum Leben erwacht« zu lesen. Und um das Fachchinesisch irgendwann zu verstehen zusätzlich Jonathan Wilsons »Revolutionen auf dem Rasen - Eine Geschichte der Fußballtaktik« gekauft. Danke für den Tipp, Frau Gröner.

Das lese ich alles durch und am Samstag erkläre ich dann dem Jogi, mit welcher Taktik er das Spiel gegen die Franzosen gewonnen hätte. Und am Montag kaufe ich eine FC-Bayern-Tasse für den Schreibtisch.

So siehts aus

»[...] Es zeigt sich also, dass die Bundesregierung nicht zur Aufklärung der mit großer Sicherheit rechtswidrigen Aktivitäten des BND im Bereich der TK-Überwachung beitragen wird, weil der BND ja gerade mit Wissen und Zustimmung der Bundesregierung gehandelt hat. Die Bundesregierung ist mithin Teil des Problems. [...]«
Thomas Stadler: Die Bundesregierung kontrolliert den BND nicht

Vielleicht bemerken die Herrschaften aus der Industrie irgendwann, dass es so etwas wie Wirschaftsspionage gibt. Von der Politik erwarte ich nichts mehr.

Schallplatten digitalisieren

Irgendwie™ kann man den Plattenspieler über den Verstärker mit dem PC verbinden. Mit der alten Kiste ging das, mit der neuen nicht. Weil ich keine Lust mehr auf nächtelanges Studieren von Forenratschlägen habe, bestellte ich mir das ART USB Phono Plus PS (Link zum Thomann-Versand). Das ist ein kleiner Phonovorverstärker mit USB-Ausgang.

Ausgepackt, Plattenspieler mit USB Phono Plus und PC verkabelt, Audacity gestartet, Interface ausgewählt – funktioniert. Und das mit Debian-Linux. Jay!

Die Stromversorgung über USB per Rechner funktioniert; seperates Netzteil wird nicht gebraucht (vielleicht am Laptop). Geerdet habe ich das Ding aus, ähm, Zeitgründen nicht. Funktioniert trotzdem ohne Brummen. Ob die Klangqualität HiFi-Fetischisten zufriedenstellen würde, kann ich nicht beurteilen. Für meine bescheidene Anlage reichts. Und das meiste brauche ich im mp3-Format. Da kann man sich Gedanken über die Wandlerqualitäten des Phonovorverstärkers schenken.

Ein wenig Zeit braucht man natürlich, um aus der Aufnahmedatei einzelne Tracks zu basteln. Da hilft Gizlog.de weiter. Anleitung: Schallplatten mit Audacity digitalisieren (importieren, schneiden, taggen, exportieren)

In Stichpunkten, falls die Seite irgendwann ins Web-Nirvana eingeht:

  1. Analyse/SilenceFinder
  2. Schnittmarken benennen (Track-Titel)
  3. Metadaten bearbeiten (Künstler, Plattentitel)
  4. mehrere Dateien exportieren (verlustarm als Flac oder mp3)