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Leonard Nimoy ist tot

»A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP«
Letzter Eintrag von Leonard Nimoy auf Twitter, 23. Februar 2015

Bei der Szene habe ich im Kino geheult wie ein Schlosshund. Leonard Nimoy ist im Alter von 83 Jahren gestorben.

Farewell.

Blue note records

Bühne

Am 25. und 26. Januar 2014 haben wir mit der Blue note BIG BAND Aufnahmen für die dritte CD gemacht. Dieses Wochenende nehmen wir die restlichen Stücke dafür auf.

Weil geeignete Studios für uns unerschwinglich sind, nehmen wir im »Haus des Gastes« in Bad Bergzabern auf. Die Band sitzt mit einem Haufen Mikrofonen im Rechteck auf der Bühne und spielt die Titel fast (hust) live ein.

Weil man es mit 20 Leuten nie schafft, ein Stück fehlerfrei zu spielen, werden mehrere Durchläufe aufgenommen. Besonders hakelige Stellen zusätzlich separat. Aus diesem Material schneidet Tonmeister Ralf Schnellbach zunächst eine Rohfassung, zu der dann später die Solisten spielen und aufgenommen werden.

Lediglich die Klaviersoli müssen dieses Wochenende mitgeschnitten werden, weil es im Solistenaufnahmeraum keinen Flügel gibt. Deshalb kommt am Sonntag einer der Gastsolisten angereist.

Wenn alles gut läuft, wird die fertige CD dann ab Herbst im Handel sein. Wer nicht so lange warten will, kann die ersten beiden CDs oder die DVD mit dem Live-Mitschnitt des Neujahrskonzerts 2011 mit Ack van Rooyen, Jiggs Whigham und John Ruocco im Online-Shop der Bigband bestellen.

Foto Mikrofon P. S. Zur Aufnahmetechnik letztes Jahr, soweit ich als Laie mir das aus den Fotos zusammenreime: in der Mitte standen zwei Sontronics Bändchenmikrofone mit Achtercharakteristik (Stichwort Blumlein-Stereosystem), bei jedem Instrument Stützmikrofone. Für die Saxophonisten waren das Rode NT5. Für den Gesang wurde ein Brauner VM1 verwendet.

Auserwählt

E-Mails, die man nicht lesen will:

»Sie wurden als Pilotnutzer für die Einführung von Office 365 ausgewählt«

Was habe ich bloß verbrochen, dass ich zu dem einen Prozent der auserwählten Mitarbeiter gehöre? Für alle Fälle habe ich schon mal die aktuelle Version von Michael Koflers Buch »Excel programmieren« bestellt.

UltraPanavision 70?

Plakat Angeblich wird Quentin Tarantinos (»Django Unchained«, »Kill Bill«, »Inglourious Basterds«) nächster Western »The Hateful Eight« in 70mm gedreht. Mit seinem bewährten Kameramann, dem dreifachen Oscar-Preisträger Robert Richardson (für Oliver Stones »JFK – Tatort Dallas«, Martin Scorceses »Aviator« und »Hugo Cabret«) hoffe ich auf ganz, ganz großes Kino.

Erläuterung für die normalen Kinogänger: das angeblich dafür genutzte Verfahren UltraPanavision 70 bzw. MGM Camera 65 (»Ben Hur«, »Meuterei auf der Bounty«, »Khartoum«) wurde meines Wissens seit 1966 nicht mehr verwendet. Kameras und Objektive musste man vermutlich aus dem Museum holen. Oder wie auch immer der tiefste Lagerkeller bei Panavision heißt :-)

PS: Hier noch ein Link zum Vergleich verschiedener Filmformate.

PPS: Hatte ich erwähnt, dass ich mein Kinoblog im-kino-gesehen.de aus dem Bloggernirvana zurückgeholt habe?

Lieblingssprecher: Uve Teschner

Der Kreis meiner Lieblingssprecher hat Zuwachs bekommen. Bisher waren das David Nathan, Christoph Maria Herbst, Christian Tramitz und Oliver Rohrbeck, jetzt gehört auch Uve Teschner dazu.

Uve Teschner
Uve Teschner | © Jana Kausch

Andreas Eschbach hatte das Buch »Drohnenland« von Tom Hillenbrand empfohlen. Gibts auch als Hörbuch, gelesen von Uve Teschner. Den hatte ich schon im Hörspiel »Das Lufer Haus« gehört. Also habe ich mir die CDs bestellt und war von Teschners Lesung beeindruckt.

Der Krimi spielt in nicht allzu ferner Zukunft, in der es dank globaler Erwärmung in Europa immer regnet und Holland abgesoffen ist. Allgegenwärtige Drohnen erlauben der Polizei praktisch lebensechte Simulationen – im Roman Spiegelung genannt – von Tatorten zu erstellen, die dann bequem vom Revier aus untersucht werden können. In speziellen Fällen ist das auch in Echtzeit möglich. Sehr, sehr spannend und beängstigend.

Aktuell habe ich James Freys »Endgame« im Player, ausgezeichnet gelesen von Uve Teschner. Ich bin begeistert, wie er Spannungsbögen aufbaut und schwierige Passagen wie z. B. endlose Zahlenreihen meistert. Oder wie er die Passagen der von nervösen Ticks (»Blinzel!«, »Zuck!«) geplagten Nebenfigur interpretiert. Kino für die Ohren.

Vom Roman »Endgame« bin ich nicht ganz überzeugt, allerdings habe ich erst die Hälfte gehört. Spannend ist er ja. Ich wundere mich, dass dieses stellenweise blutige und brutale Werk als Jugendbuch vermarktet wird. Was ich gar nicht mag: wenn man am Cover nicht erkennen kann, dass es sich um eine Fortsetzungsgeschichte handelt.

Ach ja, die Homepage von Uve Teschner gefällt mir. Alles drauf, was man sich wünscht: Hörproben, Lebenslauf, Referenzen, Termine. Prima. Einziger Mangel: anscheinend werkelt als Content Management System ein veraltetes WordPress 3.5. Man kann nicht alles haben.